1.5🌟
Was mich dieses Buch gelehrt hat: vertraue nicht auf Rezis oder Eigenaussagen des Autors, die sehr hübertrieben sind.
Und damit diven wir in die wohl längste Rezi, die ich jemals geschrieben habe…
Vorab: ein riesiges Dankeschön geht an meine liebe Freundin Susanne, mit der ich das Buch quasi gebuddyreadet habe. Denn ohne sie hätte ich das Buch möglicherweise nie zu Ende gelesen. Oder zumindest niemals so schnell zu Ende gelesen wie jetzt.
Nun denn… wo zur Hölle soll ich anfangen? Womöglich damit, dass ich mich selbst bei Büchern, die mir nicht gefallen haben, extrem schwer damit tue, jedem von diesen Büchern abzuraten. I mean, dass Bücher sehr subjektiv bewertet werden, sollte jedem auf der Hand liegen.
Wenn ich nun aber daran denke, ob ich eher einem erfahrenen oder eher einem unerfahrenen Fantasy-Leser dieses Buch empfehlen würde, könnte ich mich nicht entscheiden. Das liegt insbesondere daran, dass es so viele Dinge gibt, die mich als erfahrene Fantasy-Leserin UNGLAUBLICH aufgeregt haben. Gleichzeitig gibt es jedoch viele Punkte, von denen ich glaube, dass sie Leser abschrecken könnten, die mit Fantasy noch nicht viele Berührungspunkte haben.
Angefangen mit der Sache, die mich dauerhaft aus dem Lesefluss gerissen hat: der Schreibstil.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass besonders die Wahrnehmung eines Schreibstils sehr subjektiv ist und ich es nachvollziehen kann, wen man ihn mochte. Dennoch möchte ich einige Beispiele aufzählen, die mir immer wieder missfallen haben:
-die Verwendung von (in meinen Augen) weirden und sehr oft verwendeten Lautmalereien wie „Ah! Ah! AAHH“, schrie sie, „Arghhh“, brüllte sie, „Hmpf“, seufzte sie, „Hah“, hauchte sie“… ich könnte ewig so weitermachen. Ich stelle mir bei solchen Anreihungen von Wörtern, die Schreilaute imitieren soll, halt nicht einen Charakter vor, der schreit, sondern der ganz monoton „A h h h h zum Beispiel sagt. Ihr merkt, dass das den entgegengesetzten Effekt hat, was es eigentlich haben sollte. 😅 Zu sagen, dass XY laut aufschrie, gepeinigt schreite, brüllte, whatever, reicht für mich vollkommen aus, als einen Schreilaut mit Buchstaben ausdrücken zu wollen.
-Formulierungen wie „sein Schrei, er traf auf ihren“, (ab hier selbst ausgedachte Beispiele, da ich irgendwann keinen Bock mehr hatte, sie zu markieren, weil solche Formulierungen ständig verwendet wurden), „der Baum, er war grün“, „der Schrei, er war gellend“… haben mich einfach so dermaßen aus dem Lesefluss gerissen, weil dadurch alles so unfassbar platt/kurz beschrieben wurde?! Irgendwie entstand dadurch für mich eine Distanz zum Geschehen.
-so viele Ausrufezeichen Panagiotis inflationär in gefühlt jeder wörtlichen Rede verwendet, so wenig Fragezeichen setzt er. (Ich sage nur: „Annelya!!!!“, „Geeeeankert!!!!“, „Was hast du getan.“, „Tenna, was passiert mit mir.“ Ja, genauso sind das Zitate aus dem Buch…)
-teilweise fand ich die Begleitsätze bzw. die darin beschriebenen Verben, wie jemand etwas sagte, sehr unpassend. Beispielsweise geht gerade eine Bombe hoch und dann steht da: „Nein“, jammerte sie versteinert. Weiß nicht, ob das nur meine Auffassung vom Verb ist, aber Jammern verbinde ich mit jemanden, der meckert oder eben sich wegen einer Nichtigkeit beschwert. Anderes Beispiel: Sie trifft ihren Feind Iuel und ihre Reaktion: „Keinen Schritt weiter“, räusperte sie sich. Wow, wie gefährlich, Annelya.
Als nächsten Punkt die Dialoge. Und ja, das zählt irgendwie zum Schreibstil, aber weil mich die Dialoge so gestört haben, ist das ein einzelner Punkt für mich lol.
-erstmal, was mich wirklich am meisten gestört hat: WIESO STOTTERN DIE CHARAKTERE ALLE SO?! Ich kann ja verstehen, dass ein Charakter in Ellipsen spricht bzw. Wörter wiederholt, wenn er/sie aufgeregt oder ängstlich ist. So wie in: „Leute, was ist das, was passiert mit mir, Leute.“, als sich Surneis Augenfarbe ändert (wobei der Punkt am Ende das wieder sehr monoton wirken lässt, aber was weiß ich schon…). Doch Sätze wie: „Wo, wo.“, „Was, was hat das mit mir zutun, mit dir, ich verstehe nicht“, murmelte Annelya nachdenklich“, haben mich dann doch sehr aus dem Lesefluss gerissen.
-die Dialoge kamen mir, insbesondere vor dem Timeskip und als man noch Annabel verfolgt, uuuultra hölzern vor. Oftmals, denke ich, weil viele Dialoge einfach nicht zum Geschehen gepasst, bzw. einfach nicht zum Ernst der Lage gepasst haben. Beispiel: Annabel und Elyos sind mit den anderen Soldaten auf dem Weg zum Kristall, es ist so doll am Stürmen und Gewittern, sodass einige Soldaten sogar schon umkehren wollen. Elyos ist in der Szene aber Mega gut gelaunt und macht Witze. Hä?
Allgemein waren mir Dialoge einfach viel zu steif, irgendwie hat das, was ein Charakter gesagt hat, manchmal einfach nicht so wirklich zu dem gepasst, was der andere Charakter davor gesagt hat. Zumindest würde so jemand im echten Leben nie reden. Und da macht es auch nicht besser, wenn in der wörtlichen Rede ein, „Hahaha“, steht….
Der nächste Punkt: das Worldbuilding. Und das war tatsächlich irgendwie mit das beste vom Buch, obwohl ich es an vielen Stellen sehr unausgereift fand. Aber fangen wir doch mit dem Positiven an:
-ich mag es wahnsinnig gerne, wenn ein Autor sich für seine Welt neue Kreaturen ausdenkt. Die Ares am Anfang fand ich dabei sehr cool, genauso wie die Norukoschildkröten, obwohl diese leider nicht so wirklich eine Rolle gespielt haben.
-die Charaktere entwickeln je nach Sternzeichen eine andere Kraft/„Magie“, was ich wahnsinnig spannend fand. Zwar hätten diese Sternzeichen auch gerne eine größere Rolle spielen können für mich- vorfallen, weil Panagiotis auf seinem Instagram Account sehr viel davon geredet hat, aber das im Buch nur 1-2 erwähnt wurde. Dennoch ne coole Idee!
Am Worlbuilding sieht man finde ich am meisten, dass dem Autor seine Geschichte sehr wichtig ist. Dennoch bin ich der Meinung, dass das WB viel Potential hatte und vieles richtig gemacht hat, jedoch hätte man daraus noch viel mehr daraus machen können.
-Beispielsweise erfährt man nur in einem Satz, dass der, der den König/die Königin tötet, zum neuen König/zur neuen Königin wird. Wie genau das politische (Herrschafts-)System abläuft, inwieweit der König/die Königin wirklich Macht hat im Saretorium, das alles war mir aber eher unklar.
-es wird gesagt, dass der Kristall der Schöpfung das Leben möglich macht. Es wird jedoch ebenfalls erklärt, dass bis heute nicht erforscht werden konnte, wie das funktioniert. Entweder wird das hoffentlich noch in den Folgebänden aufgeklärt, oder es hört sich nach einer lahmen Ausrede an, um sich nicht ausdenken zu müssen, wie der Kristall funktioniert.
-der Kristall der Schöpfung ist obviously ein Kristall, aber irgendwie gelingt es, dass in Annabel diese Kraft versiegelt wird. Bitte was?! How??? Und dann hat ihr Kind, mit dem sie zum Zeitpunkt der Versiegelung schwanger ist, auch die Kraft. Hä? Hääää??
(Man sieht, der Kristall verwirrt mich hart :D)
-das könnte man auch beim Schreibstil aufführen, ich mache es jetzt einfach hier: besonders am Anfang wurde sooo viel Info-Dumping betrieben…Ich verstehe ja, dass es sich bei High-Fantasy meist nicht vermeiden lässt, manchmal gar paragraphenweise über das Worldbuilding erzählen zu lassen. I get it, really. Aber die Erklärungen von einigen Sachen haben sich manchmal so fehl am Platz angefühlt, dass es mich sehr aus dem Lesefluss rausgebracht hat. Beispielsweise, als darüber berichtet wird, woher Annabel (und ihre Schwester Meleoidy) kommen und was diese Elemente und die Sternzeichen sind. Besonders die Hintergrundgeschichte von Mel und Annabel hätte man so gut in einen Dialog einbetten können! Aber nein, stattdessen wird es (mMn) random seitenlang in einem Erzählbericht erklärt. Ok….
Der nächste sehr große Kritikpunkt: die Charaktere. Dieser Punkt hat mich gerade deswegen so gestört, weil Panagiotis auf Instagram dauernd davon redet, wie sehr wir Leser die Charaktere lieben, wie sehr sie uns schockieren werden… Deswegen tut es mir auch leid, das sagen zu müssen, aber einer muss es ja sagen: Ich habe lange nicht mehr über so schlecht geschriebene/platte/naive/dumme Charaktere gelesen wie in diesem Buch.
(Mehr oder minder) kurze Meinungen zu den einzelnen Charakteren:
•Annabel: sie ist für mich bis zum Schluss der unnahbarste Charakter geblieben. Auf der einen Seite glaube ich, dass das so gewollt ist, schließlich wird sie am Ende ja als die „Böse“ herausgestellt, zumindest zum Teil. Aber so unnahbar ein Charakter sein soll, damit man von seiner Entwicklung überrascht wird…ich kann kein Attribut nennen, was ich Annabel zuschreiben würde, weil ich sie so blass und charakterlos fand. Auch am Anfang, als wir noch in ihrer POV waren. Mal benimmt sie sich nett, mal kalt, mal unnahbar…ich kann nur sagen: wer zur Hölle soll Annabel jetzt sein?
•Meleoidy: Ihre Lines und ihre Art/„Aura“ fand ich zwar um einiges cooler als bei Annabel. Dennoch hatte sie ein ähnliches Problem wie Annabel. Dadurch, dass man nicht durchschauen sollte, ob sie jetzt gut oder böse ist, blieb sie für mich bis zum Schluss sehr blank und unnahbar. Habe mich sehr auf sie gefreut, da der Autor sie sehr hyped, aber letztendlich wurde ich auch von ihr eher enttäuscht.
•Surnei: er war einfach da lol. Auch hier: kein nennenswertes Merkmal, was bei ihm heraussticht, nichts, was ihn wirklich ausmacht. Er war halt der typische Sidekick der Prota. Und dazu noch ein ziemlich schlechter. Denke aber, dass er in Band 2 mehr „Screentime“ bekommen wird. But I actually don’t care about him.
•Elyos: unwichtiger Charakter, der direkt am Anfang stirbt und damit schon mal ein Buchklischee erfüllt. Und, wie sollte es anders sein: natürlich ist sein Tod der Antrieb für Annabels Charakterentwicklung.
•Tenna: Ich habe for real nicht verstanden, wieso er mit auf die Reise geschickt wurde, schließlich ist er ja nur irgendein Forscher, Vertrauter von Annabel hin oder her. Gut, er hat irgendwelche Gegenstände, die am Ende hilfreich werden, aber ansonsten ist er ziemlich unnütz gewesen. Er hatte zwar seine lustigen Momente („Du vereiste Gehirnzelle“ wird ab jetzt meine neue Lieblingsbeschimpfung hahaha), aber alles in allem ist er mir nicht wirklich im Gedächtnis geblieben.
•Snow: ähnlich wie Tenna, nur dass Snow körperlich… also, von seinem Element her (lol) mehr drauf hatte als Tenna und auch mehr Backgroundstory bekommen hat als dieser. Die Interaktionen zwischen Snow und Tenna waren ganz witzig, aber auch nicht mehr. Achso, und natürlich heißt der Charakter, der Eismagie beherrscht, Snow… U F F
•Leon: er war ein Verräter. Oder so. Aber hat sich auch null wie ein König benommen, dafür, dass er ein König war. Wieso nochmal war er überhaupt im Buch? Achso. Für die Charakterentwicklung von Annabel. Neeeeext!
•Sarru: fand ich mit am Sympathischsten, auch wenn ich ihn allgemein so wie alle Charaktere nichtssagenden fand. Wieso er jedoch Iuel so schnell vertraut hat und sich so schnell eine Bindung zwischen den beiden aufbauen konnte, ist mir völlig unklar. Auch checke ich seine Beziehung zu Annelya und Surnei nicht. Mal benimmt er sich wie ihr Freund, manchmal wie ihr Mentor…
•Iuel: der villain, der natürlich ✨kein Villain ist ✨“… Am Anfang fand ich ihn ziemlich cool, aber am Ende, als sich immer mehr herauskristallisiert hat, dass er nicht der Böse ist, wurde er imo mega uninteressant. Auf einmal wurde er voll der Süßi, der poetische Lines droppte und natürlich auch sofort eine Bindung zu Sarru hatte und cheesy wurde.
•Nadja: natürlich stirbt der Charakter, den ich am meisten mag. Danke auch.
•last and hopefully least: Annelya. Mein. Gott. Hat. Sie. Mich. Aufgeregt. Ich hasse allgemein, von jungen, dummen, naiven Protas zu lesen, aber Annelya hat das noch mal auf ein neues Level gehoben. Un nein, Gürkchen is es nie eine Erklärung/Rechtfertigung, wenn dieser Prota erst 16 ist.
Sie rebelliert natürlich gegen ihre Mutter und deren Vertraute, weil sie glaubt, es besser zu wissen, wie man mit Iuel umgehen soll. Dabei ist sie erst 16 (wenn ich mich recht erinnere) und benimmt sich dabei wie eine 12 Jährige. Ich habe an sich nichts dagegen, wenn jüngere Charaktere sich gegen ältere auflehnen, schließlich wissen Erwachsene auch nicht alles besser, aber die Art und Weise, wie Annelya das gemacht und sich dabei ausgedrückt hat, war kindisch, lächerlich und einfach cringe.
Und der Satz „Ich bin kein kleines Kind mehr. Sie muss mich nicht beschützen.“, hat den Vogel wirklich abgeschossen. Denn, Überraschung! Annelya verhält sich (vor allem mit diesem Satz) die ganze Zeit wie ein Kleinkind und muss immer von allen beschützt und gerettet werden, weil sie immer unüberlegt handelt. Wow. Sie schleicht sich natürlich immer von allen weg, um alleine gegen Iuel anzutreten und verhält sich bockig, wenn sie von wem erwischt wird und dann (LITERALLY) auf ihr Zimmer geschickt wird. Aber neeeein, sie verhält sich überhaupt nicht wie ein Kind, bloß nicht… Vor allem sorgen ihre Abhau- und Alleingänger-Aktionen dafür, dass Iuel nun den Standort von ihnen weiß und bringt so nicht nur sich in Gefahr, sondern auch ihre Reisegefährten.
Das beste: Annelya entschuldigt sich dafür, dass sie die anderen in Gefahr bringt. Sofort im nächsten Moment will sie aber in das gefährlichste Gebiet der Welt reisen, weil: „Räuber, Raubtiere? Nichts, das wir nicht aufhalten können.“ Ja, Annelya, du brauchst dir auch keine Sorgen um dich zu machen, weil du zumindest so nicht sterben kannst. Deine Reisegefährten hingegen können aber sehr wohl sterben. Rührend, wie wenig du dich um sie kümmerst.
Achso, und sie setzt Random den Mord von Iuel an Hunderten Menschen gleich mit dem, dass ihre Mutter einen Menschen (Sarru) töten wollte. Jaja, am Ende kommt raus, dass Iuel nicht dafür verantwortlich war, aber das weiß man und damit Annelya zu diesem Zeitpunkt nicht. Wieso nimmt sie dann Random Iuel immer in Schutz??? Achsooo, bestimmt, weil sie ✨the chosen one ist✨ und instinktiv schon weiß, dass Iuel eigentlich gut ist…
Zusammengefasst: ich hasse Annelya.
Letzter Kritikpunkt: die Story. Ich bin mir sicher, dass es an der Mischung aus dem Schreibstil und den (für mich) nervigen und nicht liebenswerten Charakteren war, aber die Story war für mich sooo messy. Der Kristall ist, wie schon erwähnt, ein einziges Mysterium für mich. Was schwierig ist, wenn darauf irgendwie die ganze Story aufbaut. Die Plottwists, dass Annabel „die Böse“, Meleoidy irgendetwas dazwischen und Iuel der Gute ist, war so vorhersehbar, dass es gar lächerlich ist. Besonders, wenn Panagiotis sowohl auf Instagram als auch im Buch dauern davon spricht, dass ✨die Wahrheit✨ schockierend ist. Das alles mit den Droknen hat mich einfach nur verwirrt zurückgelassen. Bestimmt wird alles, was sie betrifft, näher im 2. Band erläutert, aber da ich diesen nicht mehr lesen werde…Welp, ein erster Band muss für mich halt auch irgendwie alleine Sinn ergeben und das hat dieser Teil an vielen Stellen für mich leider nicht.
Da ich eine ganze Kategorie für „Logikfehler/?-Momente“ habe, die mein Verständnisproblem mit der Story am besten erklären und aufzeigen, wieso ich denke, dass die Geschichte noch ziemlich unausgereift ist, hier ein paar Beispiele (husthust) aus meinen Markierungen:
-jemand kann die Tür nicht öffnen, weil er einen nassen Mantel hat… Bitte was?
-warum werden die HEILbeeren für einen normalen Kuchen verwendet?? Ist das nicht voll die Verschwendung der HEILbeeren?
-Saretorium ist so ein friedvoller Ort, dass das ganze Königreich von der Entführung eines Kindes in nem Dorf in Aufruhe ist. Später wird jedoch erzählt: „Es war üblich für Banditen des Westens, kleinere Farmen und Familien anzugreifen.“ Es gibt also sehr wohl Gewalt im Saretorium. Wieso erschüttert dann eine einzige Entführung das GANZE Königreich so krass???
-die Macht des Kristalls der Schöpfung kann einfach in einen Menschen versiegelt werden. Und obwohl das noch nie passiert ist (glaube ich?!), hinterfragt das keiner. Also, legit, keiner. Weder die Soldaten, die bei der Versiegelung unfreiwillig helfen, obwohl sie meines Wissens nach nichts von der Versiegelung wissen, noch Mel, als sie von der Versiegelung erfährt oder Annabel selbst, die von der Versiegelung betroffen ist. Auch das gesamte Volk scheint es nicht mehr zu hinterfragen, wieso der Kristall dead ist, seine Kraft aber in der neuen Königin und ihrer Tochter versiegelt ist. Ahhh ja.
-Achso, und keiner hält es für nötig, dem König kurz nach der Versiegelung davon zu erzählen. LOL.
-Annabel wird Königin, weil sie ja Leon (den alten König) getötet hat. Das Volk sieht sie als rechtmäßige Nachfolgerin an, weil sie Leon nur getötet hat, weil er (laut Annabel) mit Iuel unter einer Decke steckte. Das Volk glaubt ihr auf Anhieb, obwohl das Volk bis jetzt dachte, Iuel sei tot. Logisch, na klar.
-mein größtes Fragezeichen: WIE KANN ES ÜBERHAUPT IN ANNABEL VERSIEGELT WERDEN????
-warum wird gerade in Annabel die Kraft versiegelt???
->warum will Iuel sie unbedingt töten???
-nachdem Annabel von Lennard zur Versiegelung gezwungen wird, fragt sie: „Was hast du getan? Was hast du mir angetan!?“ Mega schlau, dass sie ihn im nächsten Moment umbringt, bevor sie eine Antwort erhalten kann.
-Annabel hat gerade ihr eigenes Kind zur Welt gebracht und muss mega fertig sein. Ein fucking SOLDAT kann dennoch einfach in den Kreissaal stürmen, weil ein Baby vor den Schlosstoren abgegeben wurde. Als ob sich kein anderer Bediensteter, gerade in diesem Moment nach der Geburt, um das Baby kümmern kann. Niemals müsste sich eine Königin eigentlich mit so einer „Belanglosigkeit“ beschäftigen. Aber es muss ja für den Plot passieren, damit sie Surnei als ihr eigenes aufnimmt…
-alle denken, Sarru ist für die Explosion im Schloss zuständig, nur, weil sein Wappen da liegt. Dass Annabel das denkt, weil sie glaubt, dass jeder sie verrät, okay, aber alle anderen??
-Iuel taucht Random vor Sarru auf. Daraufhin offenbart Iuel ihm, dass er ja nicht der Böse ist. MMn glaubt ihm Sarru viel zu schnell, dafür, dass Iuel seit Jahrzehnten als DER Böse bekannt war. Aber meinetwegen, soll er ihm glauben. Aber wie kann sich innerhalb höchstens eines Tages so eine krasse Bindung zwischen den beiden aufbauen?? I mean, Iuel sagt literally: „Mein Freund. Du hast mir Glauben und Vertrauen geschenkt. In jenem Moment hätte ich mit erfüllter Seele sterben können.“ Noch cheesier gehts nicht, oder?
->aber anstatt Sarru alles genau zu erklären, sagt Iuel: „jetzt ist nicht die Zeit dafür.“ Junge, wenn Sarru dir glauben soll, ist genau JETZT die Zeit dafür!
-um Iuel zu suchen, fragen Annelya und Surnei random bei Händlern nach, und das, obwohl Surnei vorher selbst noch sagt, dass Iuel so unauffällig wie möglich unterwegs ist. Also wird er ja eigentlich kaum mit einem Händler sprechen, wieso dann überhaupt zu dem Händler gehen??
-natürlich wird Sarru in dem Moment getötet, als er revealen will, wer wirklich hinter allem steckt… sorry, aber selbst in einer FanFic wird das nicht mehr gemacht.
-Iuel lässt jeden vergessen, wer er ist? HÄÄÄ???
-ein Random Golem, der Annelyas „Herz prüft“??
-Iuel ist zufällig auf das Buch der Schatten gestoßen, welches seit Jahrtausenden von allen gesucht wird. Natürlich fällt es gerade ihm in die Hände und es wird auch nicht erklärt, wie er das findet. The fuck.
-wieso wird es wie ein Plottwist aufgebaut, dass Gion der Böse ist? Das weiß man als Leser doch schon voll lange.
-wer ist jetzt der ehemalige Geliebte von Mel? Wird das nicht wichtig??
-stehen die Soldaten am Ende unter Gions Kontrolle? Dachte, die Soldaten gehören zur Königin? Sind die jetzt auch Verräter oder wie? Und wenn die nicht zu Gion gehören, ist es nicht mega dumm, dass sich Gion ihnen offenbart, obwohl alle denken, dass er tot ist???