Jump to ratings and reviews
Rate this book

Der Ruf des weißen Raben

Rate this book
Die Trommeln und Stimmen verstummen, als die wirbelnden Rauchschwaden aufsteigen. Myras Herz pocht beinahe schmerzhaft in ihrer Brust. Sie ahnt nicht, dass sie Zeugin eines Rituals ist, mit dem der Indianer Chad Blue Knife die Geister ruft. Es wird ihre Zukunft und alles, woran sie glaubt, verändern. Sie spürt, dass ihr Leben und das von Chad auf alle Zeiten untrennbar miteinander verwoben sind ...

409 pages, Paperback

First published July 15, 2011

12 people want to read

About the author

Sanna Seven Deers

16 books4 followers
A woman born in Germany, now living in Canada, with her family.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
6 (33%)
4 stars
3 (16%)
3 stars
8 (44%)
2 stars
1 (5%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Juliane.
631 reviews4 followers
July 13, 2011
Inhalt:

Myra wird unabsichtlich Zeugin eines uralten Rituals von Indianern, die die Hilfe ihrer Ahnen erbitten. Von diesem Zeitpunkt an geschehen merkwürdige Dinge. Nach einem Sturz von einem Berg, erscheinen Myra zwei Felssäulen. Sie geht zwischen ihnen hindurch und beginnt damit eine Reise zwischen Welt und Zeit. Im Hier und Jetzt ist der gutaussehende Chad Blue Knife ihr Begleiter, doch auch in den anderen Ebenen haben die Personen, in die sie schlüpft, Verbündete. Erst mit der Zeit erfährt Myra, dass ihre neuen Fähigkeiten einen Sinn haben und sie zu etwas Großem berufen ist.


Meine Meinung:

Ich bin positiv überrascht. Mir hatte die Leseprobe schon gut gefallen, aber die gesamte Geschichte überstieg meine Erwartungen. Von Seite zu Seite wurde das Buch spannender und besser. Es geht um Zeitreisen, alte Zeremonien und Kulturen. Myra und Chad werden mit einem Schlag in ein Abenteuer geworfen, welches mehr als mitreißend ist.

Der Hauptstrang spielt in der Gegenwart, im 21ten Jahrhundert. Es gut um Myra, eine Endzwanzigerin, die nach der Trennung vom ihrem Freund Abstand in den Wäldern von Kanada sucht. Doch Myra ist auserwählt und sie reist in die Vergangenheit, in die Geisterwelt - die Welt der Ahnen. Sie erlebt die Reise aus der Sicht von Runa, einer jungen Frau, die eine wichtige Aufgabe hat und die Schlüsselperson des Ganzen ist. Ebenfalls reist Myra in die Zukunft und sieht ihr Ich - nur etwas älter. Dann wird sie verfolgt. Angst mischt sich in die ruhig beginnende Geschichte und man fiebert ununterbrochen mit.

Der Wechsel der drei Zeiten und Sichten hat mir ausgesprochen gut gefallen. Dieser Mix ließ die Geschichte aufleben und sie spannend werden. Natürlich gab es immer wieder kleinere Cliffhanger, wenn Myra wieder zurück in eine andere Zeit reiste.
Die Autorin hat es super geschafft, mit der Zeit schleichend die Spannung einzubauen. Die Geschichte, die leicht esoterisch beginnt, wird zu einem richtigen Krimi! Die Personen waren alle sympathisch, keine, die sich in den Vordergrund gedrängt hat. Selbst die "Liebe auf den ersten Blick" zwischen Chad und Myra war nicht kitschig, sondern wirklich richtig schön und glaubhaft. Auch die Beschreibungen der Natur und die Liebe zur Natur der Personen sind wunderschön geschildert. Man bekommt schon Lust, selbst mal nach Kanada in die Wildnis zu fahren.

Mir gefällt an dem Roman so vieles. Von dem Schauplatz, über die Personen bis hin zu der perfekt ausgefeilten Story, bei sich zum Schluss die Puzzleteile zusammen setzen. Die Autorin hat ein großes Talent. Ihr Schreibstil ist super. Sie unterscheidet von der Sprache her gut zwischen den Zeitebenen. Es ist fast, als würde man zwei Bücher lesen (Myra und Runas Geschichte) und erst so langsam wachsen zu einer einzigen Erzählung zusammen.

Wenn man hier einen historischen Roman erwartet, liegt man falsch. Man kann dieses Buch keinem Genre klar zuordnen, er ist ein Einzelstück, das auch als solches gesehen werden sollte. Es ist ein moderner, schnell lesebarer Pageturner, der unterhaltsam, mitreißend und spannend ist.
Schade finde ich, dass es kein Nachwort oder eine Danksagung von der Autorin gibt - die lese ich immer sehr gern :-)

Hochgradig empfehlenswert!


Übrigens:

Die Hintergründe zu diesem Buch sind sehr wissenswert. Die Autorin, eine Deutsche, hat selbst einen Indianer aus Kanada geheiratet (David Seven Deers) und lebt auch dort. Auf ihrer Internetseite kann man in der Galerie Bilder ihrer Ranch ansehen. Und die Zeichnungen auf dem Cover (oberhalb der Schrift) sind von David Seven Deers. Total klasse! Ein richtiges Familienwerk. Die Autorin schreibt an ihrem nächsten Roman, den ich kaum abwarten kann.
237 reviews1 follower
August 28, 2015
Nachdem ich schon »Das Geheimnis des Felskojoten« der Autorin gelesen hatte, dieses mir aber nicht so zusagte, »Der Ruf des weißen Raben« aber noch in meinem Regal stand, war ich doch irgendwie auch neugierig, was ich diesmal zu dem Werk dieser Autorin sagen würde. Vor allem auch, da dies eigentlich das erste Buch der Autorin ist und das mir bekannte schon das zweite. Ich kann jetzt zwar nicht behaupten, dass ich dieses Buch deutlich besser finde, als ihr zweites Werk, aber doch gibt es deutliche Abweichungen in ihrem Erzählstil, welchen ich in diesem Erstlingswerk stimmiger empfand.

Man sollte sich zu diesem Buch hier einfach sagen, dass es sich um eine Art von Fantasy- bzw. Mysterie-Roman handelt und schon kann man gut damit leben, dass extrem viel Unrealistisches passiert. Gerade da es so extrem viel Unrealistisches ist, empfand ich es als stimmiger, als im ersten Band, weil man hier die Absicht, diesen Aspekt hineinzubringen, was er einem vielleicht sagen soll etc. einfach für sich verständlich interpretieren kann, hingegen es im neueren Werk eher etwas gewollt und gekünstelt wirkt, da zu viel auf den Versuch der realitätsnähe gelegt wurde. Wer also ein Buch lesen will, das noch in Ansätzen realistisch ist und bei dem nicht zu viel passiert, was unter diesem Gesichtspunkt affig, seltsam, komisch oder ähnliches wirkt, der sollte definitiv nicht zu diesem Buch greifen.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass mir persönlich die Geschichte ein wenig zu platt war. Sowohl die Charaktere, als auch die Aussage, den Appell, auf die es schlussendlich hinauslaufen sollte, wollte nicht wirklich tiefgründig oder lehrreich werden. Alles blieb einfach sehr oberflächlich und oftmals was es auch so, dass ganz besonders die Charaktere, bei denen es am wenigsten glaubhaft war, durch Vorangegangenes in der Geschichte oder deren Job etc., einfach so mächtig naiv und gutgläubig waren, dass ich damit einfach nicht klar kam. Vor allen den Dingen auch der “Böse”, der eigentlich so gar nicht wirklich richtig schlimm und gefährlich auf mich wirken wollte und mich ansonsten zu sehr an Mr. Smith aus Matrix denken lies. Ob diese Assoziation jedoch von der Autorin bewusst bezweckt werden sollte, weiß ich nicht und vermute es eher nicht.

Bei der Protagonistin ging mir dann einfach zu viel bei ihrer Stimmung, ihren Handlungen etc. hin und her, so dass ich sie und ihre Gründe, so zu handeln, wie sie es dann tat, einfach so gar nicht richtig nachvollziehen konnte. Eine klare Persönlichkeit konnte sich so einfach nicht herauskristallisieren, sie wirkte, wie aus unpassenden Bausteinen zusammengesetzt.

Dazu kam dann leider auch noch, dass es mir ein wenig zu übertrieben kitschig in den Beschreibungen zu romantischen Szenen wurde, so dass diese fast eher ein wenig albern wirkten. Wobei ich froh war, dass die Autorin in diesem Roman aber wenigstens die deutsche Sprache bei allem beibehalten hat und nicht wie in dem anderen Buch von ihr, teils seltsamerweise die englischen Namen für z.B. Pflanzen genutzt wurden.

Man muss halt wirklich wissen, was für eine Art Buch man lesen möchte. Bei an sich weniger Tiefgang und noch manchen Schwächen im Stil, erwartet einen hier eine eher leichte Lektüre, bei der man einfach damit rechnen muss, dass sie durchaus ein Fantasywerk sein sollte und Unrealistisches daher gehäuft auftritt.
Profile Image for Moorlicht.
17 reviews2 followers
September 29, 2011
Beginn der Geschehnisse ist ein Ruf der Ältesten von Chad Blue Knife's Stamm zur einer besonderen Zeremonie, um sich die Hilfe der Geistwesen zu erbitten. Immer mehr Kinder verschwinden spurlos. Und das natürliche Gleichgewicht ist gestört. Grund genug, eine alte und nach Glauben der Natives machtvolle Zeremonie durchzuführen.

Nicht aus Zufall stolpert dann auch Myra Morgenstern (Nomen est Omen) in genau jene Zeremonie und wird unwissentlich von den Geistwesen ausgewählt, um bei der Suche nach den Kindern quasi ihr 'ausführendes Organ' zu sein. Danach hat sie mehrere Visionen und beginnt mit Unterstützung von Chad und nicht zuletzt auch eben jener Ahngeister die Suche, die ihren Geist auch in die Vergangenheit und in die Zukunft führt. Und damit zu Runa und einem mächtigen Talisman und auch zu ihrem eigenen älteren Ich. Und zu dem Gegenspieler Morris, der ebenfalls dem Talisman und der Legende des Lachens der Kinder hinterherjagt. Und im wörtlichen Sinne vor nichts zurückschreckt, um Myra und Chad aufzuhalten.



Wenn man sich als Leser nicht schon ausführlicher mit den Mythen der Natives beschäftigt hat, kann vieles in dieser Erzählung sehr schwer nachvollziehbar sein. Eine Vorkenntnis in der Mythologie und den Legenden erleichtert auf jeden Fall die Erlebbarkeit der Geschichte. Oder die Bereitschaft, sich auf möglicherweise fremdartige Glaubensbilder einzulassen.

Dass die Autorin hier ihr erstes Buch veröffentlicht und die Sprache nicht so ausgefeilt ist wie bei erfahreneren Schriftstellern, tut der Erzählung für mein Dafürhalten keinen Abbruch. Die verschiedenen Personen sind ausführlich und auch mit ihren verschiedenen Schwächen einfühlsam gestaltet. Auch wenn man beim Lesen kaum Zweifel über den Ausgang der Jagd nach dem Talisman hat, ist der Weg dahin spannend beschrieben und auch die Erzählungen über Myra's Reisen in die Vergangenheit und den Lebensweg von Runa machen den 'Ruf des weißen Raben' zu einer Geschichte, die spannend zu lesen ist.

Nur die Hintergründe von Morris' Auftraggeber hinterlassen bei mir den Eindruck, nicht nachvollziehbar zu sein. Eine Firma, die in der Zukunft das Wissen erlangt, andere Menschen zu übernehmen wirft beinahe zwangsläufig die Frage auf, wie sie zu diesem Wissen gelangt ist und auch mehr über die Beweggründe ihres Handelns. Hier hätte mehr Ausführlichkeit dem Roman sicher noch eine zusätzliche Würze verliehen.

Im Fazit ein Buch für angenehme Lesestunden.
Profile Image for Stephanie  from Books Paradise.
116 reviews20 followers
August 9, 2011
Myra hat sich von ihrem Freund getrennt und ihren Job aufgegeben. Die Großstadt ist nicht das, wo nach sich ihr Inneres sehnt. Um sich über alles klar zu werden reist sie zurück nach Boulder Landing, ihrer Heimat, in der kanadischen Wildnis. Hier wird sie -zufällig wie sie glaubt- Zeugin eines besonderen Rituals. Die Geister, die bei diesem Ritual um Hilfe gebeten wurden, haben Myra auserwählt. Ihr es nicht nur erlaubt, die Geisterwelt zu betreten und heil wieder zu verlassen, ins Besondere dienen die Reisen um ihre wahre Bestimmung zu finden und die Kräfte zu erlangen, die schon vor Jahrhunderten für sie bestimmt waren und die sie schon einmal erhalten hatte. Vor ihr liegt ein steiniger Weg und eine schwierige Aufgabe...

Dieses Buch hat etwas mystisches. Nicht zuletzt wird dies von den vielen indianischen Sagen und deren Vorstellung von dem Zusammenhang zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ausgelöst. Demnach ist unsere Zukunft nicht bestimmt und wenn es uns möglich wäre einen Blick in die Zukunft zu werfen, würden wir uns selbst zwar sehen, aber wir sehen nur einen von sehr vielen möglichen Wegen. Durch unsere Handlungen verändern sich die Wege in der Zukunft ständig. Sanna Seven Deers Schreibstil ist sehr berührend. Ihre Worte sind wie unsichtbare Schleier, die sich um einen legen und an das Buch binden - nicht selten kommt es vor, dass man eine Gänsehaut bekommt. Dennoch ist das Buch an manchen Stellen leider sehr abgedreht und passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu dem spirituellen und mystischen Teil: Ein Mann aus der Zukunft reist ins Jetzt und ist auf der Suche nach einem Talisman um die Weltherrschaft an sich zu reißen... Und eben genau dieser Punkt zerstört diese an sich doch wundervolle Geschichte.

Die Aussage, die die Autorin mit dieser Geschichte macht, sollte sich ein jeder von uns zu Herzen nehmen, denn es ist das Wichtigste, was uns überhaupt ausmacht: Das Lachen der Kinder - mehr kann und möchte ich nicht verraten.

Fazit: Ein Buch über indiansiche Mythen und Gebräuche, die uns die Autorin auf eine bezaubernde Weise mitteilt und uns lehrt, was unser größtes Geschenk ist und dass wir alle miteinander verbunden sind.
Profile Image for Zara.
156 reviews10 followers
September 22, 2011
Ich wurde von dem Cover total in den Bann gezogen. Es passt richtig zu mystischen Indianergeschichten.

Die Beziehung zwischen Myra und Chad war mir leider etwas zu schnulzig. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Zuerst habe ich auch die Reisen von Myra in die Ahnenwelt eher skeptisch gelesen. Aber es war einfach toll! Besonders über Runa hätte ich ein ganzes Buch lesen können.

Ich denke, man sollte offen für spirituelle Erfahrungen sein, um mit diesem Buch klar zu kommen und auch nichts gehen Liebesschnulzen haben. Mir hat es ganz gut gefallen.
Profile Image for Carolin.
488 reviews100 followers
October 9, 2011
Irgendwie hatte ich mir nach der Leseprobe etwas anderes erwartet, aber auch so hat es Spaß gemacht. Die dreisträngige Erzählung war interessant, Runas Geschichte hat mir am besten gefallen. Davon hätte ich gerne mehr gelesen. Zwischen Myra und Chad war es mir aber oft zu schnulzig, einige Wendungen fand ich zu aufgebauscht. Alles in allem war es aber trotzdem ein vergnügliches Lesen.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.