Das Leben der jungen Sally gleicht dem einer Weil mörderische Hybride das Land unsicher machen, darf sie die Kuppelfarm ihrer Familie niemals verlassen. Eines Tages hat Sallys Bruder Paul genug von der Enge dieses Daseins und haut ab. Aber Sally braucht ihren Bruder! Kurz entschlossen bricht auch sie auf ins gefährliche Land. Doch was als Suche nach Paul beginnt, entwickelt sich bald zu einem aberwitzigen Trip in die Abgründe der Geleitet und geschützt von Visionen eines mysteriösen Windmanns kommt Sally einem unfassbaren Geheimnis auf die Spur...
In Deadline 24 hat sich die Welt dramatisch verändert: Menschen existieren kaum noch und müssen unter Kuppeln leben, denn tagsüber machen Hybride jagt auf die Farmer.
Sally Hayden lebt mit ihrer Familie unter einer der größten Kuppeln. Die Haydens mussten schon viel Leid ertragen, ihr Vater verünglückte bei einem Ausflug und ihre Mutter Angelina ist blind. Dennoch hat Angelina einen Vorteil: sie hat Visionen, die immer mit den Worten "Deadline 24" beginnen.
Eines Tages kommt eine Gruppe Reisender in einem Helikopter vorbei, der die Hybriden abwehrt und damit das Reisen am Tag ermöglicht. Sally wittert ihre große Chance, aus der Kuppel rauszukommen und macht sich auf die Suche nach der Bedeutung von "Deadline 24".
Annette Johns Werk ist durchweg spannend geschrieben, kaum haben die Freunde um Sally einen Schock verdaut, müssen sie schon das nächste Abenteuer bewältigen. Man kommt kaum zum Durchatmen und wird immer auf Trap gehalten.
Bei der Auflösung um das Rätsel "Deadline 24" fand ich etwas befremdlich, dass das in eine Gesellschaftskritik ausartet, dennoch war es ein schönes Ende.
Ein schönes Jugendbuch über Familiensinn, Freundschaft und Treue.
"Packender Dystopie-Jugendroman mit unvorhersehbarem Ende"
Inhalt: Die vierzehnjährige Sally Hayden kennt nur eines in ihrem bisherigen Leben, nämlich die Kuppelfarmen, die durch hohe Drahtkonstruktionen die Bewohner vor den Hybriden beschützen. Doch Sallys Welt verändert sich, als plötzlich ein geheimnisvoller Flugapparat auftaucht, der mit seiner Mannschaft die Kuppelfarm vor einem gefährlichen Hybridenangriff rettet. An Bord befindet sich der Seefahrer Caleb und seine Gruppe, sowie Jossie. Alle erscheinen zunächst als durchaus hilfsbereit und nett, in einer völlig zerstörten Welt, die von Hybriden geplagt wird. Allerdings wandelt sich Sallys Vorfreude, als ihr Bruder plötzlich mit der Mannschaft heimlich weiterzieht und Sallys Kuppelfarm daraufhin von den bösen Lords belagert wird, die unbedingt an diesen Flugapparat gelangen wollen. Kann Sally es schaffen ihren Bruder zu retten, mitten in einer Hybrid verseuchten Welt? Alles scheint schwieriger denn je, denn nicht nur die Hybriden machen Sally wahnsinnig vor Sorgen, sondern auch ihre Visonen vom Windmann …
Meinung: Bei “Deadline 24″ handelt es sich auf den ersten Blick um einen typischen, dystopischen Jugendroman. Wenn man allerdings reinliest merkt man schnell, dass sich dieses Buch eindeutig und vor allem positiv von den meisten aus der Masse hervorhebt. Das liegt zu einem an dem Cover, das vollkommen dem Inhalt entspricht und dem interessanten Titel “Deadline 24″, sowie der Geschichte an sich. Das Cover ist eine Kombination aus Wort und Zahl, was für ein Buch doch recht ungewöhnlich erscheint. Doch selbst der Titel hat eine tiefere Bedeutung, die natürlich erst gegen Ende gelüftet wird. Eines kann ich verraten. Es handelt sich hierbei keineswegs um eine Story, in der den Charakteren nur 24 Stunden übrig bleiben! Was mir vor allem positiv aufgefallen ist, sind die detailreichen Beschreibungen der Umgebung, denn nur so macht die Autorin es dem Leser möglich sich diese zukünftige Welt überhaupt vor zustellen, denn der Roman spielt ungefähr um 2124, zumindest wird diese Zahl geschätzt, sodass man wirklich auf eine andere Welt trifft und nicht auf irgendwelche Beschreibungen vom zerstörten New York oder anderen kaputten und verlorenen Städten. Gerade das gefällt mir an “Deadline 24″, da viele dystopischen Romane von einer Handlung ausgehen, bei der sich der Hauptprotagonist ausschließlich durch eine verlorene Stadt kämpfen muss. Dies ist hier nur bedingt der Fall, da die Hauptprotagonistin Sally so zu sagen auf dem Land lebt, geschützt unter einer riesigen Kuppel, da sich sonst die Hybride (drachenartige Wesen) auf die Menschen stürzen würden. Die restliche Landschaft besticht vor allem durch Trockenheit, Wüste und Staub, wodurch man sich als Leser fragt, was bloß dermaßen schief gehen konnte, um die Welt so zuverändern. Die Geschichte an sich ist vor allem actionreich. Es gibt ein wenig Gefühle, aber nur am Rande. “Deadline 24″ enthält keine romantische Liebesgeschichte, da es überwiegend darum geht, dass die junge Sally dem Grund für die Zerstörung auf die Schliche kommt. Dabei gibt es spannende Szenen und man lernt immer mehr über diese neue, seltsame Welt kennen. Ich finde vor allem die Wesen wie Hybride, die Menschen fressen oder die Schweber, mit dessen Hilfe die Menschen durch die Luft sausen können, sehr interessant und lesenswert. Sally ist als Hauptprotagonist außerdem sehr sympathisch, sie ist zwar noch jung, aber man kann mit verfolgen wie sie an Reife gewinnt, denn sie wird zunehmend stärker und entwickelt eine gewisse Tiefe für einen Jugendroman. Mir haben auch die weiteren Charaktere wie Caleb, Carlita oder Monnia gefallen, denn es sind keine wahllos zusammen gestellten Figuren, sondern jeder hat von ihnen seine Schwächen und Stärken, die die Autorin immer wieder deutlich macht.
Die Auflösung zum Ende hin hat dann auch mich ein wenig überrascht, irgendwie habe ich schon geahnt, um was es sich handeln könnte, aber dennoch finde ich das Ende spannend und kaum vorhersehbar, denn die Idee, wie es zu dieser kaputten Welt kam, ist äußert abgedreht und eventuell auch etwas verwirrend und gerade das ist klasse daran, denn man fühlt sich zunächst wie die Charaktere, nämlich völlig irritiert, weil alles irgendwie sehr abgedreht klingt, dennoch eine super Auflösung des ganzen. Lesen lohnt sich!
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Es gibt detailreiche Beschreibungen der Umgebung und trotzdem finde ich den Schreibstil sehr ausgewogen im Bezug auf die Dialoge. Die Schreibweise von Annette John ist für einen Jugendroman bodenständig und sehr angenehm, da kein Jugendslang oder sonstiges benutzt wird.
Das Cover passt perfekt zm Inhalt und das in jeder Hinsicht. Schon das Titelbild gewährt einen ersten Einblick auf die Welt, wie sie in “Deadline 24″ beschrieben wird. Auch das Wabenmuster macht Sinn, wenn zum Ende hin die Erklärung zu allem folgt. Außerdem weckt der Titel meiner Meinung nach Interesse, vor allem da man ihn nicht sofort in den Kontext einordnen kann.
Fazit: Ein spannender, dystopischer Jugendroman, ohne angehängte Liebesgeschichte. Die Geschichte erzählt eine ganz andere Art von Zukunftsszenario, das ich mir durchaus auch so vorstellen könnte, bei der heutigen Entwicklung. Ansonsten ist “Deadline 24″ eine spannende Lektüre bis zum Schluss, die garantiert Dystopie Fans gefallen wird.
So was würde ich gerne im Kino gucken. Ich war erstaun wie kreativ und frisch die Geschichte war. Ich würde mir gerne mehr Bücher von der Autorin wünschen.
Gerne empfehle ich dieses Buch als spannende Jugendliteratur. Es bietet eine fesselnde Handlung mit unerwarteten Wendungen und sorgt für ein abenteuerliches Leseerlebnis.
Kurzbeschreibung: Seltsame Kreaturen bevölkern die Erde, die Welt liegt in Trümmern. Das Leben der jungen Sally gleicht dem einer Gefangenen. Weil mörderische Hybride das Land unsicher machen, darf sie die Kuppelfarm ihrer Familie niemals verlassen. Eines Tages hat Sallys Bruder Paul genug von der Enge dieses Daseins und haut ab. Aber Sally braucht ihren Bruder! Kurzentschlossen bricht auch sie auf ins gefährliche Land. Doch was als Suche nach Paul beginnt, entwickelt sich bald zu einem aberwitzigen Trip in die Abgründe der Welt: Geleitet und geschützt von Visionen eines mysteriösen Windmanns kommt Sally einem unfassbaren Geheimnis auf die Spur...
Zur Autorin: Annette John, geboren 1951, studierte Germanistik und Romanistik und lebt in Berlin. Bei Beltz & Gelberg erschien bereits ihr Hexenroman Das Geheimnis des Rosenhauses.
Rezension: Die Erde in der Zukunft: Die 14-jährige Sally Hayden lebt mit ihrem Großvater, ihrer Mutter und ihrem Bruder Paul auf einer Farm, die von einer riesigen Kuppel geschützt wird. Diese Kuppel bietet ihren Bewohnern Schutz vor mörderischen Bestien wie Hybriden, Spuckvipern und Gorgonen, doch empfinden Sally und Paul sie auch wie ein Gefängnis, denn sie dürfen sich niemals außerhalb der Kuppel aufhalten, weil das viel zu gefährlich wäre. Bei solch einem nächtlichen Ausflug ist ihr Vater vor Jahren ums Leben gekommen.
Als eines Tages ein riesiges Loch in der Kuppel klafft und die Hybriden Sallys Familie angreifen, bekommen sie Hilfe von einer Crew, die mit einer Art Hubschrauber unterwegs ist. Paul ist sehr fasziniert von dieser Apparatur und von Josie, einem Crewmitglied. Er reist heimlich mit der Crew mit. Doch das bleibt nicht ohne Wirkung: Die Lords, die das Land beherrschen, fallen auf der Hayden-Farm ein, denn sie wollen diese Flugmaschine unbedingt für ihre Zwecke nutzen und Sally beschließt waghalsig, Paul und die Crew auf eigene Faust zu suchen, bevor die Lords ihrer habhaft werden können...
Annette John ist mit "Deadline 24" ein faszinierend spannendes Buch im Bereich der Dystopie gelungen. Anfangs erfährt der Leser einiges über den Alltag von Sally und ihrer Familie auf der Kuppelfarm, doch sobald die Flugmaschinen-Crew um Caleb und Josie ins Spiel kommt, wird es auf einen Schlag spannend. Immer wieder taucht versteckt der Begriff "Deadline 24" auf, z.B. an Häuserwänden. Erst zum Schluss hin wird klar, was "Deadline 24", also Todeslinie 24, wirklich bedeutet, und dieses Ende ließ mich doch einigermaßen sprachlos zurück, denn mit so einer Lösung hätte ich nicht gerechnet, sie ist genial und erschreckend zugleich.
Die Zukunftswelt, in der Sally und ihre Freunde und Familie leben, wird hier sehr düster und trostlos dargestellt. Die einzelnen monströsen Kreaturen tun dazu ihr Übriges und auch die Lords, die das Land oder was davon übriggeblieben ist, regieren, sind bösartig und gewalttätig. Definitiv keine Welt, in der ich leben möchte, denn Annette John versteht es, diese Welt sehr plastisch vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen.
Sally als Protagonistin hat mir gut gefallen. Anfangs ist sie von ihren Gedankengängen her noch etwas unsympathisch, doch ändert sich dies schlagartig, als die Lords auf ihrer Farm einfallen. Sie ist mutig, schützt ihre Familie wo sie kann, setzt sich für ihre Freunde ein und wächst mit der Geschichte.
Ich kann "Deadline 24" schlussendlich nur jedem interessierten Leser von Science Fiction/Dystopien empfehlen. Annette John beweist mit ihrem Werk, dass sich deutsche Autoren/Autorinnen nicht vor der englischsprachigen "Konkurrenz" verstecken müssen!
Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt ein Mädchen in einem Ackerfeld, im Hintergrund sind knorrige Bäume zu sehen und ringsum ein Wabengeflecht, das man als die Kuppel der Farm interpretieren kann. Der Buchtitel erscheint in einem dunklen Rot und wurde in Spotlackoptik hervorgehoben.
Fazit: "Deadline 24" bietet Spannung pur mit monströsen Wesen, düsteren Orten und einer mutigen Heldin - ein Science Fiction/Dystopie-Roman, der Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann.
Selten finde ich ein Cover so gelungen, wie bei Deadline 24. Man sieht ein einfach gekleidetes Mädchen in einer kargen Landschaft mit fast unwirklichen Farben. Durch Sechsecke wird die Kuppel unter der sie wegen den Hybriden leben muss angedeutet, wobei die Quadrate oben links eher an einen Computer erinnern. Alles an diesem Cover passt zum Buch und es spiegelt das Thema wirklich gut wieder. Das auffälligste an diesem Cover ist aber wohl der Titel. Ein Titel der treffender nicht hätte gewählt werden können. Von Beginn an fragt man sich, was es mit dieser Todeslinie auf sich hat und der Begriff zieht sich Leitmotivartig durch das gesamte Buch, bis er zum Schluss auf wirklich unerwartete Art und Weiser aufgeklärt wird.
Doch beginnen wir am Anfang. Sally wird gerade vierzehn, da geschieht es. Die Kuppelfarm in der sie lebt wird durch einen Unfall beschädigt und die tagaktiven Hybriden haben freien Zugang und würden sie und ihre Familie töten, käme nicht Hilfe von außen. Diese kommt in Form einer Helikoptercrew und vor allem durch den Helikopter selbst. Dieser ist mit einem fremdartigen Organismus verbunden, der ihn steuert, Regen erzeugen kann, Blitze steuert und vor allem Hybriden vertreibt. Dem Leser stellen sich sofort Fragen nach dem Wie und Warum? Wie ist es zu dieser Welt gekommen? Warum gibt es Hybriden? Was sind Mermaiden? Woher kommen die Halbmenschen und was hat es mit dem Windmann auf sich?
Der Einstieg hat mich zunächst nicht so richtig gepackt. Es geht hauptsächlich darum, wie Sally lebt. Nachdem die Hubschraubercrew auf der Farm ist, berichtet der Großvater, was er über die Vergangenheit weiß. Dies ist nicht viel und weckt das Verlangen mehr zu erfahren. Gleichzeitig war diese berichtende Art nicht besonders spannend. Anschließend überschlagen sich die Ereignisse allerdings und die Handlung nimmt richtig Fahrt auf. Ab hier hat mich das Buch vollkommen gepackt.
Dies liegt unter anderem auch an der schönen Schreibweise von John. Sie beschreibt die Gegend und die Personen auf schöne Art und Weise, wiederholt sich allerdings mitunter. Auch die Charaktere der Geschichte haben mir zugesagt. Sie werden, schon durch die Er-Perspektive bedingt, nicht richtig nah dargestellt, besitzen aber alle ihre eigenen Charakterzüge und können einem ans Herz wachsen. Anfangs fand ich einige Charaktere relativ klischeehaft und oberflächlich. Genua dieses passt aber zu ihnen, wenn man das Ende kennt. Außerdem habe ich einige Charaktere wirklich ins Herz geschlossen. Ein Umstand, der für mich immer sehr positiv ist.
Die Auflösung am Ende sorgt für einen richtigen Aha-Effekt. Ich möchte hier nichts davon verraten, da sie dem Buch jegliche Spannung nehmen würde. Leider ist die Art der Auflösung selber dann eher etwas einfallslos. Wie in einem Krimi in dem der Mörder kurz vor dem furiosen Schluss erklärt, wie er alles gemacht hat, wird auch hier einfach erklärt, was passiert ist und wie alles zusammenhängt. Nicht direkt schlecht, denn die Charaktere hätten dies im Leben nicht herausbekommen, jedoch auch nicht wirklich originell. Dafür ist die Idee der Geschichte umso origineller. Es gab wenige Dinge, die ich noch hinterfrage und mir nicht so recht zusammenreimen kann, wie zum Beispiel das Funktionieren einer Stromversorgung. Aber das sind wirklich Kleinigkeiten.
FAZIT: Ich würde dieses Buch immer weiterempfehlen, da ich trotz der kleineren Schwächen wirklich froh bin es gelesen zu haben. Dieses Buch kommt mit einer genialen Grundidee und relativ wenigen Handlungsorten aus. Es lässt einen über gewisse Bereiche unserer heutigen Lebensweise nachdenken und bietet eine in sich geschlossene Geschichte. Auch eine Tatsache, die ich sehr angenehm finde.
Die Welt wird von Hybriden bevölkert, die zwar nachtsüber schlafen, Tagsüber aber jedes Fleisch essen, dass sie zwischen die Zähne bekommen. Vor allem Menschenfleisch, da sie fast alle anderen Tiere ausgerottet haben. Die Menschen die noch übrig sind, haben sich Kuppeln gebaut, unter denen sie leben können. Die, die nicht in der großen Stadt leben wollen, wurden zu "Kuppelfarmern". Eine der größten Farmen unter einer Kuppel ist die von Sallys Familie. Jedoch ist von der Familie kaum noch etwas übrig. Ihr Vater ist den Hybriden zum Opfer gefallen, ihre Mutter ist wegen einer Spukviper blind und ihr Großvater ist auch nicht mehr der Gesündeste. So bleiben fast alle Arbeiten auf der Farm an Sally und ihrem Bruder hängen. Als ihr Bruder jedoch eines Tages in die große weite Welt hinaus verschwindet, jagt Sally ihm nach, denn alleine kann sie die Farm nicht am Leben erhalten.
"Von oben aus der Luft sehen die Kuppeln wie Käfige aus."
Klingt eigentlich alles sehr einfach, doch außerhalb der Kuppel ist es alles andere als das. Die Kinder sind der ständigen Gefahr der Hybriden ausgesetzt, sobald auch nur ein Sonnenschein am Himmel erscheint. Und da sind da auch noch die drei Lords, die auf der Jagd nach der Bande "Piraten" (so nenne ich sie jetzt mal) sind, mit denen Paul davongelaufen ist. Außerdem lauert auch immer der mysteriöse Windmann dort draußen, und wartet darauf dass Sally ihn ansieht. Und überall begegnen Sally die geheimnisvollen Worte "Deadline 24".
Mich hat "Deadline 24" echt vom Hocker gehauen. Leider kann und will ich hier nicht Spoilern (also nichts vom Ende verraten) aber es wird am Schluss richtig spannend und die Idee hinter dem ganzen ist so genial, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Mich hat die Welt und die Kreaturen echt begeistert, es ist eine Dystopie wie ich bis jetzt noch keine gelesen habe. Natürlich würde ich nicht so leben wollen, unter einer Kuppel eingesperrt und in ständiger Angst, dass irgendwo ein Loch drin sein könnte wo Hybriden durchschlüpfen könnten, aber Annette John hat sich richtig etwas einfallen lassen. Ich muss mir gerade echt auf die Zunge beißen um euch nicht zu viel zu verraten.
"Weder Sally noch Monnia hatten je etwas Vergleichbares gesehen: mindestens zwanzig große Waschbecken in einer Reihe nebeneinander an einer Wand. Spiegel darüber. Regale mit verstaubten Papierrollen und Plastikflaschen. Und gegenüber mindestens zwanzig Klos, jedes für sich in einer winzigen Zelle mit Tür. Wer baute so etwas? Warum? Hatten die Alten früher Partys in Waschräumen und Klos gefeiert?"
Gehen wir lieber mal zum Stil über, bevor ich vom Inhalt doch noch zu viel verrate. :) Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Die Kapitel waren nicht zu lang und nicht zu kurz, und Annette John hat einen Stil, der zum "Alles-auf-einmal-durchlesen" einlädt. Obwohl ich gerne noch viel viel mehr über alles erfahren hätte, war ich schon froh, dass "Deadline 24" keine Serie ist, sondern schön in sich abgeschlossen. Sieht man heute viel zu selten, vor allem Dystopien scheinen meistens in drei Teilen geschrieben werden zu müssen, wobei oft der erste Teil sowieso der Beste ist.
Mein Fazit, lest dieses Buch! :) Ich würde es wirklich jedem empfehlen, der Lust auf eine gute, in sich abgeschlossene Dystopie hat. Ihr werdet es nicht bereuen.
Aber nicht vergessen: "Die Welt geht unter, im Jahre 24. ...Vielleicht war es im Jahr 2124, vielleicht hundert Jahre früher…."
Die vierzehnjährige Sally lebt wohlbehütet mit ihrem älteren Bruder, ihrem Großvater und ihrer blinden, von Visionen des Windmanns geplagten Mutter und dem letzten Überlebenden einer Karawane auf einem Bauernhof in der Ödnis. Zwischen ihrem Überleben und dem Tod durch unsichtbare, unhörbare Monster namens Hybride steht nur eine Drahtkuppel, die täglich ausgebessert werden muss. Was einmal zum Schutz der Bauern gedacht war, wird immer mehr zu einem Gefängnis, denn die Kuppelbauern sehen sich nur selten zu Reunions. Kontakt halten sie über Funk oder über Händlerkarawanen, die jedoch immer seltener werden. Als Vigo ein Fehler unterläuft und die Kuppel infolgedessen ein riesiges Loch bekommt, scheint das Ende der Bewohner der Hayden Farm gekommen. Hunderte Hybriden nutzen die Lücke in der Verteidigung des Hofes um die Menschen zu töten, bis Rettung in letzter Sekunde naht: Josie und ihre Hubschrauberbesatzung. Damit jedoch beginnt der eigentliche Ärger erst, den Josie und ihre Männer sind auf der Flucht vor den Lords von Esperanza, die ihren Hubschrauber zurück wollen, und Sallys Bruder ist mit ihnen durchgebrannt. Um ihren Bruder zu warnen und retten, macht sich Sally mit der Verlobten ihres Bruders auf die gefahrvolle Reise durch die Ödnis und kommt so dem Geheimnis auf die Spur für das ihr Vater sterben musste und ihre Welt dem Untergang geweiht ist.
Ein klassisches SF Jugendabenteuer mit den gewohnten Zutaten. Teenager, die sich nach Freiheit sehnen, aber in einem engen, örtlichen und familiären Umfeld eingeschlossen sind. Draußen eine Welt voller Gefahren und Abenteuer, die bei einer falschen Entscheidung das Leben kosten können. Dazu ein Familiengeheimnis, eine dem Untergang geweihte Welt und ein klein wenig erste Liebe. Diese bekannten Zutaten ändern jedoch nichts daran, dass dieses Buch spannend ist und einen mitreißt. Diese dem Untergang geweihte Welt mit ihren vielfältigen Gefahren und unbekannten Wesen ist plastisch beschrieben und die Charaktere sind lebendig und handeln glaubwürdig. Es macht Spaß mit Sally die Ruinen einer versunkenen Welt zu erforschen und herauszufinden, was zum Untergang dieser Kultur führte. Eine platte Liebesgeschichte, wie sie so häufig in derlei Romanen vorkommt und für gewöhnlich die Geschichte verwässert, wird zum Glück vermieden. Die Auflösung der Geschichte ist zwar ein wenig ungewöhnlich und erschien mir ein wenig arg abgehoben, das ändert aber nichts am spannenden Lesevergnügen. Umso mehr erstaunte mich, dass es sich hierbei nicht um eine Übersetzung, sondern um das Buch einer deutschen Autorin handelt. Annette John ist studierte Germanistin und lebt in Saarbrücken. Gute, spannende Jungend SciFi, voller Abenteuer und Gefahren. Rasant und spannend und dabei nicht so vorhersehbar wie viele andere Bücher des Genres und vor allem ohne nervige Liebesgeschichte.
An sich ist 'Deadline 24' sehr gut gelungen und zwar vor allem am Ende ist es richtig toll! Doch ich habe sehr lange gebraucht um in die Story reinzukommen was das Buch für mich anfangs sehr langwierig machte, aber es hat sich gelohnt es durchzuhalten!