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Wintererde

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Es ist Krieg, der Vater ist eingezogen worden. Zehn Jahre alt ist Inge, als sie von der Mutter weggeschickt wird und sich bei einer Bäuerin aus dem Dorf als Hütemädchen verdingen muss. Nun ist sie ganz allein auf sich gestellt. Ihre neue Herrin macht ihr Angst und Inge weint oft, wenn das Tagwerk verrichtet ist. Als der Krieg aus ist, darf sie zurück nach Hause, aber dort erwarten sie nur Arbeit und Schläge. Als Inge fünfzehn ist, sucht sie erneut eine Stelle, diesmal als Magd beim "Adlerwirt". Obwohl sie dort nicht geschont wird, gibt es doch auch schöne Momente: Im Winter darf sie in der warmen Stube beim Stricken helfen und sie erlebt die Geburt eines Kälbchens mit. Inge ist fast glücklich. Dann verliebt sie sich. Mittellos, wie sie ist, scheint die Liebe ohne einen Funken Hoffnung.

300 pages, Hardcover

First published January 11, 2013

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Inge Notz

2 books

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Profile Image for Ragna.
87 reviews
June 21, 2012
Der Blick in eine Welt, in der man noch wusste, wie Seife gekocht wird und was Hutzeln sind. Eine arme Welt, in der Inge als Kind vor den Pflug gespannt wird, weil die Familie kein Vieh mehr hat. In der der Zweite Weltkrieg den Höfen die Arbeitskräfte nimmt und die Lebensmittel knapper sind denn je.
Inge Notz arbeitet seit ihrer Kindheit als Magd - einen zusätzlichen Esser können die Eltern nicht gebrauchen. Sie schuftet für wenig Geld von früh bis spät, ob auf dem Feld, im Stall, im Garten oder in der Küche. Fürsorge, Streicheleinheiten und Förderung kennt sie nicht, weder als Kind noch als junge Frau. Ihre Dienstherren beurteilt sie danach, wie streng und ungerecht sie sind, nicht OB überhaupt. Inge Notz' Leben ist Aushalten, Erdulden, Befolgen.
(Spät findet sie aber ein bescheidenes Glück.)
Erstaunlich, dass es erst ein paar Jahrzehnte her ist, dass die Welt dermaßen analog war. Und dass Armut ein völlig anderes Leben bedeutet hat als heute.
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