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Die zärtlichen Schwestern

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»Die Freundschaft ist das frohe Vergnügen der Menschen und die Liebe das traurige. Man will einander recht genießen, darum liebt man; und man eilt doch nur, einander satt zu werden. Habe ich nicht recht, Herr Damis?« (Klappentext)

158 pages, Paperback

First published January 1, 1747

28 people want to read

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Christian Fürchtegott Gellert

435 books6 followers
Christian Fürchtegott Gellert was a German poet, moral philosopher, and fabulist.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Edgar.
443 reviews49 followers
January 3, 2021
Christian Fürchtegott Gellert ist nach Otto Roquette der zweite der (heute) weitgehend vergessenen Autoren, die ich dieses Jahr wiederentdecken will. Zu Lebzeiten (1715-1769) galt er als einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Aufklärung, Moralphilosophie.

Und an ihm lag es nicht, dass mir dieses Lustspiel nichts sagte. Auch seine Sprache war nicht so veraltet, dass man sie sich nicht mehr antun mag. (Hätte er den Text als Sachse vorgelesen, wäre das vielleicht noch belustigender gewesen.) Es lag vielmehr daran, dass es in einem Lustspiel zwangsläufig um das Thema Liebe, Verwechslungen und Verwicklungen geht und darauf habe ich einfach nicht so viel Lust. Das Gute an der Zeit und Theaterstücken ist, dass man nicht 1000 Seiten schreiben muss, um seinen Punkt rüberzubringen und das Ganze schnell gelesen ist.

Der Anspruch Gellerts war dabei durchaus löblich. Im 18. Jahrhundert galt nämlich noch die (angeblich auf Aristoteles zurückgehende und heute seltsam anmutende) "Ständeklausel". Will heißen: In Tragödien, Dramen, ernsten Opern usw. waren alle Figuren königlichen Geblüts, oder zumindest Adelige, und diese konnten in Hoftheatern aufgeführt werden. Bürgerliche Figuren waren jedoch fest Lustspielen, komischen Opern etc. vorbehalten und diese führte man an Volksbühnen auf. Gellert wollte aber mit diesem Stück zeigen, dass auch Bürgerliche durchaus zu ehrbarem und vernünftigem Verhalten in der Lage waren, sogar Frauen.

Den Aspekt fand ich noch gut bei diesem Bäumchen-Wechsel-Dich, bei dem es einzig darum geht, ob zwei Schwestern mit ihren jeweiligem Verehrer zusammenkommen und der Vater sie unter die Haube bekommt und damit versorgt weiß. Die ältere und nicht so hübsche Schwester von beiden liebt ihren Verehrer, trotzdem er durch einen Prozess seines Vaters von einem Reichen ein Armer wurde, nimmt ihn am Ende aber nicht, weil er sich als untreu erwies. Die jüngere hübsche Schwester ziert sich weite Strecken wie eine Kratzbürste und erwehrt sich der Galanterien ihres reichen Verehrers, weil sie "ihre Freiheit" behalten wollte, was immer das in dieser Zeit und Rollenverteilung bedeutet haben mag. Und am Ende macht die Ältere eine Erbschaft und die Jüngere heiratet den Reichen.

Na gut, erst hatte ich zwei Sterne ausgerufen, stocken wir es des Anspruchs willen auf drei Sterne auf. Die Lehre des heutigen Tages mit zwei kurzen Novellen und zwei Theaterstücken: die Klassiker können auch heute noch erfreuen, auch wenn sich die gesellschaftlichen Umstände drastisch geändert habe (und nicht durchwegs zum Besseren). Der Mensch ist nämlich bei aller Absurdität des Lebens (Camus, vorgestern gelesen) immer noch ziemlich derselbe. Nur, dass bei uns die Clowns heutzutage in die Politik und auf die Straße gehen, oder als Journalisten arbeiten.
Profile Image for Isabel Fluffy.
192 reviews1 follower
September 21, 2024
Kurzweilig, vorhersehbar, platt. Muss man nicht machen. Ich hoffe, dass das nie Schullektüre wird.
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