Jump to ratings and reviews
Rate this book

Umbra Vitae - Gedichte

Rate this book
Umbra Vitae (segunda edición, ilustrada por Ernst Ludwig Kirchner, 1924) contiene los poemas póstumos de Georg Heym. En ellos, plasma una síntesis poética entre la necesidad de expresión artística, la inconformidad con su entorno y la adaptación como base del orden social. Construye un universo poético confinado a paisajes de "distancia inabarcable" y ciudades "desesperantemente estrechas", donde la distinción entre naturaleza y espacio social desaparece para convertirse en un "estancamiento vacío y desierto" (Starre der leeren Öde).
"Estancamiento" y "desierto", leitmotivs de la última fase creativa de Heym, reciben su significado de una conciencia crítica que, en lugar de proponer otras realidades estéticas, enfatiza el aquí y ahora en su forma más grotesca: la destrucción de toda utopía vitalista.

80 pages, Hardcover

First published January 1, 1912

Loading...
Loading...

About the author

Georg Heym

71 books25 followers
Georg Heym was a German writer. He is particularly known for his poetry, representative of early Expressionism.
Heym was born in Hirschberg, Lower Silesia in 1887 to Hermann and Jenny Heym. Throughout his short life, he was constantly in conflict with social conventions. His parents, members of the Wilhemine middle class, had trouble comprehending their son's rebellious behavior. Heym's own attitude towards his parents was paradoxical; on the one hand he held a deep affection for them, but on the other he strongly resisted any attempts to suppress his individuality and autonomy.
In 1900 the Heyms moved to Berlin, and there Georg began unsuccessfully attending a series of different schools. Eventually, he arrived at the Friedrich-Wilhelms-Gymnasium at Neuruppin in Brandenburg. He was very unsatisfied, and as a way to achieve some release he began writing poetry. After he graduated and went to study law at Würzburg, he started writing plays as well. However, publishers largely ignored his work.
In 1910 Heym met the poet and writer Simon Guttmann, who invited Heym to join the recently founded Der Neue Club, a descendant of a student society at the University of Berlin. Other members of this Club included Kurt Hiller, Jakob van Hoddis, and Erwin Loewenson (also known as Golo Gangi); often visiting were Else Lasker-Schüler, Gottfried Benn, and Karl Kraus. Although the Club had no actual stated objective, its members all shared a sense of rebellion against contemporary culture and possessed a desire for political and aesthetic upheaval. The Club held "Neopathetisches Cabaret" meetings in which members presented work, and it was here that Heym first gained notice. His poetry immediately attracted praise. In January 1911, Ernst Rowohlt published Heym's first book and the only one to appear in his lifetime: Der ewige Tag (The Eternal Day).
Heym later went through several judicial jobs, none of which he held for long due to his lack of respect for authority. On 16 January 1912, Heym and his friend Ernst Balcke went on a skating trip to the frozen river Havel. They never returned. A few days later their bodies were found. Appearances indicated that Balcke had fallen through the ice and Heym had attempted to save him but fell in as well. Heym remained alive for half an hour, calling out for help. His cries were heard by some nearby forestry workers, but they were unable to reach him.
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Georg...

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
16 (35%)
4 stars
18 (40%)
3 stars
6 (13%)
2 stars
5 (11%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
12 reviews
Read
February 2, 2026
Umbra Vitae

Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen
Und sehen auf die großen Himmelszeichen,
Wo die Kometen mit den Feuernasen
Um die gezackten Türme drohend schleichen.
 
Und alle Dächer sind voll Sternedeuter,
Die in den Himmel stecken große Röhren.
Und Zaubrer, wachsend aus den Bodenlöchern,
In Dunkel schräg, die einen Stern beschwören.
 
Krankheit und Mißwachs durch die Tore kriechen
In schwarzen Tüchern. Und die Betten tragen
Das Wälzen und das Jammern vieler Siechen,
Und welche rennen mit den Totenschragen.
 
Selbstmörder gehen nachts in großen Horden,
Die suchen vor sich ihr verlornes Wesen,
Gebückt in Süd und West, und Ost und Norden,
Den Staub zerfegend mit den Armen-Besen.
 
Sie sind wie Staub, der hält noch eine Weile,
Die Haare fallen schon auf ihren Wegen,
Sie springen, daß sie sterben, ′nun′ in Eile,
Und sind mit totem Haupt im Feld gelegen.
 
Noch manchmal zappelnd. Und der Felder Tiere
Stehn um sie blind, und stoßen mit dem Horne
In ihren Bauch. Sie strecken alle viere
Begraben unter Salbei und dem Dorne.
 
[Das Jahr ist tot und leer von seinen Winden,
Das wie ein Mantel hängt voll Wassertriefen,
Und ewig Wetter, die sich klagend winden
Aus Tiefen wolkig wieder zu den Tiefen.]
 
Die Meere aber stocken. In den Wogen
Die Schiffe hängen modernd und verdrossen,
Zerstreut, und keine Strömung wird gezogen
Und aller Himmel Höfe sind verschlossen.
 
Die Bäume wechseln nicht die Zeiten
Und bleiben ewig tot in ihrem Ende
Und über die verfallnen Wege spreiten
Sie hölzern ihre langen Finger-Hände.
 
Wer stirbt, der setzt sich auf, sich zu erheben,
Und eben hat er noch ein Wort gesprochen.
Auf einmal ist er fort. Wo ist sein Leben?
Und seine Augen sind wie Glas zerbrochen.
 
Schatten sind viele. Trübe und verborgen.
Und Träume, die an stummen Türen schleifen,
Und der erwacht, bedrückt von andern Morgen,
Muß schweren Schlaf von grauen Lidern streifen.


Das infernalische Abendmahl

Ihr, denen ward das Blut vor Trauer bleich,
Ihr, die der Sturm der Qualen stets durchrast,
Ihr, deren Stirn der Lasten weites Reich,
Ihr, deren Auge Kummer schon verglast,
 
Ihr, denen auf der jungen Schläfe brennt
Wie Aussatz schon das große Totenmal,
Tretet heran, empfangt das Sakrament
Verfluchter Hostien in dem Haus der Qual.
 
Besteigt die Brücke auf dem schwarzen Fluß,
Darüber wallet der Verfluchten Schar.
Und dunkel grüßt euch groß der Portikus,
Durch den in Dämmrung glänzt der Hochaltar,
 
Den tausend Kerzen schmücken, die von Blut
Und Fett der Ungebornen sind gedreht.
Wo Knochen hängen, und der rote Sud
Teuflischen Weihrauchs euch entgegenweht.
 
Wo Priester in der höllischen Soutane
In Reihen knien, zu hellem Meßgeläut,
Wo von den Kanzeln Fahne über Fahne
Wie rote Höllenflamme euch bedräut.
 
Ein nackter Abt bläht vor dem Götterbild
Den feisten Bauch, da er die Messe singt.
Er greift den Kelch, mit rotem Blut gefüllt,
Den hoch er auf das Haupt der Menge schwingt.
 
"Trinket mein Blut." Er trinkt den Becher leer,
Der in sein Herz wie rote Lava quillt.
Sein Gaumen leuchtet wie ein rotes Meer,
Der von dem Glanz des Götterblutes schwillt.
 
Auf euren Schläfen, wo der Horst der Qual,
Die schwarze Bastion der Hölle droht,
Springt eine Flamme auf, die spitz und schmal
Wie der Skorpione schwarze Zunge loht.
 
Nachtschwarze Wolken drängen in den Dom
Voll Sturm und Blitzen durch das große Tor.
Ein Wetter tost. Im schwarzen Regenstrom
Versinkt der Orgel Ton im fernen Chor.
 
Die Gräber springen auf. Der Toten Hand
Streckt weiß und kalt die Knochenfinger aus.
Sie winken euch aus ihrem dunklen Land.
Und ihr Geschrei erfüllt das Riesenhaus.
 
Die Fliesen brechen auf. Und Lethe braust
Tief unten über einen Wasserfall.
Der Abgrund schwindelt Meilen tief und saust
Voll ungeheurer Stürme weitem Hall.
 
Die Höllensöhne fahren ihn herab
Mit schwarzem Takelwerk durch den Typhon.
Sie schauen singend in das weite Grab
Vom Totenkopfe ihrer Schiffs-Galion.
 
 
Hoch wo das Dunkel seine Schatten türmt
Durch Ewigkeiten fern vom Grund der Qual,
Hoch oben, wo im Dom der Regen stürmt,
Erscheint des Gottes Haupt, wie Morgen fahl.
 
Die weiten Kirchen füllt der Sphären Traum
Voll Schweigen, das wie leise Harfen klingt,
Da, wie der Mond vom großen Himmelsraum,
Des Gottes weißes Haupt heruntersinkt.
 
Tretet heran. Sein Mund ist süß wie Frucht,
Sein Blut ist, wie der Wein, langsam und schwer.
Auf seiner Lippen dunkelroter Bucht
Wiegt blaue Glut von fernem Sommermeer.
 
Tretet heran. Wie Flaum von Faltern zart,
Wie eines jungen Sternes goldne Nacht,
Zittert sein Mund, in seinem goldnen Bart,
Wie Chrysolith in einem tiefen Schacht.
 
Tretet heran. Wie einer Schlange Haut
So kühl ist er, weich wie ein Purpurkleid,
Wie Abendrot so sanft, das übergraut
Brennender Liebe wildes Herzeleid.
 
Der Gram gefallner Engel ruht, ein Traum,
Auf seiner Stirn, der Qualen weißem Thron,
Wie Schläfer traurig, denen floh zum Saum
Des blassen Morgens ihre Vision.
 
Tiefer als tausend leere Himmel tief
Ist seine Schwermut, wie die Hölle schön,
Wo in den roten Abgrund sich verlief
Ein bleicher Sonnenstrahl aus Mittagshöhn.
 
Sein Leid ist wie ein Leuchter in der Nacht,
Schauet die Flamme, die sein Haupt umloht,
Und doppelhörnig in der düstren Pracht
Aus seinem Lockenwald ins Dunkel droht.
 
Sein Leid ist wie ein Teppich, drauf die Schrift
Der Kabbalisten brennt durch Dunkelheit,
Ein Eiland, dem ′vorbei′ ein Segler schifft,
Wenn in den Bergen fern das Einhorn schreit.
 
Sein Leib trägt eines Schattenwaldes Duft,
Wo großer Sümpfe Trauervögel ziehn,
Ein König, der durch seiner Ahnen Gruft
Nachdenklich geht in weißem Hermelin.
 
Tretet heran, entflammt von seinem Gram.
Trinkt seinen Atem, der so kühl wie Eis,
Der über tausend Paradiese kam,
Voll Duft, der jeden Kummer weiß.
 
Er lächelt, seht. Und eurer Seele Bild
Wird wie ein Weiher, der im Schilfe schweigt,
Wo leis des Hirtengottes Flöte schwillt,
Der durch die Lorbeerschlucht heruntersteigt.
 
Schlaft ein. Die Nacht, die schwarz im Dome hängt,
Verlöscht die Lampen an dem Hochaltar.
Der große Adler seines Schweigens senkt
Auf eure Stirn sein dunkles Schwingenpaar.
 
Schlaft, schlaft. Des Gottes dunkler Mund, er streift
Euch herbstlich kühl, wie kalter Gräber Wind,
Darauf des falschen Kusses Blume reift,
Wie Mehltau giftig, gelb wie Hyazinth.
Profile Image for Maeander81.
48 reviews
Read
March 20, 2023
" Il dio della città

Sopra un blocco di case sta seduto,
Gli cingono la fronte i venti neri,
E guarda irato ove laggiù, sperduti,
Si confondono gli ultimi quartieri.

Accende il rosso ventre, a Baal, la sera,
E le grandi città stanno in ginocchi
A lui d'intorno. Innumeri rintocchi
Salgon dalla marea di torri nera.

Danza di coribanti per le strade
Rimbomba il ritmo della folla. Denso
Di ciminiere e fabbriche a lui sale
Il fumo, come nuvola d'incenso.

Sulle sue sopracciglia il tempo abbuia.
Nella notte sprofonda ormai la sera.
Intorno alla sua chioma, irta di furia,
Come avvoltoio rotea la bufera.

Nel buio tende il pugno suo massiccio.
Lo scuote. Un mar di fuoco avvampa intorno
Per una via. Crepita il fumo arsiccio
E la divora, finché spunta il giorno".

(" Der Gott der Stadt

Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.

Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
Die großen Städte knien um ihn her.
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.

Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik
Der Millionen durch die Straßen laut.
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.

Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.

Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust
Und frißt sie auf, bis spät der Morgen tagt".)
64 reviews11 followers
Read
January 6, 2022
(...)
Perché indugia il Signor? La casa è piena,
Le tende intorno al caravanserraglio,
La gran fiera dei morti, ove le ossa
Verso il deserto stridule sferragliano.

Perché non viene? Indosso abbiamo i panni
E scarpe per i morti. E siamo sazi.
Dov’è il duce che marci a noi davanti,
Con lo stendardo che ci guidi i passi?

Dove echeggerà forte la sua voce?
Verso quale tramonto è il nostro volo?
Condannato ciascuno ad esser solo
Di quale vuoto cielo inganno atroce
Profile Image for Alessandro.
88 reviews
March 22, 2021
"Saremo come una parola che nessuno ascolta?
O un fumo che volteggia nello spazio della sera?
O un pianto che all'improvviso disturba chi è felice?
O un lume per la notte? O un sogno?

Oppure - non verrà nessuno?
E lentamente cadremo a pezzi
tra le risate della luna
che sibila alta sulle nubi
ci sbricioleremo in nulla,
- un bimbo stringerà
un giorno la nostra grandezza
in un misero pugno."
Profile Image for Adrian.
35 reviews1 follower
April 14, 2026
Siento que hacía el final, estaba cerca de comprender a compatriotas extranjeros, en sus luchas más desesperadas.
Profile Image for Lara.
182 reviews
June 14, 2026
Expressionismus oder Verwirrtheit ?
Displaying 1 - 6 of 6 reviews