Günther Zäuner widmet sich in seinem Buch umfangreich der Thematik Sekten und Glaubensmärkte mit besonderem Augenmerk nicht nur auf den deutschsprachigen, sondern im speziellen auf den österreichischen Raum. Mit einer Kombination von Aufdeckungsjournalismus einerseits und einem Hang zur Polemik andererseits präsentiert sich das Buch in zwei Teilen - zunächst ein einführender Teil mit näheren Ausführungen zu der wohl bekanntesten Sekte unserer Zeit, nämlich Scientology; in Folge ein Streifzug durch die Landschaft aller möglichen Glaubensmärkte, von gefährlich einzustufende Vereinigungen bis hin zu relativ harmlosen Gruppierungen. Durch die Schwerpunktsetzung - der Fokus auf Scientology ist durchaus schade, weil mich und sicher auch andere Leser gerade die unbekannteren Sekten sicher mehr interessiert hätten - bietet das Buch als Ganzes für mich leider kein stimmiges Bild. Für sich genommen sind wiederum beide Teile durchaus interessant und informativ. Ebenfalls bekritteln möchte ich den sehr schlecht redigierten Text, der das Lesevergnügen doch trübt. Kurz: Ein Buch zur Sekten-Thematik mit Schwerpunkt Scientology, das einen guten Überblick über die Sektenlandschaft in Österreich bietet.