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South Africa

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Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso

280 pages, Hardcover

First published April 22, 2010

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Michael Poliza

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June 17, 2013
"Ich bin der kleine Bruder der Hardcover-Ausgabe" leuchtet es mir fröhlich von der Rückseite der preiswerten Softcover-Ausgabe entgegen. Mit 30x24cm hat die ebenso solide wie die gebundene Ausgabe geheftete Klappenbroschur 8cm weniger Höhe und 6cm weniger Breite, sowie 45 Seiten weniger als die Erstausgabe des Bildbandes. (South Africa, ISBN 978-3832793906, 38x30cm, 116 Fotos).

Die Gefahr dass in einem zur Fußballweltmeisterschaft erschienen Bildband über Süd-Afrika mit wilden Tieren, barfüßigen Kindern und neuen Fußballstadien Afrika-Klischees bedient werden, besteht bei den Herausgebern des Buches nicht. Michael Poliza und seine Kollegen aus Südafrika setzen den bekannten großen Säugetieren Afrikas ebenso interessante kleine Tiere (Erdmännchen, Chamäleon, einen farbenfrohen Grashüpfer) entgegen. Südafrika präsentiert sich nicht im Sonntagsstaat, sondern so vielfältig wie ein Land mit unterschiedlichen Kulturen nur sein kann. Eine Ahnung vom Alltag vermitteln Bilder der Minibusse und Eselskarren als Verkehrsmittel, aber auch die vom Fischen oder vom Weinanbau. Das historische Südafrika begegnet uns im Ort Pilgrims Rest und im Gesicht der alten Frau, die sich noch an den Burenkrieg der Jahrhundertwende erinnern kann. Das neue Stadion von Kapstadt kurz vor seiner Vollendung und immer wieder Fußball spielende Jugendliche weisen auf den Anlass des Bildbandes hin. Sehr eindrucksvoll ein Blick aus dem Hubschrauber auf eine Schule und Kinder während ihrer Pause. Die ungewöhnliche Sicht von oben zeigt Strukturen, Reihungen und sehr bedrückend den Unterschied zwischen Townships der Schwarzen und den Reihenhaussiedlungen der Weißen. Der erkennbare Wohnungsmangel, Erosion der Landschaft, aber auch penible Ordnung und Sauberkeit in einer einfachen Hütte hinterlassen den Betrachter sehr nachdenklich. Neben den außergewöhnlichen Aufnahmen aus der Luft bleibt mein Favorit das für Afrika nicht weiter typische Foto vom Surfer, der einem auftauchenden Wal entgegen gleitet.

Wenn Fotos auf Doppelseiten gedruckt werden, stört manchen beim Betrachten der Falz des Buches, der das Bild durchschneidet. Bei Landschaftsaufnahmen wie der blühenden Ebene im Namaqualand stört er kaum, auch nicht, wenn der Blick auf Mensch und Tier im persönlichen Tempo über das Bild streifen kann. Sind von Mensch oder Tier jedoch nur die Köpfe formatfüllend abgebildet, kann es der Betrachter unangenehm finden, ihnen direkt in die Augen starren zu müssen. Hier zieht der Falz förmlich weiter ins Bild hinein.

Auf den Bildteil von 190 Seiten folgen ein Nachwort (wie der Klappentext in Afrikaans, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) und ein Textteil von 25 Seiten, mit dem die Verlegerin und Schriftstellerin Dominique le Roux ihre Heimat vorstellt. Englischsprachige Biografien der Fotografen und eine Landkarte Südafrikas schließen sich an. Mit Hilfe der Thumbs, der Miniaturansichten, lassen sich im Anhang zu jeder Aufnahme Ort, technische Details und Name des Fotografen nachvollziehen. Die technischen Angaben zu den Fotos zeigen, dass mit wenigen Ausnahmen mit gängigen Brennweiten bis 150mm gearbeitet wurde, mit Brennweiten von 1250mm und darüber nur selten. Vier Aufnahmen sind HDR-Bilder.

Insgesamt war dieser "kleine Bruder" eines umfangreicheren Buches eine lohnende Anschaffung.
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