Damals in den "klebrigen siebziger Jahren", wollte Sonja wissen, was David an Heavy Metal, an Zombie- und Pornofilmen und Horrorcomics denn fasziniere. Jetzt, in den Briefen, holt er aus, zitiert Gräßliches und definiert theoretisch. Doch angetrieben wird seine Erklärung von der eigenen Geschichte: einem kaputten Elternhaus, der Sonjafixierung, Drogenerfahrung, einem Zusammenbruch.
Ein wenig traurig kann einen dieses Büchlein zurücklassen. An dem allein schon seine hybride Form fasziniert, ein Essay-Brief-Roman. Man könnte dieses Buch in zwei Hälften einteilen erste Hälfte, dieser 14 Briefe ist eine Auseinandersetzung mit Kultur und Subkultur. Die Verteidigung des Horrors und Metal genauso beinhaltet, wie eine schöne Kritik an Matrix. Dieser Kulturelle Rundumschlag geht aber auch auf literarische Werke ein, zu nennen wäre hier der Part über Bret Easton Ellis American Psycho. In der Zweiten Hälfte rückt die Adressatin nämlich Sonja mehr in den Fokus und die wahre Absicht hinter diesen Briefen. Mehr und mehr kommt heraus was der Protagonist David für eine Beziehung , zu der Adressatin Sonja Pflegt. Um nicht zu viel verraten, diese Beziehung wirkt nicht sonderlich Gesund.
Dieser Form-Hybrid wirkt auf mich äußerst gelungen, zum einen hat man hier schöne Abhandlungen, über das was Adorno und Horkheimer, die Kulturindustrie nannten. Zum mal gibt es diese Handlung die sich dann durchdrückt und ein dann am Ende drastisch und deutlich zurücklässt.