»Hast du heute wieder deinen Klugscheißertag?«, giftete ich den Tod an. Er grinste. »Stelle ich die dummen Fragen oder du?«
Man kann sich seine Freunde nicht aussuchen. Das weiß niemand so gut wie Martin, denn sein bester Kumpel ist… der leibhaftige Tod. Nicht ganz einfach – aber was soll man machen? Immerhin lernt Martin so die interessantesten Orte der Welt und ihre Bewohner kennen. Beispielsweise auch den Osterhasen. Allerdings hat dieses Zusammentreffen für alle Beteiligten unerwartete Folgen. Noch überraschender ist, dass es eine Frau gab, die der Tod nicht vergessen kann. Dabei ist es schon über 100 Jahre her, dass er ihr an Bord der Titanic begegnete…
Zwei schwungvolle Geschichten voller schwarzem Humor – und ein Lesevergnügen mit hohem Bildungsanspruch. Oder wussten Sie etwa schon, dass der Tod ständig Ob-La-Di Ob-La-Da pfeift?
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Über das Buch Es handelt sich hier um einen Kurzgeschichtenband, der zeitlich während des Buches "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" spielt. Es ist also keine Fortsetzung.
Der Band enthält die Kurzgeschichten "Der Tod und der Osterhase" sowie "Der Tod und die Unsinkbare".
Ich wurde am 01.05.1975 in Berlin-Spandau geboren und war bei meiner Geburt schriftstellerisch total unbegabt.
Den Großteil meiner Kindheit verbrachte ich in ca. 500m Luftlinie zur Berliner Mauer, man könnte also sagen, dass ich einen schönen Blick auf eine Wand hatte.
Nach dem Abitur und 12 Monaten Bundeswehr machte ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann und frage mich heute immer noch, was ich mir dabei eigentlich gedacht habe.
Nach abgeschlossener Ausbildung und akuter Unlust ein Studium zu beginnen, arbeitete ich für kurze Zeit in meinem erlernten Beruf, bis ich irgendwie einen Job als Webdesigner ergatterte, weil man dazu damals noch ohne eine entsprechende Ausbildung und besonderes Talent in der Lage war.
Fünfzehn Jahre lang arbeitete ich für einen großen deutschen Internethändler und rutschte immer mehr in die Programmierung ab, bis ich schließlich der Liebe wegen nach Potsdam zog, dort einen anderen Job annahm und feststellen musste, dass mein gewählter Job doch gar nicht so einfach ist.
Aber weil ich nebenher begonnen hatte Drehbücher und später Romane zu schreiben, konnte ich mich 2016 als Autor selbstständig machen. Inwiefern diese Entscheidung aus finanzieller Sicht weise gewesen ist, wird sich noch herausstellen.
2013 erschien mein erster Roman "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" zunächst als E-Book und wurde ein so großer Erfolg, dass er später auch gedruckt erschien. Es folgten weitere Romane und Kurzgeschichten. Und hoffentlich folgen noch viele weitere.
Martin kann den Tod sehen und ist auch noch ziemlich gut mit ihm befreundet. Seit er sieben war und am Sterbebett seiner Großmutter den Tod das erste Mal gesehen hat, kommt er nicht mehr von ihm los. Und zu allem Überfluss soll Martin auch noch der Nachfolgedes Todes werden. Aber zwischen all den negativen Seiten des Todes gibt es immer wieder schöne Momente. So, als Martin den Osterhasen kennenlernt oder den Tod von seiner romantischen Seite her erlebt.
Schon "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" und "Der Tod ist schwer zu überleben" waren für mich reine Lesevergnügen. Den Tod in den Mittelpunkt zu stellen und auch noch sympathisch rüberkommen zu lassen, ist für mich Autorenkunst auf höchsten Niveau.
Nun erzählt der Autor zwei Szenen, die im Anschluss an den ersten Teil geschrieben wurden, aber so eigentlich nicht für das Buch geplant waren. Und beide Szenen sind so wunderschön unterschiedlich.
Martin, der sich nicht damit abfinden kann, dass er als Nachfolger des Todes in Betracht kommt, versucht, sich abzulenken und einfach nur das "Abhängen" mit seinem Freund (dem Tod) zu genießen. So lernt er in der ersten Szene de Osterhasen kennen... der plötzlich tot vor ihm auf dem Boden liegt. Schon allein diese Vorstellung fand ich herrlich komisch. Die Beschreibung des Osterhasen war folgende: ein Mann im Osterhasenkostüm, der mit einem kleinen magischen Korb, in dem immer ein Osterei liegt, unterwegs ist, um eben diese Eier für die Kinder zu verstecken. Dieser ist nun tot. Und natürlich muss ein Nachfolger her. Also verstecken der Tod und Martin solange die Ostereier, bis der neue Osterhase eintrifft.
In der zweiten Szene erzählt der Tod über seine romantisch Seite. Er war einmal verliebt, in eine Frau, die sowohl die Unglücke der Titanic, sowie deren beiden Schwesternschiffe, der Britannic und der Olympic überlebt hatte. Und trotz dieser Unfälle immer wieder weiter auf einem Schiff arbeitet, obwohl sie selbst Nichtschwimmerin ist. Schon allein die Vorstellung, wie absurd dies wohl in der Realität wäre, war für mich unheimlich interessant. Der Tod als Romantiker, verliebt in eine Frau, die ihn weder sehen noch hören kann.
Der Schreibstil des Autors ist unheimlich interessant. Mit viel Sarkasmus, Witz und einem Einfühlungsvermögen der besonderen Art erzählt er zwei kleine Geschichten, die sich zwar schnell lesen lassen, aber trotzdem sofort ins Herz gehen.
Diese Kurzgeschichte ist eine perfekte Ergänzung der Reihe und gibt einen kleinen Einblick in das Gefühlsleben des Todes.
Meggies Fussnote: Der Osterhase meets Titanic. Grandios.
Das Buch ist sehr kurz und behandelt nur zwei größere Themen. Der erste Teil handelt vom Osterhasen und der zweite von der Titanic.
Da ich die Freundschaft zwischen Tod und Martin so gerne mag, habe ich mir den zweiten Teil der Reihe auch zu Gemüte geführt. Es hatte nicht die Tiefgründigkeit des ersten Buches, ich wurde aber trotzdem gut unterhalten. Wer den ersten Teil mochte, kann den zweiten jetzt als kleine Ergänzung auch noch lesen. Ich musste wieder einige male schmunzeln und hab mich einfach berieseln lassen. Den dritten Teil hole ich mir auch noch!
In diesem Buch können wir zwei Kurzgeschichten über den verrückten Alltag der zwei Protagonisten, Martin und der leibhaftige Tod, aus dem Hauptbuch "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" lesen. Die Geschichten spielen in der Handlungszeit des Hauptromans und sind somit ein kleiner Midquel dazu. (Was ein Midquel ist wird lustig und ausführlich vom Autor in seinem Vorwort erklärt :)) Sie sind aber trotzdem in sich geschlossen und erfordern keine vorherige Lesung des Hauptromans.
Grundsätzlich finde ich die beiden Geschichten super und eben solche aussergewöhnlichen Erlebnisse dieser merkwürdig-lustigen Freundschaft kamen im Hauptbuch meiner Meinung zu kurz, deswegen fand ich die Ergänzung super!
Die erste Geschichte handelt von einer Begegnung mit dem Osterhasen. Sie ist definitiv absurd und übertrieben, aber hier fühlte ich mich definitiv besser unterhalten als bei der zweiten Geschichte, Ich muss heute noch lachen, wenn ich an den Osterhasen denke, ich glaube ich war genauso schockiert wie Martin über diese Begegnung. Der Tod blieb bei der ganzen Aktion, abere wie immer sachlich-kühl, was dem ganzen die gewohnte Würze gab!
Zitate:
"Ick. Bin. Der. Osterhase." Er pustete Tod, den Rauch ins Gesicht. "Dein Kumpel ist nich' der Hellste, wa?"
"Der Osterhase ist ein übergewichtiger, unrasierter Typ im Hasenkostüm?!", rief ich fassungslos.
Und da sah ich ihn. Den schwarzen Mann. Den schwarzen, über zwei Meter grossen, schwarzen Mann mit Schulterblättern wie ein öltanker. Im Hasenkostüm.
Bei der zweiten Geschichte geht es um eine Frau, die dem Tod besonders in Erinnerung geblieben ist während seiner Karriere als Tod. über diese Begegnung erzählt er Martin auf einem Dach eines Gebäudes in New York während sie der Abfahrt eines Schiffes zuschauen. Die Geschichte ist sehr schön, hier zeigt man den Tod von seiner menschlichen Seite, dass er eine hat habe ich noch nie bezweifelt, aber hier sieht man es besonders schön, dass auch der Tod einsam sein kann und sich nach Kontakt sehnt.
Auch wenn die Geschichte schön war, war ich von Martin hier hochgenervt. Er hat permanent dazwischen geredet und nur unnötige Sprüche von sich gegeben!
Ich möchte noch paar Worte zu dem Cover loswerden:
Ich finde die Covergestaltung grandiös, wie schon bei dem Hauptroman "Der Tod und anderen Höhepunkte meines Lebens". Es erfreut das Auge mit seiner bunten und frischen Gesaltung, macht neugierig auf das Buch, besonders wegen der Abbildung des Todes, aber -und das ist ganz wichtig- es hat vor allem einen sehr hohen Wiedererkennungswert!
Ich denke der Roman ist vorallem aufgrund der hohen Nachfrage nach weiteren Geschichten über Martin und Tod entstanden, deswegen ausdrücklich auch hier von mir: Bitte noch mehr davon und das in voller Länge!
3,5/5 Sterne Die erste der beiden kurzen Geschichten hat mir besser gefallen als die erste. Die Vorstellung, dass der Osterhase ein rauchender, verkleideter Mann ist, ist einfach zu komisch und trotz des ernsten Themas (Kinder auf der Krebsstation) war die Geschichte sehr humorvoll. Die zweite Erzählung war nicht schlecht, für mich aber einfach nicht so gut wie die erste und ein bisschen langatmiger. Dennoch war gerade das Ende sehr schön.
Martins Freund ist seit der Kindheit der Tod und nur er kann ihn sehen. Der Tod mag Frauen und steht auf Eisberge. Natürlich trägt er eine Mitschuld am sinken der Titanic und war auch schon mal heftig verliebt. Zwei nette Kurzgeschichten für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend - mehr aber auch nicht.
Die erste der beiden Geschichten hat mir ganz gut gefallen und ich konnte einige Male herzhaft lachen. Die zweite Kurzgeschichte fand ich eher melancholisch, als lustig (was grundsätzlich ja nicht schlecht ist) und leider auch etwas langatmig. Insgesamt eine nette Lektüre für Zwischendurch, aber eben auch nicht mehr...
Die erste Geschichte ist ein klein wenig verstörend und die zweite mutet zunächst sehr langatmig an, wird letztlich aber doch sehr interessant, wenn auch ein wenig abstrus - wenn man das im Zusammenhang mit einer Freundschaft mit Tod überhaupt sagen kann.