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Macht Sprache: Ein Manifest für mehr Gerechtigkeit

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Wie ein sensibler Umgang mit Sprache eine gerechtere Gesellschaft schaffen kann

Dass es einen sprachlichen Wandel für eine gerechtere Gesellschaft braucht, darüber sind sich viele mittlerweile einig. Aber wie genau kann dieser aussehen? Und wie kann es uns gelingen, uns so sensibel und diskriminierungsarm wie möglich auszudrücken?

Anna von Rath und Lucy Gasser schaffen in ihrem Manifest Macht Sprache ein Bewusstsein für die vielen Stolpersteine im Sprechen, sowohl im Privaten als auch in öffentlichen Debatten, und hinterfragen die Privilegien von Menschen, die den Sprachwandel als unnötig abtun. Anhand eingängiger Beispiele regen sie zur Neuaushandlung des sprachlichen Miteinanders an – wobei auch Pragmatismus erlaubt ist. Ein Buch, das uns alle betrifft und das den Blick weitet für die Quellen von Unrecht und Diskriminierung. Die Autorinnen bieten konstruktive Reflexionsanstöße und Vorschläge, damit wir weiter miteinander sprechen können – ohne Angst davor, uns falsch auszudrücken und unser Gegenüber vor den Kopf zu stoßen.

241 pages, Kindle Edition

Published September 26, 2024

15 people are currently reading
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About the author

Lucy Gasser

3 books

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Community Reviews

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Dunja Brala.
630 reviews51 followers
October 7, 2024
Sprache, Sprache und wieder Sprache, voll mein Thema. Ich liebe es, sie zu benutzen, sie zu lesen und ich liebe es auch über sie nachzudenken. Deswegen kam mir dieses Buch gerade recht. In erster Linie hat mich interessiert wie die Autorinnen, die als Übersetzerinnen, Herausgeberinnen eines bilingualen online Magazins und die ein Übersetzungstool für diskriminierungkritische Sprache entwickelt haben, einen gerechter Umgang mit Sprache einschätzen und einordnen, und wie sie viele mit ins Boot holen, denn laut Klappentext bieten Sie konstruktive Vorschläge und Reflektionsanstöße an. Damit wir keine Angst davor haben müssen, uns falsch auszudrücken. Soweit so gut

Das Inhaltsverzeichnis klingt vielversprechend. Das steinige Terrain, in dem man Positionierung , Privilegien und Macht noch mal genauer analysiert, wird beschrieben. Dann geht es an die Ausgangspunkte.
Ob künstliche Intelligenz, Pragmatismus und die Bedeutung von Metaphern, sowie Humor und die Schreib und Sprechweisen, alle Bereiche werden aufgeführt. Es wurde vieles angerissen, sich auf vergangene popkulturelle Ereignisse bezogen oder tiefer in die Geschichte eingetaucht.

Je tiefer ich in den Text eintauche, desto klarer wurde mir, dass hier keine Vertiefung von vorhandenem Wissen stattfindet, sondern sich die Autorinnen größtenteils an den Basics abarbeiten. Leider konnte ich so nicht viel Neues für mich rausziehen. Manche Beispiele wirken im jeweiligen Kapitel fehl am Platz, vieles wiederholte sich, - zum Beispiel die Erklärung, warum Worte durchgestrichen wurden, - und manche Zusammenhänge konnten ich nicht herstellen.
Für Menschen, die sich mit der Macht von Sprache das erste Mal ein wenig intensiver auseinandersetzen möchten, ist das Buch sicherlich gut zu lesen und kann einen Mehrwert bieten. Dabei wirkt es nie dogmatisch, das gefällt mir besonders gut. Es sind Angebote und Vorschläge, man bekommt kein „du musst“ unter die Nase gerieben.

Mir wurde bewusst, wie kompliziert Kommunikation geworden ist wenn man wert auf diskriminierungsfreie Sprache legt und dass das, was heute als antidiskriminierende Sprache gilt, morgen ins Gegenteil verkehrt werden könnte. Das macht den Umgang miteinander nicht leichter und birgt viel Konfliktpotenzial. Deswegen gehe ich voll mit, wenn die Autorinnen zu mehr Pragmatismus raten - im Sinne von: Besser irgendwas machen als gar nix machen!

Ein Buch, das für mich nicht viel Neues aufgeworfen hat und mich deshalb phasenweise langweilte. Ich möchte aber betonen, dass es für Neulinge auf diesem Gebiet sehr viel gut zusammengestellten Inhalt bietet.
Profile Image for Aniya.
344 reviews38 followers
September 27, 2024
Uff, naja. Die Thematik ist eigentlich spannend, aber leider ist das Buch so staubtrocken geschrieben, dass mir nach wenigen Seiten jedes mal die Augen zufallen wollten. Zugänglich ist es überhaupt nicht.

Sprache ist Macht, das sollte eigentlich allen klar sein. Und sie sollte inklusiv und sensibel sein. Dabei betonen die Autorinnen, dass es eben nicht darum geht, alles zu verändern und jegliche Formen von möglicherweise verletzender Sprache zu verbannen - das ist gar nicht möglich.
Es soll nur einfach... besser werden.

Es gibt ein ganzes Kapitel über Humor, das ich sehr spannend fand. Man wirft ja Feministinnen gerne Humorlosigkeit vor, was natürlich Quatsch ist.

Leider gibt es trotz des nicht sehr dicken Buches viele Wiederholungen. Am Anfang UND Ende eines Kapitels wird der Inhalt meist nochmal zusammengefasst. Das ist vielleicht ganz gut, wenn man es wie von den Autorinnen vorgeschlagen kreuz und quer liest und nur gelegentlich zur Hand nimmt.
Wenn man es wie ich von vorne bis hinten und relativ schnell liest, wirkt das doch sehr repetitiv.

Fazit: Hab ein bisschen was gelernt, viel schon gewusst und wollte sehr oft ein Nickerchen machen.
Profile Image for Jodi.
2,318 reviews44 followers
August 30, 2025
Wenn ich mir alte Reviews durchlese, kann ich in etwa genau sagen, aus welchem Jahr der Text stammt. Ich kann bei mir beobachten, wie die Sprache, die ich verwende, immer bewusster und inklusiver wurde. Es war keine Entscheidung über Nacht, aber mehr und mehr entwickelte ich mich zu der Person hin, die ein Buch wie "Macht Sprache" liest und sich sehr viele Notizen dazu macht.

Sprache ist nicht einfach nur die Aneinanderreihung von Worten, nicht einfach nur ein Kommunikationsmittel. Sprache ist Macht. Sprache kann ausschliessen, verletzen, unsichtbar machen. Sprache kann ehrlich sein, aufrichtig und demütig. Wie es im Buch heisst: etwas zu benennen ist eine Machposition. Es gab früher mal eine Zeit, in der es z.B. den Ausdruck "sexuelle Belästigung" nicht gab. Es musste erst ein Begriff dafür gefunden werden.

In kurzen und einzeln lesbaren Kapiteln erkären Gasser und von Rath, was es mit Sprache wirklich auf sich hat. Wieso sich manche Menschen gegen eine inklusive Sprache wehren und auch, wie wir unsere eigenen Ausdrücke überprüfen und allenfalls anpassen können.

Ich wollte das Buch vor allem lesen, um auch in bestimmten Szenen besser gewappnet zu sein (wie z.B. in jenen, die zu Beginn des Buches von den Schreibenden aufgezeigt werden). Oder auch in Kommentaren auf Social Media, da es vor allem dort immer wieder zu gewaltvollem Gebrauch von Sprache kommt.

Gasser und von Rath geben auch zu, dass sie selbst nicht die perfekte Lösung für eine inklusive Sprache haben; dass es diese wahrscheinlich gar nicht gibt. Dies ist auch nicht das Ziel. Das Ziel ist es, Sprache als etwas Wanderbares zu verstehen. Etwas, womit wir spielen können. Ja, Sprache kann verletzten und zerstören; aber sie kann auch aufbauen, glücklich machen und Dinge offenbaren, die bisher verdeckt waren.

Die Lektüre war für mich wirklich aufschlussreich, bereichernd und lehrreich. Deshalb danke ich dem Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Leseexemplares.
Profile Image for Linaaa.
64 reviews2 followers
July 1, 2025
„Macht Sprache“ ist ein geeignetes Buch, um sich erstmals mit diskriminierungskritischer Sprachpraxis auseinanderzusetzen. Wer sich bereits mit dem Thema befasst hat, erfährt eventuell nicht viel Neues.
Sehr viele Wiederholungen, oft zu lang ausgetretene Beispiele, die in keinem Zusammenhang zum Kapitelinhalt stehen. Die Autorinnen haben sich stellenweise in ihrer eigenen Theorie etwas verrannt. Die Grenzen von Sprache, Diskriminierung auf struktureller Ebene zu reduzieren, werden leider nicht ausführlich erörtert, was ich von einem „Manifest für mehr Gerechtigkeit“ in jedem Fall erwartet hätte.
Der Schreibstil ist zwar gut zugänglich, allerdings wahnsinnig trocken.
Interessant war dennoch die Anmerkung, dass Sprache ständig im Wandel ist und sich Vorstellungen über diskriminierungskritische Sprache daher ständig ändern können. Gut finde ich auch, dass das Buch keine perfektionistische Erwartungshaltung an die Leser richtet, sondern dazu einlädt, sich auf Sprache einzulassen und aus Erfahrungen zu lernen.
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