A collection of original medical and legal documents concerning the case of the German mass murderer Fritz Haarmann, who was executed in 1925 in Hanover.
Difficult to read, but very enlightening. ---------------------------------------------
Eine Zusammenstellung von medizinischen und juristischen Originaldokumenten zum Fall des Hannoveraner Massenmörders Fritz Haarmann, der 1925 mit dem Fallbeil hingerichtet wurde.
Der größte Teil des dicken Buches besteht aus den Abschriften der psychiatrischen Gesprächsprotokolle. Diese empfand ich als sehr schwierig zu lesen, weil nur die Einlassungen Haarmanns wörtlich niedergeschrieben wurden. Die Fragen und Anmerkungen des Psychiaters wurden auf eine ganz merkwürdig verkürzte Art und Weise wiedergegeben, so dass ich beim Lesen ständig „gestolpert“ bin.
Neben den psychiatrischen Protokollen enthält das Buch Erinnerungsprotokolle eines Ermittlungsbeamten und eines Strafverteidigers, Abschriften von Krankenakten, eine Genealogie (weshalb dieses wurde mir nicht klar), das Gerichtsurteil und – für mich am aufschlußreichsten – ein moderner psychiatrischer Kommentar zu Fall Haarmann.
Schon beim Lesen der psychiatrischen Protokolle war mir klar, dass die die damalige Vorgehens- und Sichtweise in der heutigen Zeit vollkommen unzulänglich und massiv von religiösen und gesellschaftlichen Sichtweisen des Gutachters geprägt waren. Im abschließenden Kommentar wird auch erwähnt, dass dem Psychiater das Ergebnis vorgegeben war. Haarmann musste volle psychische Zurechnungsfähigkeit bescheinigt werden.
Aus heutiger Sicht würde sich der Fall vollkommen anders darstellen, aber damals gab es schon starke Bestrebungen, die Gesellschaft von „lebensunwertem“ Leben zu befreien. Diese Sichtweisen wurden dann ja kurz darauf noch erheblich ausgebaut.
Es ist jedoch auch zu beachten, dass Haarmann die Morde an 24 jungen Männern nachgewiesen werden konnten (wegen 27 Morden war er angeklagt worden). Man geht jedoch von möglicherweise einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.
Was mich unglaublich erstaunt hat war die Tatsache, dass ein offenbar minderbemittelter und geisteskranker Mann mit der Psyche eines Kindes über Jahre hinweg einen Mord nach dem anderen begehen konnte, ohne dass die Polizei Ermittlungserfolge hatte. Meine einzige Erklärung hierfür ist, dass es sich bei den Opfern um Puppenjungens (Stricher) handelte, denen keinerlei gesellschaftlicher Wert beigemessen wurde.
Trotz all der grauenhaften Morde war Haarmann letztlich ein armes Schwein, der insgesamt ein furchtbares Leben gelebt hat.
Die Originaldokumente zeichnen natürlich ein sehr authentisches Bild. Dennoch hätte mir die Geschichte als Roman (oder als romanähnliches Sachbuch) verpackt vermutlich besser gefallen, bzw. wäre leichter lesbar gewesen.
Super interesting and a must for everyone interested in the Fritz Haarmann case, the murderer of Hanover executed in 1925. It features general information about Haarmann and the protocols produced during his arrests as well as pictures of himself, Hans Grans, his environment, etc. and letters. The book also served as model for the film the Deathmaker by Romuald Karmakar from 1995.
This is the ultimate true crime non fiction book I ever read. What kind of murderer was legendary Fritz Haarmann? What about his victims and his sexual desires? How did he end his life? Inside you'll find the whole case. Interviews with friends, family and people who knew him, protocols, the sentence, his head (still preserved today), the killings, bones fished out of a river... all the details you'll never read before (including good photos). This is a disgusting read but you'll never get deeper into the mind of a sick murderer. Besides you'll learn a lot about low life back then in Germany. Absolutely shocking and not for the faint hearted. The worst thing is, this is a true case, people were killed that way! Couldn't put this one down. Highly recommended.