Die siebzehnjährige Milena hat schon immer eine seltsame Begabung im Umgang mit Vögeln gehabt. Doch während sie tagsüber ein gewöhnliches Schülerpraktikum auf einer Vogelstation absolviert, streift sie im Schlaf als riesiger Raubvogel durch die Lüfte und sieht Menschen sterben. Immer wieder, jede Nacht. Bis sie auf den ungewöhnlich anziehenden John trifft und ihm in Vogelgestalt das Leben rettet. Ein folgenschwerer Fehler. Denn Milena ist eine Harpyie, eine Kreatur der Götter, die ihren Wünschen zu folgen hat...
Nicht viel zum Inhalt, könnte trotzdem Spoiler enthalten. Die Idee von 'Das Herz der Harpyie' war an sich gut, der Schreibstil liest sich flüssig. Da meine Mutter wusste, dass ich ein Fan von griechischer Mythologie bin, hat sie mir das Buch mitgebracht. Ich muss sagen, ich selbst hätte es der Beschreibung, hinten auf dem Buch nach, nicht gekauft. Dieses 'sie rettet dem geheimnisvollen John das Leben' schreit ja schon nach einer Liebesgeschichte und da die in solchen Büchern meistens unrealistisch und kitschig sind, leg ich ein Buch eigentlich gleich wieder aus der Hand wenn ich so etwas lese. Aber gut, wenn ich es eh schon hatte, kann mans ja auch lesen. :D Der Einstieg war ganz gut, die Geschichte mit ihren Träumen hat mir auch gefallen, bis das mit John angefangen hat. Jaja, John mit seinen, ach so geheimnisvollen Augen, die gefühlte dreitausend mal erwähnt wurden. Schon als Milena John das erste mal wirklich trifft, bzw auch schon in ihrem Traum ist sie total auf ihn fixiert, was ich etwas seltsam finde, da sie ihn nicht kennt und nur weil er gut aussieht.. naja. Dann am zweiten Tag (glaube ich jedenfalls) bei Milenas absichtlicher Verwandlung, stellt sich John, während Milena ohnmächtig ist, vor wie es ist sie zu küssen und versucht sich jedes Detail in ihrem Gesicht zu merken. "...fragte Milena und biss sich dabei auf die Unterlippe. John fand, dass es sie noch verführerischer machte. Würde er sie je küssen dürfen?" DU KENNST SIE SEIT GESTERN, mein Gott. Später (ich glaube noch am selben Tag) küssen sie sich dann auch und sie denken, sie hätten es schon längst tun sollen. Dann hätten sie sich auch schon längst ein Haus kaufen, Kinder kriegen und eine Rentenversicherung abschließen sollen. Wie schon gesagt, sie kennen sich seit rund zwei Tagen. Da liebt man sich noch nicht. Das funktioniert doch einfach nicht. Vielleicht ist man verknallt, das ist gut möglich, klar. Aber dass man sich füreinander opfert und so ein Melodrama draus macht, hat mich wirklich unglaublich gestört. Das Ende der Geschichte war in Ordnung, allerdings konnte ich das komplette Buch nicht genießen, da ich alle zwei Seiten wegen irgendeinem "Seine geheimnisvollen Augen", "Milena stellte sich vor wie es war seine Muskeln zu berühren", "Es war schön ihn so nah zu spüren" etc etc, die Augen verdrehen musste.
Inhalt-in-3-Sätzen: Milena träumt davon als Harpyie jede Nacht die Seelen der Toten in die Unterwelt zu begleiten. Doch eines Tages begeht sie einen schweren Fehler — und muss dafür büßen. Aber da taucht schon der hübsche John immer wieder in ihrem Leben auf und plötzlich kreuzen sich ihre Schicksale …
Lenas Meinung zum Buch: An der Harpyie hat mir ganz besonders gut das Setting gefallen — endlich einmal ein Jugendroman, der nicht in Amerika oder in anderen fernen Ländern spielt. Nein, „das Herz der Harpyie” erzählt Milenas und Johns Geschichte, die sich im Ruhrpott abspielt. Griechische Götter, Mythologie und Spannung mitten im schönen NRW. Hinzu kommt eine gute Portion Spannung und sympathische Charaktere, sodass „Das Herz der Harpyie” zu einem absolut lesenswerten Schmöker wird. Aus diese Grund gibt es von mir auch volle Punktzahl: Die Geschichte ist eine Leseempfehlung für alle Leseratten, die bei griechischer Mythologie, Spannung und einer herzerwärmenden Liebesgeschichte einfach nicht wegschauen können.
„Das Herz der Harpyie“ geschrieben von der Autorin Rebekka Pax ist ein sehr angenehmes und leichtes Jugendbuch. Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
Ich meine, dass ich dieses Lesewerk irgendwann mal geschenkt bekommen habe. Doch ehrlich, ich kann mich auch vertun. *lach* Bei soooo vielen Büchern, welche hier stehen, liegen oder aufgeschlagen herumliegen kann man dann doch mal den Überblick verlieren. *über mich selbst schmunzel* Doch egal auf welchem Wege dieses Buch zu mir gekommen ist, ich bin einfach nur froh, dass es hier ist. *grins*
Die Sprache und Wortwahl. Wunderschöne, spannende, mystische Geschichte! Dadurch das es sich bei diesem Buch um einen Einzelband handelt, bleibt die Spannungskurve die ganze Zeit schön oben. Die Autorin bringt alles auf den Punkt und führt den Leser nicht unnötigerweise um den heißen Brei herum. Da ich eigentlich nicht so der Fan von Geschichten über Götter usw. bin, war ich anfangs erst skeptisch. Doch dieses Jugendbuch hat mich positiv überrascht. Die Göttergeschichten bleiben am Rand und sind nicht ständig Hauptthema! Erwähnenswert sind noch die netten Kapitelaufmachungen, die neben dem Text noch ein schöner Blickfang sind. Ein nettes Buch für zwischendurch.
Das Thema. In diesem Buch geht es um ein jugendliches Mädchen, welches an sich selbst auf mystische Weise Veränderungen feststellen muss. Als hätte man als Jugendliche sonst keine Sorgen. *augendreh* Na ja, auf jeden Fall stellt Milena fest, dass sie nach und nach zu einem großen bösartigen Raubvogel wird. Einer Harpyie! Wie im Klappentext schon gesagt, besteht ihre Aufgabe darin, die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt zu bringen … doch bringt sie es bei John nicht übers Herz. Deshalb hat sie nun ein weiteres Problem und zwar die Götter sind sauer! Stinksauer!! John und sie versuchen nun auf ihre ganz eigene Weise dem ganzen zu entkommen. Ob sie dabei Erfolg haben werden und was aus ihrer jungen Liebe wird … lest es selbst!
Der Schreibstil von Rebekka Pax ist angenehm. So wie man es bei einem Jugendbuch erwartet. Locker – leicht – viel Gefühl! Rebecca Pax nimmt den Leser mit in diese Geschichte. Ihr Schreibstil lädt zum Träumen ein!
Die Protagonisten: Milena ist ein junges Mädchen im schweren Alter. Von Liebe und all dem Firlefanz möchte sie eigentlich nichts wissen. Zumindest hat man als Leser den ersten Eindruck von ihr. Und auch dieses Harpyie Getue ist nichts mit dem sie was anfangen kann. *lach* John ist dagegen ein cooler Typ. Doch hat er auch einen Hang für Schwierigkeiten. Er hat sich da in eine sehr blöde Situation gebracht.
Fazit: Eine sehr schön umgesetzte Geschichte. Einfach toll! Und ich würde sagen, dieses Buch können auch Erwachsene sehr gut lesen.
Nette Idee. Die Dialoge sind leider oft etwas hölzern, die Liebesgeschichte zu offensichtlich. Die griechische Mythologie kommt etwas kurz und wirkt erzwungen. Zum größten Teil würde die Geschichte auch ohne funktionieren. Mir fehlt die Erklärung, warum Milena eine Harpyie ist. Fühlt sich so sehr nach „Der Hauptcharakter braucht besondere Fähigkeiten“ an.
Inhalt: Schon seit längerem träumt Milena, dass sie durch die Gegend fliegt wie ein Vogel. Doch nicht nur das: Sie beobachtet, wie jemand stirbt und trägt das Seelenlicht dann in die Unterwelt, wieder und wieder.
Bis sie dem kommenden Tod von John beiwohnt. Sie will ihn nicht sterben lassen, nimmt daher nicht sein Licht hinfort, sondern das seines Widersachers. Und schnell ist klar, dass es nicht nur Träume waren und Milena sich die Rache der Göttin zugezogen hat.
John hat diese Begabung: Er kann Gräber, Tote, sehen. Natürlich erzählt er niemandem davon, um nicht für verrückt gehalten zu werden. All das macht erst einen Sinn, als er von einer uralten Wette unter Göttern erfährt.
Meinung: Durch das Cover neugierig gemacht, habe ich mich – ohne noch einmal den Klappentext zu lesen – in die Geschichte gestürzt.
Dass „Das Herz der Harpyie“ einen mythologischen Hintergrund hat, war klar. Wie weit dieser gehen würde, hingegen nicht. Nachdem die Protagonistin Milena in „das Schicksal“ eingegriffen und John das Leben gerettet hat, befindet sie sich plötzlich der Göttin Aeollo gegenüber, die ihr ein Ultimatum stellt: Sie muss ihren Fehler wiedergutmachen und John töten oder „ihrer Liebe“ wird etwas geschehen. Als Milenas Ex-Freund, den sie noch immer liebt, danach im Koma liegt, ist klar, was Milena tun muss. Doch die Begegnung mit John ist ganz anders, als erwartet. Denn auch seine Schicksalsfäden liegen in göttlicher Hand.
Die Idee von „Das Herz der Harpyie“ fand ich wirklich gelungen. Die aus zwei Perspektiven (Milena und John) erzählten Handlungsstränge steuern unwillkürlich aufeinander zu und als Leser ist man jederzeit gespannt, wie es weitergehen wird.
Rebecca Pax‘ Schreibstil war leicht zu lesen, fühlte sich jedoch „älter“ an als die meisten Bücher der ab-14-Kategorie. Die Autorin führte mich durch die Geschichte und ließ mich mit den Charakteren mitzittern, wenngleich sich klitzekleine Längen einschlichen, wenn Milena zu viel nachdachte und hin und her überlegte. Darüber konnte ich jedoch locker hinwegsehen, denn die Spannung steigerte sich mit jedem Kapitel. Vor allem, da sich die Beziehung der beiden Hauptcharaktere immer weiter entwickelt.
Die vielen göttlichen Bekanntschaften und Rebecca Pax‘ Interpretation des Olymp fand ich sehr gelungen, wenngleich mir – als Vielleser in Sachen Mythologie – die Erklärungen und Hintergründe zu diesen - beinahe zu viel waren. Gegen Ende rennt die Zeit gegen Milena und John an und ein gelungener Showdown kitzelt jegliche Höhen und Tiefen aus dem Plot heraus.
Das Ende ist zufriedenstellend, man könnte die Geschichte dennoch irgendwann fortsetzen.
Urteil: „Das Herz der Harpyie“ strotzt mehr vor Göttern und Mythologie, als der Klappentext einem verrät. Ein Abenteuer mit alten Fehden, göttlichen Begegnungen und neuen Aspekten, das mich absolut unterhalten konnte. Die kleineren Längen und die für mich zu detaillierten Erklärungen zu den (mir bekannten) Gottheiten, schmälerten meinen Lesespaß nur minimal, sodass ich „Das Herz der Harpyie“ mit haarscharfen 5 Büchern belohne.
Die 17-jährige Milena hat seltsame Träume: Sie träumt, dass sie eine vogelhafte Kreatur ist und jedes Mal stirbt jemand in ihrem Traum. So träumt sie auch eines Tages von einem Jungen, der ermordet wird. Doch statt wie bei den anderen Malen seine Seele aus dem Körper zu reißen, nimmt sie die eines anderen. Am nächsten Tag muss Milena dafür bezahlen: Sie ist in Wirklichkeit eine Harpyie und hätte die Seele des jungen Mann - John - eigentlich in die Unterwelt führen müssen. Nun ist es ihre Aufgabe John zu töten, sonst muss jemand anderes bezahlen ...
"Das Herz der Harpyie" ist eins dieser Bücher, die auf meinen Wunschzettel wandern, dann wieder gelöscht werden, dann sieht man sie in der Buchhandlung, plötzlich sind sie wieder auf de WuLi und so weiter. Ich bin froh, dass ich das Buch dann doch noch angefragt habe, denn sonst hätte ich echt was verpasst ...
Die Idee hinter dem Buch ist sehr interessant. Harpyien sind ja Wesen aus der griechischen Mythologie, die die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt führen sollen. Milena weiß nichts davon, bis sie eben eine falsche Seele abliefert und dafür die Rechnung erhält: Aello, die "Königin" der Harpyien, bestraft sie und sie muss nun dafür sorgen, dass John ins Grab beißt. Doch das ist nicht alles, denn John, der seinen Eltern bei archäologischen Ausgrabungen hilft, hat auch gerade mit den Göttern zu kämpfen. Er wusste bis vor kurzem ebenfalls nicht, dass es eine Familienfehde zwischen der Abkömmlingen des Ares und die des Thanatos gibt - und John gehört zu den letzteren. Mehr will ich gar nicht mehr zur Story sagen. Die Autorin hat es geschafft die griechische Mythologie in Deutschland zu "verwurzeln" und es klingt nicht mal bescheuert! Das hat mich positiv überrascht.
Die Charaktere waren ganz nett, aber ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mit Milena warm zu werden. Keine Ahnung, woran das genau lag, aber John fand ich gleich viel sympathischer.
Das einzige, das ich negativ ankreiden muss, ist, dass mir die Liebesgeschichte ein bisschen zu schnell ging. Es ist keine Insta-Love, das heißt, die Charaktere sehen sich nur einmal und sind schon halb verheiratet, aber es geht schon ein bisschen zu schnell.
Es gibt am Ende noch ein paar offene Fragen und ich hoffe sehr, dass vielleicht eines Tages noch ein Band erscheint.
Das Cover ist der Wahnsinn! Besonders, da mir erst so spät aufgefallen, dass da neben dem Raben noch ein Mädchen auf dem Cover zu sehen ist ...
Ich glaube Leser, die gerne Bücher mit mythologischen Einflüssen lesen, könnten das Buch ganz gut finden. Besonders da auch Götter zu Wort kommen, die nicht so bekannt sind. Thanatos kommt ja nur selten vor ...
Die Idee ist gut, ich hab das Buch gern gelesen, aber das mit der Liebesgeschichte hätte ein bisschen länger dauern dürfen ... Ansonsten echt top!
Nacht für Nacht träumt Milena davon, als eine Art Vogel Menschen bemn Sterben zu beobachten. Der Tod der Menschen hat eine besondere Anziehung auf Milena und noch hat sie keine Ahnung was das zu bedeuten hat. Auch im echten Leben hat sie eine besondere Verbindung zu Vögeln, deshalb macht sie ein Praktikum in einer Vogelstation. Als sie dann eines Nachts in einen ihrer Träume eingreift und dem gut aussehenden John das Leben rettet, wird ihr offenbart, dass sie ein Harpyie und ihre Träume gar keine Träume sind, sie begleitet sterbende Seelen. Ihr Eingreifen war ein schweren Fehler und jetzt muss Milena das wieder in Ordnung bringen. Aber auch John ist kein einfacher junger Mann, sondern befindet sich gerade in einer jahrhundertealten Fehde zwischen den Nachkommen griechischer Götter. Mitten in diese Konflikte entdecken die beiden ihre Gefühle füreinander, was noch mehr Chaos verursacht.
Die Autorin präsentiert dem Leser hier eine interessante Geschichte. Als Handlungsort hat sie das Ruhrgebiet gewählt, was ich schon mal sehr ungewöhnlich fand. Und da ich selbst aus dem Ruhrgebiet komme, kannte ich natürlich die meisten Schauplätze sehr gut, was das Lesen um so spannender gemacht hat. Erzählt wird das ganze abwechselnd aus der Sicht von Melina und John. Zuerst weiß der Leser nicht, was so besonders an den beiden ist, aber im Laufe der Handlung offenbart die Autorin uns dann was mit den beiden los ist. Dabei taucht sie tief in die griechische Mythologie ein und bekommen eine wirklich spannende und fantasievolle Geschichte präsentiert. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die mir persönlich sehr gut gefallen. Beide Charaktere sind waren mir sehr sympathisch, was das Lesen sehr angenehm gemacht hat. Bei dem Buch handelt es sich übrigens um einen Einteiler, was ich sehr begrüßt habe. Von mir gibt es keine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.