Traumapädagogik hat sich längst als eigenständige Fachdisziplin etabliert. Traumapädagogische Ansätze sind dabei nicht auf die stationäre Jugendhilfe begrenzt, sondern kommen in vielfältigen Arbeitsfeldern zum Einsatz. Mit dem vorliegenden Buch liegt in vierter Auflage ein Standardwerk und Überblick über die aktuelle traumapädagogische Debatte im deutschsprachigen Raum vor. Der Band bereitet die pädagogischen und neurobiologischen Grundlagen für die professionelle traumapädagogische Arbeit auf und diskutiert die Bedeutung von psychotraumatologischen Erkenntnissen für die unterschiedlichen Arbeitsfelder. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Schule und Jugendhilfe, den Schnittstellen zur Traumatherapie sowie genderorientierten und biografischen Ansätzen. Es folgen praxiserprobte Konzepte und Methoden der Traumapädagogik. Unter dem Fürsorgeaspekt werden stabilisierende Prinzipien von Leitungen und Fachdiensten dargestellt.
Ein gutes Grundlagenwerk unterteilt in Basis- und Hintergrundwissen, diverse Settings in den Traumapädagogik angewendet wird & in den Methodikteil. Wie immer kritisiere ich manche Quellen (Huber, Hüther, Kolk…) aber: ich weiß, dass Traumapädagogik sich aktuell zunehmend mit Evidenzbasierung befasst und diese Autor*innen wohl teils Pionierarbeit leisteten - wobei : naja eigtl nein. Beim Lesen des Buches sollte klar sein dass wie Psychotherapie die Traumaforschung weiß, heteronormativ und patriarchal in Teilen ist - sie geht zwar durchaus auf Herrschaftsverhältnisse ein - und es existiert in DE kein Raum der Trauma intersektional beforscht - aber ich will schon einordnen dass hier eher weiße u wenig Nutzer*innenstimmen zu Wort kommen.