"Also gut, wir befinden uns im Krieg. Doch dann lassen sich endlich drei Fragen formulieren: Welches sind die Kriegsparteien? Was sind ihre Kriegsziele? Und schließlich die wichtigste Frage: Wie steht es mit Frieden? Mein Argument lautet also nicht, dass wir erleben, wie ein bestehender Frieden unbilligerweise zerschlagen wurde, noch dass wir mit einem 'Krieg der Kulturen' konfrontiert sind. Sondern dass wir zunächst anerkennen müssen, dass ein Krieg der Welten die ganze Zeit hindurch schon stattgefunden hat, das ganze sogenannte moderne Zeitalter hindurch - in dieser modernen Parenthese. Noch beweist nichts, dass wir auf der falschen Seite stehen oder dieser Krieg nicht zu gewinnen ist. Sicher ist nur, dass er offen und nicht verdeckt geführt werden muss. Am schlimmsten wäre, wenn man so täte, als gäbe es überhaupt keinen Krieg, nur die friedliche Ausdehnung der natürlichen Vernunft des Westens, die ihre Polizeikräfte einsetzt, um die vielen Reiche des Bösen zu bekämpfen, einzudämmen und zu bekehren." (Bruno Latour)
Bruno Latour, a philosopher and anthropologist, is the author of Reassembling the Social: An Introduction to Actor-Network Theory, Our Modern Cult of the Factish Gods, An Inquiry into Modes of Existence, and many other books. He curated the ZKM exhibits ICONOCLASH and Making Things Public and coedited the accompanying catalogs, both published by the MIT Press.
قمت بعرض هذا الكتاب في صف عن الحرب، السلام، والقوة.. استمعت بعرض الكتاب بقدر ما استمتعت بقراءته فلقد قمت بلعب دور الكاتب كمضيف لكل التلاميذ الذين لعبوا دور الجهات الدولية التي تساهم في الحرب بطريقة مباشرة أو غير مباشرة.. يشرح الكاتب كيف أننا لا يمكن أن نصل للسلام ما دمنا لا نعترف بوجود حرب بين تلك المجتمعات المختلفة.. يطرح بعداً فلسفياً يصعب علينا، نحن من نعيش العالمية، أن نفهم أننا مختلفون ومتشابهون.. اختلافنا سيؤدي لحروب ستؤدي لاحقاً للسلام.. لا أن نفترض سلاماً دائماً يعكره بعض الطغاة.. بل أننا في حلقة دائماً من السلام إلى الحرب ثم السلام مجدداً..