Kurzer Auszug aus HansBlog.de:
Napoleon und Goethe trafen sich nur zweimal kurz für "ein paar Viertelstunden" 1808, so Autor Gustav Seibt. Laut Nachwort S. 252 ist das "eigentlich gar nichts". Damit daraus trotzdem ein Buch wird, muss Seibt tief wühlen und weit ausholen.
Seibt erzählt vor allem in der ersten Hälfte unprätentiös leicht lesbar, jederzeit ohne Feuilletonistenschwulst oder professoralen Bombast. In der zweiten Hälfte klingt Seibt gelegentlich mild wunderlich ("recht eigentlich", "Klandestinität", "amical", "urgiert", "Diatribe", unübersetztes Französisch, Latein, Kyrillisch). Allerlei Geschichts- und -oethekenntnisse setzt Seibt ohnehin voraus.