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Wanderungen durch die Mark Brandenburg #1

Die Grafschaft Ruppin (Großdruck): Wanderungen durch die Mark Brandenburg Erster Band

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Theodor Die Grafschaft Ruppin. Wanderungen durch die Mark Brandenburg Erster Band Lesefreundlicher Großdruck in 16-pt-Schrift Großformat, 210 x 297 mm Berliner Ausgabe, 2019 Durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Theodor Borken Entstanden 1859/61. Berlin (W. Hertz) 1862. In der Folge mehrfach überarbeitet und erweitert. Der Text folgt der Wohlfeilen Ausgabe von 1892. Textgrundlage ist die Theodor Sämtliche Werke. Herausgegeben von Edgar Groß, Kurt Schreinert, Rainer Bachmann, Charlotte Jolles, Jutta Neuendorff-Fürstenau, Bd. 1-25, Band 9, Mü Nymphenburger Verlagshandlung, 1959-1975. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Schloss Wustrau, Lithografie aus dem 19. Jahrhundert. Gesetzt aus der Minion Pro, 16 pt. Henricus Edition Deutsche Klassik UG (haftungsbeschränkt)

654 pages, Paperback

First published January 1, 1862

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About the author

Theodor Fontane

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Theodor Fontane, novelist, critic, poet, and travel writer, was one of the most celebrated nineteenth-century German men of letters. He was born into a French Huguenot family in the Prussian town of Neuruppin, where his father owned a small pharmacy. His father’s gambling debts forced the family to move repeatedly, and eventually his temperamentally mismatched parents separated.

Though Fontane showed early interest in history and literature - jotting down stories in his school notebooks - he could not afford to attend university; instead he apprenticed as a pharmacist and eventually settled in Berlin. There he joined the influential literary society Tunnel über der Spree, which included among its members Theodor Storm and Gottfried Keller, and turned to writing. In 1850 Fontane’s first published books, two volumes of ballads, appeared; they would prove to be his most successful books during his lifetime. He spent the next four decades working as a critic, journalist, and war correspondent while producing some fifty works of history, travel narrative, and fiction. His early novels, the first of which was published in 1878, when Fontane was nearly sixty, concerned recent historical events.

It was not until the late 1880s that he turned to his great novels of modern society, remarkable for their psychological insight: Trials and Tribulations (1888), Irretrievable (1891), Frau Jenny Treibel (1892), and Effi Briest (1895). During his last years, Fontane returned to writing poetry, and, while recovering from a severe illness, wrote an autobiographical novel that would prove to be a late commercial success. He is buried in the French section of the Friedhof II cemetery in Berlin.

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Profile Image for Katy.
97 reviews
September 24, 2023
War in der Fontane-Therme in Neuruppin und dachte mir dann lese ich mal was der gute Theodor Fontane so über seine Heimat zu sagen hat. Der Anfang war auch wirklich schön geschrieben mit dem einleitenden Vorwort und so, aber dann ging es bergab. War eher eine Geschichtsstunde und eine Kunststunde vermischt. Von einem langweiligen Lehrer. Klar manche der Ruppiner Persönlichkeiten waren ganz interessant, aber dann auch wieder zu lange beschrieben. Hatte eher Geschichten über die Landschaft und die normalen Leute, meinetwegen Volkssagen gewünscht. Stattdessen gibt es Aufzählungen was man vor über 100 Jahren in einem bestimmten Anwesen (was vermutlich gar nicht mehr steht) so an Kunstwerken betrachten konnte. Keine genaue Beschreibung meistens, einfach eine Aufzählung der Titel. Also für die damalige Zeit vermutlich ganz nützlich, jetzt so eher hm. Vielleicht sollte ich lieber Romane von ihm lesen.
Profile Image for Philipp.
9 reviews1 follower
April 11, 2020
Ich habe nie etwas so ödes und belangloses gelesen und kann mir nur zwei Zielgruppen für dieses Buch (und seine Nachfolger) vorstellen: Verbindungsstudenten mit Adelstitel und Sehnsucht nach einer Zeit, zu der dieser noch etwas bedeutete und Menschen, die in ihrem Haus ein eigenes Zimmer für Militaria reserviert haben. Erstere können zustimmend zum Bericht nicken, in dem ein Offizier über Kost und Logis seiner Kriegsgefangenschaft jammert – man stelle sich nur einmal vor: einen Tag lang waren er und zwei andere Offiziere gar mit den niederen Rängen im selben Zimmer eingesperrt! Und letztere erfreuen sich an der gefühlt seitenlangen Beschreibung zum Wechsel der Uniformen irgendeines Brandenburger Regiments. Die war nun nicht mehr gelb, ponceaurot und blau, sondern gelb und blau mit ponceauroten Bommeln und silbern umnähten Knopflöchern.

Und interessanter wird es kaum. Man liest je dutzende Seiten am Stück entweder über die Verluste Brandenburger Regimenter in längst vergessenen Schlachten und Scharmützeln oder darüber, wer wie lange Hausherr dieses oder jenes Rittergutes war, in welchem Regiment er diente, wie viele Söhne er hatte, in welchen Regimentern diese dienten, wer erbte und mit wem gegebenenfalls die Linie ausstarb. Die "Witwenherrschaft" nach dem Tod ihres Ehemannes, die teilweise Jahrzehnte währte bis auch sie starb und das Gut an den ältesten Sohn überging, schlägt Fontane übrigens großzügig der Herrschaftszeit ihres (toten!) Mannes zu. Hin und wieder erfährt man auch von den zahnlosen Streichen, die junge Adelssprösse einander oder dem Vorgesetzten ihrer Einheit spielten.

Einen einzigen Lichtblick gab es auf knapp 600 Seiten (der Rest ist Anhang und den habe ich mir erspart): ein mehrseitiger Dialog zwischen Friedrich II und einem Amtsrat, der ihn durch einige Dörfer führt. In diesem wird das paternalistisch-anbiedernde und unfreiwillig komische Verhalten des Königs einigen Untertanen gegenüber gezeigt, denen er – der wie recht schnell deutlich wird wenig Ahnung von der jeweiligen Thematik hat - einfachste Wissensfragen stellt, um zu prüfen, ob die Bauern und Handwerker auch tatsächlich etwas von ihrem Beruf verstehen. Er wirkt dabei ähnlich lächerlich wie ein Politiker, der verzweifelt versucht, Volkesnähe zu beweisen, indem er im Supermarkt die Kassiererin fragt, ob sie auch wirklich daran denkt, jeden einzelnen Posten über den Scanner zu ziehen.
Dieser einsame Höhepunkt des Werkes ist jedoch in seiner Gänze ein Zitat aus den Aufzeichnungen des erwähnten Landrates, was bedeutet: die einzig erinnernswerte Passage im ersten Band von Fontanes Wanderungen ist eine Stelle, die nicht von Fontane selbst ist.
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