Sich zu verlieben, das kann Juli nun gerade gar nicht 36 Tage sind es nur noch, bis sie Hamburg verlässt und in Amsterdam einen Neuanfang wagt, beruflich und privat. Alles ist so weit geregelt, die Freundinnen werden fehlen, klar, der alte Job als Architektin nicht wirklich, der Aushilfsjob in der Bar, mit dem sie die letzten Wochen vor dem Umzug finanziell überbrückt, schon mehr, denn dort fühlt sie sich arg wohl. Aber gut -- so ist das nun mal mit Einfach ist es nie, aber Juli hat es im Griff. Dann ist plötzlich Ben da. Peng. Ben wirft alles über den Haufen, mit Ben läuft alles aus dem Ruder. Hat eigentlich eine Freundin in Köln, mit solchen Männern wollte Juli sich doch nie einlassen?! Egal, in einem Monat ist sie ja sowieso nicht mehr da. Also eine Art Affäre auf Zeit -- doch mit einer Affäre hat die Geschichte bald nicht mehr viel zu tun. Was so seicht und nach noch einer Eva-Heller-Hera-Lind-Gaby-Hauptmann-Geschichte klingt, ist eine ungewöhnlich intelligente, scharf beobachtete und extrem witzige Klar Unterhaltungsliteratur, nicht gerade schwere Kost, aber alles andere als platt, dümmlich und klischeehaft, wie es solche Bücher ja gerne mal sind -- ganz im Gegenteil. Kathrin Tsainis, die sich als Redaktionsleiterin bei Brigitte Young Miss auch hauptberuflich mit dem Lebensgefühl der Zwanzig- bis Dreißigjährigen befasst, hat einen klugen, differenzierten, einfühlsamen, sehr effektvoll komponierten und bei aller Komik äußerst wahren Roman geschrieben, der auf jeder Seite Spaß macht und "Kenn ich"-Ausrufe auslöst. Ein ausgesprochen empfehlenswertes Buch, nicht nur für Frauen! --Christoph Nettersheim
Hatte mir nicht viel versprochen und wurde sehr angenehm überrascht. Einige Aspekte der Geschichte kamen mir aus meiner eigenen Biographie bekannt vor, so dass ich durchaus mit der Protagonistin mitfühlen konnte. Die Charaktere waren sympathisch und die Geschichte kurzweilig.
Ich nahm das Buch mit aus dem Bücherschrank in der Innenstadt, weil der Name mich an etwas erinnerte. Und zwar hatte ich kurz zuvor einen Laden entdeckt in Köln, mit Büchern und schöne Sachen und dieser Laden hieß Tagediebe. Vielleicht versprach ich mir deswegen noch mehr vom Buch als es dann hergab. Nichdestotrotz war es sehr kurzweilig und habe ich es gern gelesen.
Slightly Pick-Me-Girl Mausi meets wirklich aber ganz lieben Nice Guy (eigentlich in einer Beziehung). Aber was soll man machen, wenns die große Liebe ist?
Butter bei die Fische - eine gute Idee, aber eine weniger spannende Umsetzung, die nur an der Oberfläche dümpelt und durch keine Spannung, Emotionen oder ähnliches punkten kann.
Meine Meinung: Juli wartet auf Ben. Doch wie begann die Geschichte überhaupt mit Ben und warum wartet Juli auf ihn? Ich hoffe die Geschichte verrät es. Zu Beginn der Geschichte lebt Juli noch in Hamburg. Das soll sich bald ändern. Amsterdam ist Ihr Ziel. Im Rosenthal gibt sie die Kellnerin. Wenn es Ärger gibt, ist der Spüler Konnapke nicht weit. Ich finde das ist ein gutes Gefühl. Dann taucht er auf. Ben. Nicht nur das er sie rettet, er schenkt ihr am nächsten Tag auch Blumen. Sie treffen sich öfters. Was nicht geschehen sollte, geschieht. Juli verliebt sich und auch Ben ist nicht abgeneigt.
Juli ist etwas unorganisiert. Chaotisch aber liebenswert.
Ben dagegen ist organisiert. Ein Mensch, der gut mit Worten umgehen kann. Belesen und gebildet. Finde es nur nicht fair, dass er ein Geheimnis hat. Wieso lässt er sich überhaupt auf Juli ein.
Die Mädels finde ich klasse. Eva, Christine, Rita. Was würde Juli, nur ohne diese verrückte Bande tun. Ben ist Geschichte. Sie besucht ihre Oma Lotte, sieht sie zum letzten Mal. Sie hat vergessen, wer Juli ist. So vieles tut sie ein letztes Mal. Ich habe sowas auch schon durchgemacht. Das letzte Mal aber, ist immer wieder schwer.
Schreibstil: Locker und mit viel Herz.
Mein Fazit: Zwei Menschen scheinbar verbunden, allerdings durch ein Geheimnis getrennt.
Es ist für mich das zweite Buch der Autorin und hat mir wesentlich besser gefallen als das andere, das ich gelesen habe! Juli gerät in eine Situation, in die jeder einmal schlittern kann. Sie gibt nicht auf, obwohl sie ein sehr großes Risiko aufnimmt verletzt zu werden. Ihre Freunde reagieren toll, indem sie ihr zwar das Risiko vor Augen führen, trotzdem aber ihre Liebe und ihr Verhalten akzeptieren und auch Ben ganz normal behandeln. Der Schreibstil war gut und brachte auch den Herzschmerz für den Leser mit. Ganz so wie ich es bei einem Chick-Lit Buch erwarte. Wenn jetzt noch eine Brise schöner Humor dazu gekommen wäre, hätte es von mir noch mindestens einen Punkt mehr bekommen. Aber so wie es ist, ist es eine schöne, leichte Sommerlektüre für zwischendurch mit ein bisschen Bauchkribbeln.