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»Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?« : Geschichten von einem chaotischen Grundschüler und seinem Rabenvater

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Es gibt Kinder, die darauf gedrillt werden, ihre Eltern glücklich zu machen, und es gibt Kinder wie Tom. Der verschönert lieber Wahlplakate, zieht in der Schule einen Wettring mit Fußballbildchen auf und sagt, was er denkt. Ein kleiner Junge mit einem klaren, unverstellten Blick auf die Welt und ein ratloser Vater zwischen Elternsprechtag, Erziehungsratgeber und anarchistischer Wirklichkeit - davon erzählt Jess Jochimsen liebevoll und sehr komisch.

160 pages, Paperback

First published September 1, 2012

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About the author

Jess Jochimsen

23 books2 followers

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Community Reviews

5 stars
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2 stars
10 (25%)
1 star
2 (5%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Armin.
1,236 reviews35 followers
February 18, 2016
21/100

Als Autor ist Jess Jochimsen ein Komet oder ein Phänomen, das ich lieber in seiner eigenen Liga bewerten würde. Das letzte Buch ist weitgehend höhepunktfrei, auch wenn es den einen oder anderen guten Gedanken enthält. Aber was sollte man von einer Sammlung von heiteren Kolumnen für eine Erziehungszeitschrift auch erwarten. Da ich dem gescheiterten Roman Bellboy und Flaschendrehen, dem Nachklapp zum Erfolgsbuch Das Dosenmilchtrauma bereits mit je einem Stern bedacht habe, muss ich auch diesen Rabenvatergeschichten einen Stern geben, auch wenn es im direkten Vergleich dieser vier Teile seines literarischen Oeuvres doch noch ein gewisses Qualitätsgefälle gibt.
Beim Abwägen der literarischen Meriten ergibt sich folgende Wertung:

Dosenmilchtrauma 5 Sterne, knappe vier im Vergleich mit dem Rest der Welt.
Flaschendrehen 2,5 Sternchen Das Buch enthält einige Missing Links zum Vorgänger, der Austausch von diesen mit den Kolumnenfüllmaterial hätte den Erstling zum Witzbuch schlechthin gemacht.
Bellboy 3 Sterne für den gelungenen Start. Bis zur Hälfte einigermaßen verheißungsvoll, danach beliebig bis belanglos und oft allzu gut gemeint. Doch das Qualiätsgefälle zum von mir mit angenervten zwei Sternen versehenen Vergleichsgröße High Fidelity ist enorm. Insgesamt Popliteratur auf Kreisklasse-Niveau, Hornsby agiert immerhin auf dem Niveau eines Zweitliga-Absteigers.
Krieg ich schulfrei... 2 Sterne Ganz nette Kolumnen, die zu etwa 30% aus recycelten Anekdoten der ersten beiden Bücher bestehen. Wer Jess Jochimsen lieben lernen will, sollte ihn entweder live sehen oder mit diesem Buch beginnen und chronologisch gegen den Strich lesen.
So weit, so schlecht.
Profile Image for Ma.
462 reviews1 follower
October 8, 2017
So richtig gewusst habe ich nicht, was mich bei "Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?" von Jess Jochimsen erwarten wird. Ich habe das Buch des Titels wegen aus der Onleihe meiner Bücherei ausgeliehen.

Da ich keine Erwartungen hatte, war ich nicht enttäuscht. Allerdings bin ich beim Lesen draufgekommen, dass es sich um Kolumnen gesammelt in Buchform handelt und daher die einzelnen Erlebnisse jeweils nur oberflächlich geschildert werden. Dieses Buch eignet sich meiner Meinung nach mehr für kurze Leseerlebnisse zwischendurch und nur bedingt zum Am-Stück-Lesen, denn das hatte ich ursprünglich vor.

Fazit: Unterhaltsam, aber für mich nicht herausragend.
Profile Image for Brina.
2,051 reviews122 followers
July 29, 2013
"Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?" war mir bislang vollkommen unbekannt. Als ich das Buch geschenkt bekommen habe, war ich demnach zuerst skeptisch, aber dann wollte ich Jess Jochimsen und dem Werk dann doch eine faire Chance geben. Gelohnt hat es sich allemal, denn die vielen kleinen Kurzgeschichten haben mich gut unterhalten.

Jess Jochimsen hat einen sehr angenehmen und humorvollen Schreibstil. Der Autor beschreibt in vielen kleinen Kurzgeschichten das Leben eines Vaters mit seinem Sohn Tom und dessen verrückten Ideen. Was mir an diesem Buch besonders gefällt, ist die Tatsache, dass das Buch nicht als Erziehungsratgeber dienen, sondern einfach unterhalten soll. So werden Toms Geschichten schonungslos erzählt und dabei auch die Schwächen der Eltern offen dargelegt. Gleichzeitig erkennt man aber auch, dass Tom seine ganz eigenen Fehler und Erfahrungen macht, ohne dafür großartig bestraft zu werden.

Tom muss man einfach ins Herz schließen. Er ist sehr ehrlich, manchmal eventuell sogar zu ehrlich, chaotisch, hat das Herz auf dem rechten Fleck und weiß schon relativ früh, wie er sich in der Welt durchsetzen muss. So geht er u.a. zu seinen Verwandten hin und sagt ihnen, dass er sie nicht mag, handelt in der Schule mit Fußball-Sammelkarten, vergräbt wertvolle Ohrringe in Baugruben und wirft seine Kleidungsstücke in den Müllcontainer, weil er hofft, dass eine Frau, die den Container ständig durchsucht, etwas Schönes zum Anziehen findet.

Sicherlich, sowas treibt die Eltern manchmal in den Wahnsinn, aber dennoch merkt man besonders bei seinem Vater, dass dieser sehr stolz auf ihn ist, auch wenn er dies nicht immer offen zeigen kann. So wird er auch u.a. von seiner Frau verurteilt, weil Tom seine Schweißfüße geerbt hat und immer dazu verdonnert, mit seinem Sohn Schuhe kaufen zu gehen, was ihnen nicht unbedingt immer Spaß macht, gleiches gilt übrigens auch für das Schneiden der Zehen.

Sehr schön ist dabei auch, dass Toms Vater die ein oder andere Schwäche offen zugibt und nicht unbedingt der große Übervater ist, der seinen Sohn vor jedem noch so kleinen Problem schützen möchte. Er lässt ihn seine eigenen Fehler machen, ist aber dennoch stets für ihn da und hat auch nichts dagegen, ihn so manches mal zu belehren.

Der Humor hat mir sehr gut gefallen und ich musste an vielen Stellen schmunzeln. Sicherlich, einige Geschichten sind relativ überspitzt dargestellt, allerdings liest sich jede Geschichte sehr authentisch. Jede Geschichte ist meistens auf 2-4 Seite untergebracht, sodass "Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?" schnell und einfach zu lesen ist.

Das Cover hätte bei so einem Werk gar nicht anders ausfallen dürfen. Es wirkt sehr schlicht und bildet lediglich Tom und seinen Vater ab, mit der für ihn alles entscheidenden Frage. Wie Vater und Sohn zueinander stehen, merkt man auch schnell an der Haltung. Der Vater stützt seinen Sohn, während er zu ihm hoch schaut. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls vollkommen in Ordnung.

Insgesamt wurde ich von "Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?" bestens unterhalten. Wer humorvolle Kurzgeschichten über Kinder und deren Eltern mag, wird mit diesem Buch sicherlich seinen Spaß haben. Jess Jochimsen ist für mich nun kein Unbekannter mehr und wer weiß, vielleicht werde ich zukünftig ja noch einmal ein Buch von ihm lesen. Empfehlenswert!
Profile Image for Filo.
90 reviews
March 24, 2018
Eltern haben es mit ihren Kindern nicht immer leicht. So geht es zumindest Toms Vater. Denn Tom stürzt sich gerne in das ein oder andere Abenteuer, will Dinge wissen, die man unmöglich wissen kann, und nimmt auch sonst kein Blatt vor den Mund. So befindet sich der Papa auf nervtötenden Elternabenden und in manch peinlichen Situationen.
Leicht und locker erzählt Jess Jochimsen von lustigen Alltagssituationen, die einem teilweise sogar bekannt vorkommen. So erinnert man sich an das ein oder andere aus seiner eigenen Kindheit, wodurch man schnell in das Buch eintaucht.
Der Schreibstil selbst ist außergewöhnlich. Nicht sehr anspruchsvoll, es lässt sich einfach flüssig, locker flockig lesen. Geschrieben ist das Buch übrigens aus der Ich-Perspektive von Toms Vater, wodurch man sehr gut Einblicke in die Gefühlswelt von ihm erhält.

Die Charaktere selbst machen einen großen Teil der Geschichte aus und sind mir schnell ans Herz gewachsen. Tom und sein Vater sind einfach ein super Gespann, nie wird es langweilig mit ihnen. Besonders schön finde ich auch, dass es sich um einen Vater handelt, der sich um die Erziehung seines Sohnes kümmert, so dass es keine typische Hausfrauenrolle gibt.
Die einzelnen Kapitel enthalten jeweils eine Erzählung aus dem Leben von Tom und seinem Vater. Die Kapitel sind unabhängig von einander, man könnte beispielsweise in der Mitte des Buches anfangen und erst später die ersten Kapitel.
Spannung kann man selbstverständlich nicht von "Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?" erwarten. Das Buch soll unterhalten, und das tut es auch. Die Erzählungen sind sehr amüsant, so dass man sich das Grinsen nicht verkneifen kann.

Da ich ein Leseexemplar erhalten habe, konnte ich mich nicht an den Zeichnungen erfreuen, die in der "richtigen" Ausgabe erhalten sind. Diese sind mit Sicherheit spitze (ein paar konnte ich in der Leseprobe bewundern) und lassen das Buch noch schöner werden.

Mein Fazit:
Unterhaltsam von Anfang bis zum Ende. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht und ich musste des öfteren Schmunzeln. Wer sich gerne in die eigene Kindheit zurückversetzen möchte oder selbst Mama/Papa ist, für den wird das Buch garantiert gute Unterhaltung sein.
Profile Image for Feodora.
542 reviews2 followers
October 13, 2012
Amüsant und kurzweilig. Der Rabenvater ist eigentlich ein Realist der sich dem Erziehungswahn seiner Generation (Eltern) entzieht. Ein Elter, für den sein Sohn, den er abgöttisch liebt, nicht der Fixstern ist um den sich alles dreht. Der zugibt nicht weiter zuwissen aber trotzdem irgendwie alles richtig macht.
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