"Man kann jeden Tag sterben", erzählte er Mama, verwirrt und schluchzend, "jeder von uns - da gibt es vielleicht bald gar keine Menschen mehr -"
Aber Mama, schwer sitzend im Stuhle an seiner Seite, erwiderte ruhig: "Aber dafür werden ja immer neue geboren -" Sie neige sich über ihren weinenden Sohn, und plötzlich war auch ihr stilles Gesicht von Tränen naß. Sie sagte noch einmal, leiser von dem Geheimnis erschaudernd: "Aber dafür werden ja immer neue geboren - " (S. 91)
----------------------
Merkwürdig wiederkehrende Todesmotive ringen mit dem triumphierenden oder doch tendenziell verlorenem Leben.
----------------------
"Verflochtenheit der Todes- und Lebenssymbolik, diese frühreife und darum in ihrer Naivität so rührende Einsicht in die Gefährdetheit, in die Zerbrechlichkeit menschlicher Existenz" (S. 120)