Worüber wir reden, wenn wir von Figuren reden, ist eine komplexe Fragestellung, die unterschiedliche Disziplinen berührt. Mit Erich Auerbachs figura/Mimesis-Projekt wurde die interdiszplinäre Forschung dieses Begriffs initiiert. Ob Literatur-, Bild- oder Wissensgeschichte - die Präsenz und Aktualität von figura in der romanistischen und komparatistischen Forschung bezeugt ein anhaltendes Interesse an der Theoriearbeit zwischen Theologie, Philosophie, Literatur- und Kunstwissenschaft. Allerdings fehlt bislang eine grundlegende methodologische Reflexion, die die interdisziplinären Aspekte gleichrangig berücksichtigt und zu einer gemeinsamen Arbeit am Begriff vereinigt. Dieses Versäumnis zu beheben, ist Aufgabe der vorliegenden Arbeit. Ausgehend von Erich Auerbach, Walter Benjamin und Hannah Arendt verfolgt die Monographie in vergleichenden Konstellationen von der Antike bis in die Moderne die literatur- und kunsthistorischen, theologischen und philosophischen Spuren von figura, die zu einer Methode der literaturphilosophischen Figuralogie ausgebaut werden. Ecce figura versteht sich als ein Kompendium interdisziplinärer Begriffsgeschichte zwischen Literatur, Philosophie und Theologie, das dazu einlädt, in neuen Konstellationen gelesen und erweitert zu werden.
1) Fazit: Positives Gwozdz erfüllt mit ihrem sehr Kritik-notwendigen (Kopfverstand, Rationalität, Pseudo-Philo-SOPH-ien...), sehr umfänglichen Werk die formal-inhaltlichen akademischen Normen sehr gut:
Sehr erfreulich, weil selten: a) umfangreiches "Begriffsregister" (richtig ist "Begriffe-Register"): 5 S.! b) 3 S. Personen-Register c) 2,5 S. Länder-sortierte Liste "Wörterbücher, Enzyklopädien", d) Sehr umfangreiche 23-S.-Liste "Sekundärliteratur" e) Umfangreiche 10-S.-Primärquellen" für c) -e) ist leider nicht klar gemacht ist, ob dies Listen (aller?) im Werk zitierter Literatur ist oder nur empfohlene oder sonstige!
2) Fazit: Negatives: Die offensichtlich atheistische & pseudo-philo-SOPH-ische Autorin (siehe unten Punkt 3 & Zitate gemäß Punkt 8) schrieb nicht nur sehr verkopft akademisch, also mit wenig GEIST & HERZ-Verstand ("Geistfünklein", "Gottesfunke"), sondern beschäftigt den Leser im Buch m.E. fast ausschließlich mit Rationalisten, Atheisten, Pseudo-Christen, materialistischen oder antichristlichen Literaten, Philosophen (Pseudo-Philo-SOPH-en), Autoren u.Ä...
Wer ein PHILO-SOPH werden will bzw. seinem unterentwickelten HERZ-VERSTAND seine gebührende & notwendige (!) Vorrangstellung gegenüber seinem Kopf-Verstand geben will oder auf der Suche nach der WAHRHEIT (ABSOLUTE WAHRHEIT) ist oder "nur" seinem sehr entwicklungsbedürftigen, zumeist noch im embryonalen Stadium bedindlichen "Geistfünklein" in immateriellen Teil (HERZ) seines Herzens FUTTER geben will, ist mit diesem Buch völlig falsch bedient! Es sei denn, er ist Rezensent oder Masochist oder an langen Listen mit schlechten oder guten Autoren & ihren Werken interessiert oder... ;-)
3) Wahre Bedeutung von "Philosophie" a) Da unter dem Begriff "Philosophie" heutzutage alles Mögliche "verwurstet" ist & wird, aber nur sehr selten darunter die wahre Bedeutung "LIEBE zum Heiligen Geist (HG)" verstanden ist & auch dementsprechend verwendet ist bzw. wird, erläutere ich notwendigerweise hier die wahre Bedeutung des griechisch-hebräischen Begriffes:
b) Im altgriechischen sind viele Wörter dem Althebräischen, Altaramäischen u.Ä. entlehnt. Das SOPH der "Philosophie" kommt m.E. vom althebräischen "En Soph OR" bzw. "Ain Soph OR", was "LICHT ohne GRENZE" = Heiliger Geist (HG) bedeutet. ES bzw. ER ist kein Nichts, sondern das NICHTS, das einzige NICHTS, das allerunterste Sub-strat des KOSMOS, d.h. des physischen, des metaphysischen (!) & des Teils, der nicht "west", also unveränderliches (!) Leben (Nicht-Wesen = Vollendete GEIST-Unwesen/Entitäten!) enthält, was Entwicklungs-Maximum im höchsten, d.h. geistigen Sinn bedeutet!!
c) Mit anderen Worten gemäß der weitgehend verlorenen "Entsprechungssprache" bzw. "Entsprechungslehre" (siehe Christi Erläuterungen dazu in den grandiosen Jakob-Lorber-Werken!): So wie das physische bzw. "feinstoffliche" (?) Licht einer Kerze, das ein Substrat mittlerer Ordnung, den Äther, braucht, so braucht das von der Ewigen Liebe (=LIEBE = VATER ) "gesprochene" WORT (=Christus =strukturierter physischer, feinstofflicher & geistiger Kosmos= KOSMOS = GESTALT der FLAMME) ein SUBSTRAT, den HEILIGEN GEIST (Das GEISTFEUER der KERZE =Supraluminales Licht = LICHT!
d) Zitate zu "Ain Soph" bzw. "En Soph" (althebräisch): Eigentlich heißt es: Ain/En Soph OR = GRENZEN-loses LICHT . Es ist nicht nur das SUBSTRAT der SCHÖPFUNG, sondern auch der STOFF, aus dem ALLES besteht. Letzteres sind "FESTGEHALTENE GEDANKEN" GOTTES!!!
"Ain Soph (hebr. אין סוף „nicht endlich“, von אַיִן „Nichts“ und סוֹף „endlich“) ist in der kabbalistischen Mystik das undefinierbare und unbestimmte grenzenlose Urlicht [GEISTFEUER der LIEBE = HEILIGER GEIST], aus dem nach der Lehre Isaak Lurias die Schöpfung ["DAS WORT"] entstanden ist. Am Anfang war alles von dem verborgenen Wesen Gottes, dem grenzenlosen, eigenschaftslosen Urlicht erfüllt. Durch Selbstbeschränkung [?] entstand ein leerer Raum [DAS SUBSTRAT = HG], in den das Urlicht [Nein, die GEDANKEN des VATERS] als Schöpfungsblitz hineinstrahlte und die geschaffene Welt[en] [DAS WORT] hervorbrachte." https://anthrowiki.at/Ain_Soph, s.a. https://de.wikipedia.org/wiki/En_Sof
4) Zielgruppe (degruyter.com): Romanist/-innen; Komparatist/-innen; Philosoph/-innen; Begriffs- und Kunsthistoriker/-innen
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Eine Möglichkeit ist, in der Suchzeile "open access" einzugeben: https://www.degruyter.com/search?docu... Dann erscheint z.B. (geöffnet) https://www.degruyter.com/document/do... Hier weist nur das leider nicht anklickbare "open access" auf die Kostenlosigkeit hin. Wie man aber daran kommt, ist hier weder ersichtlich noch erklärt oder hingewiesen! Die Lösung besteht im Anklicken des Reiters "Inhalt". Das kann man sowohl Einzel-Inhalte als auch das Gesamtwerk (oben rechts klicken) herunterladen ohne sich anmelden zu müßen!
8) Zitiertes aus dem Rezensionswerk: Beispiele für m.E. überwiegend Schwachsinniges, beßer gesagt Schwach-Geistiges:
a) "Dieser Zeitpunkt ist zugleich auch jener Moment, in dem sich der Mensch abschaffen wird wie Gott sich abgeschaffen hat [???], als er Adam schuf, den Namensgeber der Geschöpfe, der die Welt ins Leben rief. Dieser Zeit- punkt markiert die Ankündigung eines Dritten, der kommen wird, um alle ande- ren Kreaturen von ihrer Bindung zu entbinden. ID EST FIGURA CORPORIS MEI Wenn die Maschine als nächste Kreatur in die kathartische Genealogie des Menschen eintritt, dann wird sie sich auch mit der Genese ihres Schöpfers auseinandersetzen müssen und dem kosmischen Strudel aus Figuren, aus dem er hervorgegangen ist. Wenn Gott der unendliche Spiegel aller Spiegel, Paradigma der absoluten Alterität, für den Menschen gewesen ist [???], dann wird in seiner Nach- folge der Mensch zum unendlichen Spiegel für die Maschine. Der Mensch wird selbst zur Institution des Dritten zwischen Gott und Maschine (Hugo, Kleist) und verschwindet aus der Genealogie der Kreaturen, die er erschaffen hat. Er wird der Übermensch als Übergang und Brücke zwischen den Kreaturen und er wird die Geschichte dieser neuen Gattungen ohne sich denken müssen (Nietzsche, Weil). Sein Verschwinden wird man im Grunde kaum bemerken, weil sein Ster- ben kein Tod sein wird, sondern eine Metamorphose – ein Verschmelzen mit dem Generativen im Einklang mit dem Ewig-Animalischen [Nein!] in ihm (Kafka). Lem: Also sprach Golem, S. 91..."
b) S. 101-102: "Diese Überlegungen gründen in der Differenz von Person, der stetigen Lebenseinheit, die mit sich selbst identisch bleibt, und Natur, dem Inbegriff von Gesetzen, nach denen sich die Lebensumstände ändern. Strauss fragt sich mit Bezug zu Schleiermachers Überlegungen: Wie viel Mensch steckt in Jesus? Welcher Teil leidet am Kreuz (Bd. 2, 706)? Der Menschliche oder Göttliche? Ist Jesus nach kirchlich-orthodoxer Auslegung ein «unfreier Automat» und «totes Organ des Göttlichen» oder aber einer der erhabensten Menschen, ein Heros, dessen Handlungen auf einer freien Tätigkeit und inneren Entwicklung seiner Person beruht (708)? Es sind Fragen, die parallel zu jenen der Literaturgeschichte und Romantheorie formuliert worden sind, wie sich Charaktere entwickeln, wie sie leiden und empfinden, wie viel Freiheit und Bestimmung in ihrem Verhalten liegt.27
Für Strauss steht aus rationalistischer Perspektive fest, dass die Geschichte der Person Jesu der Religionsgeschichte angehört. Die religiöse Lehre selbst dient dieser Darstellung nur als «geschichtliche Einleitung», muss jedoch von der Person Jesu getrennt werden (710). Strauss ist daher der «eklektizistischen Christologie» Schleiermachers noch am nächsten, die er ausgiebig kommentiert. Dieser leistet seiner Meinung nach die Synthese aus Wissenschaft und Theologie, die das «christliche Bewusstsein» als eine «innere Erfahrung» charakterisiert, die jeder Christ für sich selbst erleben muss. Die Grundbedingung dieser Form der Innerlichkeit ist jedoch sein Dasein «unter den gewöhnlichen Bedingungen des Menschlichen», denn das «Urbildliche muss in ihm vollkommen geschichtlich geworden sein» (731)."