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Das Paris der Simone de Beauvoir.
"Ich will das Leben, das ganze Leben. Ich fühle mich voller Neugier, voll Gier, glühender zu brennen als irgendeine andere, von welcher Flamme auch immer es sei." Mit Beauvoirs eigenen Worten lässt sich am besten beschreiben, welche Simone Inga Westerteicher in Das Paris der Simone de Beauvoir vor unseren Augen erstehen lässt. Sie war eine lebenshungrige, lebenslustige Frau, die dennoch nichts in ihrem Leben unreflektiert ließ. Neben ihren exzessiven Ausflügen in die Cafés und Bars von Paris arbeitete sie hart an ihren Büchern, unterstützte Freunde finanziell wie moralisch und lebte kompromisslos ihre Bedürfnisse aus. Das Paris der Simone de Beauvoir ist ein Paris voller Gegensätze. Zwar hatte Beauvoir einige Stammcafés, oft ließ sie sich aber treiben und fand sich so in allen Gesellschaftsschichten wieder. Manchmal erschüttert, manchmal amüsiert ließ sie das Leben, das sich ihr mancherorts zeigte, ihr eigenes Weltbild beeinflussen. Geschickt verbindet Inga Westerteicher Orte, zu denen Simone de Beauvoir immer wieder zurückkehrte mit Einblicken in Beauvoirs Memoiren. So entsteht ein unterhaltsames Buch, das Lust auf mehr Lust, mit einem aktuellen Stadtplan durch Paris zu ziehen, zu schauen, ob es z.B. das La Rotonde oder das Hotel Chaplain noch gibt. Lust, sich in eins ihrer Cafes zu setzen, sich in die Memoiren einer Tochter aus gutem Hause zu vertiefen oder die Briefe an Sartre, Bd. 1. 1930-1939 durchzublättern, um Simone de Beauvoir -- und Paris -- noch besser kennenzulernen. --Anna Rupaski
127 pages, Hardcover
First published September 30, 1999
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Community Reviews
Displaying 1 - 1 of 1 review
February 2, 2026
Ein Buch über die Pariser Orte, an denen Simone de Beauvoir gewohnt, gearbeitet und geschrieben hat. Leichte Kost, fast schon ein Coffee Table Book, wenn man so will.
Es hat meiner Meinung nach einige missed opportunities: keine Karte von Paris, die uns die Orte zeigt, an denen sich Simone bewegt hat, kein Bogenspannen zum Paris des 21. Jahrhunderts, das es spannend machen würde, bei einem Parisbesuch de Beauvoirs Leben nachzuverfolgen, und vor allem kein Zauber Paris', der aus den Seiten tritt und uns mit in das Paris des 20. Jahrhunderts nimmt.
Alles ist eher eine Abhandlung der Orte, an denen sich Simone bewegt hat, listenhaft, nicht an das Leben, sondern Kategorien geknüpft. Ohne den Bezug zur aktuellen Realität, oder spannend verwobenen Geschichten, scheint es mir allerdings wenig interessant, wie das fünfte Hotel heißt, in dem Simone irgendwann einmal gelebt hat. Vielleicht wurde dieses Buch geschrieben, weil die Autorin viel zu de Beauvoir recherchiert hat und es als zu schade befand, die Informationen zu diesen Pariser Orten, die sie gesammelt hat, nicht zu veröffentlichen. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen, dass sich das Buch liest, wie die Seminararbeit einer fleißigen Romanistikstudenten – da gehe ich mit.
Schmunzler am Ende: Auf der letzten Seite des Buches, erwähnt die Autorin nur in einem Nebensatz, dass Simone bei der Beerdigung Sartres angeblich in sein Grab gestoßen worden sei. Ausgerechnet zu diesem vermeintlichen kuriosen Fakt gibt es keinerlei weitere Erklärung, endlich wäre es spannend geworden! Leider konnte ich zu dieser Behauptung keinerlei Beleg finden. Es gibt eine Quelle, die besagt, dass der Rummel und die Fotografen dafür gesorgt hätten, dass jemand ins Grab fiel, aber nicht, dass es Simone war. Die kniete wohl daneben und trauerte um ihren langjährigen Lebensgefährten.
Es hat meiner Meinung nach einige missed opportunities: keine Karte von Paris, die uns die Orte zeigt, an denen sich Simone bewegt hat, kein Bogenspannen zum Paris des 21. Jahrhunderts, das es spannend machen würde, bei einem Parisbesuch de Beauvoirs Leben nachzuverfolgen, und vor allem kein Zauber Paris', der aus den Seiten tritt und uns mit in das Paris des 20. Jahrhunderts nimmt.
Alles ist eher eine Abhandlung der Orte, an denen sich Simone bewegt hat, listenhaft, nicht an das Leben, sondern Kategorien geknüpft. Ohne den Bezug zur aktuellen Realität, oder spannend verwobenen Geschichten, scheint es mir allerdings wenig interessant, wie das fünfte Hotel heißt, in dem Simone irgendwann einmal gelebt hat. Vielleicht wurde dieses Buch geschrieben, weil die Autorin viel zu de Beauvoir recherchiert hat und es als zu schade befand, die Informationen zu diesen Pariser Orten, die sie gesammelt hat, nicht zu veröffentlichen. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen, dass sich das Buch liest, wie die Seminararbeit einer fleißigen Romanistikstudenten – da gehe ich mit.
Schmunzler am Ende: Auf der letzten Seite des Buches, erwähnt die Autorin nur in einem Nebensatz, dass Simone bei der Beerdigung Sartres angeblich in sein Grab gestoßen worden sei. Ausgerechnet zu diesem vermeintlichen kuriosen Fakt gibt es keinerlei weitere Erklärung, endlich wäre es spannend geworden! Leider konnte ich zu dieser Behauptung keinerlei Beleg finden. Es gibt eine Quelle, die besagt, dass der Rummel und die Fotografen dafür gesorgt hätten, dass jemand ins Grab fiel, aber nicht, dass es Simone war. Die kniete wohl daneben und trauerte um ihren langjährigen Lebensgefährten.
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