Die Beiträge in diesem Band zur "Englishness" präsentieren und erklären kulturspezifische Verhaltens- und Denkmuster, Tendenzen und Gewohnheiten in ihrer Verknüpfung mit Traditionen und historischen Bedingungen sowie in Verbindung mit Eigentümlichkeiten der englischen Sprachentwicklung. Dabei wird der Rückgriff auf das überholte Konzept des "Nationalcharakters" sowie der Rekurs auf völkerpsychologische Kategorien vermieden. Die Beiträge sind komparatistisch geprägt und setzen englische Einstellungen und Verhaltensmuster deutlich gegen entsprechende deutsche ab. Sie wollen es auf diese Weise einem deutschen Publikum ermöglichen, vor dem Hintergrund der Fremdkultur Besonderheiten der eigenen Kultur klarer zu erkennen.Wichtige thematische Orientierungspunkte der Beiträge - die aktuelle Globalisierungsdebatte, die dazu tendiert, kulturelle Vielfalt einzuebenen und besonders die Eigenarten unserer nächsten Nachbarn zu ignorieren, - die Dominanz ökonomischer Themen in den Diskussionen über die Zukunft Europas, - die Klischeehaftigkeit der besonders an touristischen Bedürfnissen orientierten, immer noch sehr beliebten Vorstellungen von "typisch englischer" Schrulligkeit.