Geborgt von einer Juristen-Freundin - und ich könnte mir niemanden vorstellen, von dem ich eher ein derartiges Buch geliehen bekommen hätte. . Die Autorin ist Richterin und beschreibt anhand einiger Fälle das Ausmaß, auf welche Art und Weise Väter ihren Kindern Verbrechen antun. Dabei versucht sie nicht urteilend zu sein, sondern die Ursachen und zugrundeliegenden Gegebenheiten für diese schrecklichen Taten zu ergründen. Es geht nie darum, die Väter zu verurteilen. Sondern darum, aufzuzeigen, wie ein Vater zum Täter werden kann. Was natürlich in keinster Weise eine Tat entschuldigt. . Kurzzusammenfassung meiner Gedanken dazu: Es gibt so viel Grauen und Grausamkeiten auf der Welt. Vieles davon spielt sich außerhalb des für mich Vorstellbaren ab. . Heidi Kastner erörtert die Tathergänge nicht gefühlvoll, aber erklärend. Für mich bleibt über: Ein schlimmes Schicksal, eine schlimme Vergangenheit, verursacht meist das nächste traurige Schicksal und eine Zukunft voller Grauen. . Mehr möchte ich dazu gar nicht schreiben, denn als Nicht-Betroffene fehlt mir jegliche Grundlage, um tiefer über die Thematik zu fachsimpeln. Lesenswert ist das Buch allemal. Ein Bewusstsein dafür, was um einen herum passiert, finde ich äußerst wichtig. . Fazit: Grauenhaft, aber informierend und aufklärend und daher lesenswert.
Das Buch ist grausam, jedoch flüssig zu lesen. Heidi Kastner, eine bekannte forensische Fachärztin für Psychiatrie und auch Gerichtsgutachterin, erzählt von ihren, oft grausamen, beruflichen Zusammentreffen von so genannten Täter-Vätern. Grausamer Inhalt, jedoch schwer aus der Hand zu legen.