Dramatische Zeiten für die Frauen vom Inselsalon! Doch ihr Zusammenhalt ist und bleibt ungebrochen …
Norderney, 1935 bis 1955: Nach einem Schicksalsschlag hat Lissy auf ihrer Heimatinsel Zuflucht gefunden. Aber nur zögernd kann sie sich wieder für ein neues Glück öffnen. Ihre uneheliche Tochter Marina ist ein fröhliches, unkompliziertes Kind und rührt zu gern im Salon Farben an. Während des Kriegs gelangte sie 1941 als Zwölfjährige mit der Kinderlandverschickung nach Österreich. Mit Resi, ihrer neuen Freundin, sammelt sie für deren Mutter Heilpflanzen, aus denen Cremes und Tees bereitet werden. Zurück auf der Insel wird auch Marina Friseurin. Nach dem Krieg, als Norderney Erholungszentrum für britische Soldaten und ein Schmugglerparadies wird, mixt sie eigene Pflegeprodukte und verkauft sie auf dem Schwarzmarkt. Ihr Freund Siebo hilft ihr dabei. Doch als bei einer großen Polizeirazzia das Conversationshaus umstellt wird, droht Ungemach …Die Norderney-Saga von Sylvia
Die Frauen vom Inselsalon Sturm über dem Inselsalon Goldene Jahre im Inselsalon Neue Träume im Inselsalon
Ein letztes Mal geht es nach Norderney in den Inselsalon der Familie Fisser. Frieda führt zusammen mit Paul den Salon und Lissy ist nach Hause zurückgekehrt um ihr Tochter Marina mit Hilfe der Familie groß zu ziehen.
Diesmal geht es um den Zeitrahmen zwischen 1935 und 1953. Wir begleiten die Insel durch die Zeit des Nationalsozialismus, den Krieg, die Besatzungszeit danach und noch ein Stück weiter. Da heißt es sich immer wieder anpassen und dabei sich nicht selbst zu sehr zu verbiegen. Gerade die Frauen der Fissers schaffen es immer wieder Nischen für sich zu entdecken und so durch die schwierigen Zeiten zu kommen.
Mir hat das Buch wieder ausgesprochen gut gefallen. Es führt die Geschichte von Friedas Familie zu einem gelungenen Ende, auch wenn ich sie noch gerne weiter begleitet hätte. Wegen mir dürfte die Geschichte gerne weiter erzählt werden.
Der Autorin gelingt es immer wieder Norderney vor dem Auge des Lesers lebendig werden zu lassen. Es war da tatsächlich ein wenig wie nach Hause kommen, obwohl ich ja noch nie selbst dort war.
Die Geschichte des Salons und dessen Entwicklung war schön in die Familiengeschichte eingebettet und so bekommt man im Laufe der Reihe einen guten Einblick, inwiefern sich der Alltag im Friseurhandwerk im letzten Jahrhundert auch gewandelt hat. Und es ist doch immer wieder erstaunlich wie sehr sich das Leben alleine in den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts verändert hat. Das wird mir immer wieder bewusst, wenn ich solche Familiengeschichten lese.
Ich kann die Reihe wirklich nur empfehlen. Ich habe mich mit den Protagonisten sehr wohlgefühlt, auch wenn sie ja alle ihre Ecken und Macken haben. Oder vielleicht auch gerade deswegen.
Von mir daher wieder eine Leseempfehlung, für dieses Buch und für die gesamte Reihe!
Zum Inhalt: Norderney, 1935 bis 1955: Nach einem Schicksalsschlag hat Lissy auf ihrer Heimatinsel Zuflucht gefunden. Aber nur zögernd kann sie sich wieder für ein neues Glück öffnen. Ihre uneheliche Tochter Marina ist ein fröhliches, unkompliziertes Kind und rührt zu gern im Salon Farben an. Während des Kriegs gelangte sie 1941 als Zwölfjährige mit der Kinderlandverschickung nach Österreich. Mit Resi, ihrer neuen Freundin, sammelt sie für deren Mutter Heilpflanzen, aus denen Cremes und Tees bereitet werden. Zurück auf der Insel wird auch Marina Friseurin. Nach dem Krieg, als Norderney Erholungszentrum für britische Soldaten und ein Schmugglerparadies wird, mixt sie eigene Pflegeprodukte und verkauft sie auf dem Schwarzmarkt. Ihr Freund Siebo hilft ihr dabei. Doch als bei einer großen Polizeirazzia das Conversationshaus umstellt wird, droht Ungemach.
„Neue Träume im Inselsalon“ ist der 4. Band der Norderney-Saga von Sylvia Lott. Die Autorin entführt die LeserInnen nach Norderney in die Jahre 1935-1955.
Die Autorin führt ihre Protagonisten durch schwere Zeiten. Der 2. Weltkrieg bricht aus und auch Norderney bleibt nicht verschont.
Natürlich treffen wir die seit dem ersten Band ans Herz gewachsenen Charakter wieder. Frieda führt noch immer den Inselsalon und Grete kümmert sich neben ihrer Familie auch noch um kranke Kinder im Seehospiz. Friedas Tochter Lissy arbeitet im Friseursalon mit. Ihre Tochter Marina wird 1941 als zwölfjährige mit der Kinderverschickung nach Österreich gebracht. In Österreich kann sie eine Freundin gewinnen. Resi und ihre Mutter lernen Marina viel über Heilkräuter. Mit ihrem Wissen stellt sie nach dem Krieg auf Norderney Cremes her die sie auf dem Schwarzmarkt verkauft.
Sylvia Lott verknüpft ihre Geschichte wieder mit realen politischen und kulturellen Ereignisse. So herrscht in diesem Band natürlich Krieg mit all seinen Auswirkungen. Im letzten Drittel der Geschichte können die Leser*innen dann verfolgen, wie sich Norderney nach dem Krieg entwickelt. Erst wird es ein Erholungszentrum für britische Soldaten. Der Schwarzmarkt boomt wie in vielen Städten in Deutschland.
Sylvia Lott hat einen unterhaltsamen und schnörkellosen Schreibstil. Schon nach wenigen Seite war ich wieder mitten in der Geschichte drin. Auch in diesem Band erzählt die Autorin die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven. Man fühlt mit Frieda, Greta, Lissy und Marina mit, man teilt Freud und Leid mit den sympathischen Charakteren. Es macht auch wieder große Freude die Entwicklung und die Stärken der Charaktere mitzuerleben und vor allem der Zusammenhalt, der zwischen Frieda und Greta seit dem ersten Band besteht greift auf die anderen Frauen über.
„Neue Träume im Inselsalon“ ist genau wie die vorherigen Bände ein interessanter und emotionaler Roman.