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Ansichten eines Solisten

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446 pages, Hardcover

Published January 1, 2002

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Profile Image for Liedzeit Liedzeit.
Author 1 book123 followers
September 7, 2024
Er war, wie er im Nachwort bescheiden aufführt, Satiriker, Essayist, Lyriker, Chansonier, Kabarettist, Sportmoderator, Theaterregisseur, Zeitungskolumnist, Werbetexter, Drehbuchschreiber, Schauspieler (Theaterschauspieler sogar) und Ringrichter.

Und hier verbreitet er seine Ansichten in Wortmeldungen und Nachreden (Untertitel). Muss man das lesen? Nein, aber schaden tut es auch nicht. Und mich hat er eingefangen mit einer Bemerkung gleich im ersten Essay. „Das Wort Arbeitslosenunterstützung ist eine ideologische Frechheit. Es müsste heißen Freizeitgestaltungshonorar.“

Er schreibt über Politik (wie es sich geziemt für einen älteren Herren, nicht ganz und gar von der linken Seite), Kultur, (und Kulturmenschen) Gesellschaft und Sport. (Wobei er zum Sport etwas distanziert ist, außer Fußball und Boxen.)

Unter den Texten sind viele Nachreden (-rufe), die naturgemäß für mich umso interessanter sind, je eher mir der Besprochene einigermaßen bekannt ist. Erich Kästner, Hildebrandt, Kreisky. Wer nun Hans Weigel war oder Gerhard Amanshauser habe ich jetzt schon wieder vergessen.

Am allerbesten seine Ansichten zu André Heller, denn da gelingt es ihm, mit dem Titel allein schon den Inhalt zusammenzufassen: „Vom Zuhochlegen der Latte“.

Natürlich ist das etwas sehr selbstgefällig. Als junger Mann quasi 24 Stunden pro Tag im Theater gesessen. Und er kennt selbstverständlich alles. Und hat zu allem eine Meinung. Sogar noch die richtige.

Das ist alles gut lesbar, manches auch amüsant, und einiges sogar lustig, wie die Geschichte über seinen Freund M., den Feinschmecker.

Eine Auswahl der Texte hätte es auch getan.
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