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Was ich dir nicht sage

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Im Buch Was ich dir nicht sage setzt sich Anja
Nunyola Glover intensiv mit ihrer persönlichen
Geschichte und den Strukturen von Rassismus
auseinander. Während sie sich von einer
Rückenverletzung erholt, reflektiert sie die
emotionale Last, die diese Verletzung ausgelöst
hat. In jedem Kapitel verwebt sie
autobiografische Erlebnisse mit
gesellschaftskritischen Analysen und zeigt
eindrücklich, wie tief Rassismus das Leben
durchdringt. Gleichzeitig verdeutlicht sie, wie
die Auseinandersetzung mit diesen
Erfahrungen Heilung ermöglichen kann.
Glover gibt einen tiefen Einblick in die
emotionalen Auswirkungen für Betroffene und
fordert ihre Leser*innen dazu auf, eigene
Denkmuster kritisch zu hinterfragen.

298 pages, Paperback

Published February 3, 2025

25 people are currently reading
438 people want to read

About the author

Anja Nunyola Glover

1 book4 followers

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Community Reviews

5 stars
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Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Anna.
178 reviews
July 5, 2025
So solid recherchiert, sorgfältig gschriebe und glichzitig persönlich berüehrend. Und unbequem, was au guet isch so. Whua.
Profile Image for Vanmeera.
130 reviews2 followers
May 27, 2025
Spannendes Anti-Rassimus-Buch, das persönliche Erfahrungen der Autorin mit einem Sachbuch vermischt. In den Erzählungen ihrer Erfahrungen wird immer in Du-Form geschrieben, so dass man sich direkt angesprochen fühlt. Das ist am Anfang sehr unangenehm und immer wieder denkt man "Nein, ich war das nicht, ich bin nicht so" - aber so bekommt man immerhin eine Ahnung davon, wie es ist, immer wieder mit Vorstellungen anderer Menschen konfrontiert zu werden, die eigentlich gar nichts mit einem selbst zu tun haben, sondern einer Gruppe, der man zugeordnet wird. Es geht immer wieder um die strukturelle Ebene und nicht um einen Vorwurf, dass Rassismus absichtlich oder böswillig passieren würde - aber gleichzeitig ist die Frage, was bleibt, wenn man sich nicht aktiv damit auseinandersetzt, weil man vermutlich nicht so offen/aufgeklärt ist, wie man denkt.
Von der Struktur her war ich manchmal ein bisschen verloren, da die Aneinanderreihung der Kapitel für mich nicht immer einer Logik folgte, aber das hat natürlich auch den Vorteil, dass man mal hier, mal da ein Kapitel lesen kann.

Zitate aus dem Buch:
__Ich könnte die Antirassismus-Arbeit auch einfach nicht machen. Ich verfüge zwar nicht über das Privileg, ohne Rassismuserfahrungen zu leben, aber immerhin über das, ihn nicht ständig bekämpfen zu müssen. Doch mit diesem Privileg trage ich auch eine gewisse Verantwortung, mich dort einzusetzen, wo es für andere Betroffene vielleicht weniger möglich ist. Wenn ich es nicht schaffe, die rassistische Unterdrückung zu erkennen, zu kritisieren und zu bekämpfen; wenn es mir nicht gelingt, diese Menschen als einen Teil von mir selbst zu sehen, dann trage ich zur Unterdrückung bei. Zu ihrer, aber auch zu meiner eigenen. Was ist eigentlich die Bezeichnung für Menschen, die sich nie aktiv für Gerechtigkeit einsetzen? Die sich auf ihren Privilegien ausruhen?
__Der Begriff "Misogynoir" - eine Kombination aus "Misogynie", dem Hass auf Frauen, und "noir", Schwarz - beschreibt den ko-konstitutiven, anti-Schwarzen und frauenfeindlichen Rassismus, der sich gegen Schwarze Frauen richtet, insbesondere in der visuellen und digitalen Kultur. Die Kategorien Geschlecht und Race funktionieren nicht unabhängig voneinander.
__Der Begriff "Expat" ist eine Abkürzung für "Expatriate", was bedeutet, dass jemand ausserhalb seines Heimatlandes tebt. Er wird aber meist nur für Menschen einer bestimmten Klasse mit gewissen finanziellen Mitteln verwendet - und nicht selten für weisse Menschen. Alle anderen werden umgangssprachlich als Migrant*innen oder geflüchtete Menschen bezeichnet.
__Viele Menschen können sich eher den Weltuntergang vorstellen als das Ende des Kapitalismus.
__Der Aktivist Malcom X soll gesagt haben, dass es kein Fortschritt sei, wenn man ihm ein Messer in den Rücken steche und es ein bisschen herausziehe. Selbst wenn es ganz herausgezogen würde, sei es kein Fortschritt. Fortschritt würde bedeuten, die Wunde zu heilen, die der Stich verursacht hat. Aber das Messer sei noch nicht einmal  herausgezogen worden, geschweige denn die Wunde geheilt. Es würde nicht mal zugegeben, dass das Messer überhaupt da ist. Wenn das System, in dem wir leben, also weder die Wunde erkennt, noch die Ursache für den Schmerz und die Verletzungen, wie können wir dann Heilung finden?
_Ich denke darüber nach, dass wir durch den Verlust der Verbindung zu unseren Geschichten auch Wissenssysteme,  Weisheiten, Bräuche und Traditionen verloren haben, die uns dienen und unser Leben sinnvoller gestalten könnten. Endloses Wachstum und Kapitalismus haben uns bislang nicht glücklicher gemacht, sondern stattdessen Angst und Entfremdung geschaffen. Der europäische Kolonialismus zog um die Welt und verkündete, dass es nur einen Weg gebe, ein zivilisiertes Leben zu führen - möglichst nah am christlich geprägten Weiss-Sein, an westlich-europäischen Vorstellungen. Darüber hat auch Europa selbst viele Traditionen und Bräuche verloren. Viel altes Wissen, das von Frauen getragen wurde. Wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem wir die tief verwurzelten, kulturellen Vorstellungen von der Überlegenheit imperialen Denkens herausfordern müssen. Wir müssen fragen, was mit Land und Ressourcen, aber auch indigenem Wissen und Ideen, traditioneller Medizin und spirituellen Vorstellungen geschehen ist.
Profile Image for Lara.
15 reviews
January 5, 2025
So ein gutes, wichtiges, und kraftvolles Buch. Auch sehr informativ und lehrreich, und ich mag, dass sich das Buch in keine 0815 Kategorie stecken lässt. Viele Passagen haben mich richtig wütend und traurig gemacht, aufgrund des Rassismus, den die Autorin erlebt (hat). Ich bewundere die Autorin für ihre vielen guten Antworten, Gedanken und ihre Schlagfertigkeit, die im Buch ebenfalls zur Geltung kommen und für ihren Mut und ihre Kraft, das alles auszusprechen und für sich und andere einzustehen. Die Danksagung am Schluss hat mich sehr berührt und zum weinen gebracht, vor allem die Hommage an ihre Eltern. Werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, ausleihen und nochmals kaufen und verschenken!
Profile Image for Pablo.
54 reviews11 followers
October 28, 2025
Unheimlich viel gelernt in dieser Reise! Es ist echt unglaublich wie tief in der Gesellschat Rassismus noch verankert ist.

Kann ich nur empfehlen!
1 review
January 8, 2025
Dieses Buch sollten ALLE lesen!! Es hat mich berührt, zum nachdenken, weinen und lachen gebracht. Ein Meisterwerk! Danke Anja Nunyola Glover!
Profile Image for ReadingCat.
7 reviews1 follower
December 29, 2025
Ich habe dieses Buch bereits im Sommer 2025 in den Regalen der Buchhandlungen stehen gesehen. Mehrmals hatte ich es in meinen Händen, immer mit einem inneren Widerstand. Denn ich hatte die leise Angst mich auf das Thema Rassismus einzulassen, dabei mich mit all meinen eigenen Rassismuserfahrungen zu konfrontieren, die ich im Verlauf meiner 32 Jahre versucht hane irgendwie zu vergessen, zu vedrängen, mit mir selbst zu klären. Ich wollte mich nicht wieder deprimieren, in dem ich lese, was Rassismus ist und wie schlimm. Es gibt ja keine Lösung dafür und niemand, der nicht davon betroffen ist, will wirklich hören, was es ist.

Nach dem ich jedoch Anfang Dezember an 2025 an einer Tagung die Autorin kennengelernt hatte und von ihrem Workshop mich dermassen gesehen fühlte, ging es nicht mehr lange, bis ich das Buch wieder in meinen Händen hielt. Ich musste es lesen!

Jetzt zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich es in wenigen Zügen durchgelesen. Das Buch ist voller Bleistiftmarkierungen und Stickynotes. Ich werde immer wieder zurückkehren.

Ich bewundere den unglaublichen Mut dieses Buch zu veröffentlichen, und das auch aus eigener Faust zu tun! Ich kann der Autorin nicht genug Danke sagen. Danke, Danke, Danke!

Denn den Mut, den es braucht um sich mit den Dingen zu konfrontieren, die nicht gesagt werden können, hatte ich nicht einmal, um mir selbst meine Gefühle zu validieren.

Und jetzt, nachdem ich das Buch durch habe, spüre ich eine innere Kraft, die mir Sichherheit gibt meinen Rassismuserfahrungen und daraus erfolgenden Gefühlen zu begegnen, sie in die Arme zu nehmen und ihnen Trost zu schenken. Und gleichzeitig auch mit mir selbst kritisch zu sein und meinen selbst produzierten Rassismus zu erkennen.

Heilen, inneren Frieden, Verbundensein mit Mitbetroffenen, Liebevoll mit mir sein - das ist für mich der Weg zu einer Lösung, jetzt wo ich verstanden habe, dass meine Gedanken und Gefühle nicht aus irgendeiner Übersensibilität entstammen. In einer Welt, wo die Geschichte tiefe Spuren des Rassismus in die Gegenwart hin zieht, kann der alltägliche Rassismus, den ich erlebe nicht nur eingebildet sein. Das liegt daran, dass wir als Gesellschaft nicht verstehen wollen, dass er immernoch in allen Ebenen und Schichten existiert. Und wenn er mal benannt wird und wir konfrontiert werden, dann sind wir betüpft, beleidigt, angeklagt und können es mit unserem Gutmenschentum nicht vereinbaren. Das ist eines der vielen Dinge, die ich aus dem Buch mitnehmen kann. Danke für alle ungesagten Dinge, die die Autorin in diesem Buch, stellvertretend für viele viele Betroffene sagt.
Profile Image for Raffiniah.
37 reviews
December 16, 2025
„Was ich dir nicht sage“ ist ein kraftvolles und zugleich gut lesbares Buch, das wichtige Themen auf einfühlsame Weise vermittelt. Es informiert, ohne zu überfordern, und regt zum Nachdenken an. Besonders wertvoll ist die klare Sensibilisierung für Aspekte, die im Alltag oft übersehen oder unterschätzt werden.
Profile Image for léopoldine.
9 reviews1 follower
February 5, 2026
so so wichtig, unbequem aber lehrreich. sollte jede weisse person lesen! weil schweigen und wegschauen ein privileg ist, dass nicht alle haben. und weil rassismus unsere ganze gesellschaft, unser alltag und alle institutionen durchdringt.

für mehr solidarität und gemeinschaft und den glauben, dass es alles auch anders sein könnte.
Profile Image for Lena.
28 reviews3 followers
February 10, 2025
Eine gelungene Mischung aus Erfahrungsbericht und Sachbuch. Anja Nunyola Glover erzählt eindücklich von ihrer persönlichen Geschichte und (Anti)Rassismus, hauptsächlich in der Schweiz. Informativ, persönlich, regt zum Nachdenken an. Grosse Empfehlung!
Profile Image for Sabrina.
68 reviews
April 10, 2025
10/10!! Das direkt Angesprochenwerden macht so viel aus! Konnte plötzlich nicht mehr 'ja die anderen sind halt schon rassistisch, denen muss man noch viel beibringen' denken^^
Krass, dass sowas bei keinem Verlag angenommen wurde.
Profile Image for Ivo.
10 reviews
November 27, 2025
Ich habe Anja Glovers Buch mit grosser Aufmerksamkeit und Eifer gelesen. Die Mischung aus autobiographischen und sachlich-theoretischen Elementen war nicht nur eine erfrischende Abwechslung zu teils sehr trockenen Sachbüchern oder aber politikferner Belletristik. Das Einflechten persönlicher Erlebnisse trägt auch massgeblich zur Stärke des Buches bei, da es die Vermittlung des Inhaltes an die Leserschaft unterstützt. Strukturelle Probleme werden dadurch nahbar gemacht und der abstrakten Ebene, die schnell zu einem (im Buch ebenfalls behandelten) Externalisierungseffekt führen kann, entzogen.
Abseits der Rassismusproblematik kommt Anja Nunyola Glover regelmässig auf diverse spannende kulturelle Themen zu sprechen. Von der Etymologie des Wortes "woke", über den Begründer von Afrobeats, bis hin zu den Hintergründen der Sprache Afrikaans - jeden einzelnen Exkurs habe ich genossen und sehr geschätzt. Entscheidet man sich also dieses Buch zu lesen, widerfährt einem das Vergnügen, sich in vielerlei Hinsichten weiterbilden zu dürfen.
Besonders hervorheben möchte ich zudem die konsequente und sorgfältige Verknüpfung des Textes mit weiterführender Literatur. Glover verweist nicht nur auf einschlägige Werke, sondern kommentiert sie knapp und pointiert, was den Zugang enorm erleichtert. Da ihr essayistisches Sachbuch eine große thematische Breite innerhalb der Rassismusthematik aufspannt, ermöglichen diese Verweise eine gezielte Vertiefung einzelner Aspekte. Sie wecken eine Neugier, die über die Lektüre hinausreicht und Lust macht, sich eigenständig weiter mit den behandelten Themen auseinanderzusetzen.
25 reviews
December 20, 2025
Endlos wertvoll.

Ich habe lange an diesem Buch gelesen. Nicht, weil es ein schlechtes Buch ist, sondern weil das Thema so wichtig ist, dass ich dafür stets einen klaren Geist haben wollte. Diesen Respekt von mir hat dieses Buch und vor allem die Autorin verdient: bewusst gesehen zu werden, gehört zu werden, gelesen zu werden. Jeder Mensch auf dieser Welt würde von diesem Buch profitieren und ich bin dankbar, dass uns jemand hilft (internalisierten) Rassismus besser zu verstehen und damit hoffentlich die Welt ein bisschen schöner zu machen.
Profile Image for céline.
8 reviews
June 10, 2025
Ein soso wichtiges Buch! Es verbindet Aufklärungsarbeit, Wissenschaft, Verletzbarkeit und konfrontiert das 'Du' (das wir ALLE weissen Personen in verschiedenen Ausprägungen sind) mit dem eigenen internalisierten Rassismus und regt damit unglaublich wichtige Gedankengänge an. Ich bin dankbar für dieses Buch - für den Mut, für die Kraft, für die Vulnerabilität, für das laut und hässig-Sein von Anja Nunyola Glover. <3
2 reviews1 follower
November 11, 2025
Ein wichtiges Buch, das einen zum Nachdenken anregt und Rassismus greifbarer macht, das Unangenehmes anspricht und zeigt, wie komplex, verwoben und allgegenwärtig Rassismus ist und welchen Wandel wir als Gesellschaft, aber auch jeder einzelne Mensch vor sich hat. Spannende Facts, persönliche Einblicke und Erfahrungen und die Natur, die alles verbindet und Ursprung von uns allen ist. Ich liebe dieses Buch!
Profile Image for Sabine.
9 reviews3 followers
March 30, 2025
Ein unglaublich tolles und wichtiges Buch. Ich habe die Erschöpfung von Anja Nunyola Glover so gespürt in diesen Seiten. Der Schreibstil ist sehr angenehm, gespickt von Autobiographischem und dann auch von Sachlichem.

Die Ansprache in "DU", die Lesende, ist so passend und toll gewählt. Werde es auf jeden Fall weiter empfehlen.
Profile Image for Annika.
141 reviews2 followers
Read
December 30, 2024
ein Buch, dem ich unvorstellbar eine Sterne-Wertung geben könnte. Strukturell zwar etwas all-over-the-place, doch der fantastische Schreibstil lässt das schnell vergessen. Ich freue mich schon auf die Vernissage
27 reviews
December 5, 2025
Berner winter nights, sent back to Esther from around the world
1 review
January 30, 2025
Ein unglaubliches wichtiges Buch und eine absolute Empfehlung meinerseits.
Erfahrungen mit Rassimus in der Schweiz, speziell auch in der antirassistischen Bildungsarbeit der Autorin, paart diese geschickt und sprachlich gewandt mit ihrer wissenschaftlichen Expertise als Soziologin.

Die Erfahrungen werden nachvollziehbar eingeordnet in rassistische Strukturen/ Machtgefälle, welche weit über individuelle Erfahrungen hinausgehen.
So fliessen auch die Arbeiten und Worte anderer wichtiger antirassistischer Intelektuellen bereichernd in die Einordnungen mit ein.

Auf dem Grad zwischen Sachbuch und autofiktionalem Roman, bietet das Buch unglaublich viel zum dazulernen ohne, dass es zu trocken oder akademisch werden würde. Somit liest es sich sehr flüssig und ich hätte es am liebsten gar nicht mehr weggelegt.
Dazugelernt habe ich dabei nicht nur über (Anti-) Rassismus, sondern schlicht weg übers Mensch(lich) sein.

Die Sprache des Buchs, in welcher immer wieder ein lyrisches "Du" angesprochen wird, gibt Leser*innen auf einzigartige Weise Denkanstösse, um sich selber zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Ein unglaublich gelungenes Buch, in welchem sehr deutlich wird, wie gekonnt die Autorin das Thema Rassismus zu vermitteln weiss!
Displaying 1 - 20 of 20 reviews

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