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Was ist Aufklärung? Aufsätze zur Geschichte und Philosophie

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Immanuel Kant: “Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?” (Berlinische Monatsschrift 12/1784)

Includes "Über die Frage: was heisst aufklären" by M. Mendelssohn, published in Berlinische Monatsschrift 1784.

145 pages, Paperback

First published May 20, 2014

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About the author

Immanuel Kant

3,097 books4,426 followers
Immanuel Kant was an 18th-century philosopher from Königsberg, Prussia (now Kaliningrad, Russia). He's regarded as one of the most influential thinkers of modern Europe & of the late Enlightenment. His most important work is The Critique of Pure Reason, an investigation of reason itself. It encompasses an attack on traditional metaphysics & epistemology, & highlights his own contribution to these areas. Other main works of his maturity are The Critique of Practical Reason, which is about ethics, & The Critique of Judgment, about esthetics & teleology.

Pursuing metaphysics involves asking questions about the ultimate nature of reality. Kant suggested that metaphysics can be reformed thru epistemology. He suggested that by understanding the sources & limits of human knowledge we can ask fruitful metaphysical questions. He asked if an object can be known to have certain properties prior to the experience of that object. He concluded that all objects that the mind can think about must conform to its manner of thought. Therefore if the mind can think only in terms of causality–which he concluded that it does–then we can know prior to experiencing them that all objects we experience must either be a cause or an effect. However, it follows from this that it's possible that there are objects of such a nature that the mind cannot think of them, & so the principle of causality, for instance, cannot be applied outside experience: hence we cannot know, for example, whether the world always existed or if it had a cause. So the grand questions of speculative metaphysics are off limits, but the sciences are firmly grounded in laws of the mind. Kant believed himself to be creating a compromise between the empiricists & the rationalists. The empiricists believed that knowledge is acquired thru experience alone, but the rationalists maintained that such knowledge is open to Cartesian doubt and that reason alone provides us with knowledge. Kant argues, however, that using reason without applying it to experience will only lead to illusions, while experience will be purely subjective without first being subsumed under pure reason. Kant’s thought was very influential in Germany during his lifetime, moving philosophy beyond the debate between the rationalists & empiricists. The philosophers Fichte, Schelling, Hegel and Schopenhauer saw themselves as correcting and expanding Kant's system, thus bringing about various forms of German Idealism. Kant continues to be a major influence on philosophy to this day, influencing both Analytic and Continental philosophy.

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Profile Image for Bilbo.
142 reviews3 followers
December 21, 2021
«Parece una ocurrencia un poco extraña y hasta incongruente tratar de concebir una historia con arreglo a la idea de cómo debía marchar el mundo si se atuviera a ciertas finalidades razonables; parece que el resultado sería algo así como una novela. Pero si tenemos que suponer que la Naturaleza, aun en el terreno de la libertad humana, no procede sin plan ni meta, esa idea podría ser útil; y aunque seamos un poco miopes para calar el mecanismo secreto de su dispositivo, esa idea debería servirnos, sin embargo como hilo conductor para representarnos como sistema, por lo menos en conjunto, lo que, de otro modo, no es más que un agregado sin plan alguno de acciones humanas».
Profile Image for A YOGAM.
2,662 reviews14 followers
October 27, 2025
Kants „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“: Ein Appell mit blinden Flecken
Wenn man heute über Aufklärung spricht, geschieht dies meist in einem eigentümlich doppelten Ton: einerseits ehrfürchtig, als handle es sich um das heilige Erbe Europas, andererseits misstrauisch, als wisse man längst, dass dieses Erbe mit Schuld beladen ist. Kants Aufsatz „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ steht im Zentrum dieses Spannungsfeldes. Er ist Ursprung und Mythos zugleich – der Gründungsakt des modernen Selbstbewusstseins, aber auch die Folie, an der sich die Selbstkritik der Moderne immer wieder reibt. Wer Kants Text heute liest, liest zugleich die Geschichte eines Versprechens: dass der Mensch durch Vernunft frei werden könne. Doch dieses Versprechen ist – wie die Geschichte zeigte – unvollständig geblieben. Gerade deshalb lohnt sich eine erneute Lektüre: nicht im Gestus der Bewunderung, sondern im Bewusstsein der Brüche, der Auslassungen und der Machtverhältnisse, die in Kants Ideal verborgen liegen.
Immanuel Kants Aufsatz „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ aus dem Jahr 1784 gehört zweifellos zu den kanonischen Texten der Philosophiegeschichte. Sein berühmter Appell Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist zur Parole eines ganzen Zeitalters geworden. Der Text ist ein leidenschaftliches Plädoyer für intellektuelle Autonomie und eine scharfe Absage an „selbstverschuldete Unmündigkeit“.
Kant definiert Aufklärung als den „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ – eine Unmündigkeit, die nicht aus Mangel an Verstand, sondern aus Mangel an Mut und Entschlossenheit entstehe. Es ist ein Text, der das Individuum in die Verantwortung nimmt und die Freiheit des Denkens zur Grundvoraussetzung des Fortschritts erhebt.
Liest man diesen Text jedoch heute, mehr als zweihundert Jahre später, bleibt seine historische Bedeutung unbestritten – doch seine blinden Flecken treten umso schärfer hervor. Eine zeitgemäße Lektüre muss Kants Thesen mit den Werkzeugen kritisieren, die uns die Geschichte (und die Philosophie nach ihm) in die Hand gegeben hat.

1. Der elitäre Kreis der „Mündigen“
Das größte Problem von Kants Aufruf liegt in seiner impliziten Exklusivität. Wenn Kant vom „Menschen“ oder vom „Publikum“ spricht, meint er in Wahrheit einen sehr kleinen Zirkel. Frauen waren in seinem philosophischen System nicht für die rationale Mündigkeit im öffentlichen Raum vorgesehen. Seine anthropologischen Schriften verraten zudem einen tiefsitzenden Eurozentrismus, der den „weißen“ Europäern die höchste Vernunftfähigkeit zuschreibt. Auch die ökonomische Realität bleibt ausgeblendet: Ein Bauer oder Handwerker, der ums tägliche Überleben kämpfte, hatte weder die Bildung noch die Muße für jenes „öffentliche Räsonieren“, das Kant vorschwebte. Kants „universelle“ Mündigkeit war de facto ein Privileg des gebildeten, männlichen, weißen Bürgertums – eine Aufklärung für die Aufgeklärten.

2. Die zahnlose Kritik: „Räsoniert, aber gehorcht!“
Kant versucht, seine radikale Forderung nach Denkfreiheit mit der Loyalität zum preußischen Obrigkeitsstaat zu versöhnen. Dies geschieht durch seine problematische Unterscheidung zwischen „öffentlichem“ und „privatem“ Vernunftgebrauch.
Der private Gebrauch ist derjenige, den man in seiner gesellschaftlichen Rolle – als Soldat, Geistlicher oder Beamter – ausübt. In dieser Rolle fordert Kant unbedingten Gehorsam.
Der öffentliche Gebrauch hingegen ist der des Gelehrten, der sich an die „Leserwelt“ wendet; hier soll die Freiheit des Denkens uneingeschränkt gelten.
Aus heutiger Sicht erscheint diese Trennung als fatale Zähmung der Kritik. Kant erlaubt dem Offizier, in seiner Freizeit über den Unsinn des Krieges zu schreiben – doch im Dienst muss er widerspruchslos töten. Kritik wird in den akademischen Elfenbeinturm verbannt, wo sie für reale Machtstrukturen – Militär, Kirche, Verwaltung – folgenlos bleibt. Es ist eine Aufklärung, die dem absolutistischen Staat nicht wehtut.

3. Der naive Glaube an die „reine“ Vernunft
Kant und die Aufklärung waren getragen von einem tiefen Optimismus: Die Vernunft sei ein neutrales Werkzeug, das die Menschheit unweigerlich zu Fortschritt und Moral führe. Das 20. Jahrhundert hat diesen Glauben brutal widerlegt. Die Denker der Frankfurter Schule – allen voran Adorno und Horkheimer – zeigten in der Dialektik der Aufklärung, wie Kants Vernunft zur kalten „instrumentellen Vernunft“ umschlagen konnte: Der Holocaust war kein Ausbruch von Irrationalität, sondern ein Akt höchster technischer und bürokratischer Rationalität. Vernunft ist nicht per se „gut“; sie kann auch das effizienteste Werkzeug zur Verwaltung von Barbarei sein.

4. Die Blindheit für soziale und ökonomische Macht
Kants Aufklärung bleibt eine rein intellektuelle Angelegenheit. Er glaubt, Unmündigkeit sei ein Denkfehler – ein Mangel an Mut. Dabei übersieht er, wie soziale und ökonomische Machtstrukturen Unmündigkeit aktiv hervorbringen und aufrechterhalten. Wie Marx später zeigen sollte: Ein Mensch in ökonomischer Abhängigkeit ist nicht frei, „mündig“ zu denken. Kants Ansatz ignoriert, dass „falsches Bewusstsein“ oft das Resultat „falscher Verhältnisse“ ist. Aufklärung ohne materielle Emanzipation bleibt bloß ein moralischer Appell.

Fazit
Was ist Aufklärung? bleibt ein essenzieller Text, weil er die Frage nach der Autonomie des Denkens unsterblich gemacht hat. Doch er ist kein zeitloses Rezept, sondern ein historisches Dokument. Er zeigt uns, wie die Aufklärung begann – und zugleich, wo ihre eigenen Grenzen lagen. Ihn heute zu lesen heißt, seinen Appell zum Mut ernst zu nehmen, indem wir ihn gegen seine eigenen blinden Flecken wenden: gegen Exklusion, gegen den Gehorsam vor der Macht, gegen die naive Trennung von Denken und sozialer Realität. Vielleicht beginnt Aufklärung dort wirklich, wo man den Mut hat, auch die Aufklärung selbst aufzuklären.

Epilog: Aufklärung im 21. Jahrhundert

Heute, im Zeitalter algorithmischer Öffentlichkeit, globaler Ungleichheit und digitaler Manipulation, hat Kants Frage eine neue Brisanz gewonnen. „Selbstverschuldete Unmündigkeit“ ist nicht mehr nur ein moralisches oder intellektuelles Versagen, sondern ein politisch produzierter Zustand. Die Kontrolle über Information, Aufmerksamkeit und Wahrheit ist zur neuen Machtressource geworden. Der Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, reicht nicht mehr aus, wenn der Verstand selbst durch Strukturen gelenkt wird, die sich seiner Wahrnehmung entziehen.
Aufklärung im 21. Jahrhundert verlangt daher mehr als individuelles Denken: Sie verlangt kollektive Wachheit. Sie muss das Verhältnis zwischen Wissen, Macht und Freiheit neu denken – jenseits der alten Trennung von „öffentlichem“ und „privatem“ Gebrauch der Vernunft. Vielleicht lautet der zeitgemäße Imperativ nicht mehr nur Sapere aude, sondern auch Coniungere aude – wage es, dich mit anderen zu verbinden. Denn in einer Welt, in der der Einzelne leicht manipulierbar bleibt, ist Aufklärung ohne Solidarität nur halbe Aufklärung.
So erweist sich Kants Aufsatz als paradoxes Vermächtnis: Er ruft zum Denken auf – und zwingt uns gerade dadurch, über das Denken hinauszugehen. Die wahre Aktualität seines Textes liegt nicht in seiner Vollkommenheit, sondern in seiner Unvollständigkeit. Sie erinnert uns daran, dass Aufklärung kein Zustand ist, den man erreicht, sondern ein Prozess, den man immer wieder neu beginnen muss – gegen die Macht, gegen die Bequemlichkeit, gegen die Selbstzufriedenheit. Aufklärung, so verstanden, ist weniger Triumph als Aufgabe: der nie abgeschlossene Versuch, die Vernunft in die Geschichte zurückzuholen.
Profile Image for Carlos García.
86 reviews1 follower
May 23, 2022
Para Kant la ilustración se trata de ejercer la razón de manera autónoma; de atreverse a pensar, en sus propias palabras. Los individuos han de ejercer un papel activo en su entendimiento del mundo y adquisición del conocimiento, papel del que antes sólo participaban pasivamente con la religión y la superstición. Identifica que en la división social del trabajo, el conocimiento es administrado y suministrado por especialistas: el saber institucionalizado, que obliga a quienes participan de él a trabajar con un marco establecido de verdades y pasos a seguir, sin facultad de acercarse a ello críticamente. En esto, Kant señala que la razón se ejerce privadamente durante la ejecución de las actividades de su determinada ocupación, siguiendo los preceptos establecidos sin criticarlos so pena de volver impracticable la labor, y se ejerce públicamente cuando estas mismas personas, en su carácter de doctos al respecto, son capaces de emitir su opinión crítica acreditada sobre su quehacer profesional, señalando lo mejorable. Es este uso público de la razón el que asegura el progreso en no solamente las diversas ocupaciones referentes a la acumulación y ejercicio del conocimiento, sino en la sociedad en general, planteando reformas y previniendo la revolución.

Sobre una idea de la historia en clave cosmopolita, Kant pone los principios sobre los cuales podemos examinar a la historia destacando e iluminando determinados aspectos, a saber, el progreso de la humanidad a lo largo de esta, y cómo esta perspectiva, más que expresar una verdad objetiva, constituye más bien una manera de ver las cosas que nos es ventajosa, puesto que nos permite entender lo que de otra manera parece una simple sucesión de sinsentidos, y, destacando en la historia aquello que contribuya positivamente a su desarrollo hacia el estado civil, logrará que los gobernantes y hombres de poder dirijan sus esfuerzos a ello aún si su único motivo es pasar a la historia por ello.
267 reviews8 followers
January 1, 2015
Most highly recommended!!! We have taken many steps away from enlightenment for political reasons that are unjustified. Every thought - however inconvenient - must be accepted even allowed to be stated publically with out threat of repercussions. We have under the justification of the need for security moved away from enlightenment in some Western societies.
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