wurde mir geschenkt und spinnt kurzweilig viele kleine Themen zusammen, über die ich mit dem Schenker in den letzten Jahren gesprochen habe.
das Buch ist durch seinen fragmentierten Stil, trotz seiner theoretischen Dichte, leicht zu lesen und die Sprache erfrischend leicht. Nagy nimmt uns auf einen Gespensterritt durch die Geschichte, Kommunismus und Popkultur, alles zusammengewebt mit der Metapher des Spuks. Ideologisch nicht viel Neues dabei, aber mir gefällt die Geister-Metapher sehr gut, vor allem im Bezug auf die Unterscheidung zwischen „not yet“ und „no longer“ Gespenstern.
ein gespenstischer Kunstdruck, eine Liebeserklärung an Mark Fisher und eine zaghafte Hoffnung Geister aus vergangen Revolution wieder aufzuwecken.
Ich hatte das Glück bei einer Buchvorstellung von dem Autor Simon Nagy erstmals über das Buch zu hören. Ein wirklich super sympathischer Mensch, der es geschafft hat dies auch in seinem Buch weiterzugeben. Die Schriftweise dieses Buches lässt einen richtig drin versinken. Der Aufbau lässt einen langsam reinkommen um gegen Ende neue Theorien gut verstehen zu können, ohne mit langweiliger Theorie konfrontiert zu sein. Klar ist es ein Essay und das zeigt die Sprache einem immer dann wenn man meint es vergessen zu haben, jedoch kann man es doch sehr schnell lesen, die Sprache ist nicht zu akademisch doch natürlich auch keine Umgangssprache, einfach eine perfekte Mitte.
Den Themen gegenüber war ich anfangs skeptisch gegenüber, jedoch hat der Vortrag des Autors eine brennende Neugierde geweckt und ich bin mehr als froh drum! Davor hatte ich noch nie von Hauntologie gehört & die Abschaffung von Arbeit, Familie und der Herrschaft der Zeit schienen doch recht Utopische Ziele (selbst für einen Sozialisten). Naja was kann ich sagen, man muss es wohl einfach lesen um zu verstehen warum ich innerhalb von 163 Seiten nicht nur meine Meinung geändert habe, sondern auch noch einen so derartig langen Kommentar drüber schreibe.