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1000 Orte, die man knicken kann

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Man muss nicht in New York gewesen sein. Auch nicht in Rio, auf den Seychellen oder in Prag. Nicht mal auf dem Markusplatz. Gerade Plätze, die von der Tourismusindustrie zu Traumzielen ausgerufen werden, erweisen sich vor Ort als Flops. Von allen Sehenswürdigkeiten bleibt nur das Café in Erinnerung, in dem man sie vergessen durfte. Mit frechem Charme erzählt Dietmar Bittrich, welche Highlights man ganz entspannt streichen kann, wie man dabei lästige Mitreisende loswird, wie man alles Wichtige gekonnt umgeht – und anschließend trotzdem fachkundig darüber redet.

200 pages, Paperback

First published January 1, 2010

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Community Reviews

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1 star
5 (16%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Yoyomaus Die Büchereule.
2,226 reviews31 followers
April 7, 2020
Zum Inhalt:
Man muss nicht in New York gewesen sein. Auch nicht in Rio, auf den Seychellen oder in Prag. Gerade Plätze, die von der Tourismusbehörde als Traumziele ausgerufen werden, erweisen sich vor Ort als Flops. Mit frechem Charme erzählt Dietmar Bittrich, welche Highlights man entspannt streichen kann, wie man alles Wichtige gekonnt umgeht – und anschließend hochintelligent darüber redet.

Cover:
Das Cover meines Buches mit dem Titel „1000 Orte die man knicken kann“ wartet lediglich mit einem weißen Hintergrund auf und dem Vermerk weiter unten, dass das Cover aus Verlagsgründen erst einmal so gestaltet ist – ob das nun ernst gemeint ist oder ein Gag ist, das vermag ich leider nicht zu sagen. Wirklich aussagekräftig ist das nun wieder nicht, außerdem auch wieder recht spartanisch, so wie viele Cover des Autors. Mich jedenfalls hat es wirklich Null angesprochen, weil es einfach langweilig ist. Ansprechender hingegen sind die neuen Auflagen des Buches, welches fortan den Titel „Alle Orte, die man knicken kann“ trägt.

Eigener Eindruck:
Das mit dem Reisen ist ja so eine Sache. Wenn du weg fährst und etwas von der Welt sehen willst, dann landest du früher oder später automatisch an einem HotSpot an dem sich alle Touristen treffen und schließlich kommt die Frage der Fragen auf: Warum hat man sich das angetan? Musste man sich das wirklich ansehen? War es den ganzen Stress überhaupt wert? Dietmar Bittrich gibt in diesem Buch einen guten Einblick in die durchschnittlich beliebtesten Reiseziele und Sightseeingspots und rechnet eiskalt mit ihnen ab. Da bleibt kein Auge trocken!

Urlaub! Wer würde nicht gern sofort im Flieger sitzen und sich die weite Welt ansehen. Aber lohnt sich das auch wirklich? Was erwartet den gewillten Reisenden auf seiner Tour durch die Welt? Mit doch recht gutem, schwarzem Humor rechnet Dietmar Bittrich mit den Metropolen und Traumreisezielen der Welt ab. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und bringt den Leser ab und an doch zum Schmunzeln. Bei einigen HotSpots erkennt sich der Leser vielleicht sogar auch wieder. Zumindest war das bei mir so. Und obwohl der Autor versucht einen guten Durchschnitt der jeweiligen Reiseziele anzusprechen, fand ich, dass das eine oder andere Reiseziel doch recht stiefmütterlich behandelt wurde, bei manchen hätte einfach mehr kommen können. Manche Reiseziele wurden meiner Meinung nach auch ein bisschen zu hart bewertet und dadurch wirkt das Buch dann doch auch wieder etwas übertrieben. Und dann hat er leider das Problem nicht immer fesseln zu können. Denn diese Bissigkeit, die sich durch das Buch zieht wird irgendwann einfach langweilig und nimmt dem Leser den Spaß und auch den Willen am Ball zu bleiben. Effektiv bin ich als Leser irgendwann über den Seiten eingeschlafen, weil es mir einfach zu langweilig wurde.

Fazit:
Durchaus treffend wird hier mit den beliebtesten Reisezielen der Erde abgerechnet, aber das Buch schafft es nicht den Leser bei der Stange zu halten und wird mit der Zeit mehr als langweilig. Schade.

Gesamt: 3 von 5 Sterne

Daten:
ISBN: 9783499628320
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Flexibler Einband
Umfang: 272 Seiten
Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 02.04.2012
Profile Image for Fairy.
33 reviews
May 27, 2024
Mir ist bewusst, dass das Buch lustig geschrieben sein soll. Aber "lustige" Bemerkungen über Einwanderer, die die lästige Angewohnheit der Müllentsorgung auf der Strassen nicht loswerden können, oder Homosexuelle, die des "weichen Klimas" wegen nach Brighton ziehen, sind nicht witzig, sondern rassistisch und homophob, und fehl am Platz. Schade, dass ein renommierter Verlag so was veröffentlicht.
Profile Image for Anne Kaffeekanne.
24 reviews2 followers
January 16, 2017
Unter "100 Orte, die man knicken kann" habe ich mir eine witzige, vielleicht sarkastische Abrechnung mit überbewerteten Reisezielen vorgestellt. Spoiler: Ich habe genau 30 Seiten geschafft, dann habe ich mich fürchterlich fremdgeschämt und wusste, wie sich der Rest des Buches liest. Das Schema der Kapitel ist extrem unkreativ, und viele seiner Argumente mögen ja einen wahren Kern haben, aber die Wirkung verpufft dadurch, dass es nicht - wie ich es ab und zu ganz gern habe - sarkastisch ist und auf Schwächen eines Reiseziels einsticht, sondern meiner Meinung nach stumpf beleidigend rüberkommt. Die Einheimischen sind dumm, faul, werfen ihren Müll auf die Straßen und ziehen allesamt am liebsten arglose Touristen über den Tisch. Deine Mitreisenden sind dumm, naiv und lassen sich am liebsten von Einheimischen über den Tisch ziehen, lassen sich Souvenirs made in China als authentisch verkaufen und lassen sich erzählen, sie würden durch überteuerte Eintrittspreise die lokale Kultur, und nicht einen korrupten Tourenveranstalter fördern - die Trooottel! Tenor ist nicht: Reist achtsamer, reist an unbekanntere Ziele oder sonstwas, sondern "Wer schlau ist, bleibt ganz zuhause." Denn Geschichte ist uninteressant, die Wichtigkeit von Kultur wird aufgeblasen und Sehenswürdigkeiten sind allesamt überbewertet, da meistens schon alt und deswegen praktisch automatisch hässlich.

Im ersten Kapitel "London" steht, paraphrasiert, dass es sehr wahrscheinlich ist, in der Londoner U-Bahn von einer Bombe getötet zu werden. DAS STEHT DA WIRKLICH!!

Ich möchte noch drei Stellen aus den ersten 30 Seiten zitieren, die ich nicht kommentieren werde, aber die, in Kombination, der Hauptgrund dafür war, dass ich das Buch wütend zugemacht habe und nicht weiterlesen werde, weil ich befürchte, dass es so weitergeht.

1. (Kapitel "London":) "Zugezogene aus anderen Ländern verzichten ungern auf ihre Gewohnheit, Müll auf der Straße zu entsorgen."

2. (Kapitel "London":) "Seit dem Abtritt Margaret Thatchers kam eine halbe Million Migranten. Mittlerweile gehört fast die Hälfte der Einwohner zu ethnischen Minderheiten."

3. (Kapitel "Paris":) "So wird man lästige Mitreisende los: Jüngere Quälgeister schickt man einfach zu den Einwanderern in die Vorstädte. Dort werden Schafe live auf der Straße geschächtet. Naive Touristen auch."

Das alles aus den ersten 30 Seiten. ÜBERALL MIGRANTEN!!11! ICH FAHRE DOCH NICHT DAHIN IN DEN URLAUB, WO ES MIGRANTEN GIBT!!1
Das brauche ich mir nicht weiter anzutun. Ein Buch, das man knicken kann.
Profile Image for Stefanie.
61 reviews1 follower
January 13, 2012
Muss man in New York gewesen sein? Oder auf den Seychellen? Diese Frage beantwortet Dietmar Bittrich mit einem entschiedenen "Nein" und erklärt in seinem Buch ausführlich, warum man sich das ein oder andere Reiseziel sparen kann.

Wenn man sich in meinem Alter dafür rechtfertigen muss, noch niemals in den USA oder Australien gewesen zu sein und auch Südamerika nicht unbedingt zu den Top Reisezielen für die Zukunft zu zählen, dann ist genau der richtige Zeitpunkt gekommen, dieses Buch zu lesen. Denn der Autor macht mit viel Witz und Ironie jedes Reiseziel runter, findet an allem einen Kritikpunkt und gibt auch noch Empfehlungen, wie man nervige Mitreisende loswird und wie man ein Expertengespräch bestreitet, ohne vor Ort gewesen zu sein.

Wenn man die Orte kennt, die der Autor da verteufelt, dann macht es natürlich doppelt Spaß. Man kann selbst beurteilen, ob die Reise sich gelohnt hat, oder ob man besser zuhause geblieben wäre. Gerade der erste, recht ausführliche Teil, in dem es um Europa geht, hat mir also viel Spaß gemacht. Gegen Ende wurde es etwas zäh, man erkennt das Schema hinter den Kapiteln, Dietmar Bittrich reitet immer auf den gleichen Kritikpunkten herum und es kommt Langeweile auf.

Alles in allem ein lobenswerter Ansatz, der uns potentiellen Touristen zeigen soll, dass man nicht überall gewesen sein muss, wo die breite Masse gerne hinfährt. Und wenn man nur nach New York fährt, um erzählen zu können, dass man in New York war, dann ist auch etwas schief gelaufen. Als Buch zum Von-Vorne-bis-Hinten-Durchlesen ist "1000 Orte..." nur bedingt geeignet, aber zum Reinblättern und sich amüsieren auf jeden Fall!
Profile Image for Kathi.
131 reviews2 followers
July 6, 2011
Ich gehe davon aus, dass der Autor hier nicht unbedingt alle Reiseziele der Erde mies machen wollte (auch wenn er genau das tut ;) ), sondern hauptsächlich ein unterhaltsames Buch schreiben wollte. Das ist ihm allerdings gelungen, ich musste einige Male wirklcih grinsen, vor allem wenn es um Orte ging, an denen ich selbst auch schon war. So ganz zustimmen konnte ich ihm dabei aber nicht immer.
Ich glaube zum Beispiel unbesehen, dass sowas wie Stonehenge keine Reise wert ist. Aber zu behaupten, dass eine Stadt wie Rom inkl. Vatikan nicht sehenswert ist, finde ich schon recht gewagt. Solche Dinge würde ich nicht unterschreiben wollen - aber nichtsdestotrotz ein unterhaltsames Buch :)
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