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(Fast) Alles einfach erklärt: Vom Big Bang quer durch die Weltgeschichte bis zum Ende des Universums

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Wie funktioniert das Universum? Und wer hat’s erfunden? Ein wilder Trip durch die großen Entdeckungen der Astrophysik, Chemie und Biologie von Wissenschaftsjournalist und Science-Star Niklas Kolorz.



Von subatomaren Partikeln bis zur einfach alles erklärt Pythagoras, Galileo Galilei, Newton, Einstein und wie sie unser Weltbild revolutioniert haben Warum das Universum ein Rotlichtmilieu ist und was das mit Taubendreck zu tun hat Weshalb auch Unwissenheit nicht vor Nobelpreisen schützt Das Wissen über das, was die Welt im Innersten zusammenhält, ist nicht nur das Ergebnis herausragender Forschung brillanter Geister, sondern auch eine Konsequenz wahnwitziger Zufälle und absurder Ideen. Genau dieser höchst unterhaltsamen und verrückten Seite der Wissenschaft und ihrer Geschichten widmet sich der junge Science-Star und Wissenschaftsjournalist Niklas Kolorz. Er begleitet Pythagoras, Marie Curie und Albert Einstein, während sie quasi zufällig ihre bahnbrechenden Entdeckungen machen, erzählt über die verrückten Eigenheiten Isaac Newtons auf dem Weg zur Erkenntnis oder beobachtet den Einschlag jenes Asteroiden, der das Ende der Dinosaurier einläutete. Der wilde Ritt durch die bizarre Geschichte epochaler Entdeckungen führt uns direkt in die Gegenwart und beantwortet nebenbei die ganz großen Woher kommen wir? Woraus besteht das Universum? Und was geschieht in der Zukunft?

Niklas Kolorz ist Wissenschaftsjournalist und erklärt auf TikTok einem Millionenpublikum faszinierende Phänomene aus Astronomie, Physik und Chemie. Aber noch Er beleuchtet auch die Menschen und ihre Geschichten, die hinter den großen Erkenntnissen der Naturwissenschaft stecken. Mit Leidenschaft kommt Niklas Kolorz so den skurrilsten Geschichten und wundersamsten Charakteren der Wissenschafts-Geschichte auf die Spur. Für seine Arbeit wurde er nicht nur mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet, sondern zeigt zugleich, wie wichtig Wissenschaft im Alltag ist.

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First published October 4, 2022

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Niklas Kolorz

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7 (2%)
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1 (<1%)
Displaying 1 - 26 of 26 reviews
75 reviews1 follower
August 20, 2025
6/10

nervige Klimabelehrung im letzten Drittel

Besonders Merkenswert:

Die Relativitätstheorie:
-Der Zug und ich haben dieselbe Geschwindigkeit. Innerhalb des Zuges herrschen auch einheitlich dieselben physikalischen Gesetze. Wenn ich in die Luft springe, lande ich auf derselben Stelle, von der ich abgesprungen bin. Wenn ich mit Bällen jongliere, fliegen sie nicht wild durch die Gegend. Ich stehe also, in Relation zum Zug, still.

-Ein Betrachter von draußen, der den Zug an sich vorbeifahren sieht, würde allerdings das Gegenteil behaupten: Der Zug bewegt sich, ich bewege mich, und er, der Betrachter steht still. Aber stimmt das denn?

-Der gesamte Planet, auf dem sich der Betrachter befindet, bewegt sich ja gerade um die Sonne, und die Sonne wiederum um das Zentrum der Milchstraße, und so weiter, und so fort. Welche Betrachtung ist also die richtige? Relativität bringt uns bei, dass jede dieser Perspektiven für sich genommen korrekt ist. Es gibt keine allgemeingültige Wahrheit, es gibt nicht den ultimativen, stillstehenden Spot, von dem aus man das ganze Universum beobachten könnte. Alles ist relativ.

-Die spezielle Relativitätstheorie beschäftigt sich mit der Bewegung von Dingen aus speziellen Betrachtungswinkeln. Deshalb kam dieser Teil auch zuerst, denn Einstein machte sich zunächst Gedanken über ganz bestimmte Perspektiven und wie sich deren Beobachtungswinkel auf eine Bewegung und damit auch auf Raum und Zeit auswirkt.

-Erst später schaffte er es, seine Überlegungen in einer allgemeinen Theorie zu formulieren, die nicht nur Raum und Zeit auf den Grund ging, sondern auch das Wesen der Gravitation besser beschreiben konnte, als Newtons klassische Mechanik es vermochte.

-Die große Frage bei der Relativität lautet nicht nur: Was verändert sich, wenn wir unseren Betrachtungswinkel ändern? Sondern auch: Was verändert sich nicht? Einstein verstand, dass sich eine Sache nie veränderte, aus welcher Perspektive auch immer man guckte: die Lichtgeschwindigkeit. Sie ist eine Naturkonstante! Egal, aus welchem Winkel man Licht betrachtet, es bewegt sich immer mit 299729458 Metern pro Sekunde fort.

-Um dieses irre Phänomen noch anschaulicher zu machen, führen wir ein weiteres Gedankenexperiment durch: das Zwillingsparadoxon. Ein Zwillingspaar, wir nennen sie Tim und Karl, verabschieden sich an ihrem 20. Geburtstag voneinander. Tim bleibt auf der Erde, Karl steigt in ein Raumschiff und fliegt mit 0,8- facher Lichtgeschwindigkeit zehn Erdjahre lang in eine Richtung, dreht dann um und kehrt schließlich zurück. Auf der Erde sind also inzwischen 20 Jahre vergangen, und Tim, der die ganze Zeit dortgeblieben ist, feiert seinen 40. Geburtstag. Karls Zeit hingegen ist langsamer vergangen, weil er sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt hat. Wie viel langsamer genau?

-Wegen der Zeitdilatation sind für Karl nur zwölf Jahre vergangen. 18 Wenn sich die Zwillinge wieder treffen, wäre Karl acht Jahre jünger, sein Körper acht Jahre weniger gealtert als der seines Bruders Tim, der die ganze Zeit auf der Erde war.

-Vielleicht haben Neugierige unter euch nun schon mit der Formel oben etwas herumgespielt, um zu sehen, was passiert, wenn Karl mit 100 Prozent der Lichtgeschwindigkeit unterwegs gewesen wäre. Wie viele Jahre wären dann vergangen? Die überraschende Antwort: null. Für Objekte, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, steht die Zeit komplett still. Wäre Karl mit Lichtgeschwindigkeit 20 Erdjahre unterwegs gewesen, hätte es sich für ihn angefühlt, als wären Abflug und Ankunft in derselben Sekunde passiert.

-Nur, das muss man erst mal schaffen. Für Dinge, die Masse besitzen, ist das nach unserem aktuellen physikalischen Verständnis leider nicht möglich.

-Zum besseren Verständnis stellen wir uns ein großes Trampolin vor und legen in dessen Mitte eine Bowlingkugel. Die Kugel beult das Trampolin aus und verursacht eine tiefe Kuhle im Sprungtuch. Einstein realisierte, dass große, massereiche Körper wie Planeten, Sterne und Co. den Raum um sich herum genauso verformen wie eine Bowlingkugel das Netz eines Trampolins. Wenn wir nun einen kleinen Tennisball auf das Trampolin rollen, so wird dieser nach ein paar Umrundungen irgendwann mit der Bowlingkugel in der Mitte zusammenstoßen. Und exakt so verhält es sich auch im Weltall.

-Ein großer Körper sorgt für eine große Delle im Raum und zieht dadurch kleinere Körper um sich herum an. Aber nicht nur große, auch kleinere Körper, ja, alle Körper verformen die Raumzeit, die sie umgibt. Deshalb kreist die Erde um die Sonne und der Mond um die Erde.

-Je massereicher ein Körper, desto größer die Delle. Die Gravitation ist folglich keine unsichtbare Kraft, die magischerweise über große Distanzen auf Körper wirkt, sondern eine klare Eigenschaft des Raumes.

-Hier kommt nun die zweite wissenschaftliche Revolution, die wir Einstein verdanken: Raum und Zeit lassen sich nicht separat betrachten. Es gibt nicht Raum und Zeit, es gibt nur eins: Raumzeit. Das bedeutet, große Körper verformen nicht nur den Raum, sie verformen auch die Zeit um sich herum.

-Zeit vergeht langsamer, je näher man dem Erdboden ist, und sie vergeht schneller, je weiter man davon entfernt ist.

-Wer im Erdgeschoss wohnt, altert langsamer als die Bewohner des Penthouse im obersten Stock. Zwar nur minimal, aber dennoch, es ist eine Tatsache!



Quantenmechanik:
-das sogenannte Interferenzmuster (s. Abb. 8.1 oben). Es entsteht dadurch, dass sich zwei Wellen gegenseitig verstärken oder auslöschen, wenn sie aufeinandertreffen: An einigen Stellen verstärkt sich das Licht, dort wird es auf der Leinwand hell, an anderen Stellen löschen sich die Wellen gegenseitig aus, dort bleibt es dunkel.

-Versuchen wir einmal, dieses Ergebnis Schritt für Schritt nachzuvollziehen: Ein Photon verlässt die Photonenpistole. Kurz darauf piept es, und die Forschenden können auf der Detektorleinwand nachschauen, wo es gelandet ist. Nun schickt man ein zweites Photon hinterher, wieder piept es, wieder wird der Ort des Auftreffens auf der Leinwand registriert. Ein drittes und ein viertes Photon werden abgeschossen, dann Hunderte oder Tausende. Das Komische ist: Jedes Photon bahnt sich eigenständig einen Weg durch die beiden Spalte und trifft an einem scheinbar willkürlichen Ort auf der Leinwand auf. Doch wenn wir am Ende schauen, wie die Photonen sich verteilt haben, sehen wir ein Interferenzmuster. Das heißt, irgendwie scheinen sie zusammenzuarbeiten, auch wenn wir sie unabhängig voneinander abfeuern und registrieren.

-Doch wir sind noch nicht am Ende der Merkwürdigkeiten. Im nächsten Schritt installierte man einen weiteren Detektor, so etwas wie eine subatomare Überwachungskamera, die hinter der Doppelspalttrennwand die austretenden Photonen beobachtete, um herauszufinden, durch welchen Spalt sie wanderten. Diese Änderung hatte folgenschwere Konsequenzen für das Experiment. Denn plötzlich verhielten sich die Photonen wieder wie Teilchen und landeten, wie ursprünglich erwartet worden war, an zwei fixen Orten auf der Leinwand!

-Die gleiche Versuchsanordnung, dieselben Photonen, alles wie vorher, nur mit dem »winzigen« Unterschied, dass wir sie nun ausspionieren, wenn sie durch den Schlitz in der Trennwand kommen. Es liegt wohl auf der Hand, dass die Wissenschaft ratlos war, womit sie es hier zu tun hatte.

-Aus purer Verzweiflung führte man noch eine letzte Variante des Experiments durch. Was passiert, wenn der Kameradetektor an Ort und Stelle bleibt, wir ihn aber heimlich ausschalten, sodass die Photonen es nicht mitbekommen? So denken sie vielleicht, wir würden sie beim Austreten aus dem Spalt beobachten, aber wir tun es gar nicht! Das Ergebnis? Richtig, ein Interferenzmuster.

-Nicht nur verhielten sich die Photonen also abwechselnd wie Wellen oder wie Teilchen, nein, sie »wussten« anscheinend auch, wann sie beobachtet wurden und wann nicht. Wenn wir ihren Austritt aus der Trennwand messen, verhalten sie sich wie Teilchen, wenn wir sie ungestört auf die Detektorleinwand treffen lassen, sind sie Wellen. Ein Phänomen, das die Wissenschaft bis heute nicht eindeutig erklären kann.



Wellenfunktion (Schrödinger-Gleichung)
-Dinge sind also irgendwie überall zur selben Zeit, bis zu dem Moment, in dem wir hingucken?

-Schrödingers Katze ist wie folgt: In einer Box befindet sich eine Katze. Ebenfalls in der Kiste befinden sich eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz und ein Detektor. Der Detektor soll feststellen, ob einer der radioaktiven Atomkerne zerfallen ist oder nicht. Da dies auf einem subatomaren Level passiert, herrschen hier die Gesetze der Quantenmechanik, wie wir sie eben kennengelernt haben. Das radioaktive Material wurde so gewählt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Zerfalls innerhalb der festgelegten Zeit bei 50 Prozent liegt. Wenn der Detektor feststellt, dass ein Kern zerfallen ist, zertrümmert ein Hammer ein Gefäß, welches eine giftige Substanz freisetzt, die die Katze tötet.

-Die Quantenmechanik besagt nun, dass sich die Katze, solange ihr Zustand nicht gemessen wird, in einer Superposition befindet. Sie ist gleichzeitig tot und lebendig. Welchen dieser beiden Zustände sie eingenommen hat, entscheidet sich erst, wenn eine Messung vorgenommen wird.

-spinnen wir den Gedanken noch weiter und gehen von Schrödingers Katze zu Niklas’ Labor. Ich habe dort die Versuchsanordnung von Schrödinger aufgebaut, allerdings habe ich statt des tödlichen Gifts ein Schlafgas in das Gefäß gefüllt, denn im Gegensatz zu Erwin Schrödinger mag ich Katzen. Ich bin in meinem Labor und führe das Experiment durch, während ihr draußen vor der Tür steht und auf das Ergebnis wartet. In dem Moment, in dem ich die Box öffne, bin auch ich in einer Superposition: Eine Version von mir findet die Katze wach in ihrer Box vor, eine andere Version entdeckt sie schlafend. In dem Moment, in dem ihr die Tür öffnet und mich nach dem Ergebnis fragt, werdet auch ihr Teil des Quantensystems.

-die Viele- Welten- Interpretation nach Hugh Everett. Everett war, wie Einstein und Schrödinger, frustriert von der vorherrschenden Ansicht, dass im Moment der Messung die Wellenfunktion »kollabiert« und es dann nur noch ein mögliches Ergebnis gibt. Seine Theorie besagt, dass es jede mögliche Version des Ergebnisses tatsächlich gibt. Im Moment der Messung trennt sich aber die eine Welt von der anderen Welt ab und erschafft so ein Paralleluniversum. In dem einen Universum lebt die Katze, in dem anderen ist sie tot. Das klingt erst mal nach Science- Fiction und Spinnerei, ist aber wirklich eine der wichtigsten Interpretationsrichtungen der Quantenmechanik.

-Ich probiere das Ganze jetzt mal aus, um mir die Entscheidung abzunehmen, ob ich mir in meiner nächsten Schreibpause einen Tee oder einen Kaffee machen soll. Moment, ich drücke kurz auf den Knopf… Und: Tada! Ich habe das Universum gespalten, und ihr alle seid nun mit mir in einer Welt gelandet, in der ich mir einen Tee koche. Gleichzeitig gibt es ein Paralleluniversum, in dem dieses Buch gedruckt wurde und ich mir einen Kaffee gemacht habe. So lässt sich anschaulich erleben, welche Interpretationsspielräume es in der Quantenmechanik gibt.

-Wir können lediglich Wahrscheinlichkeiten bestimmen, in welchem Zustand das System sein wird, wenn wir nachschauen. In der Sekunde, in der wir nachschauen, ist alles andere egal, und wir haben nur noch die eine Wirklichkeit

-Die Viele- Welten- Theorie greift die Multiversums- Theorie auf, eine uralte philosophische Idee. Die Quantenmechanik lässt diese Idee (theoretische) Wirklichkeit werden.




-»Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.« Mit diesem einfachen Reim können wir fast alles beschreiben, was sich an unserem Himmel abspielt.

-Alle täglichen Bewegungen der Himmelskörper, wie Sonne, Mond oder Sterne, beginnen im Osten, und dann wandern sie über den Süden nach Westen. Das liegt– wie Kopernikus richtig annahm– an der Rotation der Erde.

-Dass der Mond überhaupt in der Lage ist, die komplette Sonne zu verdunkeln, grenzt an ein Wunder. Denn dafür müssen Sonne und Mond sich in einem perfekten Größe- Abstands- Verhältnis zueinander befinden. Die Sonne ist zwar etwa 400 Mal größer als der Mond, aber der Mond ist uns auch 400 Mal näher als die Sonne. Durch dieses unglaubliche kosmische Zusammentreffen erscheinen beide an unserem Himmel exakt gleich groß, was die Sonnenfinsternis erst möglich macht.

-Astronauten sind schwerelos, weil sie sich im freien Fall befinden:
Schwerelosigkeit ist keine magische Eigenschaft des Universums, die beginnt, wenn wir x Kilometer nach oben fliegen; Schwerelosigkeit wird durch den freien Fall ausgelöst.

-Die Astronauten auf der ISS fallen zwar mit über 28000 km/ h um die Erde herum, aber sie empfinden dieselbe Schwerelosigkeit wie Kinder, die 400 Kilometer unter ihnen auf einem Trampolin jauchzend in die Höhe springen.

-Alle Körper im Universum stehen in Wechselwirkung miteinander, sind verbunden durch die Schwerkraft. Deren Reichweite ist unendlich, das heißt, in jedem Moment wirkt alles im Universum mit seiner Schwerkraft auf euch, und umgekehrt, auch ihr wirkt auf alles andere.

-Egal, ob dieses Buch, das supermassive schwarze Loch in der Mitte unserer Galaxie oder ein explodierender Stern viele Milliarden Lichtjahre von uns entfernt: Alles zieht euch an, und ihr zieht alles an. Wenn auch nur sehr, sehr schwach. Zu behaupten, dass wir mit allem im Universum in Verbindung stehen, klingt zwar erst mal nach esoterischem Firlefanz, ist aber tatsächlich physikalische Realität.

-»Survival of the fittest« bedeutet nicht, wie oft fälschlich behauptet, »das Überleben des Stärkeren«, sondern »das Überleben des am besten Angepassten«.

-Die Erde ist über vier Milliarden Jahre alt, die Sonne leuchtet schon mindestens genauso lange und wird dies auch noch ungefähr fünf Milliarden Jahre lang tun.

-Ein 80 kg schwerer Mensch zum Beispiel besteht aus etwa 52 kg Sauerstoff, 14,4 kg Kohlenstoff, 8 kg Wasserstoff, 2,4 kg Stickstoff sowie kleineren Mengen Kalzium, Phosphor, Magnesium und so weiter.

-Wie das funktioniert? Nun, während die Hülle des Atoms aus negativ geladenen Elektronen besteht, besteht der Atomkern aus positiv geladenen Protonen und neutralen Neutronen. Die Anzahl der Protonen und Elektronen ist in der Regel gleich und definiert auch die sogenannte Ordnungszahl des betreffenden Atoms. Sprich: Wasserstoff, das erste Element im Periodensystem, besitzt einen Atomkern mit einem Proton und eine Hülle mit einem Elektron. Helium, das zweite Element, besitzt zwei Protonen und zwei Elektronen und so weiter.

-E = mc2 Damit stellte Einstein fest, dass Energie und Masse dieselbe Sache in unterschiedlicher Form sind. In der Formel steht E für Energie, gemessen in Joule, m für Masse, gemessen in Kilogramm, und c steht für die Lichtgeschwindigkeit, ausgedrückt in Metern pro Sekunde– und das noch mal zum Quadrat.

-In dieser Formel manifestiert sich die Erkenntnis, dass in einer 65 Kilogramm schweren Person etwa 5,8- mal 1012 Megajoule an Energie stecken, was der Kraft von etwa 97400 Hiroshima- Atombomben entspricht. 221 Bisher hat die Menschheit noch nicht herausgefunden, wie sie diese Energie effizient freisetzen kann,




Merkenswert:
-Alles, wirklich alles, was wir heute im Universum sehen können, hat mal auf einem unendlich dichten, unendlich kleinen Punkt existiert. So etwas nennt man »Singularität«.

-Stellen wir uns einen Baum vor, der einen Meter von uns entfernt steht. Wir können ihn wahrnehmen, weil Licht von der Sonne auf ihn trifft, von seiner Oberfläche reflektiert wird und dann auf unsere Netzhäute trifft. Die Distanz vom Baum zu unserem Auge überbrückt das Licht in 3,335641 Nanosekunden.

-Das heißt: Egal, wohin wir gucken, wir sehen die Dinge immer nur so, wie sie in der Vergangenheit waren, so etwas wie das Hier und Jetzt gibt es aus einem subjektiven physikalischen Blickwinkel heraus überhaupt nicht.

-Die Sonne ist etwa 150 Millionen Kilometer entfernt, eine Distanz, die eine eigene Längenangabe darstellt: die »Astronomische Einheit«, abgekürzt AE. Licht braucht acht Minuten, bis es diese Distanz, also 1 AE, überbrückt hat. Würde die Sonne erlöschen, würden wir das also erst acht Minuten später bemerken.

-Jede Farbe im sichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums kann man durch Wellenlängen ausdrücken. Die kürzesten Wellen nehmen wir als violett und blau wahr, längere Wellen als orange oder rot. Hubble beobachtete, dass sich das Licht der Galaxien, die er untersuchte, im sichtbaren Spektrum immer weiter in den roten Bereich verschob, je weiter sie entfernt waren. Damit hatte er den Dopplereffekt bei Galaxien festgestellt.

-Die Galaxien werden immer röter, weil sie sich, genau wie das Feuerwehrauto, von uns entfernen. Alle Galaxien, die Hubble durch sein Teleskop beobachtete, bewegten sich also von ihm weg. Und das heißt? Das Universum dehnt sich aus!

-Dabei bewegen sich die Galaxien, die am weitesten von uns entfernt sind, am schnellsten von uns weg. Ein wichtiges Detail ist hier aber, dass sich die Galaxien nicht durch das Weltall bewegen, sondern mit dem Weltall.

-Dass der Mond überhaupt in der Lage ist, die komplette Sonne zu verdunkeln, grenzt an ein Wunder. Denn dafür müssen Sonne und Mond sich in einem perfekten Größe- Abstands- Verhältnis zueinander befinden. Die Sonne ist zwar etwa 400 Mal größer als der Mond, aber der Mond ist uns auch 400 Mal näher als die Sonne. Durch dieses unglaubliche kosmische Zusammentreffen erscheinen beide an unserem Himmel exakt gleich groß, was die Sonnenfinsternis erst möglich macht

-Wissenschaft ist der beste Prozess zur Wahrheitsfindung, den wir haben. Das Zauberwort hier heißt "Falsifikation". Im Grunde versucht man in der Wissenschaft nicht, seine Theorie zu verifizieren, also zu belegen, sondern sie zu falsifizieren, also Beweise gegen die eigenen Annahmen zu finden. Je intensiver man versucht, eine Theorie zu widerlegen, und je öfter man dabei scheitert, desto plausibler wird die Theorie.

-Charles Darwins Evolutionstheorie lässt sich auf drei einfache Ideen herunterbrechen. Erstens: Variation. Jedes Exemplar einer Spezies ist einzigartig und minimal anders als seine Artgenossen. Zweitens: Überfluss. Alle Lebewesen zeugen mehr Nachkommen als in ihrer natürlichen Umgebung überleben können. Ein Mechanismus, der dafür sorgt, dass es zu einem Kampf zwischen den Individuen kommt, was uns zu drittens führt: natürliche Selektion. Nur diejenigen überleben, die am besten an ihre Umwelt angepasst sind.

-Bevor sich all diese Planeten und Himmelskörper gebildet haben, war unser Sonnensystem eine riesige Gaswolke, die irgendwann unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammengebrochen ist. Dabei sammelte sich fast ihre gesamte Masse, etwa 99,8 Prozent, in ihrer Mitte und formte die Sonne. 209 Um sie herum bildete sich eine große, sich schnell drehende Scheibe, aus der die Planeten, Monde und Kometen entstanden, die bis heute um die Sonne kreisen. Deshalb drehen sich Planeten auch um sich selbst: Beim Zusammenkrachen der Gaswolke wurden sie in diese Drehbewegung gebracht, und bis heute hat niemand sie angehalten.

-In schätzungsweise sechs Milliarden Jahren wird die Sonne keinen Wasserstoff mehr übrig haben, den sie in Helium umwandeln könnte. Dann wird sie sich aufblähen, Merkur, Venus und auch unsere Erde verschlucken, anschließend wieder in sich zusammenfallen und sich zu einem kleinen, kompakten Stern entwickeln, einem Weißen Zwerg. So bezeichnen wir Sterne, die den Treibstoff für ihre Kernfusion aufgebraucht haben.

-Schwarze Löcher, das sind Himmelskörper mit einer immens hohen Anziehungskraft. Sie entstehen, wenn riesige Sterne sterben und in sich zusammenfallen. Dabei komprimiert sich ihre ganze Masse in der Mitte, in einem unendlich kleinen, unendlich dichten Punkt.

-Quantensprünge. Was das bedeutet? Nun, in den allerkleinsten Einheiten der Natur schien Energie nicht kontinuierlich anzusteigen, sondern kleine Sprünge zu machen.
Profile Image for Hannah.
7 reviews
January 9, 2026
Abgesehen davon dassichs lowkey unangenehm fand ein buch mit einem typen aufm cover zu lesen, fand ichs spannender als ich dachte
Fands erstaunlich, wie verständlich so komplexe themen erklärt werden & fühl mich jetz auf jeden fall smarter als vor dem buch - also absolut empfehlenswert, wenn ma bissl mehr verständnis für physik und chemie will
Profile Image for Johannes Pfaffenberger.
13 reviews
July 14, 2023
Genau was ich erwartet habe. Nicht mehr und nicht weniger. Wichtig ist, dass sich „fast alles“ auf die Physik bezieht. Wer also alle Antworten auf alle Fragen sucht ist hier nicht ganz richtig.
Profile Image for Kaffeekapitelchaos.
416 reviews8 followers
February 27, 2023
Meine Meinung

Ich bin über YouTube auf Niklas Kolorz aufmerksam geworden. Auf unterhaltsame Weise geht er dort den Träumen und Visionen der Menschheit auf den Grund. Umso mehr war ich auf das neue Buch "(FAST) ALLES EINFACH ERKLÄRT" gespannt. Falls es in den Schulen das Unterrichtsfach Allgemeinbildung unterrichtet werden würde, sollte dieses Buch definitiv zur Wissensvermittlung dabei verwendet werden. Die teilweise doch sehr trockenen Themen wie Quantenphysik, das Sternensystem, der Klimawandel werden teilweise oberflächlich und teilweise tiefgründiger erklärt. Dies geschieht immer auf unterhaltsame Art und Weise. Gerade diese Hintergrundgeschichten zu den einzelnen Thematiken tragen dazu bei, dass sich dieses Buch einfach liest. Das neu erworbene Wissen bleibt dadurch besser und teilweise mit einem Schmunzeln im Gedächtnis.

Schreibstil

Der Schreibstil von Niklas Kolorz war flüssig, humorvoll, sehr verständlich und einfach zu lesen. Die Thematik war durch seine Erklärungen deutlich nachvollziehbar und gut verständlich.

Cover

Das Cover ist passen zu dem behandelnden Thema der Allgemeinbildung gewählt.
Profile Image for Marina Zimmer.
13 reviews
February 22, 2023
Ein tolles Buch, das zeigt, wie wichtig und vielseitig die Wissenschaft ist. Besonders das Kapitel zum Klimawandel ist so eingängig und verständlich erklärt, dass es jede*r lesen sollte!
Liebe Lehrer*innen: Eure Schüler*innen werden von dieser Lektüre profitieren und sicherlich mehr mitnehmen, als aus 5 verschiedenen Schulbüchern. Habe den Kohlenstoffkreislauf noch nie so eindeutig und schnell verstanden wie in diesem Buch erklärt (ehemalige Biochemie Studentin hier).
Danke, Niklas Kolorz!
Profile Image for Nadja.
11 reviews
January 28, 2023
Ein wirklich beeindruckendes Buch!
Was Lehrer stundenlang versucht haben zu erklären schafft Nikolas Kolorz in wenigen Sätzen. Dabei ist es so verständlich beschrieben, dass ich oft erstaunt war, dass ich verstehe, worum es geht.
Der humorvolle Schreibstil und die vielen Hintergrundinformationen sorgen dafür, dass man mit Spaß weiterliest und gern etwas Neues dazu lernt.
Profile Image for Lena Marie.
1 review
October 5, 2023
Ich habe dieses Buch inhaliert. Es ist super catchy für Menschen die gerne wissenschaftliche Bücher lesen.
Ehrliches Review: Mann muss Physik und auch Chemie mögen, sich zumindest dafür interessieren. Wenn man kein Interesse aufweist ist das Buch kaum lesbar. Es ist aber das spannendste überhaupt für Menschen die sich gerne mit Physik und Chemie befassen!
Profile Image for Minnie.
1,217 reviews42 followers
August 18, 2024
3,5

Ein gutes Sachbuch über allerhand naturwissenschaftliche Themen wie Mathe, Physik, Astronomie usw. Habe es als Hörbuch gehört, was der Autor selbst vertont hat. Zum Hören war das doch teilweise recht kompliziert. Ich bin nicht immer hinterher gekommen bzw ich habe ehrlich gesagt auch nicht alle Themen verfolgen können. Aber das, was ich verstanden habe, fand ich gut.
Profile Image for Wiebke.
214 reviews8 followers
November 8, 2025
Hörbuch - ich habs einfach so nebenbei gehört. Die ganz physikalischen Themen waren einfach erklärt, aber mit immer noch nicht einfach genug. Checke einfach Quanten nicht haha. Aber Big Bang, Weltbild und allgemein alles so mit Weltraum (ohne groß Rechnen-Quanten-Formeln) hat sehr Spaß gemacht zu hören. Und auch die geschichtlichen Erzählungen fand ich spannend.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Saphirablue.
1,079 reviews77 followers
January 11, 2026
Liked it. Love that you could follow the explanations easily even on more difficult/complex topics.

Have just one "Hmmm" on the chapter of climate change. Once again the blame is rested only on the shoulders of the individual people and not on companies using up the annual energy needs of towns in a month. Only a sidenote. Seriously? 🙃
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Anna.
39 reviews
June 10, 2024
Ein wirklich tolles Buch. Alles ist wirklich sehr einfach erklärt und mit schönen Grafiken dargestellt. Der Schreibstiel hat mir persönlich auch sehr gut gefallen. Eine Empfehlung für jeden der an Naturwissenschaften interessiert ist.
Profile Image for Lilly.
3 reviews
February 9, 2023
Naturwissenschaftliche Phänomene machen auf einmal Sinn und ein bisschen Geschichtswissen bekommt man noch dazu.
Profile Image for Monja.
51 reviews
April 3, 2023
Als Hörbuch gehört. Gut erklärt und interessant.
3 reviews
August 28, 2023
Komplizierte Themen wurden in dem Buch einfach erklärt. Dazu erklärt spannend die Geschichte der Wissenschaft.
Profile Image for esrudelt.
83 reviews
September 11, 2024
Physik ist doch wirklich cool, wenn sie verständlich erklärt wird🙏😍
Profile Image for Jorogarn.
97 reviews2 followers
January 18, 2025
Eine wunderschöne Reise durch die Wissenschaftsgeschichte unseres Planeten mit Blick zurück und nach vorne. Entsprechend des Titels erklärt er tatsächlich alles ganz einfach.
Profile Image for Baris Sever.
11 reviews
March 9, 2025
Wenn man mir in der Schule (Natur-)wissenschaftliche Fächer so vermittelt hätte, hätte ich in Physik sicherlich keine 6 im Zeugnis gehabt. Ebenso wenig eine 5 in Chemie und eine 5 in Biologie.
77 reviews
March 26, 2025
1. Es geht um Physik
2. Ja, der Klimawandel ist auch drin (muss ja….)
3. Es ist nett zu lesen.

Tja, das wars dann auch schon….
36 reviews1 follower
May 13, 2023
Super interessant, teilweise zwar nicht ganz so "einfach" aber gut erklärt.
226 reviews
December 31, 2022
Easy read. Not too deep and lots of omissions. Nonetheless entertaining.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Zoe Panstingl.
129 reviews
June 22, 2024
Es war wirklich alles einfach und verständlich erklärt. Wenn man sich für Themen über Physik und Chemie interessiert, dann ist es das perfekte Buch für dich.
Profile Image for Mayareads.
74 reviews2 followers
December 19, 2022
Kann das definitiv empfehlen. Sehr einfach verständlich gut und auch teils lustig erklärt :)
Displaying 1 - 26 of 26 reviews

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