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Wir leben nun mal auf einem Vulkan.

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Am 30. Oktober 1933 verläßt die 15jährige Sibylle Ortmann Berlin und reist allein nach London: Dies ist der Beginn des Auseinanderbrechens einer jüdischen Familie. Sibylles Großvater war Raphael Löwenfeld, Tolstois Biograph und Übersetzer, der das Schiller-Theater gegründet hatte. Ihre Mutter, Eva Ortmann, ist Sängerin in Berlin und mit dem jüdischen Opernsänger Fritz Lechner befreundet, mit dem gemeinsam sie in die USA emigrieren und den sie dort heiraten wird.

Es beginnt ein weltumspannender Briefwechsel, der ein ganzes Panorama des Exils ausbreitet: Teile der Familie gehen nach Kapstadt, andere nach Paris; Sibylles Freundin Lili Faktor, Tochter des Journalisten Emil Faktor, in die Tschechoslowakei, ebenso ein Bruder Eva Ortmanns, Heinrich Löwenfeld. Der einzige Kontakt sind die Briefe, die in diesem Band versammelt sind. Sie zeigen, wie unterschiedlich die Situationen in den einzelnen Ländern waren und wie schwer es war, sich ihnen anzupassen. Sibylle Ortmann emigriert schließlich in die USA und setzt dort alles daran, ihre Schulkameradinnen aus Europa herauszubekommen. Tag und Nacht kämpft sie um Affidavits und Genehmigungen. Ein stiller, aufopferungsvoller Kampf, durch den sie schließlich Lili Faktor das Leben retten kann.

Die Briefe dokumentieren, welche immensen Hürden europäische Juden bei ihrer Emigration zu überwinden hatten.

703 pages, Hardcover

First published April 30, 2005

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Peter Crane

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