Gut 4000 Jahre in der Zukunft … In der Mitte des 23. Jahrhunderts Neuer Galaktischer Zeitrechnung leben die Menschen in Frieden und Freiheit. Von der Erde aus haben sie Tausende von Welten besiedelt; ihre Handelsbeziehungen und Bündnisse umfassen zahlreiche Sternenreiche der Milchstraße.
Mit dem Projekt von San will Perry Rhodan einen Traum verwirklichen: Er möchte die Verbindungen zu anderen Galaxien verstärken. Mit dem PHOENIX steht ein neuartiges Raumschiff zur Verfügung, das als Kurierschiff dienen soll.
Dann taucht eine Fremde auf Terra auf. Sie nennt sich Shrell und fordert von Perry Rhodan, in die Agolei zu reisen. In diesem weit entfernten Sternenband soll er seinen ältesten Freund töten: Reginald Bull. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, erschafft sie an drei Stellen das Brennende Nichts – es wird die Erde und den Mond vernichten, falls Rhodan ihr nicht gehorcht.
Rhodan begibt sich auf eine gefahrvolle Reise in die Agolei. Doch dann verliert er den PHOENIX. Für den PHOENIX beginnt währenddessen eine ODYSSEE IN DER AGOLEI …
Stellenweise - insbesondere zu Beginn - kommt die Erzählung ziemlich "metaphysisch" daher. Was aber im weiteren Verlauf erklärt und aufgelöst wird. Phoenix' Überlegungen und Entscheidungen fand ich wirklich interessant und bin über die Wendung am Schluss echt happy.
Für mich die perfekte Mischung unterschiedlicher Perspektive mit ein bisschen "Meta" Ebene und einem neuen Charakter, bei dem man noch nicht so ganz weiß, was man sich da eingefangen hat.
Hat für mich ein klein wenig Startschwierigkeiten gehabt, aber dann hab ich jede Zeile geliebt.
Einer der vieleicht besten Romane im laufenden Zyklus und es ist kein Zufall, dass dies Wim Vandemaan gelungen ist. Ich hatte schon befürchtet, dass er mit dem Abschlussroman des vergangenen Zyklus seinen Abschied aus der Serie gegeben hat. Umso erfreuter war ich, als ich diesen Roman lesen durfte. Er strotzt wieder vor skurrilen Begegnungen und einen sehr vergnüglichen Stil, im Zentrum eine Schiffs-KI, dem seine Besatzung abhandengekommen ist und in dessen Inneren zwei Eindringlinge wüten, die das Schiff erobern wollen. Außerdem kommt noch eine uralte Instanz ins Spiel, dem PHOENIX einen neuen Körper klonen konnte, damit diese Instanz seinen Hunger befriedigen kann!!! Der Roman strotzt vor skurrilen Einfällen und Sprüche ("Feuer, Pfeife, Stanwell" etc.), bei denen ich vor Lachen mich nicht mehr halten konnte; Hartmut Kasper ist bei PR Gold wert !!! Gleichzeitig findet Perry endlich sein Raumschiff wieder, ich gespannt darauf, wie der die anderen Mitglieder der Besatzung noch finden wird...
Die erste Enttäuschung in diesem Zyklus. Nicht die Story an sich, sondern die Umsetzung: der Schreibstil, besonders in den Dialogen, viel zu flapsig und teils komplett unpassend, und dazu unfassbar schlampig redigiert. Ständig musste ich über falsche oder fehlende (!) Wörter und Buchstaben stolpern, als ob vor Veröffentlichung nicht einmal eine Korrektorat-KI drübergeschaut hätte. Das bleibt hoffentlich ein Ausreisser, der so schnell nicht wiederholt wird!
Mir hat dieser Roman von Wim Vandemaan sehr gut gefallen. Es ist vollgestopft mit Anspielungen zur Odyssee (s. Titel) und es gibt sogar ein “Gespräch” mit Odysseus. Natürlich kommen weitere Anspielungen hinzu (“Zufall und Notwendigkeit" von Jacques Monod). Es gibt immer wieder witzige und originelle Stellen. Der Roman besticht durch eine tolle Beschreibung der Gedanken des Phoenix und dessen moralischen Problemen im Umgang mit seinen seltsamen “Gästen”. Eine richtig böse Idee, die wahrscheinlich aus dem Exposé stammt, war für mich, dass Aelor in Gestalt einer jungen Sichu auftaucht. Und das in einer Situation, in der die echte Sichu altert und in Lebensgefahr ist. Hier hätte ich mir aber doch noch eine stärkere Reaktion von Perry gewünscht. Insgesamt ist es natürlich spannend, was sich hinter Aelor verbirgt.
Mit „Odyssee in der Agolei“ setzt die Perry-Rhodan-Serie die Reise des neu erwachten Wesens PHÖNIX fort, eine Reise, die sowohl durch ferne Galaxien als auch durch philosophische Konzepte wie Selbstbestimmung, Identität und Kognition führt. Die Handlung an sich ist solide konstruiert und bietet die gewohnte Mischung aus kosmischem Worldbuilding, interstellarer Diplomatie und technologischer Spekulation. Die Bedrohungslage ist nachvollziehbar aufgebaut, und das Zusammenspiel zwischen den Figuren sorgt für eine konstante Grundspannung.
Was mir jedoch weniger zugesagt hat, ist die Darstellung der Charakterentwicklung von PHÖNIX. Während im vorherigen Band gerade erst eine erste Form des selbständigen Denkens angedeutet wurde, wirkt die künstliche Entität in „Odyssee in der Agolei“ bereits deutlich zu gefestigt in ihrer Persönlichkeit. Die Entwicklung schreitet mir persönlich zu sprunghaft voran, ohne die Zwischentöne, ohne das tastende Suchen nach Identität, das eine solche Bewusstwerdung normalerweise begleitet. Stattdessen präsentiert sich PHÖNIX mitunter wie ein fast schon abgeklärter Akteur, dessen Handlungen und Aussagen kaum mehr auf Unsicherheit oder innere Ambivalenz schließen lassen.
In diesem Zusammenhang empfand ich auch manche Äußerungen der Positronik als unpassend, sei es durch einen zu menschelnden Tonfall oder durch Aussagen, die mehr wie rhetorische Kunstgriffe wirkten als wie das genuine Ringen einer künstlichen Intelligenz mit neuen Bewusstseinszuständen. Das mag vielleicht meiner Erwartungshaltung geschuldet sein, aber gerade weil PHÖNIX als faszinierende neue Figur im Serienkosmos eingeführt wurde, hätte ich mir eine organischere, vielschichtigere Entwicklung gewünscht.
Insgesamt bleibt Odyssey in der Agolei ein lesenswerter Beitrag innerhalb des aktuellen Zyklus mit einer spannenden Geschichte und stimmigen Momenten, aber auch mit einer zentralen Figur, deren Entwicklung für mich (noch) nicht ganz überzeugend ausgearbeitet wurde.
Die Serienbeiträge von Wim Vandemaan sind in jedem Fall außergewöhnlich und ganz sicher nicht "Durchschnitt", das erkenne ich gerne an. Ich bin mit diesem Heft am Ende doch besser zurecht gekommen als mit seinem vorherigen Werk. Er spielt mit den Figuren, den Bildern und Dialogen mit echter Wortgewandtheit - aber in den Serienkosmos passt das Verhalten seiner Figuren in den seltensten Fällen. Wie auch immer, wir begegnen immer mehr Hinterlassenschaften aus einer Zeit von vor etwa 80.000 Jahren - und nun einem Lebewesen aus dieser Zeit. Aelor, der Letzte der Ennu Malor, der letzte Jäger des Brennenden Nichts. Er betrachtet das Brennende Nichts als Waffe (interessanterweise ganz im Gegensatz zu den Wycondern, für die es ja ein Sakrileg ist, das Brennende Nichts als Waffe einzusetzen) gegen eine große Gefahr. Aber ausgerechnet die Yuit hätten es ihm gestohlen. Was bedeutet das alles, wie kriegen wir das zusammen, wo führt das hin? Alles noch unklar. Einzige bisherig bekannte Verbindung ist wohl, dass Gucky auf Canephor ja Yuit gesehen hatte, die ihre Hände in ein Brennendes Nichts stecken (wenn ich mich richtig erinnere).
Wie gesagt, definitiv kein Durchschnitt. Und ich bin diesmal halbwegs klar gekommen. Logische Wertung: 4/5.
Ein wirklich toller Roman aus der Feder von Wim Vandemaan. Spannend, mit sprachlich gewohnter Gewandtheit und einer Tiefe für den Phoenix, die wir so vorher nicht hatten.
Ich habe sehr viel Spaß gehabt beim Lesen und offenbar haben wir auch einen Schlüsselmoment des Zyklus mit der Rettung des Fremden erlebt. Hauchdünn am fünften Stern vorbei, aber einer der stärksten Romane des Zyklus für mich.
Wir folgen in diesem Roman dem Phoenix, der ja ohne die Perry Crew durch die Agolei düst, aber dafür 2 ungebetene Gäste, und zwar 2 Leun und dazu kommt noch ein Notsignal von einem rätselhaften Wesen.
Alles in allem ein wirklich guter Roman, dem Phoenix zu folgen hat schon gut Laune gemacht. Wir kommen auch auf der Handlungsebene ein Stückchen weiter, also was will man mehr. 4,5
Mal etwas Abwechslung bei der Odyssee von PHOENIX und spannende Einblicke in die Gedankenwelt des PHOENIX (und auch von Woritak und Aelor). Mir gefallen auch die vielen Bezüge aus der Vorgeschichte der Menschheit, passend natürlich auch Odysseus.
Manchmal kommt so ein merkwürdiger Roman, ein irgendwie schräger Roman, den man leicht als Füllroman missdeuten könnte, daher. Ich liebe diese speziellen Romane, so auch diesen!