Um es gleich vorweg zu Um Globalisierung geht es Rüdiger Safranski in diesem ausgesprochen lesenswerten Essay nur am Rande. Sie ist für ihn lediglich der aktuelle Anlass, ganz grundsätzlich eine der großen Ausgangsfragen der Philosophie aufzuwerfen, nämlich die Was ist der Mensch? Dies eben vor dem Hintergrund dessen, was die Globalisierung dem Menschen als Menschen zumutet. Keine wohlfeilen Rezepte und Weltordnungsmodelle bietet uns Safranski, dafür aber lässt er uns teilhaben an seinem unangestrengten Nachdenken, das er -- und vor allem davon berichtet dieses Buch -- an den großen Philosophen geschult hat. Von denen hat der Philosoph und Schriftsteller manche ja bereits in früheren, teilweise glänzenden biografischen Arbeiten, ganz besonders über Martin Heidegger, aufs Beste für uns porträtiert. Von den Früchten dieser Arbeit profitiert auch dieses Buch. Die beiden besten Kapitel sind den Themen der Verfeindung und des Weltfriedens gewidmet. Globalisierung -- freilich ohne den Begriff zu nennen und dem Inhalt nach mit dem Akzent auf weltbürgerliche Demokratisierung -- war ja auch für Kant der Wurzelgrund der Weltfriedenshoffnung. Eine Hoffnung, die bis heute ebenso unerfüllt wie theoretisch unüberholt geblieben ist. In der permanenten gegenseitigen Überbietung im politischen Realismus ist Kants Friedensutopie ein wenig aus der Mode gekommen. Zu Unrecht. Ihr redet Safranski mit seinem Buch ebenso ermutigend das Wort wie er zeigt, dass man sich nichts vergibt, wenn man sich ohne Scheu und falsche Bescheidenheit immer wieder an die großen Fragen wagt. Im Gegenteil. Von uns erntet Safranski dafür großes Lob! --Andreas Vierecke
Rüdiger Safranski is a German literary scholar and author. He has been Professor of Philosophy and Humanities at the Free University of Berlin since 2012.
Képzeljük el, hogy Pali bácsi nézi a párizsi olimpia megnyitóját, csóválja a fejét, aztán inkább kimegy kapálni a szőlőt. Munkálkodik egy ideig, aztán megáll, ismét megcsóválja a fejét, a kapát a tőkének támasztja, belenéz a lemenő napba, és így szól: - Már semmi sem olyan, mint régen.
Na, ez a kötet kábé ugyanez, csak szebben kifejtve, és több hivatkozással Kantra meg Hegelre.
Megjegyzem továbbá, hogy Safranski megoldási javaslata a "globalizmus-hisztériára" (a jelenségre, amiben a közel és a távol összemosódik) nagyjából az, hogy az ember alakítsa ki a kis tisztását, és ott őrizze a saját szuverenitását. Ami nem sokkal több, mint amit egy jógatanár is javasolna ebben a helyzetben. Ám amíg egy jógatanártól nem feltétlenül várjuk el, hogy diverzifikáltan kifejtse a gondolati struktúrát, ha képes átadni a probléma megoldásának fizikai módszertanát, addig a filozófus módszertana maga a gondolat kifejtése - ilyen értelemben Safranskitól többet vártam. Másfelől azon is elméláztam, hogy vajon egy jobbágy a XVI. századból mennyire eredményesen tudott volna ilyen metaforikus tisztást kialakítani magának. Oké, a globalizmus uniformizál, de nem uniformizált a feudalizmus is? Beletuszkolt a lokális kis szerepeidbe - ha apád molnár volt, te is az lettél, ha apád juhász volt, te is az lettél, ha apád pap volt... hát az mondjuk egy speciális eset. Ami a lényeg: a globalizmus valóban szétterjeszti az egész világon a termékeket és a trendeket - de nem csak egy terméket és nem csak egy trendet. Egyáltalán nem tiltja meg, hogy az étlapról azt válasszuk ki magunknak, ami szerintünk legoptimálisabb építőköve lesz identitásunknak. Ilyen értelemben pedig az a tisztás, amit Safranski javasol lakóhelyül, talán nem kilépés a globalizmusból, hanem épp a globalitás által biztosított egyik opció.
Un librillo para clase. No me parece un tema fascinante y me lo he leído por obligación, pero Safranski escribe de forma muy bella (para mi gusto). Y critica brevemente Adorno, cosa necesaria para mi corazón melancólico y desolado por esa frase de que "no es posible la vida recta en medio de la vida dañada". La leo y me dan escalofríos 🥶❄️☃️🧣
Este libro te pone a pensar en algo que quizás no se nos había ocurrido: de que manera la globalización nos quita mucha de nuestra individualidad, decisiones, identidad, paz, etc; pero la misma globalización no es necesariamente ominosa pero si debe de haber limites y normas para nuestro crecimiento propio individual como personas, estados, cultura, etc...
Време е да напиша и за една от по-сериозните книги, които прочетох - “Колко глобализация може да понесе човекът?”(118 с.) на Рюдигер Сафрански. Не искам по никой начин да претендирам, че съм схванал и осмислил всичко, написано в нея. Признавам, че със закалката ми от Историческия факултет имам сериозни трудности да се съсредоточа и разбера философската литература, с която ми се налага да се сблъсквам в магистратурата.
Затова и нямам ни най-малко намерение да ви занимавам с разсъжденията на Сафрански в дълбочина – не мога да претендирам, че съм ги разбрал дотолкова, че да ги предавам. Вместо това ще се спра на няколко разсъждения, които са свързани пряко с нашето ежедневие и които ми се струват безспорно истинни.
Globalisation from a philosophical point of view. Not an economics book, but addresses the classical topics: financialisation, free movement of capitals, lost morals to markets and so on. very interesting quotations to be extracted.
It’s a bit of a ramble.....as a biographer-critic of a bunch of German philosophers one would both expect him not to be too keen on globalization and he’s not.
Über 20 Jahre alt; auf dem Höhepunkt der Globalisierungs-Euphorie geschrieben. Die ist heute abgekühlt - insofern kann man Safranski durchaus Weitblick attestieren. Die Ausführungen zu Beginn wirken im Rückblick aber zu abstrakt, die Krisendiagnosen sind in der Zwischenzeit konkreter geworden. Für Safranski ist eher ein Gefühl des Unbehagens leitend; das Buch ist ein Ruf nach Einhalt in eine mobilisierte Welt. Es ist ein philosophisches Buch, weil es denkend argumentiert - die politischen Stellungnahmen erfolgen dann vorsichtig, ohne Pathos, ableitend und nahelegend. Konservativ im besten Sinne - nämlich romantisch und entfremdungskritisch, ohne dabei realitätsfremd oder bloß träumerisch zu sein.
Die philosophische Grundlegung hat nach wie vor Gültigkeit. Die Differenz wird als ontologisches Prinzip statuiert, aus dem immer auch Konflikt hervorgehen kann. Carl Schmitt wird erwähnt und sein Einfluss ist deutlich: Die Freund-Feind-Unterscheidung wird implizit, sein Diktum „Wer Menschheit sagt, will betrügen“ explizit angeführt. Das alles wird vorsichtig, tastend vorgetragen, fast bedauernd - aber Realitäten anerkennend. Die Geschichte lehrt, dass ein Handlungssubjekt „Menschheit“ zwar gedacht, aber nicht verwirklicht werden kann.
Westliche Demokratien sind „kalte“ Projekte: In ihnen spielen kollektive Zugehörigkeiten keine entscheidende Rolle; sie sind geprägt vom „säkularem Polytheismus“ der Wertorientierungen und Lebensstile. Das ist sowohl philosophisch als auch kulturell-historisch voraussetzungsreich und durchweg spannungsvoll, auch wenn das innerhalb dieser Gesellschaften in Vergessenheit zu geraten scheint: Denn global besehen sind die „heißen“ Projekte, die kollektivistischen, totalitären Ideologien keinesfalls ausgestorben - und auch innerhalb des Westens wachsen die Versuchungen, wenn der Liberalismus auf eine nihilistische Konsumkultur schrumpft. Globalisierung erscheint vor diesem Hintergrund als blinde, gleichmacherische Ideologie - in Form neoliberaler Ökonomie, als Anti-Nationalismus bzw. Multikulturalismus und als ökologisch-ökumenischer Weltrettungsversuch. All dies sind negative Formen, die Teile der Wirklichkeit negieren und keine wirkliche geistige Öffnung bewirken. Der Globalismus wird allerdings vom Kosmopolitismus unterschieden; letzterer ist eine anerkennenswerte, bewährte Perspektive, die dem Motto „universal denken, konkret handeln“ folgt.
Sodann werden allerlei Nebenfolgen der Globalisierung abgehandelt: Erregung und Hypermoral durch das ständige Eingespanntsein in Informationsströme, Angleichung des Nahen und des Fernen durch gesteigerte Mobilität, verlorene Unschuld des Nahbereich-Handelns durch Verstrickung mit den globalen Problemen, Verlust des Geheimnisses durch Ausbreitung der Zivilisation - auch im Inneren des Menschen. Der ursprüngliche Wald als Metapher der Natur weicht zunehmend der zweiten Natur; der Mensch ist immer mehr mit Selbstgeschaffenem konfrontiert, das ganz Andere - sei es Gott, die Natur, oder der seelische Innenraum - entzieht sich. Hier müssen neue Lichtungen in das neue Dickicht der Zivilisation geschlagen werden, ähnlich jenen, die die Zivilisation in den tatsächlichen Wald schlug. Die neuen Lichtungen stehen für Freiräume, in denen sich das Individuum souveräne Sphären gegenüber der gesellschaftlichen Totalität bewahrt. In der Entfremdungskritik sei dabei weder der Weg Rousseaus, noch derjenige Marxens gangbar; weder die Verabsolutierung des Innen noch die des Außen. Stattdessen: Einrichten im Jetzt, provisorisch, ohne Heilsversprechen - aber die Zivilisation auf Distanz haltend, gelassen, mit Sinn für Ort und Selbst. Vor allem: Aufbau eines individuellen Filtersystems in der Kommunikations- und Mediengesellschaft - der Imperativ lautet, dem Zwang der Aktualität zu entkommen. Denn gemeint ist nicht, sich von allem Ballast des Wissens, der Geschichte oder der Verantwortung zu befreien. Dann wäre mit der Lichtung nur Platz für ein hedonistisches und konsumorientiertes Individuum gewonnen. Stattdessen: Bildung, Aufbau einer Persönlichkeit durch Begrenzung und Ausschluss, dadurch Handlungsfähigkeit. Gerade das schaffe wieder Platz für Ernsthaftigkeit, Belastung, Verantwortung.
Un muy interesante ensayo que habla sobre un proceso muy actual (la globalización) y que repercute directamente en la condicion humana de millones de habitantes de un planeta que se encuentra cada vez más interconectado. Me gusta que no sigue el típico argumento que presenta al ser humano como un ente inerte y sometido a los dictámenes de las influencias globales macrosociales, sino que lo dota de agencia, de poder de decisión, de (relativa) libertad ante los estímulos de un mundo globalizado que intenta homogenizarnos de forma sutil e imperceptible. 10/10.
4 stars for the ideas, 3 stars for the presentation (which was more of a ramble at times). But it's an intriguing and surprisingly challenging book, which poses a lot of insightful questions and analyses globalization from a philosophical perspective.