„Da die Krankenbetten (wie die meisten Betten in Spanien) recht kurz waren, hatte der junge Mann seine Beine zwischen den Gitterstäben am Fußende hindurchgeschoben und die Füße auf einen dahinterstehenden Stuhl gestützt. Vielleicht hatte Herminia noch ein Lachen im Gesicht, als sie einander zum ersten Mal in die Augen schauten. Es war, sagt ihre Tochter, Liebe auf den ersten Blick.“ (Hackl 1999: 8)
„Wien, das war Karls Traum und Herminias Liebe.“ (Hackl 1999: 62)
„Vielleicht war sie auch ein wenig einsam. Kann sein, es ist traurig, eine Stadt mit den Schatten der Eltern zu erkunden.“ (Hackl 1999: 75)
„Wieder eine Liebesgeschichte, die am Krankenbett beginnt, wenngleich nicht auf den ersten Blick, erst ganz langsam seien sie einander nähergekommen, sie und Manfred, der empfindsam sei, menschenfreundlich, bildungshungrig. Einer, der andere nicht runterdrückt, nicht runtermacht, nicht preisgibt. Dem es ein Anliegen ist, für alle seine Schüler dazusein, der in der Begegnung mit Fremden weder Reichtum noch Dünkel, nur den »Adel der Seele« gelten läßt.“ (Hackl 1999: 76)
Kein Fußbreit den Faschisten. Auf knapp 80 Seiten erzählt Hackl von großer Liebe sogenannter kleiner Leute. Auch der Spanische Bürgerkrieg und der Nationalsozialismus können ihre Gefühle füreinander nicht zerstören. Bis über den Tod hinaus. Niemals vergessen.