Jump to ratings and reviews
Rate this book
Rate this book
London, 1878. Als die junge Sängerin Pauline Westray in einem Fotoatelier überraschend stirbt, stehen der Fotograf Clarence Fox und seine Ehefrau Mabel vor einem Rätsel – war die Praline, die sie kurz vor ihrem Tod aß, vergiftet?

Während die Polizei keine Erklärung für den Tod finden kann und den Fall bald als natürlichen Tod zu den Akten legt, kann Mabel, die die junge Frau kannte, das nicht glauben. Mabel und Clarence beginnen, weitere Nachforschungen anzustellen.
Schon bald stoßen sie auf mehr als nur einen Verdächtigen aus Miss Westrays Umfeld ...

266 pages, Kindle Edition

Published November 1, 2020

11 people want to read

About the author

Amalia Zeichnerin

49 books8 followers
Ich schreibe in den Genres Phantastik, Krimis, Historisches und Romance - fast immer mit queeren (LGBTIAQ*) Protagonist*innen und gern mit Diversität, denn ich bin selbst queer und intersektional.
Ich lese auch gern diese und noch mehr Genres. Zu meinen Hobbies zählen Liverollenspiel und Pen & Paper Rollenspiel, und beides hat mich auch schon fürs Schreiben inspiriert. Ich liebe das Meer und trinke beim Lesen oder Schreiben gern Tee oder Kaffee.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
1 (12%)
4 stars
3 (37%)
3 stars
2 (25%)
2 stars
1 (12%)
1 star
1 (12%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for MeltingPenguins.
95 reviews16 followers
August 11, 2022
EDIT: Vollständig gelesen im Februar. Review folgt, 1-1,5 Sterne.

Nach der nun vollständigen Lektüre des Buches komme ich zu folgendem Schluss:

Endbewertung: Aufgrund folgender Punkte kann ich nur 1-1,5 Sterne für eine ansonsten gute Idee vergeben:

Pros: Die Idee ist gut, und es sind auch alle Hinweise vorhanden (es wird dem Leser also nichts vorenthalten)

Cons:
Die Geschichte lässt zu viele Fragen offen, die Lösung macht leider keinen logischen Sinn, die in manch anderen Reviews gefeierte Recherche ist fehlerhaft und wirkt in ihrer Art oft anmaßend, und der Ton hölzern und zäh.

Im Detail:

Plot und Umsetzung:

Post Mortem ist ein Cosy Mystery im Jahre 1878. Die Helden der Geschichte sind das Ehepaar Fox, mittleren Alters, Kinder sind lange aus dem Haus. Er führt ein Fotoatelier, in dem direkt zu Anfang die angehende Sängerin Pauline Westray ums Leben kommt. Todesursache: Schwere Nussallergie.
Der Begriff Allergie war zu jenem Zeitpunkt noch unbekannt, allerdings war Miss Westray sich sehr bewusst, dass sie Nüsse nicht verträgt. Die Polizei tut es als Unfall ab, und das Ehepaar Fox nimmt sich des Falles an, da der Fall Mrs Fox derart nahe geht.
Was folgt ist leider ein liebloses Schlafwandeln von einem belanglosen Gespräch zum nächsten.

Nun, es ist Cosy Mysteries eigen, dass sehr viele Gespräche und Befragungen im Verlauf der Ermittlung stattfinden, das ist nicht das Problem der Geschichte. Es ist vielmehr, dass Verdächtige nach bereits einem Gespräch abgehakt werden, und nicht, da sie logisch ausgeschlossen werden könnten, sondern da das Ehepaar Fox sich absolut sicher ist, dass die Person nicht lügt. Jedesmal, auch am Ende beim Täter.

Die Geschichte suppt also vor sich hin, es gibt keine wirklichen Fortschritte, bis der Fall dann dadurch gelöst wird, dass der Täter sich den beiden stellt:
Mr Fox hängt ein Bild des (letzten) möglichen Täters ins Schaufenster, und hofft, dass jemand diesen Mann kennt. Der Täter selbst betritt dann das Atelier, mit gefärbten Haaren und einer hanebüchenen Geschichte, bis Mr Fox ihn durch Zufall erkennt. Woraufhin der Täter die Tat eben gesteht.
Und das Ehepaar Fox ihn Laufen lässt, da er seine aufrichtige Reue betont.
Ungeachtet der Tatsache, dass es offene Fragen gibt, die mit seiner Geschichte nicht zusammenpassen. Diese bleiben aber unbeantwortet, denn der Täter beschwört ja, dass er das Opfer geliebt hat und seine Tat, die er als 'Streich' deklariert bereut, und dass Ehepaar Fox ihn später (vermeintlich) am Grab weinen sieht.

Zur Auflösung, und warum diese nicht mit den Fakten einhergeht:



Aber alle diese, doch wichtigen Fragen, werden verworfen, ohne erkennbaren Grund. Es bleibt nur der saure Geschmack, dass entweder als Leser für dumm gehalten wird, oder dass für den dritte Akt einfach keine Lust mehr da war.

Nächster Punkt: Der Ton und Stil.

Die Geschichte ist trocken, mit langen, zähen Passagen, die nichts zur Geschichte, den Charakteren oder der Atmosphäre beitragen.
Die Dialoge sind hölzern und hören sich von Charakter zu Charakter gleich an. Die einzigen Unterschiede in der Sprechweise kommen nur von dem sozialen Stand der Figuren, nicht von deren Persönlichkeit oder ähnlichem. Auch wirkt das Gesagte wie vom Blatt abgelesen, statt wie lebendige Dialoge.
Die Geschichte selbst schlafwandelt, wie erwähnt, vor sich hin. Was diesen Umstand noch verschärft ist, dass die Geschichte zwar über 250 Seiten umfasst, die für den Plot relevanten Parts aber ohne Verlust auf maximal 100 zusammengeschnitten werden können. Vielleicht sogar weniger. Derart viel ist unnötig, und in den meisten dieser Fälle sind es Abschnitte, die anscheinend Atmosphäre oder ähnliches schaffen sollen, meist mit eingestreuten Informationen über die Zeit, Methoden oder Gebäude etc.
Andere Reviews feiern diese 'tolle Recherche' doch ist diese bei genaueren Hinsehen nur eines: Ein Fake. Ganze Abschnitte wurden von Wikipedia und ähnlichem kopiert und minimal umgeschrieben um sie wie Fließtext wirken zu lassen, aber dennoch sind Schlüsselinformationen oft einfach falsch, was die Recherche sehr dürftig und die Textpassagen unnötig und ein wenig anmaßend wirken lassen kann.

Gröbste faktische Fehler:
- Die Belichtungszeit beim Kollodium Nassplatten Verfahren beträgt nur wenige Sekunden (abhängig auch von Kameramodel und Lichtverhältnissen), nicht mehrere Minuten wie der Text mehrere Male betont. (Quelle: englisches Wikipedia, Youtube)
- Die im Text (zum Zeitpunkt dieses Reviews) beschriebene St Barnabas Kirch ist ein sehr sonderbarer Fall: Die Geschichte der Kirche ist korrekt, ebenso die Beschreibung des Innenraumes. Die ausführlich beschriebene Außenfassade allerdings ist die der ehemaligen St Barnabas Kirche (erbaut 1912-1914) im Stadtteil Finchley (Holden Road), nicht die in Pimlico. (Quelle: Wikipedia und londonchurchbuildings.com)
- Das Claridge's erhielt sein Aussehen so wie es (zum Zeitpunkt dieses Reviews) im Buch beschrieben wird erst 1897 (Quelle: englisches Wikipedia)

Dazu kommen noch kleine Details in Sachen Etikette, Straßen etc.

Fazit:
Schade. Gute Idee, und die Merkmale einer guten Cosy Mystery Geschichte sind da, aber sie gehen unter zähen Texten, flachen Charakteren, schlechter Recherche, und einer Ignoranz und Arroganz gegenüber dem Leser unter.

Keine Empfehlung.
(Anmerkung: Ich werde das zweite Buch lesen, da ich es geschenkt bekommen habe, aber schon jetzt, etwa 60 Seiten drin, zeichnen sich leider exakt die gleichen Minuspunkte ab)


---
Ehemaliges Review:

Abgebrochen (Und Ende nachgelesen), daher keine Bewertung.

Ich hatte gehofft ich würde das Buch mögen. Der Plot klang interessant und ich bin im Allgemeinen ziemlich angetan von Krimis, die im 19ten Jahrhundert spielen.

Leider konnte das Buch mich nicht fesseln, was hauptsächlich am sich ziehenden Erzähltext voller nicht nötiger Details, und den für mich recht leblosen Charakteren, und den hölzernen und gestelzten Dialogen lag. Es fühlte sich oft sehr gezwungen 'alt' an, was den Lesefluss störte. (Etwas, dass mir häufig bei Geschichten auffällt, die in dieser Zeit angesiedelt sind: Der Versuch die 'Sprechweise' der Zeit zu imitieren, was oft unnötig ist, und daher mehr stört denn hilft)

Ein weiterer störender Punkt waren Passagen die fast eins-zu-eins von Wikipedia kopiert sind, mit nur minimalen Abänderungen um sie wie Fließtext wirken zu lassen. Das war schon enttäuschend genug, doch dazu kam dann noch dass es oft für die Geschichte nicht wirklich relevante Dinge waren, während Informationen, die wichtig gewesen falsch sind (ein Beispiel wäre die Belichtungszeit, die laut Text mehrere Minuten in Anspruch nehmen würde. Doch die im Text ausführlich beschriebene Kollodium-Nassplatten Technik braucht jedoch nur wenige Sekunden (Je nach Kameramodell und Lichtverhältnissen 1-20s).

Auch gab es einige Logik-Stolpersteine (oft Kleinigkeiten, aber auch Dinge wie die einen rausreißen können.

Sehr schade.

Was mich aber am meisten enttäuscht (und ein wenig wütend gemacht hat) war das Ende:
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Elea Brandt.
Author 17 books51 followers
December 6, 2021
Wie von der Autorin angekündigt ein eher ruhiger Krimi, dessen Fall nicht durch schnelle Wendungen oder Twists besticht, sondern ganz im "Cosy Crime"-Stil eher durch Interaktionen und Alltagsgeschichten zu einer Lösung gelangt.

Erfrischend ist die Tatsache, dass Mable und Clarence als Ermittler-Duo ein Paar im "besten Alter" ist, das eine gesunde Ehe führt, eine Familie hat und im bürgerlichen Milieu des viktorianischen London verhaftet ist. Das erscheint mir doch eine Herangehensweise, die es bisher noch wenig gegeben hat.

Der Fall selbst ist interessant genug, um die Aufmerksamkeit zu erhalten, auch wenn ich die Auflösung am Ende zu glatt fand. Bei Cosy Crime ist ja oft der Knackpunkt, warum sich die Hauptfiguren überhaupt in einen Kriminalfall einmischen, statt das den Behörden zu überlassen, das war hier aber weitgehend gelungen. Ein bisschen Suspension of Disbelief braucht man zwar, aber ich hatte nicht das Gefühl, die Entwicklung sei an den Haaren herbei gezogen.

Insgesamt nehmen der historische Charakter der Geschichte (also das Alltagsporträt eines bürgerlichen Paares in London 1878) und der Kriminalfall etwa gleich viel Raum ein. Manchmal waren mir die Hintergrundbeschreibungen ein bisschen zu viel "tell" und manche Informationen zum Fall wurden häufig wiederholt, während andere Aspekte ein bisschen auf der Strecke blieben. Da ist es sicher Geschmackssache, wie viel man "braucht", für mich hätte weniger genügt. Gerade das Alltagsleben und die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit werden aber - nach meinem Empfinden - stimmig beschrieben.

Alles in allem ein gelungener Krimi für alle Fans von viktorianischem "Cosy Crime".
Profile Image for Uwe Tächl.
341 reviews8 followers
August 5, 2022
Viktorianischer Cozy Krimi mit ungewöhnlicher Auflösung

Mrs und Mr Fox werden in einem möglichen Mordfall hineingezogen und beginnen eigene Ermittlungen im Umfeld der Toten anzustellen. Man bekommt ein sehr gelungenes Bild der damaligen Zeit vermittelt und stößt mit dem Ehepaar auf immer mehr Verdächtige. Ein unterhaltsamer Cozy Krimi, bei dem die Hauptpersonen und ihr Alltag im Vordergrund steht.

In Clarence Fox‘ Londoner Fotoatelier stirbt 1878 die junge Sängerin Pauline Westray. Seine Ehefrau Mabel, die als ehemalige Krankenschwester sofort zur Stelle war, kann nur vermuten, dass es mit der Praline zusammenhängt, die Pauline vor der Fotoaufnahme gegessen hat. Die Polizei legt den Fall schnell zu den Akten, da sie keinen äußeren Einfluss sieht, doch Clarence und Mabel geht die Tote nicht aus dem Kopf und sie beginnen selbst Nachforschungen anzustellen. Diese führen über das Pralinengeschäft zur Gesangslehrerin der Toten, deren Verwandte und Freunde. Langsam aber sicher ergibt sich ein Bild davon, was passiert sein könnte.

Es ist sehr schön mit anzusehen, wie die beiden unfreiwilligen Ermittler ihre eingeschränkten Möglichkeiten nutzen, um immer mehr herauszufinden. Die Suche führt auch in betuchtere Kreise und deckt einiges über Paulines Leben auf. Dabei ist es allerdings immer so, dass neben den Ermittlungen, die keine besondere Eile haben, immer Zeit für den normalen Alltag, gesellschaftliche Verpflichtungen und den Blick auf das Leben im London des 19. Jahrhunderts bleibt. Ein Cozy Krimi, der seinen Namen verdient hat.

Mir haben Clarence und Mabel sehr gut gefallen. Es ist schön mitanzusehen, wie sie miteinander agieren und sich nicht von ihrem Plan abbringen lassen. Ich bin gespannt, welche Fälle ihnen noch bevorstehen.

Der Fall ist interessant, die Mordart für die damalige Zeit besonders und dadurch auch die letztendliche Auflösung und die Folgen, die diese hat. Es ist anders, als erwartet, jedoch trotzdem 100 %ig nachvollziehbar. Etwas Neues, dass ich so noch nicht in Krimiform gelesen habe.

Post Mortem ist ein historischer Krimi für alle, die die viktorianische Zeit lieben und gerne Ermittlungen mit den damaligen Möglichkeiten miterleben. Ein Cozy Krimi mit liebenswerten Hauptcharakteren, ungewöhnlichem Mordfall und überraschendem Ende.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.