Die Mikroskopie öffnet Fenster in unglaublich spannende und vielfältige Kleinwelten, die uns sonst verschlossen blieben. Schon mit einem guten Mikroskop und wenigen einfachen Hilfsmitteln werden die ersten Schritte zu den vielen Geheimnissen des Mikrokosmos unterhalb der natürlichen Sehgrenzen möglich. Dieses neue Arbeitsbuch für die eigene Praxis führt Sie in alle wichtigen Techniken zur Bearbeitung einfacher und anspruchsvoller Objekte ein. Wichtige Themen sind dabei unter anderem:Alltagsgegenstände wie Textilgewebe, Fasern und Folien. Bakterien als einfachste Lebewesen. Das wimmelnde Leben in einem Wassertropfen. Die Vielfalt pflanzlicher und tierischer Zellen. Die seltsame Welt winzigster Pilze. Von Pflanzenviren in Zimmerpflanzen über die bizarren Einzeller aus dem Gartenteich bis zum Aufbau der Gliederfüßer oder der Untersuchung eigener Blutzellen regt dieses Buch an zu stationenreichen 'Seh-Fahrten' in viele Bereiche des Mikrokosmos. Zahlreiche Fotos und Zeichnungen begleiten und ergänzen die leicht verständlichen Texte. Ein ausführlicher Methodenteil gibt genaue Anleitungen zum Umgang mit den vorgeschlagenen Objekten und beschreibt: Grundlegende und ausgefallenere Arbeitstechniken. Bewährte Färbeverfahren. Herstellung von Dauerpräparaten und Aufbau von Vergleichsammlungen. Spezielle Verfahren wie Dunkelfeld, Phasenkontrast und Polarisation. Anzucht von Bakterien, Algen, Mikropilzen und Protozoen.
Dies ist ein wahrhaft großartiges Buch. Es wird eine sehr große Übersicht beobachtbarer Strukturen und Phänomene vorwiegend in der belebten Natur gegeben. Diese werden immer im Zusammenhang mit der mikroskopischen Technik, bzw. den chemisch/physikalischen Vorgängen behandelt, die der Beobachtung zugrunde liegen. Der rote Faden ist dabei die Entwicklungsgeschichte der Lebewesen, die Aufgaben, die die Natur ihnen stellt, und wie diese gelöst wurden, entsprechend sieht das Buch aus dieser Perspektive wie eine biologische Einführungs-Vorlesung aus. Es macht Appetit auf mehr Biologie und hat mir viele Erkenntnisse vermittelt.
Gelegentlich liest man, dass dies nicht das erste Buch eines Mikroskopikers sein sollte. Das kann ich nachvollziehen. Als Anfänger hat man so viele Fragen zur Technik und zur Handhabung des Mikroskops und aller Utensilien, die in diesem Buch nur am Rande oder gar nicht behandelt werden, die durch ein anderes Buch abgedeckt werden sollten. (Keine Tipps zur Anschaffung eines Mikroskops, zu Stereomikroskopen oder Spezialmikroskopen für Metallurgie oder Mineralogie,...)
Man wird dieses Buch immer wieder gerne als Referenz oder Nachschlagewerk hernehmen, wenn es um spezielle Lebewesen oder Färbemethoden geht.