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Ein Leben ist nicht genug. Tagebuchaufzeichnungen und Briefe

German

225 pages, Paperback

Published January 1, 1996

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About the author

Maxie Wander

5 books8 followers
Maxie Wander wurde als Kind einer kommunistischen Familie im Wiener Arbeiterbezirk Hernals geboren. Sie hätte als erste ihrer Familie Abitur machen sollen, ging jedoch mit 17 Jahren von der Schule ab. Ohne Berufsausbildung verdiente sie als Sekretärin, Fotografin, Journalistin und Drehbuchautorin ihr Geld. Von 1958 bis zu ihrem Tod 1977 lebte sie mit ihrem Mann, dem österreichischen Schriftsteller Fred Wander, in Kleinmachnow bei Berlin. Das Paar hatte drei Kinder, eine Tochter, die bereits 1968 verstarb, einen Sohn und einen Adoptivsohn.

Maxie Wander war als Koautorin an mehreren Reiseberichten ihres Mannes beteiligt und schrieb auch Drehbücher, so 1976 für den Film Eine Stadt wird geboren wie ein Kind, der unter der Regie von Günter Jordan entstand und später verboten wurde.

Ihr bedeutendstes Werk ist Guten Morgen du Schöne: Protokolle nach Tonband, in dem sie Frauen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters über ihre Alltagserfahrungen, Befindlichkeiten und Wünsche sprechen lässt. Das Vorwort für die westdeutsche Ausgabe von Guten Morgen, du Schöne schrieb Christa Wolf; später wurde es auch in die DDR-Ausgaben aufgenommen. Das Buch war vor allem in der DDR, aber auch in Westdeutschland erfolgreich und erfuhr zahlreiche Auflagen.
Das Genre der Protokollliteratur wurde durch Wander populär, auch wenn es nicht der erste Band seiner Art war.1978 feierte eine Bühnenfassung von Guten Morgen, du Schöne im Deutschen Theater Berlin Premiere.

Im Jahr 1976 erkrankte Maxie Wander an Krebs und verstarb im darauffolgenden Jahr. In Berlin-Hellersdorf, Dresden und Potsdam erinnert eine Maxie-Wander-Straße an sie.

Quelle: Wikipedia

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Antje.
695 reviews62 followers
January 9, 2016
Nachdem ich als Zwanzigjährige Maxie Wanders Bücher "Guten Morgen, du Schöne" und "Tagebücher und Briefe" mit großer Begeisterung gelesen habe, lässt mich dieses leider enttäuscht und gespalten zurück. Immer wieder stellte ich mir verwundert die Frage, warum sie mich nicht mehr so erreicht wie in jungen Jahren.
Ich erkannte plötzlich und ärgerte mich über die Selbstverliebtheit in ihre eigenen Worte, wie sie Tagebuchaufzeichnungen und Kurzgeschichten Briefen an Freunden und Familie beilegt, wie sie sich in detailierte Beschreibungen irgendwelcher langweiligen alltäglichen Ereignisse verliert. Sie wirkte auf mich wie eine gelangweilte Hausfrau und Mutter, die einerseits bemüht ist diese Rollen halbwegs ordentlich zu erfüllen, ihren Mann den Rücken frei zu halten und andererseits spürt, dass dies nicht alles im Leben sein kann und dagegen aufbegehrt, in dem sie Zuflucht ins Schreiben sucht. Auf dieser Suche nach Selbstbestätigung, öffentlicher Anerkennung und Sinn verschriftlicht sie ihre Gedanken meines Erachtens zu krampfhaft, zu naiv und oberflächlich. -

Ich habe ferner bis zum Schluss nicht die Motive verstanden, warum zwei intellektuelle Wiener freiwillig in der Enge der DDR leben wollten. Immer wieder erzählt sie begeistert von ihren Reisen nach Paris und einer bevorstehenden Tour nach London, um dann wieder in das übersichtliche Kleinmachnow zurückzukehren. Wiederum sehnt sie sich häufig nach Erholungsurlaub, wobei sie den dreimonatigen Sohn und die anderen beiden Kinder zu Hause lässt oder sie ihrer Mutter anvertraut werden. Sie gibt sich ausgelastet, um bedeutender zu wirken und irrt meines Erachtens unausgeglichen zwischen ihren eigenen Sehnsüchten und den Anforderungen ihrer wirklichen Umwelt hin und her. Ein Umstand, der mich zunehmend beim Lesen nervte.

Allein in zwei Lebenssituationen konnte sie mich emotional erreichen: als sie ihre Rolle als Ehefrau und ihre Ehe als solches in ihrem Tagebuch nur für sich selbst hinterfragt - also ohne den ersehnten öffentlichen Applaus - und als ihre Tochter durch einen Unfall im eigenen Garten verstirbt. Die anschließenden Niederschriften wirken gereifter und tiefgründiger. Darin liegt wahrscheinlich auch die Ursache, dass ihre späteren Arbeiten und Gedanken für mich greifbarer waren und ich mich hier und da wiederfinden bzw. sie verstehen konnte.
Profile Image for ketaabkhaan کتابخوان.
7 reviews8 followers
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August 27, 2008
Ich weiß nicht, über was hat sie geschrieben, aber ich glaube Ein Leben ist nicht genug für alles zu wissen...
Profile Image for Dani.
280 reviews67 followers
June 23, 2016
I've read this book years ago (hm, decades ago, to be honest) and just reread it to be sure.

I just can't connect with her. Not really.

She is fascinating, for sure. She is fascinating - in her emotional flatness, her naiveté, her manic activity, her unwavering search for something …….. love, fulfillment, connection, respite from emotional isolation?

Her behavior might have been (though not really) understandable in her early twenties – but later on?
There is something disjointed, almost manic about her emotional life.
Her diary actually reminds me of the unique style of emotional incoherence and hysteria I have witnessed in close friends with BPD – the intense intimacy and adulation, insignificant encounters elevated to almost spiritual experiences, rapidly followed by …. well, nothing - or rejection or boredom. And repeat.

No emotional substance.
I acknowledge that it is highly problematic to frame my own personal reaction to her diary in that way, but I really think that she was driven by deeper psychological issues that were entirely inaccessible to her, emotionally and intellectually.

Very fascinating read, but ultimately distressingly vacuous.
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