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Draußen die Welt

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Über Würde und Standhaftigkeit in Zeiten des Aufruhrs

Mary Perrault, Anfang fünfzig, führt mit ihrem Mann und den vier Kindern ein beschauliches Leben im ländlichen Kalifornien. Aber dann bricht 1929 die New Yorker Börse Der Kampf ums nackte Überleben bringt das Fundament der Gesellschaft ins Wanken und bedroht auch das innere Gleichgewicht der Familie Perrault. Immer wieder gerät Mary in Situationen, in denen sie entscheiden muss, ob sie zum eigenen Vorteil oder zum Wohle anderer handeln soll. In leuchtend klarer Sprache und mit unwiderstehlich sanftem Sog erzählt Janet Lewis am Beispiel des scheinbar unspektakulären Lebens einer Frau, wie der Mensch sich im Angesicht von Krisen sein moralisches Wertesystem und seine Würde erhalten kann.

368 pages, Hardcover

First published January 1, 1943

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About the author

Janet Lewis

74 books22 followers
Janet Loxley Lewis was an American novelist and poet.
She was a graduate of the University of Chicago, where she was a member of a literary circle that included Glenway Wescott, Elizabeth Madox Roberts, and her future husband Yvor Winters. She was an active member of the University of Chicago Poetry Club. She taught at both Stanford University in California, and the University of California at Berkeley.

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2 (7%)
1 star
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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Bajo.
98 reviews3 followers
March 4, 2023
Der Roman erschien erstmalig 1943 unter dem Titel "Against a Darkening Sky": Und ein sich verdunkelnder Himmel zieht sich auch durch diese Geschichte, die von der Autorin Janet Lewis ( 1899 - 1998 ) Ende der 1920iger, Anfang der 1930iger Jahre in einem fiktiven Ort in Kalifornien angesiedelt wurde.

Im Zentrum des Romans steht die Familie Perrault, genauer gesagt die Hausfrau und Mutter Mary Perrault mit ihren vier Kindern nebst Ehemann. Wir befinden uns anfangs im Jahr 1929, der beginnenden Weltwirtschaftskrise, deren Auswirkungen wirtschaftlicher Niedergang, horrende Arbeitslosigkeit und Armut waren. Wohl denen, die über eine kleine Landwirtschaft und eigenes Land verfügten, so dass die Versorgung mit Lebensmitteln und Wohnraum gesichert war, so wie die Familie Perrault und deren Nachbarn.

Die Probleme der damaligen Zeit bilden im Roman allerdings nur den - dunklen - Hintergrund der Geschichte um Mrs. Perrault und ihre Familie. Geschildert wird ausführlich das Alltagsleben auf der Farm, das Liebesleben der Tochter Melanie, die Natur mit ihren Pflanzen, Tieren, Wetterverhältnissen, Gerüchen. Den "dunklen Himmel" habe ich durch die sich eher beiläufig ereignenden Schicksalsschläge wie Börsencrash, wirtschaftlicher Niedergang, Unfalltod einer Freundin, Vergiftung einer Nachbarin, einen Mord und den darauf folgenden Mob wahrgenommen. Diese Ereignisse führen, anders als man es erwarten würde, mitnichten zu einer Dramatisierung der Handlung. Das beschauliche, geborgene Familienleben der Perraults plätschert vielmehr weiter recht gemächlich dahin: "Draußen die Welt" eben, der Titel trifft es besser, als der amerikanische Originaltitel.

Als starker Anker in schwerer Zeit wird Mrs. Perrault in ihrer integren, zurückhaltend umsorgenden Art beschrieben. Dennoch konnte ich keine emotionale Verbundenheit zu ihr oder zu anderen Figuren des Romans aufbauen. Das liegt m. E. am schlichten Sprachstil, der distanziert wirkt. Janet Lewis hat laut Klappentext u. a. Romane über historische Justizfälle geschrieben, was vermuten lässt, dass der insofern verwandte Sprachstil auch in den vorliegenden Roman Eingang gefunden hat.

Sehr gefallen haben mir die Stellen, in denen sich Mrs. Perrault mit den neuen Nachbarn Reindl auseinandersetzt und in denen sie ihren, zum ersten Mal sehr bestimmenden, Umgang mit ihrem Sohn Duncan reflektiert: Hier bricht "die Welt" in das Leben der Perraults fühlbar ein und bleibt nicht mehr "draussen". Ich habe den Roman, der einige Längen aufweist, mit großem Interesse für das dort geschilderte Leben der Menschen in Kalifornien vor fast 100 Jahren gelesen. Richtig berührt hat mich die Geschichte jedoch nicht.

Ich vergebe 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Profile Image for Astrid.
352 reviews2 followers
March 6, 2023
Kalifornien in den 30er Jahren
Das Buch ist bereits 1943 im Original erschienen. Es unterscheidet sich daher in Sprachstil und Inhalt durchaus von der aktuellen Literatur, aber keineswegs zum negativen. Wir begleiten Mary Perrault, eine typische Farmfrau im ländlichen Kalifornien in den 30er Jahren. Dreh- und Angelpunkt im Leben sind die Familie, der Haushalt, die Farm, der Garten, das Wetter und die Dorfgemeinschaft. Mary Perrault schaltet und waltet verlässlich im Hintergrund und ist jemand, auf den man sich immer verlassen kann. Janet Lewis zeichnet hier das Bild einer Frau, die durchaus innerhalb ihrer Traditionen und Werte fortschrittlich denkt. So lässt sie ihren Kindern großen Freiraum, geprägt durch Vertrauen und Respekt auf beiden Seiten. Die Autorin setzt in meine Augen auch ein Zeichen für die Wichtigkeit der Farmfrauen.

Der Titel des Buches "Draussen die Welt" macht nach anfänglichen Überlegungen wirklich Sinn. Die Familie Perrault lebt in ihrem Kosmos. Ereignisse von außerhalb berühren zwar, dringen aber nicht in den Kern der Familie vor. Dazu gehören Tod von einer nahestehenden Person, der Bankencrash, Entführung und Lynchjustiz.

Das Buch hat einen eigenwilligen Stil. Man merkt deutlich, dass der Focus der Autorin auf Justizliteratur lag. Teilweise ist das Buch schon fast zu sachlich. Von Anfang verläuft die Handlung in ruhigen Bahnen, entwickelt aber einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Sicherlich gibt es auch einige Längen, vor allem im letzten Drittel. Aber insgesamt hat mir der etwas andere Roman, als ein Stück Zeitgeschichte, sehr gut gefallen und ich spreche gerne eine Leseempfehlung aus.
Profile Image for Christiane Fischer.
591 reviews8 followers
March 17, 2023
DRAUSSEN DIE WELT
Janet Lewis

1929: Mrs. Perrault lebt mit ihrem Ehemann und ihren vier Kindern ein bescheidenes und gutes Leben in einem Dorf in Kalifornien.
Es ist eine Zeit, in der Nachbarschaftshilfe noch eine Bedeutung hat. Man bringt sich gegenseitig frisch Geerntetes aus dem Garten oder backt für seinen Nachbarn einen Kuchen.
Als ihre beste Freundin bei einem tragischen Unfall zu Tode kommt, kümmert sich Mrs. Perrault aufopferungsvoll um den verbliebenen Witwer.
Leider macht die Depression in den USA auch vor der Familie Perrault keinen Halt und lässt diese noch enger zusammenrücken.

Das Buch lebt von dem ruhigen und schönen Erzählstil, von den detaillierten Naturbeschreibungen und den Erzählungen über das Miteinander in der Familie, auf dem Lande - zu der Zeit.
Die Familie Perrault, die sympathischer nicht sein könnte, macht es einem leicht diese ins Herz zu schliessen.
Das Buch erschien erstmalig 1945 und spiegelt den literarischen Geist der Zeit wider.

Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen und es hat mir geholfen mich zu entschleunigen. Der Beginn war ein wenig zäh und langatmig. Die 2. Hälfte des Buches konnte mich aber packen.
Leseempfehlung für alle, die eine schöne Sprache und einen ruhigen Erzählstil schätzen.
3/ 5

Profile Image for Kevin Vanhoozer.
129 reviews253 followers
January 8, 2020
"Four lives were gone [in a train wreck], suddenly and casually, as if they had never been cherished... This was the tremendous drama in which she moved, life created by tenderness and patience in a world of mindless destruction. It was in this drama that she had been speaking her lines that afternoon, in which, as a mother and a wife, she would forever be acting" (41).

"It was the loss of faith which grieved her most. About her own children, growing up in this world – could they have, as she now had, security of faith without a literal belief in the things which she had been taught as a girl?" (219).

"incoherent civilization, the moral wilderness, emerging from the physical wilderness. She felt it sharply but found it hard to put into words. The confusion of values, the physical violence, the disregard of law, these seemed the more apparent to her before the vast and tranquil landscape, the even-termpered weather" (298).
Profile Image for Sylvie Vanhoozer.
122 reviews1 follower
January 27, 2020
"The fault lay in the lack of faith, the lonely and independent lives, the shifting communities whose constant change made it impossible for anyone to live as she had lived as a girl, in a community as in the center of a family. She thought of these matters as typical American, and yet she did not know. If she were to return to Campbeltown, she might find the same losses there." 218-19
Profile Image for John.
1,793 reviews47 followers
February 15, 2014
I can not believe this book was ever published, terrible bore. I wrote better in high school.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews