Die anhaltende Euro-Krise sowie die halbherzigen, oft populistischen Reaktionen der Politik lassen ein Scheitern des europäischen Projekts derzeit als reale Möglichkeit erscheinen. In seinem Essay verteidigt Jürgen Habermas Europa gegen die sich ausbreitende Skepsis, der er ein neues überzeugendes Narrativ für die Geschichte und vor allem die Zukunft der Europäischen Union entgegensetzt. Denkblockaden in Bezug auf die Transnationalisierung der Demokratie räumt er aus dem Weg, indem er den Einigungsprozess in den langfristigen Zusammenhang der Verrechtlichung und Zivilisierung staatlicher Gewalt einordnet. An die Politik richtet Jürgen Habermas schließlich den Appell, das bisher hinter verschlossenen Türen betriebene europäische Projekt endlich auf den hemdsärmeligen Modus eines lärmend argumentierenden Meinungskampfes in der breiten Öffentlichkeit umzupolen.
Neben diesem Essay zur Verfassung Europas enthält dieser Band den Aufsatz »Das Konzept der Menschenwürde und die realistische Utopie der Menschenrechte« aus dem Jahr 2010 sowie drei Interventionen, die Jürgen Habermas seit dem Ausbruch der Finanzkrise veröffentlicht hat.
»Angesichts eines politisch ungesteuerten Komplexitätswachstums der Weltgesellschaft, das den Handlungsspielraum der Nationalstaaten systemisch immer weiter einschränkt, ergibt sich die Forderung, die politischen Handlungsfähigkeiten über nationale Grenzen hinaus zu erweitern, aus dem normativen Sinn der Demokratie selbst.« Jürgen Habermas
Jürgen Habermas is a German sociologist and philosopher in the tradition of critical theory and American pragmatism. He is perhaps best known for his work on the concept of the public sphere, the topic of his first book entitled The Structural Transformation of the Public Sphere. His work focuses on the foundations of social theory and epistemology, the analysis of advanced capitalistic societies and democracy, the rule of law in a critical social-evolutionary context, and contemporary politics—particularly German politics. Habermas's theoretical system is devoted to revealing the possibility of reason, emancipation, and rational-critical communication latent in modern institutions and in the human capacity to deliberate and pursue rational interests.
Hmm was haben wir den gelernt…? Etwas Neues? Nein. Etwas Durchbrechendes? Nein! Etwas typisch Habermatisches? Jein. Etwas typisch Soziologisches? Jein. Komplett Utopisches? Ja! Es tut mit leid, Herr Habermas. Ich respektiere Sie, aber ich habe Sie nicht gern. Sie sind mir nicht nur unsympathisch, Sie sind für mich auf ein Musterbeispiel für deutschsprachige soziologische Schreibweise, die ich nicht mag und zu hochgestochen finde. Und dazu nochmal meine erste Frage: was haben wir von diesem Essay gelernt? Vielleicht die Bestätigung, dass manche Bücher nur aus dem Grund veröffentlicht werden, weil der Autor Habermas heißt.
Ο Γιούργκεν Χάμπερμας είναι ένας ένθερμος υποστηρικτής της ευρωπαϊκής προοπτικής των λαών της ηπείρου μας. Πιστεύει ότι οι λαοί μπορούν να έχουν ένα κοινό μέλλον και μάλιστα ο μόνος τρόπος να προοδεύσουν είναι να ενώσουν τις τύχες τους. Κατακρίνει τους ευρωσκεπτικιστές και τις δειλές κυβερνήσεις των ισχυρών κρατών.
Ένα πολύ καλό βιβλίο, με μόνο μειονέκτημα τη στρυφνή, τεχνική γλώσσα που χρησιμοποιεί ο συγγραφέας.
My first book - shame on me - by one of the most famous contemporary philosophers, Jürgen Habermas, turned out to be much more interesting than I had initially anticipated. I don’t know why, but I’ve always been a little reluctant to read Habermas. That won’t happen again. Now that I know he’s such a strong critic of the neoliberal sickness of the world is suffering from, this certainly isn’t the last book I‘ve read by him.
Ein sehr interessantes Plädoyer für ein nicht nur wirtschaftlich desoletes, sondern auch sozial resigniertes Europa, das jedoch anspornt den Status Quo der Kleinstäaterei für die Schaffung einer europäischen Identität zu revidieren.