Joseph Freiherr von Eichendorff (March 10, 1788 – November 26, 1857) was a German poet and novelist of the later German romantic school.
Eichendorff is regarded as one of the most important German Romantics and his works have sustained high popularity in Germany from production to the present day.
Die Unbezähmbaren Löwen gegen die stille Nacht Während Eichendorff die „frommen Lieder“ beschwört, die durch die Luft ziehen, wurde meine persönliche Stille Nacht endlich durchbrochen – durch den Abpfiff beim Stand von 1:0 für Kamerun. Das ist Poesie. Das ist Drama. Vergessen Sie den Stern von Bethlehem: Der einzige Stern, der zählte, war der Torschütze der Unbezähmbaren Löwen, der den Ball ins Netz zimmerte, während mein Tannenbaum vor Schreck fast die Nadeln abwarf. Gesellschaftskritisch drängt sich eine Frage auf: Was sagt es über unsere Kultur, wenn wir erst einen Fußball-Kontinentalwettbewerb brauchen, um die steife Maske der „Besinnlichkeit“ abzulegen? Eichendorffs Romantik in Ehren – sie ist der Soundtrack eines biedermeierlichen Weihnachtsideals, das uns dazu zwingt, Gefühle zu simulieren, die wir nicht haben. Der Sport hingegen ist ehrlich. Ein 1:0 gegen den Nachbarn Gabun ist eine Emotion, die man nicht unter dem Baum heucheln muss. Das ist pure, unverdünnte Freude – genau jene Fröhlichkeit, die mir seit 48 Jahren gefehlt hat.
Eichendorff für die Halbzeitpause Eichendorffs „Weihnachten“ ist ein schönes Buch. Sprachgewaltig, atmosphärisch, voller romantischer Tiefe. Man sollte es unbedingt lesen – am besten in der Halbzeitpause, um den Puls wieder zu senken. Aber wenn man mich fragt, was dieses Jahr „besinnlicher“ war: die Verse über das „verlorne Wort“, das überall klingt, oder der Moment, als Kamerun den Sieg über die Zeit rettete? Dann gewinnt der Fußball. „Markt und Straßen stehn verlassen“ – völlig richtig, Herr Eichendorff. Aber nur, weil wir alle beim Public Viewing waren. Endlich wieder fröhliche Weihnachten. 1:0 für die Lebensfreude.