It was always you Blair hat alles verloren. Die Anerkennung ihrer Eltern. Ihren Ruf als erstzunehmende Künstlerin. Und ihren Bruder. Seit einem Jahr torkelt sie von Party zu Party, um sich mit Alkohol und fremden Männern zu betäuben. Dass sie dabei eine Spur von Skandalen hinterlässt, berührt sie nichts im Geringsten. Bis ihre Eltern ihr den Geldhahn zudrehen. Notgedrungen ist sie dazu gezwungen, die nächsten Monate an der britischen Küste zu verbringen, um dort im Familienstrandhaus an einer neuen Bildreihe zu arbeiten. Mit wem sie allerdings nicht im stürmischen St Ives gerechnet hat? Mit Connor Rutherford, dem besten Freund ihres verstorbenen Bruders. Connor, der seit Jahren in einer Beziehung mit ihrer früheren Freundin Elle Hastings ist. Connor, den sie nicht ausstehen kann, weil er ihr schon damals das Herz gebrochen hat, ohne sie ein einziges Mal berührt zu haben …
Mit den Tropen Haters to Lovers, Forced Proximity und Rock Bottom Heroine
Unabhängig von Moments so Blue Like Our Love lesbar
Gabriella Santos de Lima, geboren 1997 in São Paulo, studiert Kreatives Schreiben in Hildesheim und arbeitet nebenberuflich als Flugbegleiterin. Am liebsten schreibt sie mit Aussicht auf pulsierende Innenstädte bei laut aufgedrehter Musik. Auf Instagram postet sie unter @gabriellasantosdelimaa Buchtipps und Neuigkeiten aus ihrem Leben.
* * *
Gabriella Santos de Lima, born in São Paulo in 1997, studies creative writing in Hildesheim and works part-time as a flight attendant. She prefers to write with a view of pulsating city centres and loud music. On Instagram she posts book tips and news from her life under @gabriellasantosdelimaa.
4,25 ⭐️ - Gabriella hat eine ganz eigene Art Bücher zu schreiben.. ✍🏽
Ich LIEBE Gabriella Santos de Limas Schreibstil. Das Hörbuch zu „memories so golden like us“ wurde uns aus zwei POVs - Blair und Connor - und somit einer weiblichen und einer männlichen Stimme erzählt. Alles an dem Schreibstil der Autorin ist wunderschön. Egal wie heftig die Themen in ihren Büchern sind, sie schafft es weiterhin diesen Schreibstil beizubehalten.
Die Geschichte nachdem was in Band 1 passiert, geht in Band 2 weiter - nur dieses Mal mit Blair und Connor. Wie beide mit der Sache umgehen. Ich liebe alles daran. Wie beide miteinander umgehen und so herzlich sind. Ach herrje 🥹
Leider konnte mich das Buch nicht ganz so abholen wie Band 1, da es schon ein paar „Durststrecken“ hatte, aber dennoch: KLARE EMPFEHLUNG. 💛
Hach, Gabi. Was hast du da wieder großartiges erschaffen?😭 brauche noch einen Moment um meine Worte und Gedanken zu sortieren, aber im Dezember noch ein Jahreshighlight finden: wer liebt es nicht? <3
— — — Was ich besonders mag: 🟢hat mich direkt gecatched 🟢war gefesselt 🟢vielversprechende Ausgangslage -> Blair und Conner in einem Haus 🟢rätselhaft 🟢versteh Blair irgendwie und fühl mich mit ihr verbunden 🟢fühle mit (beiden Protas) -> nachvollziehbare Handlungen/Gedanken 🟢Charakterentwicklung und Trauerbewältigung 🟢die Beziehung der beiden -> sie öffnen sich einander -> teilen ihren Schmerz -> sparks fly 🟢Emmie kommt vor 🟢Millie -> Verbindung von Generationen -> Gesellschaftskritik 🟢es berrührt mich emotional -> heilt auch in mir etwas 🟢Trauerthema -> authentisch -> verschiedene Wege 🟢Kunstthema -> als Spiegel der Seele und Teil des Heilungsprozess -> Erinnerung an Sam 🟢Schreibstil -> besonders -> ehrlich -> emotional -> persönlich -> erreicht mich auf einer bestimmten emotionalen Ebene 🟢Gesellschaftskritik -> authentisch und greifbar 🟢Easter Eggs
Was ich nicht so mag: 🔴hab irgendwie nich mehr erwartet 🔴das Gabriella Santos de Lima feeling lässt etwas auf sich warten -> Unterschiede zwischen Blair und mir (Distanz?) 🔴es könnte mehr um Conner gehen (sehr starker Fokus auf Blair) -> Beziehung zu seiner Mutter -> Seine Bedürfnisse/Wünsche -> seine Trauer 🔴Das Missverständnis von früher war bisschen offensichtlich und nervig 🔴nicht zu 100% der Schreibstil, den ich lieb
Memories so golden like us ist der zweite Band der Blue Eternity Reihe von Gabriella Santos de Lima. Ich habe das Buch unabhängig von Band 1 gelesen und konnte dennoch sehr gut folgen. Es geht um die 24jährige Künstlerin Blair, die nach dem frühen Tod ihres Bruders Sam am Tiefpunkt ihres Lebens ist. Nach einem weiteren Partyskandal muss Blair für ein Kunstprojekt nach St Ives ziehen - mit Connor, dem besten Freund ihres Bruders, der sich schon immer unerreichbar für sie anfühlte… 4.5 ⭐️ Ein emotionales Buch, das Lesen tat weh und tröstete gleichzeitig. Die Trauer und den Schmerz von Blair fand ich roh und fühlbar, und die schweren Themen sensibel verarbeitet. Es ist im dual POV geschrieben, sodass wir auch Connor näher kennenlernen. Zwei so unterschiedliche Charaktere, was es nur umso authentischer macht. Und es gibt neben all der Traurigkeit auch einige wirklich cute romantische Entwicklungen. Ein besonderes Leseerlebnis mit vielen Gefühlen, schweren Themen und tröstlichen Entwicklungen.
Auch wenn der zweite Band der Blue Eternity Reihe nicht ganz so traurig ist wie sein Vorgänger, spürt man den Schmerz und die Trauer in "Memories so Golden Like Us" sehr deutlich. Besonders Blair hat stark mit dem Verlust zu kämpfen und man spürt diese Verzweiflung einfach zwischen den Zeilen. Man merkt, dass sie versucht sich über Wasser zu halten es aber nicht so richtig schafft und stattdessen mehr und mehr absinkt. Umso schöner fand ich es, wie Connor und Blair sich irgendwann gegenseitig geholfen haben ihre Trauer zu verarbeiten. Immerhin gibt es wohl keinen anderen Menschen, der die Trauer des jeweils anderen so gut nachvollziehen kann. Auch wenn "Memories so Golden Like Us" im Ganzen keinen allzu großen Impact bei mir hatte, hat mir genau dieses miteinander, die Trauerbewältigung und wie die beiden füreinander da waren sehr gefallen. Ganz beeindruckend fand ich, dass die Autorin es inmitten all der Trauer trotzdem noch schafft die Romantik so schön zu schreiben, dass man auch mitfühlen kann und die eine Emotion nicht von der anderen überlagert wird.
Mein Fazit: Der Vorgänger hat mir minimal besser gefallen, weil er noch emotionaler und gewaltiger war. Trotzdem haben mir beide Bände der Reihe sehr gut gefallen. 🥰
„Ich bin nicht mehr zu retten. Auch nicht von Sam. Schon gar nicht von Sam, der nie wieder da sein wird, wo ich bin.“ (Blair in Memories so golden like us)
Worum geht’s?
Blair hat alles verloren. Die Anerkennung ihrer Eltern. Ihren Ruf als erstzunehmende Künstlerin. Und ihren Bruder. Seit einem Jahr torkelt sie von Party zu Party, um sich mit Alkohol und fremden Männern zu betäuben. Dass sie dabei eine Spur von Skandalen hinterlässt, berührt sie nichts im Geringsten. Bis ihre Eltern ihr den Geldhahn zudrehen. Sie ist dazu gezwungen, die nächsten Monate an der britischen Küste zu verbringen, um dort im Familienstrandhaus an einer neuen Bildreihe zu arbeiten. Mit wem sie allerdings nicht im stürmischen St Ives gerechnet hat? Mit Connor Rutherford, dem besten Freund ihres verstorbenen Bruders. Connor, der seit Jahren in einer Beziehung mit ihrer früheren Freundin Elle Hastings ist. Connor, den sie nicht ausstehen kann, weil er ihr schon damals das Herz gebrochen hat, ohne sie ein einziges Mal berührt zu haben …
Memories so golden like us ist Band 2 der Blue Eternity-Dilogie. Die Geschichte ist in sich geschlossen, sie beinhaltet Spoiler zu Band 1.
Schreibstil und inhaltliche Hinweise
Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Blair und vereinzelt Connor geschrieben. Das Buch beinhaltet sexuellen Content. Das Buch beinhaltet potenziell triggernde Themen aus dem Bereich Verlust und Trauerbewältigung.
Meine Meinung
Gabriella Santos de Lima zählt zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Niemand hat diesen unvergleichlichen Stil aus schmerzhafter Poetik und mitreißenden Emotionen, wundervoll real und ungefiltert, so als würden Gedanken einfach so aus dem Kopf aufs Papier fallen. Doch mit dieser Dilogie war es erstmalig so, dass mich Gabi irgendwie nicht so abholen konnte. Bereits bei Moments so blue like our love war ich überrascht, dass mich die gefühlvolle Seite irgendwie nicht abholen konnte. Und irgendwie wollte das bei Memories so golden like us auch nicht klappen.
Das Buch spielt einige Zeit nach Band 1. Blair ist stark gezeichnet von ihrem Verlust und flieht in eine Welt aus Party, gedankenlosen Sex und noch mehr Party. Die Presse berichtet regelmäßig über die Fehltritte der einstigen Socialite, in den Onlinemedien und Social Media überschlagen sich fiese und hässliche Kommentare über Blairs Gewichtszunahme, Blairs ständige Feiern und ihrem gefühlten Abstieg. Alle scheinen zu vergessen, dass Blair wahnsinnig doll leidet. Die Anfeindungen machen Blair zu schaffen, im Buch wird immer wieder das Onlinemobbing, das Bodyshaming und auch Slutshaming erwähnt. Das alles hat mich schon sehr betroffen gemacht. Blairs Eltern entscheiden sich, dass sie für einige Zeit ins Ferienhaus der Familie soll, um sich wieder auf sich zu konzentrieren und hoffentlich zu ihrer Kunst zurückzufinden, weil sie ihr Partyleben nicht mehr tragen und finanzieren wollen. Denn Blair war vorher begabte Künstlerin mit riesigen Ausstellungen – und jetzt ist ihre Welt nur noch grau und sie malt nicht mehr. Was Blair nicht weiß? Im Ferienhaus wartet Connor auf sie, der beste Freund ihres verstorbenen Bruders Sam und ihre erste große Liebe. Connor ist aber eigentlich mit einer anderen Frau zusammen und für Blair sowieso tabu…
Irgendwie fehlte mir der rote Faden des Buches. Und das ist total komisch, so etwas zu sagen, weil Gabis Bücher oft keinen haben und eher go with the flow sind. Aber hier war irgendwie alles zu viel und gleichzeitig zu wenig. Blair trauert wahnsinnig intensiv und ich fand das oft sehr emotional und wirklich schön beschrieben, auch weil Trauer nie einem bestimmten Muster folgt. Auch Blairs Versuche, wieder zur Kunst zu finden, waren schön beschrieben und sehr greifbar. Die Idee, dass Connor sie hierbei mit der Kamera für eine Doku begleitet, fand ich aber irgendwie sehr erzwungen. Dadurch entstand auch von Anfang an das Forced Proximity Thema, was mich sowieso oft nicht begeistern kann. Connor und Blair aber konnten mich auch so irgendwie nicht für sich gewinnen. Vielleicht lag es daran, weil Connor eigentlich eine Freundin hat, vielleicht weil Blair erstmal ihre Trauer verarbeiten sollte und dann aber irgendwie andauernd nur noch Rummachen mit Connor ein Thema ist. Auch geht Connor in dem Buch ein wenig unter, seine Geschichte wird nur am Rande erzählt, weswegen ich mich gefragt habe, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, sie gar nicht einzubinden, als so wenig und so oberflächlich. Aber vor allem die zweite Hälfte des Buches hat mich emotional nicht berührt und mich auch sonst nicht so gecatcht, dass ich unbedingt weiterlesen wollte und musste. Das fand ich wahnsinnig schade.
Mein Fazit
Memories so golden like us konnte mich leider emotional nur bedingt erreichen. Das Thema um die Trauer ist wirklich gut eingefangen worden, aber irgendwie hatte das Buch zu viele Themen, die dafür wenig in die Tiefe gingen. Vor allem aber konnte mich die Liebesgeschichte zwischen Connor und Blair nicht wirklich berühren.
[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]
Als mich das Buch erreicht hat, musste ich alle meine bisherigen CR’s pausieren und direkt mit “Memories so Golden Like Us” starten. Denn als großer Fan von Gabriella Santos de Limas Bücher war ich auch auf ihre neueste Geschichte sehr gespannt. So habe ich den Titel aber auch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen, denn ich bin nicht mehr losgekommen von ihren Worten, die mein Herz gebrochen und es danach wieder Stück für Stück zusammengesetzt hat.
In der Geschichte selbst begleiten wir Blair auf einem Weg, der alles andere als leicht ist, dafür umso authentischer. All die Struggles, das Kämpfen, Lernen und wieder aufstehen waren einfach wahnsinnig gut eingefangen und umgesetzt worden. Gerade anfänglich versucht sie sich besonders oft abzulenken, mit Partys und mehr, um den Schmerz nicht zu nah an sich heranzulassen. Ich konnte ihre Gefühlswelt nach dem Tod ihres Bruders dabei vollkommen nachvollziehen und verstand ihre Handlungsweisen nur allzu gut.
Denn die Autorin zeichnet eine greifbare Protagonistin, die irgendwie versucht, nach all dem, was war, nach vorne zu blicken und mehr als einmal über sich hinauswächst. Aus diesem Grund fand ich sie jedoch eine sehr facettenreiche Protagonistin, die ich total gerne auf ihrer Reise begleitet habe, in der sie heilt und Stück für Stück lernt und auf ihre eigene Art nach vorne blickt.
Gleichzeitig merkt man als Leser*in von Anfang an, dass Blair schon lange Gefühle für Connor hat, ist er doch eigentlich der beste Freund ihres verstorbenen Bruders, was die Situation nicht gerade leichter macht.
Connor auf der anderen Seite war für mich ebenfalls ein ganz wunderbarer Charakter, voller Tiefe, Verständnis und mit einem viel zu großen Herz. Ich glaube, jeder wünscht sich einen Connor an seiner Seite, der manchmal auch einfach nur da ist und damit irgendwie auch tiefe Wunden heilen kann, auch wenn er selbst ebenfalls um seinen besten Freund trauert, wenn auch anders.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich sehr schön erzählt, wobei die Themen der Trauer, der Blick nach vorne und das Lernen ebenfalls zentrale Elemente der Handlung darstellen. Die beiden verbindet einfach so viel miteinander, neben der Tatsache, dass sie einen ihrer wichtigsten Menschen in ihrem Leben verloren haben. So entwickelt sich diese Liebe zwischen den beiden in meinen Augen in einem greifbaren, angenehmen Tempo und ist weder viel zu schnell, noch zu langsam. Viel eher hatte ich das Gefühl, dass diese Geschichte genauso einfach perfekt zu den beiden gepasst hat.
Generell hält das Buch jedoch eine wahnsinnige Entwicklung bereit, lässt mich hoffen, mitfühlen und so viele Gefühlswelten durchleben. Was auch daran liegt, dass das Buch abwechselnd aus den POV’s beider Protagonisten erzählt wird.
Zudem möchte ich noch einmal kurz auf den Schreibstil eingehen. Ich finde, dieser ist ergreifend, komplex und dennoch wahnsinnig gut erzählt. Besonders die Dialoge zwischen den Charakteren haben es mir sehr angetan. Darüber hinaus finde ich, hat Gabriella Santos de Lima einfach eine ganz eigene Art, Geschichte zu erzählen, die ich gerne mag.
Auch das Cover spricht mich total an. Ich liebe den wunderschönen Farbverlauf, die kleinen, detailreichen Vögel und die präsente Schrift, die das Gesamtbild ideal abrundet. Zudem passt es sich optisch perfekt an den Vorgängerband an. Beide Bücher harmonieren in meinem Regal so perfekt miteinander!
Aus diesem Grund kann ich insgesamt nur sagen, dass mich auch dieser Band der Dilogie wieder vollkommen mitreißen und begeistern konnte. Die Autorin weiß auf jeden Fall wie man wahnsinnig gute Bücher schreibt!
Blair ist nach dem Tod ihres Bruders Sam komplett durch den Wind. Sie kann nicht mehr malen, ist jeden Tag auf Party, betrinkt sich und landet fast täglich im Bett eines anderen Mannes. Im Internet wird boshaft über sie hergezogen, vor allem als sie sich mit einem bekannten verheirateten Mann einlässt und seine Ehe zerbricht. Ihre Eltern setzen ihr ein Ultimatum: Sie soll sich ins Strandhaus ihrer Mutter zurückziehen und eine Bildserie malen, andernfalls muss sie aus der (von den Eltern finanzierten) Wohnung ausziehen. Sie geht widerwillig darauf ein und trifft im Ferienhaus auf den Filmemacher Connor, den besten Freund ihres verstorbenen Bruders, für den sie damals schon ein Faible hatte. Doch er ist schon lange in einer Beziehung mit ihrer ehemaligen Freundin Elle, einer bekannten Schauspielerin. Dass ausgerechnet er einen Film über ihr Schaffen und die Geburt der Bildserie anfertigen soll, geht ihr gegen den Strich. Zudem ändert sich nichts an ihrem Zustand: Sie ist unfähig, ein Bild zustande zu bringen. Die Story ist abwechselnd aus Sicht von Blair und Connor geschrieben, dazwischen kommen Auszüge aus einem Internetblog mit entsprechenden Kommentaren. Dies ist der zweite Teil einer Dilogie, da möchte ich vorausschicken, dass ich den ersten Teil, in dem es um Sams Tod geht, nicht gelesen habe. Dennoch fand ich mich in der Story sofort zurecht, Blairs Gefühle sind hautnah und haben mich tief berührt. Sie kann den Tod des Bruders nicht verarbeiten und ist nach einem Jahr immer noch gelähmt vor Trauer. Den ersten Teil der Story habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt, ob und wann Blair die Kurve kriegt. Connors Verhalten konnte ich jedoch großteils weder nachvollziehen noch verstehen. Er wird als der Gute, Nette und Perfekte dargestellt – für mich war vieles einfach nur dumm. Beispielsweise seine Beziehung zu Elle – weshalb etwas aufrechterhalten, dass es nicht gibt? Oder die familiären Verhältnisse – seine alkoholkranke Mutter, die ihn – wie er selbst empfindet – ein Leben lang nur enttäuscht hat – er springt sofort, wenn sie anruft, verlässt Blair, um nach London zu fliegen. Und er stimmt zu, sogar ein Wochenende mit Mutter und ihrem neuen Lover zu verbringen, bei dem er zusätzlich einverstanden ist, sein Handy abzugeben. Zudem fand ich leider, dass die schwierigen Themen an der Oberfläche geblieben sind. An vielen Stellen fragte ich mich, weshalb Blair nicht professionelle Hilfe bekommt. Ihr Schmerz ist greifbar, die Abwärtsspirale furchtbar traurig – alle wissen und sehen es. Ob da ein Ultimatum wirklich die beste Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Und auch die Alkoholsucht von Connors Mutter wird nur aus seiner (verbitterten) Sicht dargestellt – sowie sein Nachgeben und Sich-Abfinden mit einer Situation, die er nicht möchte. Anstatt ein offenes (strenges) Gespräch mit der Mutter zu führen, ist er meines Erachtens auf der Ebene eines Jugendlichen stecken geblieben. Der Schreibstil ist fesselnd, der erste Teil hat mich sofort in den Bann gezogen. Leider wurde ich im Zweiten enttäuscht, weil sich vor allem Blairs Gedanken über ihre Trauer und Sam wiederholen und ich mir rund um Connors Geschichte ein wenig mehr gewünscht hätte. Auch der Internetblog nebst Kommentaren nahm in meinen Augen ein wenig zu viel an Platz ein. Daher 3,5 Sterne, da ich keine halben Sterne geben kann, runde ich auf.
Ich fand den ersten Band so unglaublich emotional und bewegend und hatte natürlich entsprechend hohe Erwartungen an den Folgeband. Vielleicht waren diese Erwartungen zu hoch. Im ersten Band ging es um Sam, dem großen Bruder von Blair, der aber an einem Hirntumor starb. In diesem geht es jetzt um Blair und insbesondere um ihre Trauerbewältigung. Ihre Trauer betäubt sie mit Party und Männern. Immer wieder landet sie negative Schlagzeilen und lässt sich etwas gehen. Ihr ist eigentlich alles egal. Auch ihre Kunst läuft nicht mehr, denn sie hat eine Blockade. Das Internet und die Kommentare dort machen es sicher nicht besser, denn die sind voll von Hatern. Um endlich dort rauszukommen, schicken ihre Eltern sie nach St Ives, wo sie eine Bildreihe für die Tate erstellen muss, wo sie möglicherweise den Verlust verarbeiten kann.
Ich finde Blairs Schmerz spürbar und gut beschrieben. Selbst Kleinigkeiten bringen sie aus dem Alltag und bestärken die Trauer. Entsprechend kann man verstehen, dass sie ihren Schmerz betäuben will. Ist das die richtige Art? Wahrscheinlich nicht, aber trotzdem kann man sie immerhin nachvollziehen. In St Ives ist auch Connor dabei, der beste Freund ihres Bruders und gleichzeitig der Typ, auf den Blair schon lange stand. Doch er ist mit ihrer Freundin Elle zusammen. Ab hier fand ich das Buch recht zäh. Blair war weiterhin in ihrer Trauer gefangen und Connor ist um sie herum und für sie da, aber eben unerreichbar. Trotzdem kommen sie sich näher. Insbesondere als herauskommt, dass Connor möglicherweise doch zu haben ist. Ihre Annäherung hatte schon ein paar Funken, aber eher wenig. Und recht schnell fand ich die ganze Sache total überstürzt. Mir fehlten hier sehr viele Gefühle zwischen den beiden. Viel zu sehr war die Trauer von Blair im Vordergrund und das Verlangen von beiden. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Es gab zwar hier und da Gefühlsausbrüche, aber die haben meiner Meinung nach zu wenig Raum bekommen. Generell fand ich Connor bis zum Ende hin total blass und nicht greifbar.
Die Trauer nimmt auch der Story ziemlich viel Platz. Der Film, der da gedreht werden soll, wird kaum erwähnt, wenn überhaupt. Denn Blair ist halt erst ewig in der Blockade und als sie die überwunden hat, war das Buch quasi auch schon wieder vorbei. Das finde ich echt schade. Das Thema Kunst war schon mehr Fokus. Immerhin hat sie verschiedene Techniken ausprobiert, um wieder malen zu können. Und natürlich ganz vorne die Selbstfindung und das Selbstwertgefühl. Die Kommentare im Internet lassen nicht einfach nach, weswegen Blair lernen muss, damit klarzukommen. Insgesamt hat sich aber, was das angeht, sehr viel wiederholt. Natürlich kommt man nicht mal eben aus der Trauer und der Blockade, aber weil auch drumherum nicht so viel Spannendes passierte, war es doch fast schon zäh.
Fazit:
Leider deutlich schwächer als Band eins. Vielleicht hatte ich auch einfach zu viele Erwartungen, weil der erste Band einfach so emotional und gut war. Blair steckt in ihrer Trauer und ihrer Blockade und muss dort wieder herauskommen, ihren Schmerz fand ich gut beschrieben. Das sind die Fokus-Themen der Story und viele Teile wiederholen sich immer wieder. Der Film, der gedreht werden soll, ist leider eher zweitrangig. Die Beziehung zwischen Connor und Blair kam mir zu plötzlich und gefühllos. Generell war Connor für mich eher blass.
Dieses Buch ist der zweite Teil der Eternity Reihe von Fabrielle Santos De Lima. Viele schreiben, dass man das Buch gut unabhängig vom ersten Band lesen kann. Dies ist tatsächlich der Fall, allerdings ist es danach nicht mehr spannend den ersten Teil zu lesen.
Das Buch geht um Blair, die nach einem harten Schicksalsschlag nicht nur ihren Bruder, sondern auch die Fähigkeit zu malen verloren hat. Das wäre nicht so schlimm, wenn sie nicht genau damit ihr Geld verdienen würde. Da sie dass Gefühl hat die Kontrolle über sich selbst zu verlieren flüchtet sie in Alkoholexzesse und unbedeutende One Night Stands. Als Person des öffentlichen Lebens wird alles was sie tut oder nicht tut im Internet veröffentlicht, interpretiert und kommentiert. Die Eltern beschließen die Tochter in ihr Ferienhaus an der britischen Küste zu schicken. Dort soll sie eine neue Bildreihe malen und damit das Image sich verbessert, soll der ganze Wiederfindungsprozess auf Film dokumentiert werden.
Der erste Band hat mich emotional so berührt, dass ich mich so sehr auf diesen Teil gefreut habe. Leider waren meine Hoffnungen wohl etwas zu hoch.
Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil und kann Trauer und Schmerz mit Worten so greifbar beschreiben, dass man genau diese Emotionen auch fühlt. Es ist aus zwei Perspektiven geschrieben, so dass man in die Gefühlswelt beider Protagonisten eintauchen kann. Leider haben mir hier die großen Gefühle aus dem ersten Band gefehlt. Die Emotionen aufgrund des Verlustes waren bei beiden Charakteren deutlich zu lesen. Jeder geht mit der Trauer unterschiedlich um. Manche spiegeln sie direkt nach außen und andere versuchen sie sich nicht anmerken zu lassen. Meiner Meinung nach wurde zu oft das zu schnell schlagende Herz thematisiert. Der Fachbegriff kommt gefühlt auf jeder dritten Seite vor. Auch dass Blair ständig danach googelt anstatt einen Arzt aufzusuchen kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Die Gefühle für einander sind oft nebensächlich. Die Verbundenheit beider Protagonisten ist spürbar, jedoch ging es zu sehr um Spice. Sehr oft wird der Fokus auf sexuelle Themen gelenkt. Fast alle Schlüsselszenen der beiden Protagonisten drehen sich um Sex. Was ich schade finde, da hier sehr viel Potenzial für Deeptalk gewesen wäre.
Das Buch behandelt neben dem großen Thema der Trauerbewältigung auch den Umgang mit Social Media. Auf einigen Seiten im Buch findet man die Posts von einer Social Media Seite, die eine Schlagzeile nach der nächsten über Blair veröffentlicht. Sobald sie eine kleine Information auch nur aus dem Umfeld von Blair erfahren, wird einiges hinein interpretiert und dann reißerisch veröffentlicht. Immer bedacht darauf, dass sie trotz allem gut dastehen (sie machen sich Sorgen). Schlimmer als diese Posts sind allerdings die Kommentare von den anderen Usern. Es wird ständig das Aussehen kommentiert und es gibt dort leider nur sehr wenig nette Kommentare. Dies spiegelt die reale Welt wieder und ich finde es so schön, wie die Autorin damit Kritik ausübt und die Leser zum Nachdenken bringt.
Das Buch ist sehr schön geschrieben und ich freue mich auf das nächste Buch der Autorin mit hoffentlich etwas mehr Gefühl zwischen den Charakteren, dafür etwas weniger Sexthemen.
Nach Moments so blue like our Love wusste ich schon, dass Memories wehtun wird, und ich hatte recht. Dazu sollte vielleicht gesagt sein, dass ich über Teil eins der Dilogie nach all der Zeit seitdem ich ihn gelesen habe, noch immer nicht hinweg bin. Er hat mich hart getroffen, direkt ins Herz hinein und ist dann irgendwie nie wieder verschwunden. Gefallen hat mir eigentlich alles an diesem Buch, auch, wenn fast alles von diesem Buch ehrlich weh tat. Trauer ist immer so eine Sache, mal trifft sie dich richtig unvorbereitet und manchmal kommt sie gar nicht. Das mit Sam hat mich getroffen wie ein Laster, direkt in die Brust. Dementsprechend schmerzhaft kam mir dieses Buch auch vor, wobei ich sagen muss, dass ich mir vorstellen kann, dass es nicht so emotional aufgeladen ist, wenn man Band eins nicht gelesen hat. Was ich allerdings empfehlen würde, falls ihr mögt natürlich, weil es tut wirklich, wirklich, wirklich weh. Und trotzdem hat Gabriella Santos de Lima so wunderschöne Worte gefunden, welche die tief einschneiden, welche die wütend machen und welche, die einem ein wehmütiges Lächeln aufs Gesicht zaubern. Und das alles in ihrem unverwechselbaren Schreibstil, den ich so liebe. Bücher von ihr zu lesen lässt die Kreativität in mir blubbern und übersprudeln, auch dann, wenn sie so lang stillschweigen bewahrt hat und dafür wird ich ihren Büchern vermutlich auch ewig dankbar sein, auch ohne die Gefühle, die sie sonst in mir auslösen. Das hier ist keine Liebesgeschichte, wie man sie kennt und erwartet, aber wer die Autorin kennt, wird das auch nicht erwarten. In diesem Buch geht es um so viel mehr als das, was zwischen Connor und Blair ist, es geht um Trauer und Heilung, Wut und dieses Gefühl, das eigentlich keins ist, weil man einfach nur leer ist. Ich habe mich in so vielen Sätzen wiedergefunden, sie unterstrichen, markiert und dabei ein bisschen geweint, weil sie mich so getroffen haben. Ich würde fast behaupten, dieses Buch ist nicht spannend, nicht auf diese Art und Weise und das muss es auch gar nicht sein, vermutlich wäre es komisch gewesen, wenn es so gewesen wäre. Diese Geschichte ist ruhig, so voller Gefühle, dass es eigentlich egal ist, ob ein Plotpunkt den nächsten jagt. Ich liebe, wie authentisch die Figuren sind, wie wenig Gabriella darauf setzt, dass sie gemocht werden, weil das hier nicht wichtig ist. Und vielleicht hab ich sie genau deswegen lieben gelernt, noch mehr als in Band eins schon. Weil sie so echt sind, so unschön und wund, so offengerieben was ihre Emotionen betrifft, dass man gar nicht anders kann, als hinzusehen.
Fazit: Ich weiß ehrlich, nicht ob ich das Buch jedem empfehlen würde, dabei kann ich Gabriella Santos de Lima als Autorin immer empfehlen und tu das auch. Allerdings ist diese Schwere in diesem Buch sicher nicht für jeden was. Trotzdem muss ich sagen, dass es mir mal wieder sehr gefallen hat, nichtsdestotrotz aber nicht mein Liebling der Autorin ist.
„Memories So Golden Like Us“ von Gabriella Santos de Lima, 400 Seiten, erschienen am 27. November 2025 im Forever Verlag.
Worum es geht:
Blaire hat nach dem Tod ihres Bruders alles verloren: die Anerkennung ihrer Eltern, ihren Ruf als Künstlerin und zusätzlich sorgt sie mit Alkohol und fremden Männern für einen Skandal nach dem anderen. Als sie dann von ihren Eltern gezwungen wird, an der britischen Küste im Familienstrandhaus ihre Künstlerkarriere wieder aufzunehmen, trifft sie erneut auf den ehemaligen besten Freund ihres Bruders, der einen Film über sie drehen soll. Zwischen den beiden war schon immer eine besondere Anziehung, allerdings ist er mit ihrer ehemaligen besten Freundin zusammen und hat schon damals für sehr viel Herzschmerz gesorgt …
Die Charaktere:
Blaire tat mir die meiste Zeit des Buches sehr leid, da sie sich nach dem Tod ihres Bruders selbst aufgegeben hat. Zu Beginn der Geschichte ist sie komplett am Boden. Wie sie sich jedoch aus ihrer Situation herauskämpft, fand ich trotz vieler Rückschläge sehr fesselnd. Connor ist ein interessanter Charakter, den ich im ersten Band tatsächlich nicht auf dem Schirm hatte. Was ich an ihm nicht unbedingt mochte, war, dass er nicht wirklich eine eigene Meinung hatte und in Momenten, in denen er etwas hätte sagen müssen, einfach still geblieben oder weggegangen ist.
Die Umsetzung:
Ich habe das Buch über Blaires Bruder ebenfalls gelesen und war gespannt, wie die Geschichte seiner Schwester weitergeht. Die Geschichten sind übrigens unabhängig lesbar. Dieses Buch ist aus den Sichten beider Charaktere geschrieben und der Schreibstil ist sehr angenehm. Das Buch war tatsächlich ein bisschen wie ein Autounfall, da Blaire sich immer wieder in neue Situationen gebracht hat, die für ihren mentalen Zustand absolut nicht förderlich waren. Ich habe mich oft gefragt, warum sie viele dieser Entscheidungen überhaupt getroffen hat. Andererseits kann ich irgendwo auch verstehen, wie kaputt der Tod ihres Bruders sie gemacht hat und jeder geht nun mal anders mit so etwas um. Die Geschichte war trotz allem fesselnd und vollgepackt mit Emotionen. Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass man das Buch unbedingt lesen muss, hat es mich für eine gewisse Zeit gut unterhalten, und das Ende gefiel mir zugegebenermaßen sehr gut. Was jedoch ein bisschen zu viel war, waren die spicy Szenen, davon gab es einfach deutlich zu viele.
Mein Fazit:
Die Geschichte setzt sich sehr intensiv mit Blaires Gefühlswelt auseinander, erzählt von tiefer Trauer, zeigt, dass es okay ist zu trauern, aber dass man irgendwann auch wieder zu sich selbst finden muss. Wer ein Buch mit genau solchen Emotionen sucht, wird hier auf jeden Fall fündig. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sterne.
Inhalt Blairs Leben liegt in Trümmern. Die Künstlerin torkelt von Party zu Party, um sich mit Alkohol und fremden Männern zu betäuben. Die Spur von Skandalen, die sie hinterlässt, tauchen in zahlreichen Zeitungen auf. Bis ihre Eltern handeln und sie ab sofort die nächsten Monate an der britischen Küste verbringen soll, um dort im Strandhaus an neuen Bildern zu arbeiten. Doch sie hat nicht mir ihm gerechnet: Connor Rutherford, dem besten Freund ihres verstorbenen Bruders. Connor Rutherford, der seit Jahren mit ihrer Freundin Elle Hastings zusammen ist. Werden sie sich gegenseitig Halt geben oder sich für immer verlieren?
Setting Um Blair einen Rückzugsort für ihr neues Projekt zu geben, wird sie von ihren Eltern nach St. Ives verbannt. Ein idyllischer Ort voller kleiner Kneipen und Cafés, der den perfekten Ort für ein Retreat darstellt. Gabriella schafft es die perfekte Atmosphäre zu erschaffen.
Positiv Neben der wunderschönen Ausstattung, kann Memories so golden like us mich teilweise auch mit seinem Inhalt überzeugen. Gabriella Santos de Limas Schreibstil erschafft eine einzigartige Atmosphäre, die das Buch nachvollziehbar und wichtig macht. Sie findet Worte für Zusammenhänge, die jeder kennt, aber dennoch schwer zu beschreiben sind. Dazu kommen kleine "Zeitungs-Artikel", die die Geschichte einzigartig machen.
Kritik Mich persönlich hat die Story leider nach den ersten 200 Seiten schon langsam verloren. Die Handlung begann vor sich hinzuplätschern, ich konnte keine Ziele der Charaktere mehr ausmachen. Ich wusste nicht mehr, wie sich die Geschichte weiterentwickeln könnte bzw. sollte, da sich die erste Hälfte (vielleicht sogar mehr) ausschließlich auf die Trauerarbeit der Figuren konzentrierte. Diese war zwar gut ausgearbeitet, aber hat leider doch für Längen in der Handlung gesorgt. Leider konnte mich auch Blair, obwohl ich es mir nach Band eins sehr erhofft hatte, nicht begeistern. Ich habe keine persönliche Verbindung zu ihr gespürt. Des Weiteren fokussiert sich das Buch und ihre Beziehung zu Connor zunächst auf Spicy Szenen (und davon nicht gerade wenig), die mir mehr wie Lückenfüller vorkamen, als wichtige Ergänzungen der Handlung.
Fazit "Memories so golden like us" ist der Folgeband einer Reihe voller Schmerz und Trauer. Trotzdem schaffte es die Autorin im ersten Buch immer wieder Lichtblicke zu schaffen. In diesem Buch hat sie mich leider etwas verloren, weshalb ich primär "Moments so blue like our love" empfehlen würde.
Nach dem Ende des ersten Bandes war ich absolut fertig mit der Welt. Ich habe unglaublich viel Schmerz gefühlt und mich trotzdem so sehr nach dem zweiten Band gesehnt.
Das Cover vom zweiten Band gefällt mir wahnsinnig gut. Ich liebe die Farbgebung und wie es mit dem ersten Band ein gemeinsames Bild ergibt. Ich liebe es einfach, wie das gesamte Cover aussieht als wäre es gemalt. Es passt zudem sehr gut zur Geschichte, sowohl vom Setting als auch von der Farbe her. Ebenfalls spiegelt sich der Titel großartig in den Farben des Buches wieder.
Blair hat mir hier gut gefallen. Ihr Schmerz war für mich so greifbar, dass ich einfach gut verstehen konnte, was mit ihr los ist. So konnte ich ihren Schmerz auch gut nachvollziehen. Mit Trauer umzugehen ist nicht leicht und gerade seinen Bruder zu verlieren ist etwas absolut schmerzvolles. Für mich hat sie in diesem Buch auch eine gute Entwicklung durchgemacht.
Die Handlung hat mir wahnsinnig gut gefallen. Nach dem Ende des ersten Bandes habe ich dieses Buch gebraucht um gemeinsam mit Blair zu heilen. Es war bereits von Anfang an ein schmerzhaftes Buch, dass sich mit ernsten Themen auseinandersetzt, allen voran was Trauer aus uns macht. Das Buch hätte eigentlich sehr viel schwere haben müssen, es hätte einen erdrücken können durch den Schmerz, aber Gabriella Santos de Lima hat hier ein so feinfühliges Werk geschaffen, dass ich all den Schmerz zwar gefühlt habe, ich aber trotzdem nie das Gefühl hatte damit allein zu sein. Gerade deswegen war es auch so schön dieses Buch zu lesen. Man fühlt sich in seiner Trauer nicht allein, sondern heilt hier mit den Charakteren und dem Verlauf der Geschichte. Dabei muss ich trotzdem sagen, dass ich mehr als einmal ganz schön geweint habe. Es tat weh, aber dieses Buch war all den Schmerz den ich hier durchgemacht habe so etwas von wert.
Natürlich haben wir hier auch noch die Liebesgeschichte von Connor und Blair. Diese hat sich für mich in einem guten Tempo entwickelt und gerade von Blairs Seite fand ich es spannend zu sehen, wie ihre Gefühle schon immer für Connor waren, aber auch Connor hat mich neugierig gemacht herauszufinden, was er für Gefühl für Blair hat. Ich fand die beiden einfach nur großartig zusammen.
Der Schreibstil von Gabriella Santos de Lima war gefühlvoll, tiefgründig, poetisch und absolut wundervoll. Die Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen und so konnte ich gar nicht aufhören zu lesen.
Titel: Memories so golden like us Autorin: Gabriella Santos de Lima Verlag: Forever Preis: 16,99€ Seitenzahl: 400 Seiten
Meine Meinung:
Das Cover vom zweiten Band der "Blue Eternity"-Dilogie ist einfach nur wunderschön. Ich liebe es, dass die beiden Bücher einen Farbverlauf durchmachen und während der erste Band zwar auch sehr schön ist, hat das Blau doch etwas sehr melancholisches und schweres. Dafür hat Band Zwei durch das gelb und orange mehr Leichtigkeit, was mir wahnsinnig gut gefällt.
Blair hat viel durchgemacht und so war ihr Schmerz etwas mit dem ich mich sehr gut identifizieren konnte. Allerdings habe ich mir auch ein wenig Sorgen um sie gemacht, einfach weil ich den Wunsch hatte, dass bei ihr alles wieder in Ordnung kommt und sie lernt mit dem Schmerz zu leben. Für mich hat sie hier eine sehr gute und nachvollziehbare Entwicklung durchgemacht.
Connor war für mich lange ein Fragezeichen hat es aber irgendwie geschafft mich doch von sich zu überzeugen. Ich fand es toll, wie er mit Blair umgegangen ist und das man auch gemerkt hat, dass die Situation für ihn nicht einfach ist.
Zwar geht es in diesem Buch um ein anderes Paar als im ersten Band, trotzdem schwingt natürlich einiges aus dem ersten Buch hier eine Rolle. Der Schmerz, den ich in "Moments in Blue like our Love" gespürt habe war auch hier noch sehr präsent und hat es so geschafft mich bereits am Anfang des Buches emotional sehr mitzunehmen. Generell hatte die Handlung viel Schmerz beinhaltet und war nicht immer einfach zu verfolgen. Trauer war besonders ein konstantes Thema, das für mich auch sehr persönlich war und mich unglaublich mitgenommen hat. Dennoch ist Gabriella Santos de Lima mit sehr viel Feingefühl dort rangegangen. Auch die Liebesgeschichte hatte viel Tiefe und war nicht immer ganz so leicht, trotzdem war sie wunderschön und hat mich begeistern können.
Gabriella Santos de Lima konnte mich mit ihrem Schreibstil wieder komplett überzeugen. Ich liebe es, wie sie Geschichten erzählt und es dabei schafft mich wirklich tief zu berühren. Sie hat einfach einen sehr philosophische, poetischen Stil und ist dadurch für mich zu einer Autorin geworden von der ich einfach jedes Buch direkt kaufen und lesen muss.
Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Blue Eternity-Reihe, kann aber unabhängig vom ersten Teil gelesen werden.
Für Blair, die ihren älteren Bruder verloren hat, sieht die Welt nur noch dunkel und leer aus.
Sie leidet selbst nach einem Jahr noch so sehr unter diesem Verlust, dass sie sich weder für ihre Kunst noch für das, was um sie herum passiert, interessiert und lässt sich einfach gehen. Dafür interessiert sich die Klatschpresse umso mehr für sie und lässt keine Gelegenheit aus, immer wieder mit falschen Berichten auf sie einzuprügeln, was in ihrem derzeitigen Zustand nicht gerade hilfreich ist.
Als sie von ihren Eltern nach St. Ives geschickt wird, um wieder zu sich selbst zu finden, wird ihr ausgerechnet Connor zur Seite gestellt. Connor, der beste Freund ihres Bruders. Connor, der Junge, in den sie seit Jahren verliebt ist.
Das ist mein erstes Buch dieser Autorin und ich war von ihrem flüssigen und mitreißenden Schreibstil sehr beeindruckt. Man kann die Traurigkeit und Verzweiflung, die Blair im Griff haben, förmlich spüren.
Das Cover ist ein echter Blickfang und gaukelt dem Leser eine Unbeschwertheit und Leichtigkeit vor, die im Gegensatz zum Inhalt steht, denn das, was Blair durchlebt ist alles andere als das.
Die meisten Kapitel werden aus Sicht von Blair geschrieben, einige wenige auch aus Sicht von Connor, so dass man auch seine Gemütslage mitbekommt.
Mir hat es regelrecht das Herz zerrissen angesichts von Blairs zerstörerischen Verhalten, das sie an den Tag legt. Einerseits hatte ich Verständnis dafür, aber andererseits hätte ich sie gerne so lange geschüttelt bis sie wieder zur Vernunft kommt.
Ihre wirren Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen haben mich manchmal regelrecht überfordert und ich fühle mich gerade beim Schreiben genauso zwiegespalten wie Blair, denn ich habe beim Lesen so viel und dann wieder so wenig gefühlt.
Wenn eine Autorin es mit ihrem Schreibstil schafft, den Leser so mitzunehmen, dann hat sie eine wirklich gute Geschichte geschrieben.
Das Buch ist aber keine leichte Kost und man sollte unbedingt die Triggerwarnung beachten.
Blair geht es nicht gut und ganz London bekommt das durch Social Media mit. Seit dem Tod ihres Bruders fällt es ihr schwer, an etwas anderes zu denken und die Trauer überfällt sie immer wieder. Ihre Eltern setzen ihr ein Ultimatum, weshalb sie in das Ferienhaus reist, um dort zusammen mit Conner, dem besten Freund ihres Bruders, einen Film über die Entstehung ihrer Bilder zu drehen. Doch ausgerechnet Conner löst schon seit Blairs Jugend ganz andere Gefühle in ihr aus und diese werden immer stärker.
"Memories so golden like us" ist die emotionale Fortsetzung der "Blue Eternity"- Reihe von Gabriella Santos de Lima, die mich schon mit den ersten Teil in ihren Bann gezogen hat. Der zweite Band hat mich genauso gefesselt und ich liebe den Schreibstil voller Emotionen sehr, da man sich so gut in die Protagonisten hineinversetzen kann.
Man merkt zu Beginn des Buches schnell, dass Blair sehr unter dem Tod von Sam leidet. Sie weiß selbst, dass ihr Handeln nicht zur Besserung führt, aber sie kann diesen Teufelskreis alleine nicht durchbrechen. Ich finde Blair sehr taff und es ist beeindruckend, wie sie mit den Beleidigungen und der üblen Nachrede in den sozialen Netzwerken umgeht. Hier leistet die Autorin auch eine große Aufklärung, wie sich die Aussagen fremder Menschen auf das eigene Leben und die Psyche auswirken können.
Conner ist in meinen Augen ein perfekter Bookboyfriend, er ist wahnsinnig einfühlsam und kann durch seine starke Verbindung zu Sam natürlich genau nachvollziehen, was Blair durchmacht. Er unterstützt sie und auch er spürt immer mehr, dass er seine Gefühle nicht zurückhalten kann.
Ich liebe die Vibes zwischen Conner und Blair sehr und ich habe wirklich mit den beiden mitgefiebert. Es gibt viele sehr emotionale Szenen, die mich tief berührt haben und bei denen auch mal ein Tränchen geflossen ist. Insgesamt ist "Memories so golden like us" ein gelungener Abschluss der Dilogie und ein Buch, welches man so schnell nicht vergisst. Ich kann die gesamte Reihe sehr empfehlen.
Eine Künstlerin, die mit einem Verlust kämpft und gleichzeitig sich neu lieben lernen muss.
Im zweiten Teil geht es um Blair und Connor. Blair hat seit ihrem Verlust ihre Karriere vernachlässigt und sich nur noch mit Männern und Partys die Zeit vertrieben. Daraufhin handeln ihre Eltern und die Managerin einen Deal aus: Sie bleibt die nächsten Monate im Ferienhaus und dreht einen Dokumentarfilm. Allerdings erfährt sie erst, als er vor ihr steht, dass Connor, ihre erste Liebe, den Film drehen soll. Alles andere als freiwillig raufen die beiden sich zusammen. Wäre da nicht der große Hass im Internet und das Problem, dass sie ihre Freude an der Kunst verloren hat. Und dass Connor auf den ersten Blick doch mehr zu verstecken hat, als sie dachte.
Blair ist eine verlorene Seele, die im Laufe der Geschichte an Selbstbewusstsein gewinnt. Früher war sie stark und voller Lebensfreude, aber nach dem Verlust ihres Bruders verlor sie alles. Ganz langsam und mit viel Anstrengung wird Blair zu einer neuen Person. Der Prozess ist realistisch und schmerzhaft dargestellt, was mich sehr gefesselt hat und mitfühlend war. Ebenso war Connor ein starker Charakter, der mitgerissen von dem Tod seines besten Freundes und schlechten Entscheidungen in der Vergangenheit geprägt war. Ich fand ihn sympathisch und seine sehr gefühlvollen Handlungen waren schön zu lesen. Die Verbindung zwischen beiden ist steinig und alles andere als einfach. Trotzdem knistert es und sie versuchen, gemeinsam den schweren Verlust zu verarbeiten.
Wie immer war der Schreibstil der Autorin mit Realismus und tiefergehenden Themen. Trotzdem fiel es mir leicht, in die Geschichte einzutauchen, und es war toll zu lesen. Obwohl das Buch traurige Themen behandelt, war es doch sehr heilend. Das Setting der Küste war bezaubernd dargestellt und ebenso das Haus. Die Geschichte zeigt beide Perspektiven der Protagonisten, was dem Ganzen mehr Tiefe und Hintergrund gegeben hat.
Memories So Golden Like Us ist eine Empfehlung für alle, die gerne über erste Liebe, echte Probleme und starke Gefühle lesen möchten!
Jeder bewältigt Trauer anders. Ein Beispiel ist Blair, die in „Memories so golden like us“ den Tod ihres Bruders verarbeiten muss.
Blairs Bruder ist an einer Herzkrankheit gestorben. Seitdem flüchtet sie sich in Alkohol und Partys, Skandale inklusive. Ihre Agentin und Eltern bringen sie dazu, auf den Familienanwesen an der britischen Küste an einem Kunstprojekt zu arbeiten. Und dann ist da Connor, der beste Freund ihres Bruders…
Ich habe bereits den ersten Band „Moments so Blue like our love“ gemocht. Dies ist die unabhängige Fortsetzung, die mich mindestens genauso abholt, beginnend mit den Charakteren.
Ich kann mich gut in Blair hineinversetzen, was nicht nur an ihrer Sicht liegt, sondern auch Nachrichten beziehungsweise Posts im Internet. Dadurch lerne ich ihre Gefühlswelt kennen und sehe eine Überforderung nach dem Tod ihres Bruders. Dies ist sehr aufwühlend für Blair, vor allem, da ihre Eltern aus ihrer Sicht normal weiter machen.
In St. Ives trifft sie dann neben alten Bekannten (Connor) auch auf neue Kontakte. Alt trifft neu. Das ist für mich ein Zeichen des Aufbruchs, vor allem, weil Blair einen Malkurs bei einer neuen Bekannten mitmacht.
Auch die vertraute Bindung zu Connor steht im Zeichen des Wandels. Die beiden erleben ihre Beziehung in einer eigenen Blase, die sie von außen abschirmt. Niemand kann die beiden in dieser Blase beeinflussen, denn sie zerplatzt, wenn zum Beispiel eine Freundin vorbeikommt. Das ist ein sehr wichtiger Faktor, da Blair viel Druck von außen bekommt. So sind sie ungestört.
Der Schreibstil passt zu der romantischen Thematik. Gefühlvoll, bildhaft und detailliert, aber flüssig, ist der Roman als echtes Lesevergnügen verfasst. Dazu passt der farbige Buchschnitt. Ich bin rundum zufrieden und gebe fünf Sterne.
Das Ding an diesem Buch und generell an Gabriellas Schreibstil ist, dass ich ihn zu sehr fühle. Dass es mir selber schlecht geht und ich mich selber erschöpft und traurig fühle, wenn ich diese Kommentare über Blair lese. Es nimmt mich so sehr mit, als ob es um mich gehen würde. Auf der einen Seite ist das natürlich ziemlich anstrengend, aber auf der anderen Seite muss man das erstmal schaffen und das hat Gabriella definitiv perfektioniert. Und so anstrengend das auch ist, ich liebe alles daran. Wie kann ein Schreibstil nur so gut sein, dass man sich regelrecht in den Charakter verwandelt? Es ist unglaublich! Blair mochte ich wirklich gerne. Gerade am Anfang konnte ich ihre Handlungen nicht gutheißen, aber irgendwo trotzdem verstehen. Sie hatte keine leichte Zeit und die wurde auch nicht besser. Die ganzen Leute im Internet haben mich dabei so dermaßen aufgeregt. Wie viel Meinung kann man über jemanden haben, den man gar nicht kennt? Doch Blair ist trotz allem so unglaublich stark und so real, dass ich mich wirklich verstanden gefühlt habe. Ich war so sehr drin, dass ich jedes ihrer Gefühle auch selber fühlen konnte. Connor war auch einfach nur super süß. Generell ist er ein sehr empathischer und liebenswerter Charakter. Dabei vergisst er sich selber und seine Bedürfnisse zu oft, was ich ziemlich schade fand. Wer mich wirklich aufgeregt hat war Elle. Es hat mich so genervt, dass diese Scharade nur wegen ihr gespielt werden musste und sie dann einfach so auftaucht, als ob sie irgendwie das Recht hätte irgendwelche Ansprüche zu stellen. Und dann noch das Ende: Nein sorry, ich kann ihr das wirklich nicht verzeihen. Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne. Es war wieder mal sehr emotional und in so ziemlich jeder Situation konnte ich so gut mitfühlen, als ob es sich um mein Leben handeln würde. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Meine Freundin hat mir das Buch empfohlen mit dem Vermerk ich muss es unbedingt lesen. Den ersten Band kannte ich daher nicht. War aber auch kein Problem, man kommt trotzdem sehr gut in die Geschichte rein. Anfangs lernt man erstmal Blair kennen. Sie hat mit dem Tod ihres Bruders so viel durchgemacht und auch nach einer gewissen Zeit konnte sie ihn einfach nicht verarbeiten. Man wird absolut in ihre Gefühlswelt mitgerissen und ich konnte wirklich verstehen warum sie so handelt. Auch immer wieder diesen inneren Konflikt, eigentlich sollte ich es nicht tun und was dann letztendlich doch wieder dazu führt das sie es tut. Das hat mich sehr mitgenommen. Später lernen wir dann Conner kennen, ein absolut toller, fürsorglicher und liebevoller Charakter. Und es ist wirklich toll wie er mit ihrem und aber auch seinem Verlust umgeht. Und auch wie er ihre Seite immer wieder versteht und akzeptiert und sie niemals verurteilt. Beide für sich ganz tolle Charakter. Auch das Setting fand ich sehr schön mit dem Ferienhaus an der Küste. Durch ihren Schreibstil bringt die Autorin unglaublich viel Leben in die Geschichte. Er ist flüssig und leicht. Sie bringt ganz viel Gefühl mit. Und genau hier kommt leider mein kleines Aber. Zwischendurch waren mir manche Stellen einfach zu langatmig. Man bekommt ganz viel Einblick in die Gefühlswelt von beiden und mir war es an einigen Stellen einfach zu viel. Ich hätte mir ein bisschen mehr Dialoge zwischen den beiden gewünscht. Gerade die Liebesgeschichte der beiden war für mich nicht ganz greifbar was total schade war. Insgesamt eine schöne Geschichte die man gut lesen kann.
Memories So Golden Like Us war für mich ein sehr ambivalentes Leseerlebnis. Obwohl Gabriella Santos de Lima wie immer einen gefühlvollen und atmosphärischen Schreibstil hat, der Emotionen zuverlässig transportiert, blieb das Buch insgesamt hinter meinen Erwartungen zurück. Besonders bei Blair hatte ich das Gefühl, dass ihre Entwicklung lange stagniert. Natürlich ist es realistisch, dass jemand, der so tief in Trauer steckt, nicht einfach aus diesem Schmerz herausbrechen kann. Genau das macht den Ansatz eigentlich authentisch. Dennoch fehlten mir im Verlauf kleine Zwischenschritte, Momente des Wachstums oder der Rückgewinnung von Lebensfreude. Stattdessen verläuft Blairs innere Reise über weite Strecken kaum spürbar – und zum Ende hin geht die Entwicklung dann plötzlich sehr schnell, fast überstürzt. Auch ihr Bezug zur Kunst, der ein so wichtiger Teil ihrer Identität ist, kam für meinen Geschmack deutlich zu kurz. Mit Connor ging es mir ähnlich. Er bleibt erstaunlich blass und austauschbar, sodass es mir schwerfiel, einen echten Zugang zu ihm zu finden. Mir fehlten prägende Eigenschaften, Konflikte oder eine besondere Hintergrundgeschichte, die ihm Tiefe gegeben hätten. Dadurch wirkte er eher wie eine Figur, die die Handlung stützt, statt wie ein lebendiger, eigenständiger Charakter. Unerwartet war für mich auch die Fülle an erotischen Szenen. Zwar ist das Geschmackssache, aber da ich von der Autorin bisher anderes gewohnt war, hat es mich überrascht – und irgendwann war es mir tatsächlich etwas zu viel. Was mir dagegen wirklich gut gefallen hat, sind die eingestreuten Zeitungsausschnitte, Kommentare und Chats. Diese Elemente lockern das Lesen nicht nur auf, sondern bringen auch zusätzliche Perspektiven und Dynamik in die Geschichte. Trotz aller Kritikpunkte hat mich das Buch emotional sehr berührt. Santos de Lima schafft es nach wie vor, Gefühle intensiv zu vermitteln – in diesem Fall waren es jedoch überwiegend schwere, negative Emotionen. Dadurch wirkte die Geschichte auf mich streckenweise bedrückend und belastend, was sicherlich beabsichtigt ist, mir aber die Lektüre erschwert hat. Insgesamt bin ich hin- und hergerissen. Memories So Golden Like Us hat starke Momente und wird sicher viele Leser*innen bewegen. Für mich persönlich blieb es jedoch hinter seinem Potenzial zurück.
"Memories So Golden Like Us" ist der zweite Band der Blue Eternity-Dilogie . Die Bücher haben verschiedene ProtagonistInnen und können theoretisch unabhängig voneinander gelesen werden. Ich würde aber dazu raten, die Bände in Reihenfolge zu lesen, denn "Moments So Blue Like Our Love" bricht einem das Herz und erklärt Blairs Verhalten in der Fortsetzung. Das Ende des ersten Bandes wird auch zwangsläufig gleich thematisiert.
Wir lernen Blair als Menschen kennen, der verzweifelt in einer Welt Halt sucht, die es nicht immer gut mit ihr meint.
Gleich im Prolog ist ein Blog-Eintrag zu lesen, der Blairs Leben im Stile eines Gossip-Magazins der frühen 2000er zerreißt. Blair wird zu einer Auszeit an der britischen Küste gezwungen, damit wieder mehr Ruhe in ihr Leben einkehrt und sie ihre Kreativität anregen und an einer Bildreihe arbeiten kann. Doch ausgerechnet dort trifft sie auf Connor. Connor, den besten Freund ihres Bruders. Connor, der ihr schon einmal das Herz gebrochen und es doch nie ganz verlassen hat ...
Gabriella skizziert ein authentisches und einfühlsames Bild von Blair und Connor, während diese ihre Trauer durchleben und sich langsam wieder annähern. Das Setting war dabei der Ruhepol der Erzählung und hat die Geschichte angenehm untermalt.
Mit "Memories So Golden Like Us" hat Gabriella wieder wahre Wortmagie gezaubert, hat mich berührt, Träumen lassen und mein Herz wieder an den Stellen zusammengesetzt, wo es durch "Moments So Blue Like Our Love" gebrochen war.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Blair weiß nicht, wie sie nach einem Verlust mit ihrer Trauer umgehen soll, und flüchtet sich in ungesunde Verhaltensweisen. Als ihre Eltern und ihre Managerin ihr eine Auszeit in St. Ives verordnen, um eine Bilderserie zu malen, bleibt ihr keine andere Wahl, als London vorübergehend zu verlassen. Nicht vereinbart war, dass ausgerechnet Connor, der beste Freund ihres Bruders, die Doku über den Entstehungsprozess filmen soll.
Nachdem der erste Band der Dilogie sehr traurig geendet hat, startet auch der zweite Teil mit einer gedrückten und ernsten Stimmung. Es ist sehr emotional, denn die Trauerbewältigung der Protagonisten spielt eine große Rolle.
Gabriellas Schreibstil ist sehr poetisch, was mir total gut gefällt. Die Traurigkeit und Verzweiflung sind sehr spürbar und werden schonungslos ehrlich dargestellt. Nach und nach wird unser gebrochenes Herz wieder zusammengesetzt.
Blair hatte schon zu Schulzeiten Gefühle für Connor, doch dieser kam dann mit ihrer besten Freundin zusammen. Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam und ich habe etwas die Gefühle in der Gegenwart vermisst, da diese von der Trauer überschattet werden. Die damaligen Gefühle von Blair werden durch alte Scrapbook-Einträge verdeutlicht.
Der Küstenort St. Ives ist wunderschön beschrieben. Ich konnte den Strand im Winter förmlich vor mir sehen. Die Handlung ist eher ruhig und der Fokus liegt klar auf den Gefühlen und Gedanken. Zwischendurch hat es sich minimal gezogen.
Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Geschichte für alle, die emotionale Bücher zum Mitfühlen mögen.
Memories so golden like us von Gabriella Santos de Lima / Rezension
- Band 2/2 Blue Eternity Reihe - Nicht unabhängig lesbar - Sehr spicy
Blairs Leben implodiert und sie flüchtet sich in oberflächliche s e x Beziehungen mit fremden Männern. Sie malt nicht mehr, sie wird von Social Media fertig gemacht und ihre Eltern wollen sie finanziell nicht mehr unterstützen. Dann taucht auch noch Connor wieder in ihrem Leben auf…
Nawww, ich bin schon enttäuscht. Band 1 war unglaublich emotional und sensibel und hatte mich sehr berührt. Nicht nur das Ende, sondern die ganze Geschichte. So habe ich sehr auf Band 2 hingefiebert und nun hat es mir leider nicht so gut gefallen.
Für meinen Geschmack wurde jegliches Gefühl durch jede Menge unnötigen Spice erstickt. Wirklich im Keim erstickt. Die gesamte erste Hälfte wird nur diskutiert, ob Connor jetzt hart ist und warum und wie lange schon nicht und so geht es die ganze Zeit, jeder 5. Satz ist mit „Schwanz“ und „Ständer“. Ne, das war gar nicht meins. Zumal es so auch nicht zu erwarten war.
Gegen Ende wird es etwas besser und es gibt auch andere Handlung und noch nette Twists, aber leider hatte das Buch mich bis dahin schon emotional verloren.
Sehr schade tatsächlich.
Der Schreibstil der Autorin war gewohnt toll und ich möchte so oder so mehr Bücher von ihr lesen, aber in dieser Dilogie ist es jetzt so, dass Band 1 ein Highlight und Band 2 leider ein Flop war.
"Memories so golden like us" von Gabriella Santos de Lima ist der zweite Teil einer Dilogie, in der hier die Protagonistin Blair Alderidge nach dem Tod ihres geliebten Bruders Sam mit Alkohol und Parties so über die Strenge schlägt, dass ihre Eltern sie in ein Haus am Meer beordern, um sich zu rehabilitieren und ihren Zugang zur Kunst wiederzufinden. Dabei trifft sie auf Connor, welcher ihre neu entstehende, malerische Auftragsarbeit auch filmisch dokumentieren soll. Da Blair schon lange in Connor verliebt ist, trägt dieses Zusammentreffen noch zu ihrem Gefühlschaos bei. Gabrielle Santos de Lima hat hier wieder ein gutes Buch geschrieben (ich weiß gar nicht, ob sie überhaupt ein schlechtes schreiben kann), wobei mir dieses Buch auf dem hohen Vergleichsniveau nicht so gut gefällt wie andere Bücher von ihr. Die Hauptfiguren aus dieser hochgestochenen Londoner Glitzerwelt wirkten auf mich nicht so authentisch wie andere. Trotzdem ist das Buch fantastisch geschrieben und behandelt wichtige, sehr aktuelle Themen die in einer schönen, romantischen (Liebes-) Geschichte verpackt sind. Es geht um Krankheit, Tod, Trauer, Bodyshaming u.a. mehr und wie Blair damit umgeht, gibt dem Leser/der Leserin auch Trost und Lösungen für derartige Lebenssituationen. Das Buch ist eine leicht zu lesende, aber nicht oberflächliche Geschichte und ich empfehle sie sehr gerne, da sie mir sehr gut gefallen hat (was ich auch erwartet hatte). :-)
Dieser Roman hat mich auf eine sehr besondere Weise berührt. Die Geschichte von Blair und Connor wirkt so nahbar, weil sie zeigt, wie vielschichtig Trauer sein kann. Blair hat mich dabei besonders bewegt. Nicht nur der Verlust Ihres Bruders, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg, sondern auch den Zugang zu ihrer Kunst, die früher ihr sicherster Ausdruck war. Dazu kommt die ständige Präsenz der sozialen Medien, die kein gutes Wort für Blair übrig haben. Es fühlt sich erschreckend realistisch an, wie sie zwischen öffentlicher Wahrnehmung und eigenen Gefühlen zerrieben wird. Connor wählt einen ruhigeren Weg durch die Trauer, was einen starken Kontrast bildet. Gerade dadurch entsteht eine Wärme zwischen den beiden, die trotz oder vielleicht wegen ihrer Unterschiede, unheimlich glaubwürdig wirkt. Die unausgesprochene Anziehung, die schon lange zwischen Blair und Connor zu bestehen scheint, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. Der angenehm flüssige Schreibstil der Autorin hat mich sofort abgeholt. Die emotionalen Zwischentöne sind sehr gut herausgearbeitet. Auch das harmonisch gestaltete Cover passt perfekt zur Stimmung des Romans und hat mich gleich neugierig gemacht. Insgesamt ist es ein moderner, berührender Coming-of-Age-Roman, der zeigt, wie schwer und zugleich heilsam es sein kann, sich seinen Erinnerungen zu stellen.
Blairs Leben ist nicht mehr das, was es einmal war. Nach dem viel zu frühen Tod ihres Bruders flüchtet sie sich in oberflächliche Beziehungen mit Männern, hat ihre Leidenschaft - das Malen - aufgegeben und ihre Eltern wollen ihr den Geldhahn zudrehen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird sie auf Social Media beschimpft. Als dann Connor, der beste Freund ihres Bruders auftaucht, ist das Chaos perfekt, denn in ihn ist sie schon seit langem verliebt.
Ich habe den ersten Band "moments so blue like our love" geliebt, auch dieser Teil hat mir gut gefallen und Blairs Trauer lässt sich auf jeder Seite herauslesen, aber dennoch konnte mich diese Geschichte gefühlstechnisch nicht ganz so erreichen wie sein Vorgänger. Die Geschichte hat sich an manchen Stellen leider etwas gezogen und die Entwicklung der Protagonisten lässt relativ lange auf sich warten. Dennoch schreibt Gabriella Santos de Lima so gefühlvoll, dass man gut in die Geschichte eintauchen kann und auch an vielen Stellen mit Blair mitleidet. Die Charaktere wirken dennoch echt und nahbar und ihre Unsicherheit und Gefühle durchaus nachvollziehbar. Die Geschichte von Blair und Connor geht einem unter die Haut - vor allem wenn man das Schicksal ihres Bruders aus Band 1 kennt.
Vorweg muss ich einmal sagen, dass das Cover leider nicht so ganz meinen Geschmack trifft, ich mag zwar die Farben sehr, die Gestaltung ist aber nicht ganz mein Fall. Außerdem finde ich, es suggeriert eine sommerliche Geschichte, was nicht der Fall ist. Dafür ist die Gestaltung im Inneren richtig schön, die Illustration in der Innenklappe ist wunderschön und auch die Charakterkarte und die Trenner zwischen den einzelnen Teilen im Buch fand ich schön. Nun aber zum Inhalt; ich mochte die beiden Figuren extrem gerne, insbesondere Blair hat sich so echt angefühlt und ich wollte sie so gerne einfach umarmen. Sie ist voller Trauer, Zweifel und wird zusätzlich noch von der Öffentlichkeit fertig gemacht, sie hat es wirklich nicht leicht. Connor fand ich allerdings etwas blass, wir erfahren viel weniger über ihn, es sind nur einige wenige Kapitel aus seiner Sicht (aber immerhin gab es welche, das fand ich schon toll). Die Trauer der beiden hat mich sehr berührt und die Geschichte sehr besonders gemacht, bisher habe ich auch nichts vergleichbares gelesen. Von mir daher eine Empfehlung, allerdings sollte man nicht mit einer typischen leichten Romance-Geschichte rechnen, da hier trotz des hellen Covers ziemlich dunkle Töne mitschwingen.