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Vegan Kochen Ukraine

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Regionale Kochkultur trägt zur Persönlichkeitsbildung bei und ist zweifelsohne eine der Grundfesten der Gesellschaft. Das kulinarische Angebot eines Landes ist also ein hervorragender Weg, die Menschen dort kennenzulernen.

Niko Rittenau, hierzulande die zentrale Koryphäe für vegane Ernährung, wollte wissen, was die Ukraine kulinarisch ausmacht, und hat sich auf Recherchereise begeben. Mit dem Spitzenkoch Lukas Jakobi und seiner aus Odessa geflüchteten Sous-Chefin Kateryna Kuprych hat Niko Rittenau versierte und kompetente Reiseführer:innen gefunden. Ihr Kochbuch wird so auch für uns Leser:innen und Köch:innen zum Türöffner für eine eigenständige Kultur und bietet die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild über die ukrainische Kochkunst zu machen.
Dill-Chimichurri, Gurken-Wodka-Sorbet, Holunder-Zitronentee mit Estragon, Beeren-Salat, Sauerkirsch-BirkenPudding, Sellerie-Schaschlik, Salsa aus Buchweizen, gebrannter Spitzkohl, gebratener Krautsalat, Kartoffelpuffer mit Äpfeln und pflanzlichem Kaviar …. und natürlich Warenki, Borschtsch und Schtischi – die rein pflanzliche ukrainische Küche ist ein einmaliges Geschmackserlebnis. Um alle Facetten dieser osteuropäischen Küche kennenzulernen, ist – wie in der Ukraine selbst – das gemeinsame Essen mit vielen unterschiedlichen Köstlichkeiten, die in großer Runde geteilt werden, ideal.
Genau so, quasi als ukrainische Tapas, haben die beiden Schwestern Olga und Evgeniya Drach – Foodstylistin und Fotografin der Photokitchen aus Kiew – die Speisen und Bilder für das Buch arrangiert. So wurde »Vegan Kochen Ukraine« ein sinnschaffendes Gemeinschaftsprojekt, das zudem auch Normalität und Arbeitsperspektive für alle Beteiligten geschaffen hat.

182 pages, Hardcover

Published November 30, 2022

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Niko Rittenau

10 books21 followers
Österreichischer Koch, Ernährungswissenschaftler und Autor.

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Profile Image for Anna.
228 reviews3 followers
February 3, 2023
Als ich dieses Buch gesehen habe war ich echt begeistert, denn vor dem Krieg wusste kaum jemand was über meine Heimat-Ukraine. Während 8 Jahren in Deutschland habe ich kaum welche Bücher über die Ukraine gesehen, und schon gar nicht vegane Kochbücher. Da ich selber nicht nur Ukrainerin sondern auch Veganerin bin habe ich das Buch sofort gekauft.
Nun ist ja das Schwierige-das Buch hat meine nicht so hohe Erwartungen nicht erfüllt.
Für die Rezepte aus diesem Buch wurde Hilfe von einer ukrainischen Köchin engagiert. Außerdem haben 2 ukrainische Schwestern die Fotos für das Buch gemacht. Da es sogar 3 Ukrainerinnen insgesamt an dem Buch gearbeitet haben habe ich erwartet dass mindestens die Ukrainische Wörter und deren Übersetzung im Text korrekt wird.
Auf der Seite 17 fängt schon mit "Kiew" an. Seit dem Krieg redet man ständig dass es nicht Kiew sondern Kyjiw ist. Kiew ist das russische Wort. Wie oft muss man dass schon sagen? Ich verstehe auch dass die Köchin dass an dem Buch gearbeitet hat aus Odesa kommt, und bestimmt Russisch als die Muttersprache betrachtet, wahrscheinlich sagt sie auch Kiew, was auch ihr Recht ist. Aber die offizielle Sprache in der Ukraine ist doch Ukrainisch. Kiew anstatt Kyjiw zu sagen ist als ob in Deutschem man Germany und nicht Deutschland sagt.
Also für dieses Buch welches ukrainischen Flüchtlingen helfen möchte finde ich so eine Art unverschämt.
Außerdem wenn man das deutsche Text ließt ist es soweit ich beurteilen kann makellos aber sobald man ukrainische Wörter sieht es es ständig was nicht in Ordnung.
Z.B. auf der Seite 26 ist die Vorname von der Ukrainische Köchin als Katyerna anstatt Kateryna geschrieben. Sie hat doch auch an dem Buch gearbeitet, hat sie niemand gefragt wie ihr Name richtig ist? Wenn ich so was sehe dann bezweifle ich dass die Ukrainer überhaupt viel sagen dürften. Oder werden die nur als Trophäe genutzt?
Es geht natürlich weiter. Auf der Seite 20 wird traditionelle Marmelade als Varenye oder Warenje präsentiert. Lustig, da dieses Wort ist wieder russisch. Auf ukrainisch heisst es варення und ist etwa anders ausgesprochen, also würde dann als Warennja übersetzt. Vielleicht für die Deutsche ist das Unterschied minimal, jedoch für mich zeigt es nur wie unseriös das Buch ist. Oder dachten die Herausgeber dass Ukrainer nicht gut genug die deutsche Sprache beherrschen um das Buch überhaupt zu lesen?
Es reicht mir schon dass in meiner Erfahrung wissen ganz viele Deutsche nicht dass ukrainische Sprache überhaupt existiert, ich muss nicht auch so eine Frechheit in ukrainischem Kochbuch lesen.

Weiter geht mit der Name von einem Rezept auf der Seite 111 - Gretschnewaja Kasha. Wenn man nur das 'ja' am Ende wegnimmt ist das Wort dann Gretschnewa und ist nicht mehr russisch sondern ukrainisch. Und schon wieder alle 3 von Ukrainerinnen wissen dass schon. Man kann doch fragen.
Das nächste Wort ist Halušky. Woher das 'š' kommt verstehe ich nicht. Diese Buchstabe gibt es weder in deutsche Sprache noch in der ukrainische. Kann man nicht einfach Haluschky schreiben um einheitlich zu sein?
Das ist natürlich nicht die ganze Liste, es geht weiter aber ich glaube es ist schon klar was ich damit sagen will.
Das weitere Problem ist dass die deutsche Autoren im Buch auch was von sich selbst geschrieben haben und die Ukrainerinnen nicht. Ich möchte jedoch auch die Stimmen von Ukrainerinnen hören und besonders wenn es um die Gerichte geht. Jedes Kochbuch ist darauf besonders dass man lesen kann wie das Borschch von die Mutter gekocht wurde und was genau tut die Kateryna in ihrer Deruny damit sie ihr an der Kindheit erinnern. Das 'Personal Touch' fehlt mir sehr.
Jetzt dass ich das schlechte schon erwähnt habe kann ich dass Buch auch ein bisschen loben. Es wird bestimmt nicht jeder Ukrainer mögen aber ich finde eine Idee von ukrainische Küche und japanische zusammen zu mixen um die Gerichte zu veganisieren gar nicht so schlecht. Es ist ein interessantes Projekt und ich werde viele Rezepte aus dem Buch ausprobieren.
Ich verstehe auch dass die ukrainische Küche sich nicht so einfach veganisieren lässt und man schon etwa kreativ sein muss.
Hier aber wieder habe ich dass Gefühl dass der Herausgeber sich viel zu sehr beeilt hat. Auf der Seite 61 fängt das tatsächliche Kochbuch mit einem Rezept vom 'Aquafaba-Schnee'. Es ist einfach nur Mus aus Aquafaba. Ich wundere mich - was soll denn damit? Soll es ein Mayo werden? Nein, ein Rezept für Mayo gibt es auf darauffolgende Seite.
Also diese Rezept finde ich ziemlich nutzlos das es nichts dazu steht wozu es gedacht ist.
Und das Allerletzte - es ist schon ein bisschen komisch finde ich dass von Seiten 32 bis 55 es ein Warenkunde Kapitel gibt. Dieses Kapitel hat nichts mit Ukraine oder derer Küche zu tun.
Ich verstehe schon dass Niko Rittenau sich auf Ernährung spezialisiert, jedoch kann mann dann doch ein separates Buch dazu schreiben, oder? Ich habe circa 179 Seiten die was über Ukraine erzählen erwarten und 23 Seiten davon habe eigentlich überhaupt nichts damit zu tun und zu sehr allgemein.
Alles in allem gebe ich das Buch trotzdem noch 3 Sterne weil mindestens hoffe ich dass diese Buch die Interesse von Deutschen in der ukrainische Küche und Kultur weckt.
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