Jeder trauert anders, so auch Bou.
Seine Mutter ist tot. Aber er trauert nicht sofort um sie, erst einige Jahre später nach ihrem Selbstmord.
Bous Vater weiß sich nicht mehr zu helfen und zwingt Bou Tagebuch zu schreiben und Musik zu hören. Bou ist anfangs wenig begeistert von der Idee, doch er will auch nicht in die geschlossene Anstalt.
Brav schreibt er Tag für Tag, abgekapselt von der Außenwelt, weil er sein Zimmer nicht mehr verlässt, in sein Heft. Er selbst sagt, es sei kein Tagbuch. Er ist oft müde, sogar zu müde um Musik zu hören.
Er erzählt von seiner Familie und von der Zeit, als er noch zur Schule ging. Auf diese Weise beginnt seine Trauerbewältigung. Er ist unglaublich wütend auf seine Mutter, die sich vor einen Zu geworfen hat.
"Das hier ist kein Tagebuch" ist ein Tagbuch, da sich mit einem sehr schwierigen Thema beschäftigt. Trauerbewältung anders, später.
Da das Buch in Tagebuchform geschrieben ist, geht meiner Meinung nach viel verloren. Bou kennt seine Gedanken und schreibt nur das nötigste auf, ich als Leser hab aber noch so viele Frage, die unbeantwortet bleiben, weil Bou sich kurzfasst.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Obwohl das Thema doch ein schwieriges ist, ist das Konzept des Buches gut umgesetzt worden, auch wenn es an einigen Stellen verbesserungswürdig ist, da es an einigen Stellen an Tiefe fehlt.