Covering the years 1945-1952 during which the author was the master painter's lover and companion, this memoir recalls Chagall's years in New York, his methods of work, and reminiscences about his early life in Russia
Virginia Haggard gelang zweifelsohne eine interessant zu lesende Schilderung der sieben gemeinsamen Jahre mit Marc Chagall. Mich erfüllten hierbei insbesondere die Erklärung der Arbeitsweise Chagalls, ohne zu tief ins Technische abzudriften. Interessant fand ich außerdem seinen Bezug zu seinen Bildern und was er mit ihnen ausdrücken wollte. Der Leser erfährt auch regelmäßig Wissenswertes über Chagalls Beziehung zu anderen Malern und Künstlern seiner Zeit, während natürlich Chagall selbst, sein Wesen sowie die Liaison zwischen ihm und der Autorin im Mittelpunkt dieses Buches stehen.
Auf den letzten Seiten fiel mir endlich ein, woran bzw. an wen mich Virginia Haggards Erzählweise erinnerte. Sie gleicht der namenlosen zweiten Mrs. de Winter aus Daphne du Mauriers "Rebecca". Eine ängstliche, unsichere Frau konfrontiert mit zwei weiblichen Übergrößen, Bella (Chagalls verstorbene erste Ehefrau) und deren gemeinsame Tochter Ida; nur mit dem Unterschied, dass sie sich letztlich aus der emotionalen Abhängigkeit herauszuwinden versteht und Chagall verlässt.