Pippa Bolle ist begeistert: Ihre englische Oma macht Urlaub in Berlin und beordert ihre Enkelin als Haushüterin in die Nähe von Stratford-upon-Avon, den Heimatort Shakespeares. Endlich kann sich Pippa sämtliche Stücke ansehen! Durch die Vermittlung ihrer Großmutter übernimmt sie die Betreuung einer internationalen Theatertruppe, die mit dem weltberühmten Theater-Regisseur Hasso von Kestring für ein Festival probt. Ein Schauspiel in mehreren dramatischen, komödiantischen - und tödlichen Akten beginnt, bei dem Pippa bald nur noch eins weiß: Der Mörder ist nicht immer der Gärtner.
Pippa's excentric Granny Will(bur) decides she might want to move closer to her daughter, so she decides to give life in Berlin a trial run. Much to Pippa's delight, our heroine gets tasked with watching her gran's house and pets, back in the village Hideaway, in the neighboring area of Stratford-upon-Avon. I'm not sure which one of us was more exited about the opportunity: Pippa or I? Probably her, though only by a very small margin, given that she actually got to go to England, while I just read about it...
Upon her arrival, Pippa realizes that she's been masterfully manipulated into becoming the entertainer for an international acting cast, who're preparing a modern rendition of Hamlet. Too late to sulk about it now, plus the actors were supposed to be rehearsing most of the time, right? Well, thankfully for us this is a crime novel, so the action and the adventure quickly make an appearance... along with an extremely convoluted character backstories.
Suffice to say, that by the end of it all, I wasn't certain I hadn't missed some of the sarcasm on the way. Despite all this, I really enjoyed the book and can't wait for the sequel.
Score: 4/5 stars
I love most things relating to the English countryside, plus the action was fast-paced enough, and the numerous murders kept me wondering about the evil mastermind's identity.
I'm happy to report that the language ironies were less difficult to grasp this time around, although the amount of Shakespeare quoting still made my head spin. I can barely understand it in English, let alone in German...
Lesen, oder nicht lesen. Das ist hier die Frage. Die einzig möglich' Antwort: Lesen!
Inhalt: Großmutter Hetty will weg aus dem englischen Stratford-upon-Avon und tauscht kurzerhand mit Pippa Bolle, die unter ihren Verwandten mitten in Berlin wohnt. Pippa stimmt begeistert zu, denn nichts ist ihr lieber als in Shakespeares Heimatstadt ein paar Wochen zu verbringen.
Dort übernimmt sie die Rolle der Betreuerin einer Theatergruppe, die eine moderne Version von Hamlet auf die Bühne bringen wollen. Nicht nur die Schaupieler sind eigen, auch der egozentrische deutsche Regisseur geht allen mächtig auf den Keks.
Dann geschieht der erste tödliche Unfall. Oder war es Mord? Pippa beginnt zu ermitteln!
Meine Meinung: Unglaublich, aber dieser Roman hat seinen Vorgänger um Längen geschlagen. Nicht nur, dass mir hier das Thema England und Shakespeare besser gefallen hat als Schrebergärten - nein, auch die Personen waren vielfältiger und die Krimigeschichte war verzwickter, somit spannender.
98% dieses Romanes verbringt Pippa in England, zunächst hatte ich befürchtet, dass man Hettys Erlebnisse in Berlin verfolgen "muss", aber das war nicht der Fall. Der Leser bleibt ganz bei Pippa. Und die ist in England, in einem Cottage gemeinsam mit Hund, Katze und Hühnern. Pippa passt in das Bild der "alten Dorftante", die alles sieht und jeden kennt.
Der Roman beginnt relativ langsam, die Autorinnen lassen sich Zeit. Sie führen eine Person nach der anderen ein und bauen Beziehungen und Gefühle auf. Stände nicht Krimi drauf, würde man bis zur Hälfte gar nicht an Mord und Verbrechen denken. Doch das stört gar nicht, denn auch ohne Mord, unterhält die Geschichte super. Die unterschiedlichen Personen, die doch alle gewissen Klischees erfüllen und übertrieben dargestellt sind und gerade dadurch so witzig sind. Namen, Handlungen, zwischenmenschliche Beziehungen - bei vielem mag man die Augen verdrehen, aber mal ehrlich - man lächelt auch dabei.
Zur Übersicht gibt es im Beginn des Buches eine Personenliste, in der jeder Charakter mit einem Shakespeare-Zitat beschrieben wird. An so manchen Punkt war das sehr hilfreich und gerade zum Ende hin, konnte man das eine oder andere Zitat ganz neu verstehen. Sehr passend ausgewählt!
Obwohl das Buch so einfach gestrickt scheint, gibt es wieder und wieder überraschende Wendungen, die das Buch an keiner einzigen Stelle langweilig werden lassen. Es gibt irrwitzige Szenen, zum Beispiel als Pippa mit dem Regisseur ein ernstes Wort zu reden hat und mit ihm im Dorf Spazieren geht. Alle Dorfbewohner wurden aufmerksam und zählten die Runden, die sie liefen. Wie viele mögen es gewesen sein? 20? Und selbst dort gibt es noch einen überraschenden Ausgang...
Der Schreib- und Erzählstil des Autorenduos ist locker und nicht tiefsinnig, er unterhält und lässt einen weiter und weiter und weiter lesen. Dieses Buch kann man ohne Probleme in einem Rutsch durchlesen. Die 400 Seiten fliegen nur so an einem vorbei.
Shakespeare ist ständig präsent. Nicht nur durch das Theaterstück. Immer wieder gibt es Anspielungen. Namensgebungen. Zitate. Und mit Sicherheit noch einige Parallelen mehr, doch meine Shakespeare-Kenntnisse lassen etwas zu wünschen übrig, weshalb mir bestimmt einiges durch die Lappen gegangen ist.
Fazit: Empfehlenswert für Krimibegeisterte, die keine brutalen Massakerkrimis lesen wollen, sondern ruhige und gleichzeitig unterhaltsame Roman a là "Mord ist ihr Hobby".
3,5 Sterne Das Buch ist ein typischer Fall von 'Ich sehe die Schwächen deutlich, aber es ist so unterhaltsam geschrieben, dass es mich nicht so wirklich kümmert.' Ja, es hat so einige Fehler. Zum einen werden auch die Ereignisse, die nicht direkt mit dem Kriminalfall in Verbindung stehen recht ausführlich beschrieben was dazu führt, dass die erste (menschliche) Leiche erst um Seite 200 herum auftaucht. Dabei muss man dem Buch lassen, dass es kurzweilig geschrieben ist, so dass mir die Zeit bis dahin nicht sehr lange vorgekommen ist. Nur als ich dann soweit war, und eine kurze Pause eingelegt habe um mal zu überlegen was bisher eigentlich alles passiert ist kam ich zum Ergebnis 'Nicht so viel relevantes.' Das ist zugegebenermaßen irgendwie Beschweren auf recht hohem Level. Störender fand ich da, dass einige der Figuren doch sehr Klischeebeladen waren: in der Theatertruppe gibt's einen größenwahnsinnigen Regisseur, eine sehr von sich selbst überzeugte (männliche) Diva, das talentierte Mauerblümchen, den Intriganten, die gutaussehende und eitle Schauspielerin die heftig mit dem Regisseur flirtet und den trinkfesten, Dudelsack-spielenden Schotten. Gegen Ende wird versucht einige dieser Klischees umzustoßen aber außer in einem Fall gelingt das nur sehr begrenzt. Dann ist da noch die Tatsache, dass ich zwar weiß, dass Pippa Bolle eine Amateurdetektivin ist und das Buch zu der Gattung der (wie es im Deutschen so schrecklich heißt) Häkelkrimis gehört, weswegen ich nicht unbedingt eine realistische Darstellung der Polizeiarbeit erwarten darf. Wenn aber eine ganzer Polizeisuchtrupp ausrückt um einen vermissten Kater zu finden strapaziert das meine Gutgläubigkeit doch ein bisschen zu sehr. All das war mir aber irgendwie egal. Pippa ist eine unglaublich sympathische Hauptfigur mit der ich zu gerne mal Tea and Scones essen würde, der Schreibstil ist amüsant und kurzweilig, das Buch gespickt mit einigen Shakespeare-Anspielungen und der Krimi an sich – nun ja – ordentlich, einige Zusammenhänge konnte man Vermuten aber ein Großteil der überraschenden Enthüllungen waren tatsächlich überraschend. Was mich zu meiner eigenen Überraschung noch am ehesten gestört hat waren die Namen der Charaktere. Die waren mir ein bisschen zu bemüht komisch. Wenn Pippa Bolle, Carlos Kwiatkowski, Hasso und Barbara-Ellen von Kestering auf Phoebe und Lysander Smith-Bates und Chriss Cross treffen habe ich das Gefühl, dass einige Astrid Lindgren-Figuren Urlaub auf North Cothelstone Hall machen. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Mit "Dinner for one, murder for two" erlebt Pippa Bolle schon ihre zweite Geschichte, die, wie sollte es anders sein, mal wieder äußerst mörderisch endet. Wieder mit ziemlich viel Humor und manchem skurrilen Charakter gespickt, muss diesmal ein Mord in England aufgeklärt werden, in dem kleinen Heimatort von Pippas Großmutter Hetty Willcox Hideaway, in dem die Propen für das Shakespeare Birthday Festival stattfinden sollen. Allein viele der Namen der Charaktere, wie Chris Cross geben der Geschichte eine amüsante Note, ebenso wie viele andere passend gesetzte Kleinigkeiten. Jedoch werden Handlung und Mord in diesem Roman nicht ins lächerliche gezogen bzw. wirken nicht extrem verrückt, sondern bleiben hingegen relativ ernst und spannend, da der Humor auf einer deutlich subtileren Ebene liegt, wie zum Beispiel bei einem Maurer ("Hochsaison"). Insgesamt liegt der Humor eindeutig in Wortwitz und vor allen Dingen der Situationskomik, wie sie auch oft das reale Leben schreibt und bei denen man sich vorstellen kann, sie selbst zu erleben, versteckt. Außerdem spielen die Beziehungen und Verstrickungen der Charaktere untereinander eine sehr große Rolle, insbesondere der, der Theatergruppe, in welcher der Mord stattfindet. Durch diese Verstrickungen werden zum einen die Spannung und zum anderen der humoristische Aspekt sehr stark unterstützt, da sie zu den interessantesten Situationen führen können, wobei manche ehrlich aus einem Film stammen könnten und man sich die Szene allein durch die Beschreibung einfach extrem plastisch vorstellen kann, als würde sie einem direkt als Bild vor die Nase gesetzt. Trotz der humoristischen Aspekte bleiben das Buch und der Kriminalfall dabei durchweg spannend, wobei ein Großteil der Spannung durch die vielen Geheimnisse der Charaktere entsteht und zudem der Frage, wie der Mord geschehen ist und wer wohl der Täter ist, was letztendlich in einer Ermittlung im alten Stil der Detektive endet. Im allgemeinen ist es so, dass die Charaktergestaltung und die Charaktere eine enorm wichtige Rolle in diesem Roman einnehmen, da die Geschichte sehr von ihnen getragen wird in Spannung und Humor und dies auch wunderbar gelungen ist, da alle Charaktere durch ihre kleinen Macken und Kanten, sowie ihre positiven Seiten eindeutig zur sehr guten Unterstützung der Handlung und auch des Humors beitragen. Gerade diese Mischung aus altmodischem Krimi gespickt mit einem sehr guten Humor und wunderbaren Charakteren und einem bisschen Shakespeare macht den Roman zu etwas ganz besonderem, wie auch die Tiere von Hetty, die als Charakter nicht zu unterschätzen sind.
"Dinner for one, murder for two" besticht mit seiner locker-leichten, gute Laune vermittelnden Atmosphäre. Man merkt dem Buch deutlich an, wie viel Liebe die beiden Autorinnen in den Schreibprozess investiert haben: Die Charaktere sind allesamt gut – wenn auch manchmal ein wenig übertrieben – gezeichnet und haben alle ihre ganz eigenen Ecken und Kanten, Macken und Skurrilitäten. Auch das Setting weiß insofern zu überzeugen, als dass man ihm die große Affinität der Autorinnen fürs Theater und für Shakespeare anmerkt.
Einziges kleines Manko: Einige der dramatischen Wendungen lassen sich bereits früh im Buch vorhersagen, so dass der Leser sich fragt, warum Pippa die Ungereimtheiten eigentlich nicht auffallen. Da es sich aber bei dem vorliegenden Krimi um Cozy Mystery handelt und gar nicht erst der Eindruck vermittelt werden soll, dass es sich bei Pippa um eine allesüberblickende, weit über den Dingen stehende Ermittlerin handelt, funktioniert das Ganze trotzdem. Somit ist dem Lesevergnügen kein Abbruch getan, und das Buch bleibt trotz dieser leichten Schwäche ein wahrer Pageturner.
Der zweite Band der Pippa-Bolle-Reihe gefiel mir besser als der erste. Wie immer leichte Kost, sehr leicht und unterhaltsam geschrieben, doch immer etwas "zuviel". Mir kommt es so vor, als wollten die Autorinnen bemüht lustig und skuril sein, dabei ist es einfach nur überzogen und lächerlich (Bsp.: Staatsbegräbnis für den Hund; riesiges Polizeiaufgebot und Suche mit Wärmebildkamera wegen eines vermissten Katers ...). Das Buch bekommt drei Sterne, weil es sich gut und schnell lesen lies und doch immer wieder amüsant war. Ein Stern Abzug für diese Lächerlichkeiten und das unbefriedigende Ende und noch einen Stern Abzug für den sinnlosen Tiermord, der dann noch so ins lächerliche gezogen wurde (nichts hasse ich in Büchern mehr, als wenn Tiere sinnlos gequält und/oder getötet werden!).