"Den Arsch hatte sie sich antrainiert, auch wenn es ihr das im Internet niemand glauben wollte. Eigentlich hatte sie Glück. Vor 20 Jahren hätte sie noch richtig hungern und sich die Brüste operieren lassen müssen, um im Fitnessbereich irgendetwas zu erreichen. Jetzt reichte ein übertrieben großer Hintern und extrem viel Disziplin, aber sie konnte essen. Brüste konnte man sich nicht an-, nur abtrainieren".
"Es war so banal, man konnte es nicht mal hassen, es war beige. Und traurig."
"»Es gibt keine Friendzone! Das ist ein fucking Begriff der absoluten Rape-Culture-Bullshit-Welt, in der wir lieben!« Niemand spricht. Natasch ist noch nicht fertig. »Niemand stellt Männer in einer beschissen Friendzone ab. Es gibt überhaupt keine Friendzone! Wenn Person A zu Person B nett ist, weil sie befreundet sind, und Person B glaubt, dass das eine echte Freundschaft ist zwischen zwei Erwachsenen, dann sie die einfach Freunde. Wenn Person A dann scheinbar aus heiterem Himmel nicht mehr nur befreundet sein will und versucht, Person B körperlich näherzukommen, weil sie zu viele fucking RomComs gesehen hat und denkt, dass der richtige Moment es entschuldigt, jemanden ohne Einwilligung zu küssen, und Person B dann ganz klar sagt "Nein, danke, es besteht kein Interesse die bestehende freundschaftliche Beziehung um eine sexuelle Komponente zu ergänzen", dann wurde eine Grenze gesetzt.«"
"Es ist ein Schockzustand, herbeigeführt durch den jahrelangen Umgang mit männlicher Wut in getippter Form. Die Worte und die Sätze waren immer noch schwer zu ertragen, die ersten Male hatte man noch "Huch" gesagt, geistesabwesend Screenshots gemacht, vielleicht gelacht, eher noch geweint, einer Freundin oder dem Partner die Nachrichten gezeigt, aber vor allen Dinge schämte man sich. Schämte sich so so dafür, denn wie sehr wurde einem beigebracht, immer erst zu denken, es liege an einem selbst, man habe etwas falsch gemacht. Hätte ich mich anders verhalten, hätte ich etwas anders gemacht, gesagt, gepostet, besser recherchiert, nicht so forsch geguckt, hätte er mir dann keine Nachricht geschickt?"
"Doch du kommst nach Hause und träumst von ihr und immer wieder wachst du morgens auf und denkst dir, heute meldet sie sich, heute kommt sie zurück zu mir. Aber das wird sie nicht tun. Weißt du, warum? Weil es ihr besser geht. Weil es Frauen ohne Männer immer besser geht. Deshalb ist die schlimmste Beleidigung, die Männern wie dir einfällt, dass ihr Frauen sagt, dass sie für immer allein bleiben werden. Aber ihr seid es, die allein bleiben. Ihr habt keine Freunde mehr und wenn ihr eure Frauen verliert, dann seid ihr einsam und traurig, und weil ihr nicht wisst, was man macht, wenn man einsam und traurig ist, fangt ihr an gemein zu werden. Abgrundtief böse und gemein."