Ein stark überzeichnetes, klischeehaftes und eindimensionales Bild der griechischen Mentalität und Gesellschaft. Wer hier Tiefgang erwartet, wird enttäuscht werden. Nichtsdestotrotz sind die Einzelbeiträge bisweilen launig geschrieben, hier und da ganz witzig. Kurios ist der bisweilen herablassende Ton des Autors, der die Griechen grosso modo als tumbes Völkchen mit Nostalgiekomplex zu sehen scheint. Besonders deutlich tritt der schulmeisterhafte Ton dann hervor, wenn es politisch wird. Bei heiklen Themen, der zypriotischen Frage und den Beziehungen zum Osmanischen Reich/der Türkei beispielsweise, die man durchaus kontrovers sehen kann, schlägt sich der Autor ... auf die Seite der anderen.
Wahrscheinlich ganz okay als Strandlektüre, aber auch dann nur bedingt. Jedenfalls darf man nicht alles, was der Autor beschreibt, für bare Münze nehmen.