Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«?
Michi ist ihr Traummann – bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht!
Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te quiero« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene?
Der Regionalkrimi war gestern - Regionalromantik ist heute!
Dieses Buch hat meinen Geschmack leider so gar nicht getroffen und das ist schade - denn die Idee, das ganze über die Suche nach der bairischen Entsprechung von "Ich liebe dich" aufzuziehen, hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen. Ich glaube, mein größtes Problem an der Geschichte war die Protagonistin - bzw. die Charaktere im Allgemeinen, die sehr stereotyp und flach ausfallen. Da war niemand dabei, der mich näher interessiert hätte, bei dem ich mitgefiebert hätte. Die Protagonistin an und für sich ist relativ selbstzentriert und oberflächlich und ich sehe im Verlauf der Handlung da auch keine große Wandlung. Warum so viele Männer auf sie fliegen, ist mir übrigens auch nicht klar - ihr übrigens schon, es liegt an ihrer Oberweite, die ist nämlich 75D (das wird so oft erwähnt, dass ich es selbst jetzt noch weiß, obwohl ich mir schwer tue, mich an den Namen der Protagonistin zu erinnern). Schade.
"I hob mi fei sakrisch in di valiabt!" - diese Worte sind es, die Lene, eigentlich glücklich liiert mit Anwalt Michael "Michi" Sommer, in die Flucht schlagen, wortwörtlich. Nach diesem Geständnis braucht Lene erst einmal eine Aussprache und zwar am besten mit ihrer Freundin Claudia. Tatsächlich steht schnell fest - es war das Liebesgeständnis an sich und überhaupt, abschließend sind sich die beiden einig: in der bayerischen Mundart gibt es keinen adäquaten Ausdruck für "Ich liebe dich".
An sich wäre diese Feststellung sicherlich nicht so dramatisch, wenn Lene nicht ausgerechnet in der Anzeigenannahme einer Passauer Zeitung arbeiten würde und ihre Kolleginnen das Thema begeistert aufnehmen und darüber berichten. Dieser Artikel schlägt ungeahnte Wellen, gibt es doch so viele Bayern und keiner soll in der Lage sein in seinem eigenen Dialekt "Ich liebe dich" zu sagen - das kann doch wohl nicht sein, oder? Lene ist fest davon überzeugt und beschließt, sich intensiver mit dem Thema zu befassen und sogar ein Buch darüber zu schreiben.
Dass sie sich mit dieser These nicht nur Freunde macht, ist Lene klar, doch dass sie sich damit einen Feind geschaffen hat, davon ahnt die junge Frau noch nichts. Karl Huber, Sprachwissenschaftler und eingefleischter Bayer, sieht ihre These als absolut lächerlich an und als die beiden aufeinandertreffen, knallt es so richtig. Beide sind fortan darum bemühte, ihre jeweiligen Behauptungen zu beweisen, wobei Lene immer wieder abgelenkt wird, denn plötzlich, so in den Augen der Öffentlichkeit, scharren sich die Männer um sie, sodass sie die Qual der Wahl hat. Ob einer von ihnen es schafft, ihr seine Liebe auf bayerisch zu gestehen?
Die Sache mit der bayerischen Liebeserklärung! Der Plot wurde abwechslungsreich und mit einer schönen Prise Humor in Verbindung mit einer herrlichen Portion Vorurteile erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie Protagonistin Lene immer wieder auf Sprachwissenschaftler Karl Huber trifft und diese Aufeinandertreffen teils recht explosiv, aber auch immer sehr lustig (aus Lesersicht) ablaufen. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Ich muss gestehen, mein Herz schlug bei diesem Buch nicht unbedingt für die Protagonistin, sondern eher für den nicht unsympathischen Sprachwissenschaftler Karl, der nicht bereit ist irgendwelche Argumente gegen die bayerische Mundart zu akzeptieren und diesem mit einer Vehemenz verteidigt, die man ihm auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
Als ihr Freund Michi sagt:“ I hob mi fei sakrisch in di valiabt!“ ist es für Lene wie die berühmte kalte Dusche. So sagt man doch nicht ich liebe dich, denkt Lene, und hat erstmal ab. Auf Bayrisch kann man nicht „ich liebe dich“ sagen. Mit ihrer These löst Lene große Diskussionen in ihrem Heimatstädtchen aus. Und es gibt auch einige Männer, die mit ihr diskutieren möchten, und die natürlich viele Lösungen im Angebot habe. Besonders hervor tut sich da Karl Huber, mit dem Lene trefflich streiten kann. Doch auch der halbe Spanier Ernesto ist nicht zu verachten. Wäre Matthias nicht Lenes Chef, würde sie gerne in seinen grünen Augen versinken.
Aus Beschreibung und Aufmachung des Buches könnte man auf eine sehr leichte Liebesromanze schließen, die vielleicht etwas mehr Schmalz als Schmelz hat. Macht man sich daran, den Roman zu lesen, könnte man aber doch eine kleine Überraschung erleben. Natürlich liegt hier ein Unterhaltungsroman vor, mit dem sicher niemand die Welt verbessern will. Aber dennoch bietet das Buch mehr als zunächst vermutet. Schließlich wandelt sich Lenes Leben durch ihre unerwartete Bekanntheit und ihre Reaktion darauf, ihre Probleme damit, werden ausgesprochen lebensnah und glaubhaft rübergebracht. Schafft sie es, sich trotz aller Veränderungen zu erden, bleibt sie auf dem Boden der Tatsachen. Und natürlich, findet sie ihren Ausdruck der Liebe, so wie ihre Eltern in gefunden haben, wie es der Vater in einer rührenden Szene beschreibt.
Dieses Buch gibt mehr als erwartet, schließlich hat es doch mehr Schmelz als Schmalz.
Unterhaltsam; mit wem Lene am Ende zusammen kommt, war absehbar aber trotzdem durch verschiedene Plottwists spannend erzählt; an manchen Stellen etwas übertrieben/überzogen aber ist halt ein Kitschroman :-)
Netter Schmöcker für zwischendurch. Für mich stand gleich fest mit welchem Mann sie zusammenkommen sollte, es hat nur typischerweise bis zum Ende gebraucht, bis Lene das selbst begriffen hat ;)
Liebesschmarrn und Erdbeerblues von Angelika Schwarzhuber erschien 2012 als Taschenbuch im blanvale-Verlag und ist auch als Hörbuch erhältlich.
Auffällig ist die Covergestaltung mit dem klassisch-bayrischen Schriftzug, der auch als Prägung nochmals hervorgehoben wurde. Durch die Abbildung Amors auf dem Cover ist unmissverständlich klar, um welche Art von Buch es sich handelt.
Die grundsätzliche Idee der Protagonistin, die Worte „Ich liebe dich“ in der bayrischen Sprache aufzustöbern und daran zu scheitern, weil es eine exakte Übersetzung nicht gibt, hat mir gut gefallen. Allerdings kann ich mich nicht in die Protagonistin hineinversetzen und habe mich bei der Geschichte am ehesten mit dem bettlägrigen Hans identifizieren können, denn so ist es mir beim Lesen gegangen. Warten, was in der Geschichte kommt und die Hoffnung, dass ich die Mundwinkel bei einem Lächeln nach oben verziehe. Ich habe in der Hoffnung weitergelesen, dass noch etwas Spannendes passiert – und wurde belohnt. Mein Highlight war die Kochshow. Ansonsten hatte das Buch für mich nichts Besonderes zu bieten. Die Charaktere finde ich stereotyp, die Entwicklung fehlt mir in den flachen Charakteren und am Ende des Buches ist, wo vorher Streit und Verunsicherung war, überall Friede, Freude, Eierkuchen – und das nach 350 Seiten. Der Schreibstil ist locker, die Handlungsdichte hoch – und trotzdem passiert mit den Charakteren in meinen Augen nicht wirklich was. Ich kann die Liebe, Angst, Aufregung,… von der Protagonistin nicht spüren, da schwappt nichts über und das ist für mich das Wichtigste bei Büchern dieses Genres. Leider ist bei mir das Buch durchgefallen, hier habe ich leider eine andere Meinung als die meisten Leserinnen, die das Buch großartig fanden.
Fazit: Der Wortteil „Scharrn“ aus dem Titel fasst es für mich gut zusammen.
An dieses Buch bin ich mit hohen Erwartungen gegangen, denn das erste Buch von Angelika Schwarzhuber hat mich überrascht und bestens unterhalten. Es war leicht und locker und frech. Doch wie es häufig ist, wenn das erste Buch einen so guten Eindruck hinterlassen hat, wird es schwer für das zweite Buch. In "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" bringt sich auch wieder eine junge Frau in Schwierigkeiten und nun muss sie sehen, wie sie sich da wieder herauswindet. Immer wenn es ernst wird und die Männer echtes Interesse an ihr zeigen und dies auch mit den berühmten und sehnsüchtig erwarteten Worten sagen wollen, bekommt sie Panik und ergreift die Flucht. Und vorallem, wenn die Worte auch noch auf bayrisch sind. Die berühmten drei Worte gibt es nicht in bayrisch. Das ist ihre These und damit wirbelt sie jede Menge bayrische Wortkreationen auf und bringt auch so manchen gestandenen Bayern gegen sich. Die Welle wird immer größer und Lene weiß langsam nicht, wie sie diese beherrschen soll. Dazu kommt noch der Karl Huber, der sie stets provoziert und mit dem sie sich die heißesten Gefechte liefert. Die Idee ist gut und auch mal etwas anderes. Es ist schon erkennbar, wer und warum und mit wem, aber es ist ganz hübsch verpackt und so kann man sich durch die Geschichte treiben lassen. Allerdings treibt man ganz schön lange und dies hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Mir waren manche Drehungen und Wendungen zu ausschweifend und zu sehr in die Länge gezogen. Auch fand ich die Hauptfigur diesmal nicht ganz so sympathisch, wie ihre Vorgängerin (auch wenn diese nichts miteinander zu tun haben). Lene war mir phasenweise eine Spur zu zickig und manchmal schon etwas anstrengend, aber hier hat sie wohl das schwere Los der „Zweiten“ gezogen und muss sich nun mit Hanna aus dem ersten Buch vergleichen lassen. Etwas mehr Würze und ein bisschen weniger „Drumherum“ wären gut gewesen, aber insgesamt ist die Geschichte schön leicht und locker zu lesen. Mir gefällt jedoch der Schreibstil von Angelika Schwarzhuber gut und so warte ich auch auf das nächste Buch und bin gespannt, was sie sich dann für eine Geschichte ausgedacht hat.
Der Debütroman von Angelika Schwarzhuber ist sehr gelungen! Allein schon die Aufmachung des Buches ist super und ich musste das Buch unbedingt kaufen! Durch die blau-weiße Gestaltung wird sofort bayrisches Flair versprüht und der Vokabeltrainer auf der Innenseite war sehr charmant und hilfreich! Der Roman wurde auf Hochdeutsch geschrieben, wenn sich Lene aber ereifert und zornig wird, verfällt sie ins bayerische, was oft zur Erheiterung führt.
Neben der Protagonistin sind mir auch sämtliche andere Figuren ans Herz gewachsen, so liebevoll wurden sie beschrieben. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und selbst der millionenschwere Chef von Lene ist wunderbar normal und auf dem Teppich geblieben. Mit Lene selbst konnte ich mich oft identifizieren und habe deswegen mit ihr mitgefiebert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auf der Suche nach der Liebe ist sie oft mit sich überfordert und steht sich selbst im Weg. Doch es ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Ihre Liebsten teilen ihr auch unverblümt mit, dass sie sich langsam zum egoistischen Maneater entwickelt und so steht Lene plötzlich ohne Mann und beste Freundin da! Natürlich wendet sich alles wieder zum Guten und deswegen lese ich solche Romane einfach gerne, sie lassen uns das Gute nicht vergessen und lassen neuen Mut schöpfen!
„Liebesschmarrn und Erdbeerblues“ ist ein Buch, welches zum lachen aber auch zum nachdenken anregt. Gerade die Geschichten über Lenes tote Mutter haben mich sehr gerührt. Nachdem ich den Roman beendet hatte, blieb ich mit einem Glücksgefühl im Bauch zurück und auch viel Hoffnung, was die eigene Zukunft anbelangt! Im Anhang finden sich noch einige bayerische Rezepte wieder die ich teilweise definitiv nachkochen werde, zum Beispiel die Vodka-Erdbeer-Marmelade!
Nette Lektüre für Zwischendurch – mehr leider nicht „Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«?“ - so ein Teil des Klappentextes. Ich fand das ist eine sehr spannende Frage, bin ich doch auch schon mal der Liebe wegen von Norddeutschland nach Bayern gezogen. Und damals waren es in der Tat Sprachbarrieren, die mir das Leben schwer gemacht haben. Aus diesem Grund hat mich Lenes Geschichte sofort angesprochen.
Lene ist mit Michi zusammen, doch als er plötzlich zu ihr sagt: „I hob mi fei sakrisch in di valiabt“ rennt Lene davon und meint: auf Bayerisch gibt es keine Liebe. Haben die Bayern doch nicht mal einen adäquaten Ausdruck für das hochdeutsche „Ich liebe dich!“. Eine solche Theorie schlägt in Bayern hohe Wellen und plötzlich sind rund um Lene gleich mehrere Männer, die unter Beweis stellen wollen, dass es die Liebe auf bayerisch gibt.
Der Roman ist recht kurzweilig und mit viel Wortwitz sowie einigen bayerischen Flüchen gespickt. Mir als Norddeutsche hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen, wobei ich es mir als Hörbuch noch besser vorstelle. Dennoch empfand ich es nur als leichte Unterhaltung, nett eben. Nicht Besonderes. Nach gut der Hälfte der Geschichte wusste ich wie sich alles entwickeln wird. Es hat ein bisschen die Spannung gefehlt.
Positiv bewerte ich die Darstellung der Protagonisten. Diese ist sehr detailliert und liebevoll. Wer auf der Suche nach einer süßen Geschichte ist, die sich gut zwischendurch lesen lässt, der wird nicht enttäuscht sein.
Lene und Michi sind ein Paar - bis Michi zu Lene auf bairisch " I hob mi fei sakrisch in di verliabt" sagt und Lene reiß aus nimmt. Daraufhin beschließt Lene, das es "Ich liebe Dich" auf bairisch nicht gibt. Als dieses Thema an die Öffentlichkeit gelangt, ist die Diskussion in Passau groß. Manche schlagen sich auf Lenes Seite, andere versuchen Lene zu beweisen, dass es "Ich liebe Dich" doch auf bairisch gibt... und einer funkt immer wieder dazwischen, während Michi Lene unbedingt zurück will.
Am Anfang des Buches dachte ich "Oh schon wieder die gleiche Leiher", aber ich fand Lene während des Buches sehr sympathisch, auch wenn sie öfters absolut nicht nachvollziehbare Dinge tut... Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, und es ist auch für "Nicht-Bayern" zu verstehen (das sag ich als Bayer :-) ). Für mich war das Buch sehr kurzweilig und als Debüt-Roman der Autorin echt gut gelungen.