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Rebel Girl: Popkultur und Feminismus

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Die im November 2004 verstorbene Journalistin, DJane und Radiomoderatorin Tine Plesch hat nicht nur frühzeitig die Bedeutung der Band Bikini Kill herausgestellt, sondern auch unzählige weitere feministische Themen im deutschen Popjournalismus lanciert; stets mit dem Enthusiasmus des Fans unter Beibehaltung eines kritischen Blicks. Viele ihrer Texte zu Riot Grrrl und Ladyfesten, elektronischer Musik und weiblicher Repräsentation, Gegenkultur und Gewalt oder Geschlechterverhältnissen in der Popkultur und im Popjournalismus haben bis heute nicht an Aktualität verloren. Tine Plesch hat ihren Blick stets auf jene gerichtet, egal ob Frauen oder Männer, die sich nicht in bequeme Rollen gefügt haben, sondern aus Liebe zum Leben nach etwas Besserem Ausschau hielten. Auf Menschen, die auf der Suche waren, für die Leben kein abgeschlossener Prozess war, sondern ein Abenteuer mit offenem Ausgang. “Kritische oder politische Popkultur muss, wenn sie diesen Impetus tatsächlich vertreten will, ihr eigenes Scheitern und ihre unabänderliche Eingebundenheit in die kapitalistische Popkulturindustrie stets mitdenken und tatsächlich auch thematisieren”, hat Tine Plesch eingefordert und diesen Anspruch auch für die eigenen Texte zur Voraussetzung gemacht. Die Texte dieses Buches wurden zusammengestellt von Evi Herzing, Hans Plesch und Jonas Engelmann. Mit einem Vorwort von Michaela Melián.

224 pages, Paperback

First published September 1, 2013

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Tine Plesch

5 books

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Fiona.
711 reviews81 followers
April 12, 2018
2,5 - 3 Sterne
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Zusammestellung von Texten von Tine Plesch. Ich fand es sehr informativ, aber auch sehr subjektiv. Die Autorin versucht zwar objektiv zu bleiben, jedoch wurden dadurch oftmals Dinge einfach so hingestellt / runtergeschrieben, ohne sie weiter zu beleuchten, zu hinterfragen oder Konsequenzen daraus zu ziehen.
Ich finde es aber gut, dass es ein Buch gibt, das Feminismus in der Musikbranche thematisiert, auch wenn es sich selbst sehr einschränkt. Von Rock über Pop bis zu Jazz und HipHop werden die großen Genres abgedeckt. Auch wenn Tine Plesch 2004 verstarb und die Texte somit alle aus der Zeit davor stammen, liefern sie doch viele Informationen. Es ist vor allem interessant zu reflektieren in welchen Bereichen sich seit dem viel getan hat und in welchen es so gar keine Entwicklung Zugunsten der Frauen gab.
Profile Image for Angelika.
66 reviews3 followers
February 27, 2019
Natürlich sind die Texte subjektiv, es sind keine wissenschaftlichen Abhandlungen. Eine Frau als Teil einer Szene spricht natürlich über ihre eigenen Eindrücke, wie teilweise in den Texten erwähnt, wird dies auch erwartet, weil sonst die Authentizität nicht gewährleistet sei - womit Tine Plesch in der testcard schließlich auch kokettiert.

Die Texte, die zwischen 1998 und 2004 entstanden sind, sind auch heute noch aktuell, als wäre die Musikszene kaum vorangeschritten. Egal ob im Punk oder R‘n‘B.
Profile Image for Marietheres.
10 reviews
January 28, 2026
Ich hab ganz viel Musik entdeckt und einiges gelernt :) Kann das Buch sehr empfehlen
Profile Image for Nadin.
Author 1 book30 followers
December 11, 2016
Smarte Texte quer durch den Popbereich - aus den Jahren 1998 bis 2004, dabei aber durchgängig aktuell. In anderhalb Jahrzehnten hat sich das Frauenbild und die Rolle von Frauen in der Musikwelt erschreckend wenig geändert - auch wenn das Label Feministin salonfähiger geworden ist, siehe Beyoncé, und inzwischen ein paar mehr Musikjournalistinnen wahrnehmbar sind. Tine Plesch analysiert verschiedene Genres (Rock, Pop, Blues, R'n'B) in Artikel und Rezensionen. Nicht nur im Lesetourtagebuch beweist sie bissigen Humor. Das Buch versammelt zudem längere Essays ("Frauen? Humor? Popmusik?", "Populärmusik, Geschlechterrollen und Gewalt") und sehr schöne Porträts (Janis Joplin, Billy Tipton, Dorothy Parker, Angela Davis). Ein Text umreißt ihr Dissertationsthema "Die Heldin als Verrückte" über Wahnsinn in Romanen von Autorinnen mehrerer jahrhunderte.
Inspirierend!
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